Konzert-Kritik Jadis 06.03.2026 , " Das Rind " Rüsselsheim
Freitag Abend Anfang März 2026 und rund 150 Progfans sind zu einem der drei Konzerte von Jadis auf deren kleiner Frühjahrstour ins " Rind " nach Rüsselsheim gekommen . Anlass der Kurzrundreise ist die Veröffentlichung der " Remastert und Expanded Edition " des 94er Albums " Across The Water " , welches an diesem Abend in Gänze gespielt werden soll . Die Bühne ist an diesem Abend recht schlicht gehalten , in warmes Licht getaucht und die Instrumente stehen bereit , als die Band gegen 20:20 Uhr ( ein bisschen verspätet , da die Musiker dachten das Konzert würde erst um 21:00 Uhr starten und sie sich zuvor noch " ausgeruht " und etwas gegessen haben ) die Bühne betritt .
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Los geht es zunächst mit den sogenannten " Band Favorites " . " Sleepwalk " in typischem Neo - Prog - Stil wird mit seinem langen instrumentellen Beginn als Einstieg von Gitarrist und Leadsänger Gary Chandler , Keyboarder und Backgroundsänger Martin Orford ( ex - IQ ) , Schlagzeuger Steve Christey und Bassist Andy Marlow präsentiert . Wenn einzelne Instrumente und Klangelemente auch soundtechnisch etwas unterpräsentiert wirken ( wird im zweiten Konzertteil besser ) , kommt die musikalische Stimmung sofort auf den Punkt . Gary Chandler ist gut bei Stimme , Orford untermalt den Song stilvoll , liefert kontrastreiche Backing - Vocals und Christey / Marlow liefern den nötigen Groove . " Where In The World " , " Asleep In My Hands " und " Wood Between The Worlds " folgen als nächsten und das Publikum nimmt diese begeistert auf . Mal ruhig verträumt , mal mit treibendem Groove oder auch sphärischen Klängen - die Stimmung wechselt stetig . Marlow steht oft mit geschlossenen Augen versunken im Beat auf der Bühne , Christey spielt sich scheinbar mühelos durch vertrackte Takte und die Harmoniegesänge von Orford und Chandler schmeicheln dem Ohr . Mit kurzen Ansagen führt Chandler durch die einzelnen Songs und ein stetes Grinsen huscht über Orfords Gesicht . " Something Else / Moody Brick " ( tolles neues Stück vom hoffentlich bald erscheinenden neuen Album ) , das flotte " In The Dark " und das getragene " Do You Know " mit tollem Chorgesang im Refrain machen dort genau so weiter und überzeugen in ihrer Intensität . Gänsehaut ! " View From Above " mit seiner tollen Gitarren / Keyboard - Kombination inklusive drückender Rhythmusfraktion sowie " Fading Truth " ( wie schön ist doch mehrstimmiger Gesang ) beschließen schließlich das erste Set des Abends . Begeistertes Publikum ! Die Band verlässt die Bühne in den kleinen , seitlichen Backstageraum . Pause !
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Nach einer " unbeschreiblich langen " Minipause von 7 Minuten kommt die Band bereits schon wieder im Klang des Intros von " Across The Water " auf die Rind - Bühne zurück um das 1994er Werk in Gänze aufzuführen . " Touch " mit seinem tollen Groove und im Ohr hängen bleibender Melodie nimmt das Publikum sofort mit auf große Reise . " In Isolation " , wieder toller Gesang und Gitarrenklänge von Chandler ( die Keyboardklänge erinnern mich immer wieder ein bisschen an Alan Parsons ) und das Wechselspiel von Rhythmus und Intensität machen das Stück zu einem Wechselbad der Gefühle . Ganz stark!!! " As Daylight Fades " mit seinem Gitarren - Keyboardbeginn zieht die Konzertbesucher:innen dann ebenfalls gleich wieder in ihren Bann und hat einen leichten Pink Floyd - Touch . Ein wahrer Song zum Relaxen . " Everywhere I Turn " zieht das Tempo dann leicht an und man sieht den Musikern auf der Bühne an wieviel Spaß sie dabei haben . Die Kommunikation mit dem Publikum wird kurz aber reichlich gesucht und wie fast immer im " Rind " wirkt alles sehr familiär . " A Life Is All You Need " beschreibt dann allen Anwesenden eindrucksvoll was tatsächlich nötig ist " im Leben " . " The World On Your Side " mit akustischen und bombastischen Elementen ( Neo - Prog in Reinkultur ) sowie das kraftvolle " No Sacrifice " beschließen dann den zweiten , großartigen Teil des Konzertes und damit das Gesamtwerk " Across The Water " . Begeisterter Jubel bringt die Band dann im Anschluss für die Zugabe " The Beginning And The End " auf die Bühne zurück und das Stück vom Vorgängeralbum " More Than Meets The Eye " beschließt nach gut 140 Minuten stimmungs - und würdevoll ein erneut , nach 2024 an gleicher Stelle , großartiges Konzert einer sehr harmonischen , sympathischen Band aus dem Vereinigten Königreich .
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