Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Blue Deal " Make A Change "

CD-Kritik Blue Deal  " Make A Change " ,  Dixiefrog 

Blue Deal ,  die Gewinner des  " German Blues Award " ,  mit Bluesrock aus dem Schwarzwald .  Gitarrist / Backgroundsänger  Tom Vela ,  Jürgen Schneckenburger  ( Schlagzeug , Percussion ) ,  Willi Macht  ( Bass )   und Joe Fischer  ( Gesang , Bluesharp , Orgel , Keyboards , Zigarrenkisten - Gitarre )  präsentieren uns hier 11 Songs bei einer Gesamtspielzeit von 44 Minuten .  Los geht es mit  " Another Reason " ,  einem richtigen  Boogie - Rocker in bester Lynyrd Skynyrd - Tradition .  Macht gleich richtig gute Laune und lässt die Beine zucken .  " Bad Boogie Woman "  könnte dann direkt ,  mit den Gitarrenklängen und dem typischen Beat der Band ,  von ZZ Top stammen .  Was für ein Doppelpack gleich zu Beginn !  " Easy To Hurt "  startet im Anschluss nur mit Akustikgitarre und Gesang .  Das Tempo ist jetzt reduzierter aber mit der ergänzenden E - Gitarre sehr emotional und intensiv .  Tolle Stimme und Gitarrenmelodie ganz ohne Bass oder Schlagzeug !  " Get It Done "  ist dann wieder ein langsamer Blues - Rocker im  Skynyrd - Molly Hatchet - Stil .  Die Hammondorgel verleiht dem Ganzen dabei das besondere Etwas .  " Hell Valley "  als kurzem  " spooky "  Instrumentalstück folgt dann  " Make A Change "  mit flottem Groove und einer sehr schönen Deep Purple Hammondorgel .  Flinke Gitarrenläufe ,  Tempoverschleppung ,  " Ian Gillan - Schreie "  -   das Stück macht live bestimmt eine riesige  Freude !!!  " Greenland Shark "  als  "Slow - Blues "  nimmt das Tempo anschließend raus und sorgt so für eine Verschnaufpause bei Band und Zuhörer*innen .  In  " Two Hearts "  scheint man anschließend Jimi Hendrix an der Gitarre zu hören und der Gesang erinnert auch gerne ein wenig an Henrik Freischlader  -  was für Beide als Kompliment gemeint ist !  Toller ,  relaxter Blues - Rock - Song .  " Over Jordan "  mit Gitarrenintro und tiefer Gesangsstimme ,  begeistert dann mit der tollen Stimmlage von Joe Fischer und dem großartigen Einsatz der Mundharmonika .  " Rent A Heart "  klingt  leicht melancholisch und führt das Album langsam Richtung Ende .  Dabei stellt er genau den richtigen Song zum engumschlungenen  " Klammerblues "  dar .  " Storm Will Come "  mit seinem Gary Moore - Blues - Touch macht hier gleich stark weiter und beschließt schließlich ein tolles Blues - Rock - Album aus deutschen Landen .  " Blueser - Herz was willst Du mehr ? "

Montag, 19. Oktober 2026

Grantchester 1

Serien-Kritik  " Grantchester " ,   Edel























Wie es englische Krimiserien immer wieder schaffen mit ihren Schauplätzen und Schauspieler*innen eine beschauliche Atmosphäre zu schaffen und darin spannende kriminalfälle zu verarbeiten ,  inklusive spannenden Nebenschauplätzen und Figuren die mit ihrem eigenen Leben zu kämpfen haben ,  ist faszinierend und macht auch eine Serie wie Grantchester zu einem absoluten Hingucker .  England 1953 .  Priester Sidney Chambers  und Polizist Geordie Keating leben und arbeiten in der Grafschaft Cambridgeshire bzw. dem kleinen Dorf Grantchester ,  einem Vorort von Cambridge .  Hier in diesem idyllischen Dorf geschieht eines Tages ein  Mord und Detective Inspector Keating trifft auf den jungen ,  sympathischen und attraktiven Pfarrer Sidney Chambers der sich auch als Hobbydetektiv betätigt .  Dessen Menschenkenntnis und das Vertrauen der Gemeindemitglieder hilft Inspector Keating enorm bei der Aufklärung des Mordes an einem Gemeindemitglied und im Laufe des Falls entwickelt sich eine tiefe Freundschaft der beiden Männer .  4,5 Stunden Spannung auf 2 DVD`s und ein wunderbarer Einstieg in diese tolle Serie ,  die es bisher auf 8 Staffeln auf DVD geschafft hat .

