Buch-Kritik Ralf Thiesen " Die Toten Von Königsberg " , Goldmann
Mit dem ersten Roman um Hauptkommissar Aaron Singer entführt uns Autor Ralf Thiesen nach Königsberg im März 1924 . Der Sohn des Reederei - Besitzers Friedrich Mayerhofer wird grausam umgebracht und mit Blut geschriebene hebräische Schriftzeichen am Tatort hinterlassen . Um in der atmosphärisch aufgeladenen Nachkriegszeit , gespickt mit antisemitischen Vorurteilen , keine Zweifel an der Neutralität der Ermittlungsbehörden aufkommen zulassen , wird der junge , jüdische Kommissar Aaron Singer , aus dem Stall von Ernst Gennats Mordbereitschaftsdienst in Berlin , nach Königsberg geschickt , um dort mit Kommissar Heinrich Puschkat den Fall aufzuklären . In vier Wochen muss der Fall aufgeklärt sein , da dann der Sohn der Stadt , Imanuel Kant , im sicheren Königsberg gefeiert werden soll . Was haben die Freunde von Edward Mayerhöfer mit der Ermordung zu tun oder hat das Ganze doch etwas mit den Reederei - Übernahmeplänen von Hugo Stinnes auf sich ? Kann der Reporter Söderberg der Königsberger Allgemeinen Licht ins Dunkel bringen ? Roggenbucke , Grosser , von Brekdorf , Maxi Mattern , Gusenius - viele Namen und weitere Opfer tauchen auf und die Zeit wird knapp ! Wird bald ein Sündenbock gebraucht ? Ein von Ralf Thiesen atmosphärisch dichter , spannend und mit vielen Fragen und Wendungen geschriebener Kriminalfall , der den/ die Leser:in bis zum Schluss miträtseln lässt . 521 Seiten die wie im Flug vergehen , mit kleinen Nebenschauplätzen und Geschichtchen , die das Ganze rund machen und über das Ende hinaus die eine oder andere Frage offen lässt . Fortsetzung folgt in " Krähen Über Königsberg " .
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