Orientierungshilfe im Dschungel " aktueller " Blues - Rock - Künstler:innen
Jared James Nichols , Elisa Frank , Laura Cox , Samantha Fish , Vanja Sky , Dana Fuchs , Joss Stone , Buddy Guy , Danny Bryant oder Eric Gales .
Orientierungshilfe im Dschungel " aktueller " Blues - Rock - Künstler:innen
Konzert-Kritik Myrath 07.04.2026 , " Schlachthof " Wiesbaden
![]() |
![]() |
Los geht es pünktlich um 19:58 Uhr mit den Folk - Metal - Rocker:innen Roses Of Thieves aus Ungarn . Die Bühne ist stimmungsvoll mit einem Backdrop der Band , dem Schriftzug der Gruppe und einem Motiv der neusten CD , gestaltete und das Kesselheus mit rund 250 Musikbegeisterten sehr gut gefüllt . Die Band stürmt mit " Fend Off The Dark " die " Bretter Die Die Welt Bedeuten " und reisst das Publikum vom ersten Ton an mit . Sängerin Ivett Dudás , Schlagzeuger Imre Togyeriska , Gitarrist Miklós Kovács , Bassist Patrik Sütöri und Akkordeon - Spieler Dominik Hristov - Todorov sprühen vor Energie und zeigen den Spaß den sie an diesem Auftritt haben von der ersten Sekunde an . Die Stimme und Performance von Ivett Dudás ist klar und kraftvoll , die Rhythmusabteilung um Togyeriska und Sütöri treibt die Songs voran , Miklós Kovács flitzt über das Gitarrenbrett und das Akkordeon von Dominik Hristov - Todorov ( plus den eingespielten Geigenklängen - Violinist Tamás Bárdos kommt erst nach dem Budapest Gig zur Band hinzu ) versprüht mit seinem Klang das besondere Etwas .
![]() |
![]() |
" Be The Captain " und " Synonym For Blasphemy " folgen als nächstes und lassen in Intensität und Spielfreude nichts zu wünschen übrig . Sütöri und Kovács wechseln immer wieder die Positionen auf der Bühne oder stehen " Heavy - Metal - like " headbangend voreinander . Das Publikum wird zum Mitklatschen animiert was dieses auch gerne tut , ständig in Bewegung ist und mittanzt . Der Folkanteil in den Songs , trotz der harten Gitarrenriffs und dem drückenden Beat , die Akkordeon - und Geigenklänge , lassen einfach keine andere Wahl . " White Wolf " , " Boys " und " Keep The Night Inside " knüpfen hier ebenso nahtlos an wie die folgenden " Can`t Look Back " , " Once Upon A Time " , " Taste Of Freedom " und " Hymn Of Hell " . Mit dem würdigen Abschlusssong " Not Your Fate " vom 25er Album " Demons Ascend " verabschieden sich nach 40 Minuten die fünf Ungar:innen ( Ivetts Mutter ist Deutsche und deshalb führt sie auch auf Deutsch durch das Set ) von der Bühne und werden vom rundum zufriedenen Publikum dementsprechend gefeiert . Tolle Musik . Tolle Musiker:innen . Toller Auftritt !!!
![]() |
Nach einer halbstündigen Umbaupause ist es dann um 21:15 Uhr soweit . Nach ein wenig klassischer Musik über die Boxen in der Pause erlischt das Saallicht heute zum zweiten Mal . Backdrop und seitliche Banner auf der Bühne sind der neusten Studioveröffentlichung " Wilderness Of Mirrors " nachempfunden , die Bühne ist in grünliches Licht getaucht . Zunächst erscheint Schlagzeuger Morgan Berthet , in Maske gehüllt , am Bühnenrand und fordert das Publikum zum rhythmischen Klatschen auf . Kaum hat er hinter seinem Drumkit Platz genommen betreten Keyboarder und Backgroundsänger Kevin Codfert , Gitarrist Malek Ben Arbia und der immer etwas grimmig schauende Bassist Anis Jouini ( erinnert mich an Joey De Maio von Manowar ) die Bühne und stimmen " The Funeral " an . Der Gesang ist ebenfalls bereits zu hören , als auch Sänger Zaher Zorgati als letzter gemessenen Schrittes auf der Bühne erscheint . Sofort liegt ein Flair von Orient in der Luft und trotz der harten Gitarrenklänge und des drückenden Beats stehen einfach wunderschöne Melodien und oft tanzbare Rhythmen im Mittelpunkt . " Born To Survive " und " Dance " folgen als nächstes und sorgen so für viel Bewegung und Begeisterung im Publikum . Gitarrist Malek Ben Arbia bringt immer wieder tolle Soli in die Stücke mit ein und der Backgroundgesang von Kevin Godfert ergänzt die großartige Stimme von Zaher Zorgati . Die Keyboardklänge schaffen den Freiraum für die Gitarre und das Rhythmusgespann sorgt für ordentlich Drive .