Freitag, 9. Oktober 2026

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Andreas Diehlmann Band 25.09.2026

Konzert-Kritik Andreas Diehlmann Band  25.09.2026 ,  " Rex "  Bensheim 


Freitag Abend im Bensheimer Musiktheater  " Rex " .  Der aus Kassel stammende Andreas Diehlmann ist mit seiner Band zu Gast und rund 300 Besucher*innen sind gekommen um gut 2 Stunden Blues - Boogie - Rock zu genießen .  Mit Jörg Sebald am Bass und Martin Gunkel am Schlagzeug geht es unaufgeregt und pünktlich um 20:00 Uhr los .  Auf die Bühne marschiert ,  Gitarre kurz nachgestimmt und ab geht das .  Lockere Stimmung auf der Bühne ,  lockere Stimmung im Publikum  -  " das kann einfach nur gut werden ! "  

 
" Hey Man "  vom neuen Album  " Cold Wind On A Dark Black Night "  bildet den entspannten bluesigen Start mit schönem ersten Gitarrensolo und der Message  " music is the healer " ( das Motto für den heutigen Abend )  welches nahtlos in ein weiteres neues Stück übergeht .  " On The Road Again "  mit flottem Beat ,  der angenehm rauen Stimme von Andreas Diehlmann und dem Beatfundament von Sebald und Gunkel bringen sowohl Band als auch Publikum sofort auf Betriebstemperatur und die Interaktion ist bereits in vollem Gange .  Dem ZZ Top - mäßigen Boogie  " Pretty Baby "  folgt mit  " Gypsy Woman "  im Anschluss gleich noch ein wenig  " Jimi Hendrix - Sound - A Like "  und zeigt die große Bandbreite der Songs des Kasseler Bluesgitarristen und Sängers .  Immer wieder tolle rockige - bluesige - gefühlvolle Gitarrensoli vor dem positiven , grundsoliden Rhythmusbackground der Band .  Mit  " Got To Get Over It "  kommt ,  nach dem Eröffnungsstück ,  der erste reine Bluessong zur Aufführung und nimmt etwas Tempo aus der Musik .  Hier wird herrlich auf das Leben zurück geblickt - wie immer im Blues ein wenig leidend ;-)  Der Bluesrocker  " Long Way To Go " ,   mit schleppendem Beginn und der schönen Mitklatschmöglichkeit  für`s Publikum lässt dann erneut die tolle raue Stimme in den Vordergrund treten  -  sie passt einfach herrlich zu den Songs .  Der teilweise mit einer Bottleneck gespielte und ein wenig im  " Tribel - Rhythmus "  gehaltene Song  " Lola Sweet Rock ` n ' Rola / Black Night "  ( mit eben Deep Purple Zitat )  bietet dann erneut mit  "heyheyheyhey " - Part die Möglichkeit für das begeisterte Publikum kräftig mitzumischen .  Der von  " Howlin` Wolf "  inspirierte Song  " Nothing But The Blues",  gespielt auf einer Zigarrenkisten - Gitarre und teilweise wieder unter Verwendung eines Bottleneck ,  stellt dann den Abschluss des ersten Sets nach 45 Minuten dar .  Abkühlen ,  trinken ,  Pause !
 

Nach einer gut 20minütigen Pause kehren die drei Musiker gegen 21:05 Uhr wieder zurück auf die schlicht gehaltene Rex - Bühne und starten gleich mit dem schnellen Blues - Rock Song  " Long Way Home "  vom neuen Album .  " I Wish You Would " ,  ebenfalls ein Blues Rock Song ,  vom Album  " That Old Blues Again"  folgt als nächstes und treibt die Temperatur im Saal ganz schnell wieder in die Höhe .  Da ist es vielleicht ganz gut ,  dass mit  " Hard Times "  vom Debutalbum erst mal wieder ein etwas ruhigerer  " von der Frau verlassen " - Blues folgt .  Das ebenfalls vom Debutalbum stammende  " Rita "  ( bei dem die Zuhörer*innen eben diesen Namen mitsingen können )  ,  ein flotter Boogie - Rocker ,  sowie das rockende  " Way To Hell "  geben dann wieder richtig Gas .  Die Gitarre wird zwischendurch hinter dem Rücken gespielt ,  Andreas Diehlmann duelliert sich mit seinem Bassisten Jörg Sebald am  " Glitzerbass "  und Schlagzeuger Martin Gunkel treibt das Ganze herrlich voran .  Tolles Trio !  Natürlich braucht ein Blueskonzert auch einen "Slowblues " ,   der mit dem Herzensbrecher  " Broken "  auch standesgemäß folgt .  Der das Motto der Band vorgebende  " Boogie Woogie Rock `n `Roll "  und das älteste Bluesthema der Welt behandelnde  " Whiskey And Women " ,  erneut mit Zigarrenkistengitarre ,  beschließen schließlich nach 50 Minuten in flottem Tempo und bei bester Stimmung den zweiten Teil des heutigen Konzertabends .  Mit einem Grinsen im Gesicht und sichtlich verschwitzt verschwindet die Band kurz von der Bühne ,  um kurz darauf natürlich zu einer für beide Seiten wohlverdienten Zugabe auf die Bühne zurück zu kommen

