Am 05.03.2026 mit ROSA & Uwe Schatter / Charly Wambold
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CD-Kritik Sweet " Full Circle " , Metalville
Eine wirklich starke Hard Rock / AOR - Scheibe liefert uns mit " Full Circle " die bereits seit den 70er Jahren aktive Classic Rock Band Sweet aus England ab in der heute allerdings nur noch das letzte überlebende Originalmitglied Andy Scott zu finden ist . Mit dem großartigen Sänger Paul Manzi am Mikrofon ( er wird Ende 2026 zu " Arena " zurückkehren und dort Damian Wilson ersetzen ) werden bei einer Gesamtspielzeit von 41 Minuten 11 moderne Hard Rock Songs geboten , die wahnsinnig viel Spaß machen . Ob das alle " Oldschool - Sweet - Fans " so sehen sei dahin gestellt , denn die Songs klingen frisch und keine bisschen in Nostalgie schwelgend . In der Besetzung Andy Scott ( Gitarre , Gesang ) , Bruce Bisland ( Schlagzeug , Gesang ) , Paul Manzi ( Lead - Gesang ) , Lee Small ( Bass , Gesang ) , Tom Cory ( Gitarre , Keyboards , Gesang ) und Adam Booth gibt die Band gleich mit " Circus " ein klares Statement ab . Treibender , stampfender Rhythmus , tolle Leadstimme , Tempowechsel , die Gitarre schreit im Hintergrund - hier lassen die modernen Uriah Heep grüßen ! Starker Beginn . " Don`t Bring Me Water " startet mit eindringlichem Gesang . Toller Refrain , Hard Rock in Reinkultur . " Burning Like A Falling Star " rockt etwas langsamer , setzt auf eine starke , eingängige Melodie , gesangsbetonter Rock - Disco - Song ! " Gibt es so etwas überhaupt noch ? " . " Changes " startet dann mit Gitarre und Rhythmusabteilung sowie Leadgesang von Andy Scott . Erinnert an die 70er Jahre und den Start der Band . Tolle und überraschende Abwechslung, da Scott doch ganz anders als Manzi klingt . Top ! " Everything " startet dann sphärisch mit Gitarrenklängen und wartet erneut mit einer großartigen Melodie und Schwere auf . Getragen aber kraftvoll . " Destination Hannover " erhöht dann wieder das Tempo und erinnert an Auftrittsorte der Band in Deutschland . Ein wahrer " on the road " Song . " Rising Up " versprüht dann 80er Jahre Rocksong - Flair mit " ruhigerer " Strophe und leicht hymnischem " Refrain " . Rockig wird es dann wieder bei " Fire In My Heart " mit schönen Chören und eben treibendem Rhythmus . " Defender " mit leichtem Prog - Einschlag , ruhigem Strophenteil und kraftvollem Refrain macht dann wieder richtig Spaß - Manzi hat einfach eine tolle Stimme . " Coming Home " strahlt dann noch einmal viel positive Energie aus und das abschließende Titelstück " Full Circle " schließt im wahrsten Sinne des Wortes den Rock - Kreis mit Tempowechseln und einem spannenden , weil doch ungewöhnlichen Refrain und gesprochenem Ende .
