Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Donnerstag, 19. März 2026

Stryper

" Yellow And Black Attack "  - White Metal aus den U.S.A.




1981 zunächst noch als  " Roxx Regime "  von Gitarrist ,  Pianist und Sänger Michael Sweet ,  seinem Schlagzeug spielenden Bruder Robert  ( auch Background - Gesang )  und Gitarrist / Backgroundsänger Oz Fox in Orange County ,  Kalifornien gegründet ,  benannte sich die Band 1983 / 84  in Stryper um und der langjährige Bassist ,  Keyboarder und Backgroundsänger Tim Gaines stieß zur Gruppe hinzu . 




Die christliche ( Glam - )  Metal Band  -  unter ihrem Logo ist eine Bibelstelle  ( Isaiah 53:5 )  zu finden  -  beschäftigt sich dementsprechend in ihren Texten mit christlichen Themen und dem Glauben an Gott .  Die Musik ist allerdings mit Metal -  und Glamrock - Elementen versehen und legt Wert auf eingängige Melodien mit prägnantem Gesang und Background - Chören .   Die EP   " The Yellow And Black Attack "  ( die 1986 Wiederveröffentlicht wurde )  und die 1985  erschienene  " Soldiers Under Command "   belegten in den USA ,  in den christlichen Charts ,  die Plätze 10 bzw. 5 und sorgten damit auch im  " normalen "  Radio für Aufmerksamkeit .   Studioveröffentlichung Nummer 3 ,  " To Hell With The Devil " ,  erreichte dann Platz 32 der US - Charts und verweilte dort 74 Wochen .  Gold -  und Platin - Auszeichnungen folgten . 




Der Härtegrad der Alben nahm in dieser Zeit etwas ab ,  poppige Elemente kamen zur Musik hinzu und auch Album Nummer 4 ,  " In God We Trust " ,  erreichte damit 1988 fordere Plätze in den US - Charts und auch in der Schweiz landete das mit Gold ausgezeichnete Album auf Platz 25 .   Mit dem 1990er Album  " Against The Law "  wurde es musikalisch dann wieder etwas härter .  Kritik musste die Band für einiges einstecken .  Das Werfen von Bibeln bei Konzerten in die Menschenmenge ,  das Cover ihres  " Soldiers Under Command "  Albums ,  die Ablehnung von Drogen und die positive Haltung zur  " Homo - Ehe "  kam bei einigen  " Fans "  nicht gut an .  1992 stieg schließlich Sänger Michael Sweet aus der Band aus um eine Solokarriere zu starten und die Gruppe löste sich 1993 auf . 




Nach einzelnen gemeinsamen Aktionen in den Jahren 2000 - 2003 kam es schließlich 2005 zum Comeback der Band und mit  " Reborn " wurde ,  allerdings ohne Tim Gaines ,  ein neues Album veröffentlicht .  Die zu Beginn der Karriere üblichen schwarz / gelb gestreiften Bühnenoutfits waren jetzt allerdings verschwunden und wurden erst zum 25jährigen Jubiläum der Band wieder zurück geholt .  " Murder By Pride "  ( 2009 ) ,  " The Covering "  ( 2011 )  und  " Second Coming "  sowie  " No More Hell To Pay "  ( beide 2013 )  folgten und erreichten zumindest in den christlichen Rock - Charts der USA  weiter fordere Plätze . 


Neben der 1992 gestarteten Solokarriere  ( mit 4 Studioveröffentlichungen  -  die nächste folgt im Frühjahr 2026 )  und der später wieder aufgenommenen Bandkarriere mit Stryper ,  ist Sänger ,  Komponist und Gitarrist Michael Sweet auch immer wieder in anderen Konstellationen musikalisch aktiv .  So entstanden in Zusammenarbeit mit ex - Dokken Gitarrist George Lynch ,  als Kooperation ,  " Sweet & Lynch " ,  aus der drei Studioveröffentlichungen hervor gingen  . 


Bei  " Iconic " ,  einem weiteren Projekt mit bekannten Musikern wie Tommy Aldridge am Schlagzeug  ( u.a. Whitesnake ,  Ozzy Osbourne ) ,  Bassist Marco Mendoza  ( u.a.  Whitesnake ,  The Dead Daisies )  und Sänger Nathan James  ( Inglorious ) ,  zeichnete Sweet für die Gitarrenarbeit verantwortlich .  Die CD  "Second Skin "  entstand dabei .  


