Buch-Kritik Sonja Kindler " Schwarzwälder Hundstage " , oesp
Die alleinerziehende Mutter Martina Dörflinger wird auf dem Nachhauseweg aus einer Kneipe überfallen und ermordet sowie an einen anderen Fundort , nach Blumenberg , verbracht . Ein neuer Fall für die aus Stuttgart stammende Villinger Kommissarin Ines Sander , die abgesandt in die Rottweiler Polizeidirektion und begleitet von ihrem Chef Siegmund Willimsky , von dort mit einem Team bestehend aus Hauptkommissar Tobia Wehrle , Kommissarin Jennifer Schramm und Kommissar Marco Bernadi ermittelt . Unterstützt von Gerichtsmediziner Prof . Maier und KTU - Leiterin Vanessa Neumann , Frau von Kriminaloberrat Robert Neumann , machen sie bestürzende Entdeckungen . Als eine weitere Frauenleiche auftaucht stellt sich die Frage warum das mit diesen Müttern gemacht wurde . Bestehen hier Verbindungen im Bereich vernachlässigter Kinder oder gibt es ganz andere Beweggründe für den / die Täter:in. Datenbänke wie ViCLAS oder POLAS werden abgefragt , vor Ort recherchiert und persönliche Befragungen durchgeführt . Zeugen werden gesucht und Menschen im Umfeld der Opfer ausfindig gemacht . Gleichzeitig ergeben sich auch im privaten Bereich der Ermittler:innen Veränderungen und Schwärmereien , die Auswirkungen auf die Ermittlungen haben . Eine von Autorin Sonja Kindler spannend und kurzweilig , mit kleinen Nebenschauplätzen , geschriebene Kriminalgeschichte . Die Polizist:innen als Privatpersonen werden dabei nicht vergessen und die Nähe von Privatem und Dienstlichem macht die ganze Geschichte noch einfühlsamer und einprägsamer . Schicksale von Opfern und Tätern verschmelzen so teilweise und regen mal wieder zum Nachdenken an : " was hätte ich wohl in ähnlicher Situation getan " ? Toller Krimi !