Buch-Kritik Marcel Häußler " Kant Und Das Leben Nach Dem Tod " , Heyne
Autor Marcel Häußler nimmt uns in " Kant Und Das Leben Nach Dem Tod " mit in die bayrische Landeshauptstadt nach München . Hier wird am Rande der Autobahn 8 , beim Abschnitt Miesbach , der abgeschnittene Arm eines Mannes gefunden . Doch niemand weiß zu wem dieser Arm gehört . Gleichzeitig kehrt eine junge Frau nach langer Zeit im Ausland nach München zurück , um dort ihren Großvater zu treffen . Haben diese beiden Umstände vielleicht etwas miteinander zu tun ? Das Team um Kommissar Kant mit Lammers , Weiß und Dörfner ermittelt dabei in einer nahegelegenen Hochhaussiedlung , in der die Anonymität groß geschrieben wird und Menschen einfach nicht mehr sichtbar zu sein scheinen . Was geschieht mit ihnen ? Kümmert sich jemand gerade um die älteren Menschen oder sind sie das gefundene Fressen für Verbrecher ? Im Laufe der Recherchen werden immer mehr verschwundene Menschen "entdeckt " , die angeblich zwar leben sollen aber nirgendwo aufzufinden sind . Was oder wer steckt hinter diesen Schicksalen - für das Ermittler:innen - Team nicht einfach zu lösen . Gleichzeitig plant Kollege Rademacher nach längerer Krankheit seinen Ausstieg bei der Polizei und Kants Tochter , gerade zuhause ausgezogen , wird schwanger . Ein toller und spannender Roman mit vielen menschlichen Schicksalen und der Frage des Älterwerdens sowie Anonymität in Wohnsiedlungen und Einsamkeit gerade von älteren Menschen . 304 fesselnde Krimiseiten , lange unklar was die Motivlage angeht und zum Mitkombinieren einladend aber gerade auch was die gesellschaftlichen Hintergründe angeht zum Nachdenken anregend . In der Reihe um Kommissar Kant sind bereits mit " ... Der Sechste Winter " und " ... der Schachspieler " zwei weitere Fälle erschienen .
Buch-Kritik Ralf Thiesen " Die Toten Von Königsberg " , Goldmann
" Yellow And Black Attack " - White Metal aus den U.S.A.
1981 zunächst noch als " Roxx Regime " von Gitarrist , Pianist und Sänger Michael Sweet , seinem Schlagzeug spielenden Bruder Robert ( auch Background - Gesang ) und Gitarrist / Backgroundsänger Oz Fox in Orange County , Kalifornien gegründet , benannte sich die Band 1983 / 84 in Stryper um und der langjährige Bassist , Keyboarder und Backgroundsänger Tim Gaines stieß zur Gruppe hinzu .
Die christliche ( Glam - ) Metal Band - unter ihrem Logo ist eine Bibelstelle ( Isaiah 53:5 ) zu finden - beschäftigt sich dementsprechend in ihren Texten mit christlichen Themen und dem Glauben an Gott . Die Musik ist allerdings mit Metal - und Glamrock - Elementen versehen und legt Wert auf eingängige Melodien mit prägnantem Gesang und Background - Chören . Die EP " The Yellow And Black Attack " ( die 1986 Wiederveröffentlicht wurde ) und die 1985 erschienene " Soldiers Under Command " belegten in den USA , in den christlichen Charts , die Plätze 10 bzw. 5 und sorgten damit auch im " normalen " Radio für Aufmerksamkeit . Studioveröffentlichung Nummer 3 , " To Hell With The Devil " , erreichte dann Platz 32 der US - Charts und verweilte dort 74 Wochen . Gold - und Platin - Auszeichnungen folgten .
Der Härtegrad der Alben nahm in dieser Zeit etwas ab , poppige Elemente kamen zur Musik hinzu und auch Album Nummer 4 , " In God We Trust " , erreichte damit 1988 fordere Plätze in den US - Charts und auch in der Schweiz landete das mit Gold ausgezeichnete Album auf Platz 25 . Mit dem 1990er Album " Against The Law " wurde es musikalisch dann wieder etwas härter . Kritik musste die Band für einiges einstecken . Das Werfen von Bibeln bei Konzerten in die Menschenmenge , das Cover ihres " Soldiers Under Command " Albums , die Ablehnung von Drogen und die positive Haltung zur " Homo - Ehe " kam bei einigen " Fans " nicht gut an . 1992 stieg schließlich Sänger Michael Sweet aus der Band aus um eine Solokarriere zu starten und die Gruppe löste sich 1993 auf .
Nach einzelnen gemeinsamen Aktionen in den Jahren 2000 - 2003 kam es schließlich 2005 zum Comeback der Band und mit " Reborn " wurde , allerdings ohne Tim Gaines , ein neues Album veröffentlicht . Die zu Beginn der Karriere üblichen schwarz / gelb gestreiften Bühnenoutfits waren jetzt allerdings verschwunden und wurden erst zum 25jährigen Jubiläum der Band wieder zurück geholt . " Murder By Pride " ( 2009 ) , " The Covering " ( 2011 ) und " Second Coming " sowie " No More Hell To Pay " ( beide 2013 ) folgten und erreichten zumindest in den christlichen Rock - Charts der USA weiter fordere Plätze .