![]() |
![]() |
Beim nun folgenden " Until The End " betritt Ivett Dudàs von Roses Of Thieves die Kesselhaus - Bühne , um gemeinsam mit Zorgati dieses , auf Platte von Elize Ryd gesungene , Duett zu übernehmen und macht das mit Bravour . Zwischendurch erzählt der Sänger eine sehr witzige Geschichte zu seinem ersten gelernten deutschen Satz - damals am Strand in Tunesien von einem Touristen gelernt - und wie er ihn zur Überraschung Aller zum ersten Mal im Rahmen einer "Kölsch - Bestellung " genau an der richtigen Stelle los gelassen und diese damit überrascht hat ;-) Er erwähnt auch noch einmal seinen Kampf mit Depressionen und den daraus entstandenen folgenden und inhaltlich passenden Songs " Into The Light " und " The Clown " . Toll auch solche Themen in mitreißender Musik zu vertonen und den Menschen näher zu bringen und ein wenig Mut zu machen ! Welche Qualitäten Myrath insgesamt zu bieten haben zeigt sich hier und nicht umsonst war die Band bereits im Vorprogramm von Kamelot unterwegs und musikalisch klingen schon auch mal Queensryche in den Songs durch - bei steter Eigenständigkeit der Myrath Songs !!! Zusätzlich optisch ergänzt werden Songs wie " Through The Seasons " , " Tales Of Sands " , " Still The Dawn Will Come " und " Beyond The Stars " an diesem Abend immer wieder von einer sich zur Musik bewegenden Tänzerin in passendem Gewand ( auch zuständig für den Verkauf am Merch - Stand ) , die das orientalische Flair noch einmal vorzüglich auf die Bühne bringt . Es wird geklatscht , mitgesungen - ein Fest für die Fans !
![]() |
![]() |
" Breathing Near The Roar " , " Endure The Silence " , " No Holding Back " und " Soul Of My Soul " beschließen dann nach 75 Minuten ( die Zeit ist wie im Flug vergangen ) eindrucksvoll das reguläre Set . Mit " Les Enfants Du Soleil " ( inkl. eingespieltem Kinderchor ) kehrt die Band unter großem Jubel des Publikums zur Zugabe auf die Bühne zurück und reißt die Anwesenden erneut mit . " Jasmin " ( sehr ungewöhnlich ein Schlagzeugsolo im Zugabenbereich zu präsentieren) und das großartige " Believe " beschließen schließlich nach 90 Minuten einen fantastischen , musikalisch großartigen und optisch ansprechenden Abend mit zwei hervorragenden Bands , die sich musikalisch perfekt ergänzt haben . Toller Abend , klasse Bands , bitte mehr davon !
Die fanfreundlichen Merch - Preise bei beiden Bands sind an dieser Stelle noch eine zusätzliche positive Erwähnung wert !!!
Neben den " normalen " Playmobil - Sets gibt es auch Sammelobjekte zu bestimmten Themen und Persönlichkeiten
CD-Kritik Emil Brandqvist Trio " Layers Of Life " , Skip Records
Perkussionist , Schlagzeuger und Keyboarder Emil Brandqvist präsentiert uns gemeinsam mit seinen Mitstreitern Tuomas A. Turunen ( Piano , Keyboards ) sowie Bassist Max Thornberg im Jahr 2022 das insgesamt 7. Album " Layers Of Life " . Mit den Gästen Maija Kauhanen ( Kantele = Kastenzither , Harmonium , Gesang ) , dem Sjöströmska String Quartet ( 3 x Geige , 1 x Cello ) , Martin Brandqvist ( Flöte , Klarinetten ) und Fredrik Davidsson ( Flügelhorn ) werden 13 sehr entspannte Songs , bei einer Gesamtspielzeit von 70 Minuten , geboten . Los geht es mit dem auf ruhigem Schlagzeug - Bass Fundament beruhenden , in Trioformat eingespielten " Still Awake", in dem das Piano regelrecht zu schweben scheint . " Everflowing " ist dann etwas flotter und rhythmischer ausgefallen. Bass und Schlagzeug sind hier wesentlich präsenter und die Melodie schneller . Ein schönes Bass - Solo wird mit reduziertem Piano - Schlagzeug - Hintergrund begleitet . " Lullaby In Green " gleicht dann einem " Gute - Nacht - Lied " mit streichelndem Schlagzeug ( mit Besen ) und sehr ruhiger Piano - Melodie . " In Between " ist mit Streichern , Flöte und Tempoveränderungen dann wesentlich opulenter . Eine Frühlingsmelodie mit leichter Dramatik . " A Year " beginnt dann zunächst alleine mit Klavier und ein zurückhaltender Bass setzt ein . Gemeinsam wird das Ganze dann wesentlich flotter , abwechslungsreicher und erinnert ein wenig an " Up , Up And Away " . "Solitude " arbeitet dann mit " Sounds " unterschiedlicher Instrumente und erinnert damit im Klang / in Atmosphäre ein wenig an Häuserschluchten der Großstadt . Die Melodie wird vom Keyboard getragen , Sounds werden präsenter und am Ende