" Sunbomb "  war eine weitere Gruppe / Aufnahme bei der Michael Sweet involviert war ,  Oz Fox war von 2007 bis 2022 auch Gitarrist bei der White Metal Band  "Bloodgood "  und  Robert Sweet spielte bei / auf   " Dbeality "  ( 2006/2007) . 

Dienstag, 17. März 2026

Julian Sas & Band 27.02.2026

 Konzert-Kritik Julian Sas & Band  27.02.2026 ,  " Scheuer "  Idstein - Wörsdorf


Pünktlich um 20:00 Uhr betreten die Männer um Gitarrist und Sänger Julian Sas ,  Bassist Gerben Koolen  und Schlagzeuger Lars - Erik van Elzakker  die kleine Bühne im vom Publikum bereits kräftig aufgeheizten Raum der  " Scheuer "  in Idstein - Wörsdorf .  Rund 200 Blues - Rock - Begeisterte sind heute hier erschienen um den  " Dauergast "  aus den Niederlanden hier erneut live zu erleben .  Los geht es mit dem bluesig - schwungvollen  " Home Feelin` "  inklusive intensivem Gesang und ersten kreativen Sologitarrenklängen sowie dem Boogie - lastigen Titelstück des neusten Albums  " Miles And Memories " .  Das schwerfälligere  " Midst Of Madness "  folgt im Anschluss und nimmt das Tempo etwas heraus bevor  " Leave It Up To You "  dann wieder flott voran treibt .  Koolen und Elzakker bilden dabei das treibende ,  grundsolide Fundament auf dem sich Sas dann neben dem Gesang auch solistisch austoben kann .  Dabei nimmt er auch immer mit einem Grinsen im Gesicht Blickkontakt mit dem Publikum auf und bezieht es so direkt in die Performance ein .  " Mercy "  mit leichtem Jimi Hendrix - Touch ist dann ein stampfender Blues - Song bevor  " Blues For J "  in ruhigem ,  dramatischem Stil einen sehr ruhigen Moment des Konzertes einleitet .  " Helping Hand "  gibt dann wieder mehr Gas und Julian Sas singt das Stück mit viel Gefühl .  Nach  " Stand Your Ground " ,   mit intensivem Gitarrenspiel ,   beendet der allen verstorbenen  ( Freunden )  gewidmete und getragene Song  "  Blues For The Lost And Found "  nach 65 Minuten das erste Set des Abends .  Trink  -  Erholungs  -  Pippi und Zigarettenpause im Hof . 


Nach der gut 20 minütigen Pause kehren die drei Niederländer zügig auf die Bühne zurück und starten mit  " Tale Spreader " ,  treibendem Schlagzeug - Beat und schönem Basslauf ,  in den zweiten Teil des Abends .  Das ist fast schon Hard Rock mit  " Slide - Guitar " .  " Working Man`s Blues "  ist dann intensiv in bluesigem Gitarrenspiel und Gesang bevor bei  " Burnin` Soul "  die Seele brennt .  Kraftvoll ,  toller Gesang ,  starker ,  schwerer Rhythmus ,  Gitarrensolo  -  stark .  Und der Schweiß fließt !  Da kommt das folgende ,  sehr ruhige Instrumental  " Slow Blues ",   mit einer Stimmung wie in der Kirche ,  genau richtig um das Publikum etwas abzukühlen.  Aber nicht für lange ,  denn der sehr flotte Boogie mit treibendem Basslauf und starkem Rhythmus  " Sugarcup Boogie "  gibt im Anschluss wieder kräftig Gas .