Mit dem ausführlich zelebrierten  " Hey Joe "  von Jimi Hendrix und einer großartigen Version von Princes  " Purple Rain " verabschiedet sich die  " Andreas Diehlmann Band "  mit einer 20 minütigen Zugabe ,  inklusive dazugehörigem ,  ausführlichen Gitarrensolo und dem namentlichen Vorstellen der Bandmitglieder ,  vom restlos begeisterten Publikum .  Lachende Gesichter auf und vor der Bühne ,  großer Andrang am Merchstand und zahlreiche Gespräche im Anschluss zeugen von einem rundum gelungenen Abend ( inklusive dem  " schnellsten und unkompliziertesten Sound - Check ever "  Andreas Diehlmann ) .  Wie immer ein toller Konzertabend im Musiktheater an der Bergstraße mit der Bitte um baldige Wiederholung !








Montag, 5. Oktober 2026

Shakra " Just Live Loud ! "

 CD-Kritik Shakra  " Just Live Loud ! " ,  Frontiers


Die Schweizer Hard Rocker von Shakra ( aus Trub im Emmental )  präsentieren uns mit ihrem insgesamt 12 . Studioalbum  " Just Live Loud! "  13 neue Songs bei einer Gesamtspielzeit von  rund 60 Minuten .  Los geht es mit dem für Shakra typischen   " Let The Show Begin " ,  einem klassischen Hard Rock Song mit dem prägenden ,  rauen Gesang von Mark Fox ,  treibendem Beat und hart rockenden Gitarren .  Wenn das mal kein würdiger Opener für ein Album oder eine Liveshow ist weiß ich ja nicht .  " Wasteland Warrior "  hält den Härtegrad ,  tolle Melodie und die Rhythmusfraktion leistet tolle Arbeit .  Das setzt sich in Ohr und Körper fest und wird live bestimmt ein Stück bei dem das Publikum kräftig mitsingen kann .  " Just Live Loud! "  Toller Gitarren und Schlagzeug / Bass Beginn .  Der Gesang setzt ein und ab geht die Fahrt .  " Headbanger " - Alarm .  " Left Outside Alone "  ( mit Seraina Telli )  ist dann eine spannende ,  verrockte Version des  " Anastacia " - Hits .  Tolle Melodie ,  harte Gitarren und Seraina Tellis Stimme erinnert tatsächlich an Anastacia .  Toll wie die Stimmen sich hier ergänzen .  Großartiges Cover mit fantastischem Gesang !  Das flotte  " Demon Of The Night "  betont in der Strophe den Gesang von Mark Fox und sowohl Gitarrensolo als auch Refrain brennen ein Feuerwerk ab .  Wieder ein Song für`s Livekonzert mit klassischer Mitklatschmöglichkeit .  " Legends Never Die "  mit Akustikgitarre ,  reduziertem Tempo und viel Pathos stellt dann eine starke Power - Ballade dar .  " Lost Generation "  mit starkem Beat ,  kratziger Gitarre und Power - Refrain macht dann erneut ganz viel Spaß und spricht alle Hörer*innen direkt an .  Das temporeiche  " When We Were Young "  klingt luftig und doch kraftvoll .  Tolle Gitarren ,  klasse Melodie !  " Another Day In The Universe "  mit starkem ,  treibenden Schlagzeug geht dann richtig nach vorne .  Der Bass blubbert im Hintergrund ,  Stakkato - Gitarren und der Gesang von Mark Fox .  Wow !  " New Tattoo "  ist dann wieder ein klassischer Hard Rock Stampfer ,  der einfach gute Laune verbreitet . Erinnert mich ein wenig an  " The New Roses " .  " High Above The Storm "  mit Piano -  und Streicherklängen ,  Akustikgitarre und intensivem Gesang ist dann eine Lupenreine Liebesballade .  Die Rocker können es eben ;-) .  " Screaming Silence "  beendet dann mit viel Gitarre und Schlagzeug zu Beginn recht dramatisch und intensiv dieses hochklassige Hard Rock Album .  " Left Outside Alone " ohne Seraina Telli ist abschließend ein schönes Anhängsel  -  die Version mit ihr bleibt aber unerreicht .  Ein wirklich großartiges Album der Herren Mark Fox  ( Gesang ) ,  Thom Blunier  ( Gitarre ) ,  Thomas Muster  ( Rhythmusgitarre , Keyboards ) ,  Cyril Montavon  ( Bass )  und Roger Tanner  ( Schlagzeug ) .  


Donnerstag, 1. Oktober 2026