Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Mittwoch, 4. November 2026

Scotch Ave. 24.09.2026

Konzert-Kritik Scotch Ave.  24.09.2026 ,  " StRiedKULT-Klub "  Wolfskehlen 



Donnerstag Abend ,  Herbstanfang 2026 :  " Wie nach Hause kommen "  ( Zitat Scotch Ave. ) .  Nach 8 Jahren Pause kehren heute Scotch Ave.  von der Bergstrasse zurück in den kleinen Klub im hessischen Ried .  Roland ,  Eva und  Sonja  beglücken dabei gut 30 Besucher*innen mit ihren ganz eigenen Cover - Interpretationen von  " Britney Spears "  bis  " Wheatus "  in zwei Sets .  Gut 100 Minuten tolle Coversongs mit Akustikgitarre ,  Guitalele ,  Ukulele ,  Glockenspiel,  Cajon ,  Melodica und teils zwei bzw. dreistimmigem Gesang ,  vollkommen unplugged . 


Los geht es kurz nach 19:00 Uhr mit  " Palm Of Your Hands "  von Paper Aeroplanes gefolgt von  " Toxic "  von Britney Spears .  Roland an der Gitarre ist für die jeweiligen Melodien zuständig und gibt dabei gleichzeitig mit dem Cajon , per Fußmaschine , den Beat vor ,  auf dem Sonja und Eva mal solo ,  mal gemeinsam herrlich singen .  Auch Eva greift immer wieder zu Saiteninstrumenten und unterstützt bei zahlreichen Songs .  Es herrscht eine entspannte Atmosphäre ,  es kommt immer wieder zu netten  " Zwischengespräche "  und sowohl  Band als auch das Publikum fühlen sich sichtlich und hörbar wohl .  " Calm After The Storm"  ( The Common Linnets ) ,  " Houdini "  ( Dua Lipa ) ,  "Trouble "  ( Taylor Swift)  und  " Radioactive "  von  " Imagine Dragons "  folgen .   Abwechslung wird hier groß geschrieben und mit kleinen musikalischen Gimmicks  ( Tröte, Glocke , Glockenspiel )  immer wieder aufgelockert .  " Strangers "  ( Kenya Grace ) ,  "Oops I Did It Again "  ( Britney Spears ) ,  " Teenage Dirtbag "  ( Wheatus )  und  " Shut Up And Dance "  von  " Walk Off The Moon "  beschließen schließlich das erste mitreißende Set . Pause !




Nach vielen netten Gesprächen mit den Musiker*innen und Besucher*innen vor dem StRiedKULT-Klub ,  bei noch sehr warmen Wetter ,  geht es nach einer knappen Viertelstunde weiter .  Einige Nachzügler im Publikum kommen noch zum zweiten Set hinzu und es geht schwungvoll mit  " Something In The Water "  von  " Brook Frasier "  weiter .  Abwechselnder Gesang ,  unterschiedliche Stimmen ,  schöne Gitarreneinlagen und viele Mitsingmöglichkeiten für`s  Publikum bestimmen auch den zweiten Teil des Abends .  " Little Talks "  ( Of Monster And Men ) ,   " Satellite "  ( Lena Meyer - Landrut ) ,  " The Lokk "  ( Roxette )  und  " All That She Wants "  von  " Ace Of  Base "  decken zahlreiche musikalische Dekaden ab und Jede/r im Raum findet sich in Teilen seiner musikalischen Sozialisation abgeholt .  Der Spaß auf der Bühne ist spürbar und überträgt sich immer wieder auf das gut gelaunte Publikum  -  der Gesang wird hier immer mutiger und lauter .  " Need You More "  ( Samantha Fish ) ,  " Maneater "  (Nelly Furtado - " nur einmal geprobt " ;-) ) ,  " Parachute "  ( Ingried Michaelson )  und  " Rolling In The Deep "  von  " Adele "  folgen als nächstes .  Gerade die Eigenimprovisationen und Interpretationen der Songs macht die Stärke und das Besondere von " Scotch Ave. "   hörbar aus .  " Since You Been Gone "  (Taylor Swift )  beschließt dann nach gut 90 Minuten das reguläre Set ,  welches in der Zugabe mit  " Grenade "  von Bruno Mars und  " Little Numbers "  ( Boy )  zu einem strahlenden Ende geführt wird .  Nach gut 100 Minuten ist dann schließlich auch Schluss und sowohl Band als auch Publikum gehen hochzufrieden nach Hause, haben einen tollen ,  gemeinsamen Abend erlebt und freuen sich schon auf ein Wiedersehen !

Donnerstag, 29. Oktober 2026

Johanna Summer + Jakob Manz " Cameo "

CD-Kritik Johanna Summer + Jakob Manz  " Cameo " ,  A.C.T. 