Das  " The Leaves " -  Cover  ( auch bekannt von Jimi Hendrix )   " Hey Joe "  und die folgende  " Jam "  beamt dann musikalisch zurück in den Blues der Ende 60er / Anfang 70er Jahre .  Beeindruckend und erneut sehr intensiv .  Blickkontakte ,  Nähe zum Publikum ,  überall zufriedene Gesichter  -  Publikum und Musiker haben sichtlich Spaß an diesem Abend !  Selbst als die Gitarre plötzlich den Geist aufgibt ,  die zweite zur Hand genommen wird und immer noch keine Töne kommen ,  da das Kabel eben defekt ist ,  Julian Sas das Problem mit Hilfe eines Technikers  " flott - professionell "  löst und die Rhythmusfraktion gekonnt die Lücke überbrückt ,  bleiben alle entspannt und machen das Ganze dadurch auch mal wieder zu einem einzigartigen ,  erlebten Livemoment .  " Devil Got My Number "  ( vielleicht hatte dieser ja vorher seine Finger im Spiel ;-) )  beschließt dann treibend nach 60 Minuten das zweite Set .  Hier geben alle drei Musiker auf der Bühne nochmal alles und das rundum begeisterte Publikum spart anschließend nicht mit langanhaltendem ,  enthusiastischen Applaus .  Die Band lässt sich dann auch nicht lange bitten und legt mit dem William Harris Cover  " Bullfrog Blues "  ( hier singen einige im Publikum kräftig mit )  und  " Boogie All Around " ,   in bester ZZ Top - Manier ,  noch einmal gut 15 Minuten Blues - Rock vom Feinsten nach .  140 großartige Minuten Livemusik die Spaß gemacht haben und gerne wiederholt werden dürfen !




Sonntag, 15. März 2026

Sonja Kindler " Schwarzwälder Hundstage "

 Buch-Kritik Sonja Kindler  " Schwarzwälder Hundstage " ,  oesp


Die alleinerziehende Mutter Martina Dörflinger wird auf dem Nachhauseweg aus einer Kneipe überfallen und ermordet sowie an einen anderen Fundort ,  nach Blumenberg ,  verbracht .  Ein neuer Fall für die aus Stuttgart stammende Villinger Kommissarin Ines Sander ,  die abgesandt in die Rottweiler Polizeidirektion und begleitet von ihrem Chef Siegmund Willimsky ,  von dort mit einem Team bestehend aus Hauptkommissar Tobia Wehrle ,  Kommissarin Jennifer Schramm und Kommissar Marco Bernadi ermittelt .  Unterstützt von Gerichtsmediziner Prof .  Maier und KTU - Leiterin Vanessa Neumann ,  Frau von Kriminaloberrat Robert Neumann ,  machen sie bestürzende Entdeckungen .  Als eine weitere Frauenleiche auftaucht stellt sich die Frage warum das mit diesen Müttern gemacht wurde .  Bestehen hier Verbindungen im Bereich vernachlässigter Kinder oder gibt es ganz andere Beweggründe für den / die Täter:in.  Datenbänke wie ViCLAS oder POLAS werden abgefragt ,  vor Ort recherchiert und persönliche Befragungen durchgeführt .  Zeugen werden gesucht und Menschen im Umfeld der Opfer ausfindig gemacht .  Gleichzeitig ergeben sich auch im privaten Bereich der Ermittler:innen Veränderungen und Schwärmereien ,  die Auswirkungen auf die Ermittlungen haben .  Eine von Autorin Sonja Kindler spannend und kurzweilig ,  mit kleinen Nebenschauplätzen ,  geschriebene Kriminalgeschichte .  Die Polizist:innen als Privatpersonen werden dabei nicht vergessen und die Nähe von Privatem und Dienstlichem macht die ganze Geschichte noch einfühlsamer und einprägsamer .  Schicksale von Opfern und Tätern verschmelzen so teilweise und regen mal wieder zum Nachdenken an :  " was hätte ich wohl in ähnlicher Situation getan " ?  Toller Krimi !


Freitag, 13. März 2026

" Allmen und ... "

Serien-Kritik  " Allmen und ... " ,  ARD



































In der mit Heino Ferch und Samuel Finzi in den Hauptrollen verfilmten Krimireihe ,  basierend auf den Romanen von Autor Martin Suter rund um Hochstapler und Dieb Johann Friedrich von Allmen ,  ermittelt dieser immer wieder im Kunstmilieu bzw. muss hier seine Fähigkeiten als Dieb unter Beweis stellen .  Der Versuch auf die legale ,  helle Seite des Lebens zu wechseln ,  trotz Lebens im teuren Luxus und immerwährender Geldknappheit ,  ist oftmals gar nicht so einfach und so geschehen immer wieder knifflige Momente .  Ein Lebemann ,  toll gespielt von Heino Ferch ,  der oftmals durch seinen treuen und gutmütigen Diener Carlos ,  gespielt von Samuel Finzi ,  gerettet werden muss .  Vier Gaunerkomödien mit viel Flair bei einer Gesamtspielzeit von ca. 360 Minuten .