Konzert-Kritik Amanda Marshall 30.07.2026 , " Frankfurter Hof " Mainz
Ausverkauftes Haus im Konzertsaal des Frankfurter Hofes in der Mainzer Altstadt . Draußen herrschen um 19:30 Uhr noch über 30°C und im Saal geht es nicht minder hitzig zu . Alle Anwesenden sind bei bester Laune , kleine Fächer werden geschwungen um sich ein klein wenig Abkühlung zu verschaffen und man ist gespannt auf den Auftritt der großartigen kanadischen Künstlerin Amanda Marshall , die das letzte Mal vor 25 Jahren in Deutschland zu Gast war .
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Pünktlich um 20:00 Uhr erlischt dann auch das Saallicht und zu einem über die Boxen eingespielten Intro betritt die Band die Bühne und wird mit tosendem Applaus begrüsst . Als letztes kommt dann auch Amanda Marschall , ganz in weiß gekleidet , auf die " Bretter die die Welt bedeuten " und das Publikum ist nicht mehr zu halten . Los geht es gleich mit einem der Hits vom Debutalbum : " Let It Rain " ! Tighte Band , großartige Stimme , nur grinsende Gesichter auf der Bühne und so soll das auch den ganzen Abend bleiben . Hier hat Jede/r auf und vor der Bühne sichtlich Spaß und es gibt schon die erste Möglichkeit für das Publikum kräftig mit zu singen . Mit " Can`t Lose Me " , einem neuen Song der Deluxe - Edition des letzten Albums " Heavy Lifting " , geht es dann kraftvoll weiter bevor der zweite Hit - Song vom Debutalbum mit " Fall From Grace " folgt . Toller Groove der Rhythmusabteilung um Bassist Alex St Kitts und Schlagzeuger Al Webster , den melodischen Background bilden Al Rowe an der Akustikgitarre und Keyboarder Peter Kadar und Leadgitarrist Will Hebbes steuert ebenfalls neben der Melodie , wie auch mehrmals an diesem Abend , ein großartiges Solo bei . Toll auch die beiden Stimmen von Stacie Tabb und Nicky Lawerence im Background . Der Saal kocht - im wahrsten Sinne des Wortes - und Amanda Marshall klärt , mit Handtuch bewaffnet , das Publikum auf : " nie einem Sänger / einer Sängerin zu vertrauen , der / die nicht schwitzt " ;-)
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" If I Didn`t Have You " vom zweiten Album " Tuesday`s Child " und " Last Exit To Eden " ( inkl. einem kleinen " See The Light " Einwurf vom Amanda Marshall Entdecker Jeff Healey ) folgen als nächstes . Zwischen den Songs erzählt Amanda Marshall auch immer mal wieder etwas über sich bzw. den folgenden Song und kleinen Geschichten aus ihrem Werdegang ( z.B. die Umarmung von Whitney Houston beim letzten Konzert deren Tour , als sie sich bei Amanda - sie war Vorgruppe - auf der Bühne bedankte und ihr ins Ohr flüsterte , dass sie ihren Song liebte) , was das ganze Konzert noch persönlicher und intimer macht und beim Publikum hervorragend ankommt . So viele Strahlende Gesichter und tanzende Menschen im Publikum ( jaaa auch ganz viele Männer ! ) habe ich schon lange nicht mehr erlebt . Mit " Sitting On Top Of The World " und " Beautiful Goodbye " geht es dann tanzbar weiter , bevor mit " Don`t Let It Bring You Down " und einer schönen Studioaufnahmegeschicht ( Jeff Healey kam mitten in der Nacht dazu weil er unbedingt Gitarre dabei spielen wollte ) ein Neil Young Cover zu Gehör kam . Den Spaß an der Musik merkte man dann auch der kompletten Band beim nun folgenden " Trust Me ( This Is Love ) " an , wurde darin einfach mal kurz eine Sequenz von Tina Turners " What`s Love Got To Do With It " versteckt .
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Überhaupt wird Abwechslung und Entertainment groß geschrieben . Mal stehen Marshall , Hebbes und Rowe als akustisches Trio auf der Bühne , dann kommen die beiden Backgroundsängerinnen Tabb und Lawerence mit nach vorne an den Bühnenrand und Schlagzeuger Webster heizt die Menge von hinten an . Amanda Marshall ist dauerhaft in Bewegung , tanzt und singt wie eine junge Göttin , da darf das Mikrofon auch gerne mal aus der verschwitzten Hand auf die Bühne purzeln . Mit dem Janis Joplin Song " Get It While You Can " zollt Amanda Marshall dann der Plattensammlung ihres Vaters Tribut , gefolgt von "Believe In You " ihres Zweitwerks . Das Publikum feiert Amanda Marshall und ihre großartige Band enthusiastisch und auch die Musiker*innen auf der Bühne sind davon ebenfalls sichtbar begeistert . Das Doppel " Everybody`s Got A Story " vom gleichnamigen dritten Album , inkl. einem Einschub von Michael Jacksons " Wanna Be Starting Something " und " Birmingham " vom Debutalbum , bilden dann nach 75 Minuten den fantastischen Abschluss des regulären Sets und die Band verlässt anschließend die Bühne , in deren Hintergrund ein Backdrop der neusten CD " Heavy Lifting " hängt .
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Nach tobendem Klatschen und " Zugabe " rufen kehrt die Band dann nach kurzer Pause wieder auf die Bühne des Frankfurter Hofes zurück und mit dem Gino Vannelli Schmachtfetzen " Wild Horses " , der in den weiteren Hit des Debutalbums " Dark Horse " übergeht , sowie " Sunday Morning After " von Everybody`s Got A Story " geht nach insgesamt 90 Minuten ein großartiger , beeindruckender und wunderbarer Konzertabend , völlig verschwitzt , zu Ende und mit dem Versprechen , dass es nicht wieder 25 Jahre dauern wird bis sie nach Deutschland kommt ( es sind bereits 6 Konzerte für 2027 angekündigt ) verlässt das Energiebündel Amanda Marshall samt Band strahlend die Bühne und rundherum sind nur zufriedene und glückliche Gesichter in Mainz zu sehen.