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- Johann Nepomuk Nestroy -

Dienstag, 31. März 2026

Jadis 06.03.2026

Konzert-Kritik Jadis  06.03.2026 ,  " Das Rind "  Rüsselsheim 


Freitag Abend Anfang März 2026 und rund 150 Progfans sind zu einem der drei Konzerte von Jadis auf deren kleiner Frühjahrstour ins  " Rind "  nach Rüsselsheim gekommen .  Anlass der Kurzrundreise ist die Veröffentlichung der  " Remastert und Expanded Edition "  des 94er Albums  " Across The Water " ,  welches an diesem Abend in Gänze gespielt werden soll .  Die Bühne ist an diesem Abend recht schlicht gehalten ,  in warmes Licht getaucht und die Instrumente stehen bereit ,  als die Band gegen 20:20 Uhr  ( ein bisschen verspätet ,  da die Musiker dachten das Konzert würde erst um 21:00 Uhr starten und sie sich zuvor noch  " ausgeruht "  und etwas gegessen haben )  die Bühne betritt . 


Los geht es zunächst mit den sogenannten  " Band Favorites " .  " Sleepwalk "  in typischem Neo - Prog - Stil wird mit seinem langen instrumentellen Beginn als Einstieg von Gitarrist und Leadsänger Gary Chandler ,  Keyboarder und Backgroundsänger Martin Orford ( ex - IQ ) ,  Schlagzeuger Steve Christey und Bassist Andy Marlow präsentiert .  Wenn einzelne Instrumente und Klangelemente auch soundtechnisch etwas unterpräsentiert wirken ( wird im zweiten Konzertteil besser ) ,  kommt die musikalische Stimmung sofort auf den Punkt .  Gary Chandler ist gut bei Stimme ,  Orford untermalt den Song stilvoll ,  liefert kontrastreiche Backing - Vocals und Christey / Marlow liefern den nötigen Groove .  " Where In The World " ,  " Asleep In My Hands "  und  " Wood Between The Worlds "  folgen als nächsten und das Publikum nimmt diese begeistert auf .  Mal ruhig verträumt ,  mal mit treibendem Groove oder auch sphärischen Klängen  -  die Stimmung wechselt stetig .  Marlow steht oft mit geschlossenen Augen versunken im Beat auf der Bühne ,  Christey spielt sich scheinbar mühelos durch vertrackte Takte und die Harmoniegesänge von Orford und Chandler schmeicheln dem Ohr .  Mit kurzen Ansagen führt Chandler durch die einzelnen Songs und ein stetes Grinsen huscht über Orfords Gesicht .  " Something Else / Moody Brick "  ( tolles neues Stück vom hoffentlich bald erscheinenden neuen Album ) ,  das flotte  " In The Dark "  und das getragene  " Do You Know "  mit tollem Chorgesang im Refrain machen dort genau so weiter und überzeugen in ihrer Intensität .  Gänsehaut !  " View From Above "  mit seiner tollen Gitarren / Keyboard - Kombination inklusive drückender Rhythmusfraktion sowie  " Fading Truth "  ( wie schön ist doch mehrstimmiger Gesang )  beschließen schließlich das erste Set des Abends .  Begeistertes Publikum !  Die Band verlässt die Bühne in den kleinen ,  seitlichen Backstageraum .  Pause !





Nach einer  " unbeschreiblich langen "  Minipause von 7 Minuten kommt die Band bereits schon wieder im Klang des Intros von  " Across The Water "  auf die Rind - Bühne zurück um das 1994er Werk in  Gänze aufzuführen .  " Touch "  mit seinem tollen Groove und im Ohr hängen bleibender Melodie nimmt das Publikum sofort mit auf große Reise .  " In Isolation " ,  wieder toller Gesang und Gitarrenklänge von Chandler  ( die Keyboardklänge erinnern mich immer wieder ein bisschen an Alan Parsons )  und das Wechselspiel von Rhythmus und Intensität machen das Stück zu einem Wechselbad der Gefühle .  Ganz stark!!!  " As Daylight Fades "  mit seinem Gitarren - Keyboardbeginn zieht die Konzertbesucher:innen dann ebenfalls gleich wieder in ihren Bann und hat einen leichten Pink Floyd - Touch .  Ein wahrer Song zum Relaxen .  " Everywhere I Turn "  zieht das Tempo dann leicht an und man sieht den Musikern auf der Bühne an wieviel Spaß sie dabei haben .  Die Kommunikation mit dem Publikum wird kurz aber reichlich gesucht und wie fast immer im  " Rind "  wirkt alles sehr familiär .  " A Life Is All You Need "  beschreibt dann allen Anwesenden eindrucksvoll was tatsächlich nötig ist  " im Leben " .  " The World On Your Side "  mit akustischen und bombastischen Elementen  ( Neo - Prog in Reinkultur )  sowie  das kraftvolle  " No Sacrifice "  beschließen dann den zweiten ,  großartigen Teil des Konzertes und damit das Gesamtwerk  " Across The Water " .  Begeisterter Jubel bringt die Band dann im Anschluss für die Zugabe  " The Beginning And The End "  auf die Bühne zurück und das Stück vom Vorgängeralbum  " More Than Meets The Eye "  beschließt nach gut 140 Minuten stimmungs -  und würdevoll ein erneut ,  nach 2024 an gleicher Stelle ,  großartiges Konzert einer sehr harmonischen ,  sympathischen Band aus dem Vereinigten Königreich . 






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