Pianistin Johanna Summer und Altsaxophonist Jakob Manz mit 8 Eigenkompositionen plus Cover von Herbert Grönemeyer ,  Gustav Mahler und einem  "Traditional " .  Los geht es mit  Johanna Summers  " The Opposite "  welches zunächst Saxophonklänge in den Vordergrund stellt und durch das Piano im Hintergrund begleitet wird .  Dann Führungswechsel im recht ruhigen Stück ,  das leichte Star Wars - Anklänge hat .  " The Turmoil "  von Jakob Manz mit Querflötenklängen geht dann recht flott nach vorne .  Die Finger flitzen über das Klavier ,  die Flöte treibt mit dem Piano das Stück an  -  wilder Improvisation folgt eine tolle ,  kurze ,  erholsame Melodie !  Das Titelstück  " Cameo "  glänzt dann mit wunderschönem Zusammenspiel von Saxophon und Piano mit einer wunderschönen Melodie .  Schöner eingängiger Jazz .  Das Volkslied  " Im Schönsten Wiesengrunde "  wird anschließend gefühlvoll mit verzauberten Pianoklängen und dem Melodieführenden Saxophon träumerisch Interpretiert .  " Vistas "  von Johanna Summer klingt dann wieder jazzig verspielt .  Beide dürfen alleine klingen und spielen dann wieder wunderschön gemeinsam und ergänzen sich hervorragend .  " Delusion "  setzt hier fast übergangslos an ,  hat aber einen etwas größeren Pianoanteil .  " Flugzeuge Im Bauch "  von Herbert Grönemeyer kommt dann ganz ruhig daher .  Das Saxophon übernimmt dabei die Gesangsstimme ,  improvisiert und wird dabei vom Piano begleitet .  Schöne Version .  " Hope Mechanism "  ist dann wieder ein sehr flottes Stück mit treibendem Piano und Akzente setzendem Saxophon .  Die Melodie und Töne schwirren regelrecht durch den Raum und nur in der Mitte kommt es zu einer kurzen Verschnaufpause .  " Mahler neu(n) "  in sehr ruhiger Version und das sich stets steigernde  " JJ Stomp " ,   mit erneut tollem Zusammenwirken von Saxophon und Piano ,  lassen die CD dann auf die Zielgerade einbiegen .  Das gefühlvolle und sehr ruhige  " Your Endless Dream " ,  komponiert von Jakob Manz ,  beendet dann nach 39 Minuten diese sehr schöne Jazz - CD .  Genau die richtige Musik für den nun beginnenden Herbst ! 

Dienstag, 27. Oktober 2026

Matthias Hornschuh " Wir Geben Uns Auf "

 Buch-Kritik Matthias Hornschuh  " Wir Geben Uns Auf " ,  Carl - Auer

Ein 2025 im Carl - Auer Verlag erschienenes und mit gut 96 Seiten  ( inklusive teils wissenschaftlichen Aspekten )  sehr erhellendes Buch zum Thema KI ,  Kultur sowie deren Auswirkung auf die Wissensarbeit .  Geschrieben vom freischaffenden Filmkomponisten und Mitglied im Musikbeirat der GEMA ,  Matthias Hornschuh ,  versucht dieser in dem hier vorliegenden Essay zwar nicht die Möglichkeiten der KI  ( " Künstlichen Intelligenz " )  allgemein zu verteufeln aber klar heraus zu stellen ,  dass dem künstlerischen Schaffen ein langer kreativer Prozess von Menschen vorausgeht ,  der dementsprechend monetär zu entlohnen und anzuerkennen ist .  KI kann lediglich von Menschen erschaffene Kunstwerke ( u.a. Musik oder Texte )  " sammeln "  und daraus  etwas  " Neues "  machen  ( reproduzieren und / oder neu verknüpfen )  aber nicht kreativ ,  mit einer eigenen neuen Idee ,  erschaffen .  Dadurch entsteht die Gefahr ,  dass das Niveau der Kultur ,  Wissensarbeit und der Gesellschaft allgemein verflachen .  KI als Hilfsmittel kann genutzt werden aber die Urheberschaft,  die Autorenschaft ,  die Ursprünge und Quellen müssen aber klar erkennbar bleiben und sein .  Wichtig ist zu erkennen ,  dass KI nicht eigenständig recherchieren und kritisch urteilen kann .  Sie kann Muster erkennen aber nichts  " Neues "  denken was außerhalb dieser Muster hinausgeht .  Tolles kleines Buch als Einstieg in Überlegungen und Diskussionen zum Thema KI versus intellektueller Unabhängigkeit .  Ein  Aufruf   " zum kritischen Nachdenken über unsere intellektuelle und gesellschaftliche Zukunft "  ( Zitat:  Frank-Michael Preuss) .