klingt das Stück ruhig aus . Ein weiteres ruhiges Stück folgt mit dem an den Weltraum erinnernden " Above The Stars " . Eine flotte Tonfolge des dominanten Pianos , mit Schlagzeug - Besen untermalt , folgt in " In This Moment " bevor mit dem Titelstück " Layers Of Life " ein leicht mystisch klingendes Stück , mal voluminös - mal reduziert , mit starkem Beat , Melodie und Bass - ergänzt mit etwas Gesang - erklingt . " Follow The Bumblebee " ist dann , wie oft bei diesem Album , wieder reduzierter , mit Melodie , leichten Beckenschlägen und einzelnen Basstönen . Zum Ende kommen dann noch Streicher hinzu . Der vertonte "Tagtraum " mit Klavier , Streichern ( Geigen ) , Schlagzeug ( Besen ) , Bass und Cello in Form von " Day Dreaming In Blue " kommt als nächstes , gefolgt von einer luftigen Melodie die zu springen scheint in "Passage Through Time " . Hier zeigt das Schlagzeug bzw. die Perkussion ein abwechslungsreiches Wechselspiel und auch Streicher kommen zum Einsatz . Den Abschluss bildet schließlich das sehr ruhige und entspannte , man glaubt die Melodie irgendwoher zu kennen , " Blue Hour ". Ja , so könnte die vertonte "Blaue Stunde " tatsächlich klingen . Insgesamt ein sehr ruhiges , entspanntes Album zum Ausspannen auf der Couch .
Konzert-Kritik Airbourne + Asomvel 08.03.2026 , " Schlachthof " Wiesbaden
Schon um 19:15 Uhr ist der Wiesbadener Schlachthof an diesem Sonntag Abend extrem voll . Schließlich sind die Australier von Airbourne nach längerer Unterbrechung angekündigt und der Klub in der hessischen Landeshauptstadt deshalb seit Wochen ausverkauft . Pünktlich um 20:00 Uhr erlischt schließlich das Saallicht zum ersten Mal und die aus England stammende Band "Asomvel " um " Lemmy Kilmister lookalike " Sänger und Bassist Ralph Robinson , die Gitarristen Lenny Robinson und Stel Robinson sowie Schlagzeuger Ryan Thackwray betritt nach einem kurzen Intro , über die Boxen eingespielt , die großzügige Bühne mit riesigem Asomvel Backdrop und legt mit Vollgas los . Der Fuß wird dann bis zum Schluss auch nicht mehr vom Gaspedal genommen .
![]() |
Los geht es gleich mit dem Brecher " King Of The World " gefolgt von " nomen est omen " : " Louder & Louder " . Es wird über die Bühne gefegt , Ralph Robinsons Stimme ist noch rauer als auf Platte , schließlich sind die Jungs schon ein paar Wochen jeden Abend live mit Airbourne unterwegs und das merkt man dem Sänger an , die Gitarren jagen ein Solo nach dem anderen in die Menge und das Rhythmus - Duo Robinson / Thackwray treibt den Beat erbarmungslos nach vorne . Das könnten echt die jungen Motörhead sein , die ihren dreckigen und schnörkellosen Hard Rock einfach auf das Publikum abfeuern und die Menge mitreißen . Für einige im Publikum fast etwas viel , lange nicht mehr soviele große Augen und erstaunte Gesichter gesehen ( " die kannten die Band wohl noch nicht " ;-) ) aber die Band wird gebührend abgefeiert und kräftig mitgesungen . " Born To Rock `n `Roll " und " If It`s Too Loud , You` re Too Old " werden ohne Pause und große Ansagen in die Menge geschossen - hier soll die Spielzeit mit möglichst vielen Titeln gefüllt werden . Die Frage ob das Publikum etwas schnelleres hören will ist dann kaum zu glauben . " Wiiieee ? Noch schneller ? " Ja es geht ;-) " Your Worst Nightmare " , " Outside The Law" und " Set Your World On Fire " stellt dann die 80er Jahre Rock - Attitude klar in den Vordergrund : wild , laut , schnell und nicht gerade sehr angepasst . Die kraftvolle Dynamik von " Luck Is For Losers " und " Lone Wolf " hält das Energielevel weiter hoch , weiter viel Bewegung auf der Bühne und die Vocals werden regelrecht " rausgerotzt " - Lemmy hätte seine wahre Freude . Bassist und Sänger Ralph verschwindet auch mal vor die Bühne in den Fotograben und nimmt Kontakt mit den wild feiernden Fans auf , bevor er zurück auf der Bühne ein kleines Singspiel mit diesen anstimmt . Mit " Take You To Hell " und " Light ´Em Up " ist der Climax erreicht und " The Nightmare Ain`t Over " bildet den würdigen Abschluss eines schweißtreibenden Konzertes ohne Verschnaufpause . "Well done , boys " - die Meute vor der Bühne ist zufrieden und für den Headliner kräftig angeheizt ... mal sehen ob Airbourne das Energie - Level halten kann ?
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |