Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Mittwoch, 22. April 2026

Blues - Rock

 Orientierungshilfe im Dschungel  " aktueller "  Blues - Rock - Künstler:innen

Um im riesigen Feld der Blues - Rock - Solokünstler und Bands einen kleinen Überblick zu bekommen hier ein wirklich ganz kleiner Ausschnitt von vielen tollen Künstler:innen aus diesem Bereich . Von jung bis alt ,  von tot bis lebendig ,  alles wild gemischt und absolut hörenswert !

Da sich aus dem Blues ja  " angeblich "  alle anderen populären Musikgenres  entwickelt haben ,  verschwimmen natürlich oftmals klare Grenzen zwischen den Musikstilen und machen damit auch  gleichzeitig das Spektrum an Künstler:innen riesig .  Kaum hat man  " alle "  Künstler:innen gefunden , kommen  zahlreiche andere hinzu ,  die es anzutesten gilt . 


Deshalb mit Hilfe der abgebildeten Cover auch der Versuch optische Anreize zu setzen einfach zu stöbern und die Liste unendlich zu verlängern .  Früher konnte man ja noch im Plattenladen um die Ecke einfach im Regal ,  vielleicht sogar schon unter Blues oder Blues - Rock einsortiert ,  stöbern und sich die Platten direkt in Ruhe anhören .  Aufgrund immer weniger  " Vor - Ort - Läden "  deshalb einfach mal im Netz suchen ,  ein paar Soundschnipsel zu Gemüte führen und anschließend die CD oder Platte kaufen  -  nur so verdienen die Künstler überhaupt etwas !!! 

Deshalb gibt es auch am Schluss ,  nach den hier gezeigten Album - Cover - Motiven und den dazugehörigen Band -  bzw. Künstlernamen auch noch eine Liste mit weiteren Blues - Rock - Musiker:innen die es zu finden und zu hören gibt .  Einige davon treten auch immer wieder ganz in Eurer Nähe im einen oder anderen  " Konzert - Tempel "  auf ,  d.h. sind live ,  hautnah und in Farbe zu erleben .  Einfach mal hingehen ,  meist nicht wahnsinnig teuer und in den aller meisten Fällen lohnt es sich definitiv ,  da gerade der Blues und der Blues - Rock vom Live - Feeling lebt und die Künstler:innen live noch ein Stück besser und authentischer klingen sowie ihrer Performance erlebbar sind .  


Künstler:innen der hier abgebildeten Cover :  Florian Samuel Spaeth ( Rüsselsheim ) ,  Henrik Freischlader  ( Dortmund ) ,  Krissy Matthews  ( England / Norwegen ) ,  Julian Sas ( Niederlande ) , Torbjörn Risager ( Dänemark ) ,  Conner Selby ( England ) ,  Joe Bonamassa  ( U.S.A.) ,  Joanne Shaw Taylor  ( England / U.S.A.) ,  Philipp Fankhauser  ( Schweiz ) ,  Wellbad  ( Deutschland ) ,  Ronnie Baker Brooks  ( U.S.A. ) ,  George Benson  ( U.S.A. ) ,  Elles Bailey  ( England ) ,  


Anthony Gomes  ( Kanada ) ,  Andreas Diehlmann Band  ( Deutschland ) ,  Billy Gibbons  ( U.S.A. ) ,  Jeff Healey  ( Kanada ) ,  Ellis Mano Band  ( Schweiz ) ,  ZZ Top  (U.S.A. ) ,  Puppa Chubby  ( U.S.A. ) ,  Robben Ford  ( U.S.A. ) ,  Gary Moore  ( Irland ) ,  Rory Gallagher  ( Irland )  und Kenny Wayne Shepherd Band  ( U.S.A. ) . 


Und hier jetzt noch eine  " längere "   Auflistung von Blues  ( - Rock )  Künstler:innen und Bands die es zu entdecken gilt :  Philipp Gerber ,  Christone " Kingfish "  Ingram ,  Jimmy Reiter ,  Robin Trower ,  Jimi Hendrix ,  Eric Clapton ,  Ana Popovic ,  Marcus King ,  Gary Clark Jr. ,  Abi Wallenstein ,  Timo Gross ,  Nick Woodland,  Hamburg Blues Band ,  Kai Strauss ,  Walter Trout ,  The Zac Schulze Gang ,  


Jared James Nichols ,  Elisa Frank ,  Laura Cox ,  Samantha Fish ,  Vanja Sky ,  Dana Fuchs ,  Joss Stone ,  Buddy Guy ,  Danny Bryant oder Eric Gales . 


Es gibt aber auch noch weitere Gitarristen die sich immer mal wieder oder in Nuancen dem Blues widmen .  Diese Künstler sind auch im Jazz oder Rock bzw. Hard Rock unterwegs und machen gelegentlich Ausflüge in den Blues - Rock .  Hierzu zählen u.a. Paul Gilbert  ( Mr. Big ) ,  der deutsche Thorsten Goods  ( Jazz ,  Sarah Conner )  oder Ritchie Kotzen  ( Poison ,  Mr. Big ,  The Winery Dogs ) .  Bands wie Blackberry Smoke ,  Rival Sons ,  Blues Pills ,  Tedeschi Trucks Band ,  Vintage Trouble oder DeWolff widmen sich ebenfalls verstärkt dem Blues - Rock .  Wie gesagt :  ein riesiges Feld welches es zu entdecken gilt !

Montag, 20. April 2026

Myrath 07.04.2026

Konzert-Kritik Myrath  07.04.2026 ,  " Schlachthof "  Wiesbaden 


Schlachthof Wiesbaden am Dienstag Abend nach den Osterfeiertagen .  Die tunesisch - französische Prog - Metal Band Myrath hat sich zum ersten Mal nach Wiesbaden ins rund 300 Menschen fassende  " Kesselhaus "  begeben ,  um ihren  " Oriental - Prog "  in die hessische Landeshauptstadt zu bringen .  Als Gäste im Vorprogramm haben sie die Ungarn von Roses Of Thieves mitgebracht und es wird ein grandioser ,  energiegeladener und sehr  " tanzbarer "  Abend ! 



 









 

 

Los geht es pünktlich um 19:58 Uhr mit den Folk - Metal - Rocker:innen Roses Of Thieves aus Ungarn . Die Bühne ist  stimmungsvoll mit einem Backdrop der Band ,  dem Schriftzug der Gruppe und einem Motiv der neusten CD ,  gestaltete und das Kesselheus mit rund 250 Musikbegeisterten sehr gut gefüllt .  Die Band stürmt mit  " Fend Off The Dark "  die  " Bretter Die Die Welt Bedeuten "  und reisst das Publikum vom ersten Ton an mit .  Sängerin Ivett Dudás ,  Schlagzeuger Imre Togyeriska ,  Gitarrist Miklós Kovács ,  Bassist Patrik Sütöri und Akkordeon - Spieler Dominik Hristov - Todorov sprühen vor Energie und zeigen den Spaß den sie an diesem Auftritt haben von der ersten Sekunde an .  Die Stimme und Performance von Ivett Dudás ist klar und   kraftvoll ,  die Rhythmusabteilung um Togyeriska und Sütöri treibt die Songs voran ,  Miklós Kovács flitzt über das Gitarrenbrett und das Akkordeon von Dominik Hristov - Todorov  ( plus den eingespielten Geigenklängen  -  Violinist Tamás Bárdos kommt erst nach dem Budapest Gig zur Band hinzu )  versprüht mit seinem Klang das besondere Etwas . 












 

 

 

" Be The Captain "  und  " Synonym For Blasphemy "  folgen als nächstes und lassen in Intensität und Spielfreude nichts zu wünschen übrig .  Sütöri und Kovács wechseln immer wieder die Positionen auf der Bühne oder stehen  " Heavy - Metal - like "  headbangend voreinander .  Das Publikum wird zum Mitklatschen animiert was dieses auch gerne tut ,  ständig in Bewegung ist und mittanzt .  Der Folkanteil in den Songs ,  trotz der harten Gitarrenriffs und dem drückenden Beat ,  die Akkordeon - und Geigenklänge ,  lassen einfach keine andere Wahl .  " White Wolf " ,  " Boys "  und  " Keep The Night Inside "  knüpfen hier ebenso nahtlos an wie die folgenden  " Can`t Look Back " ,  " Once Upon A Time " ,  " Taste Of Freedom "  und  " Hymn Of Hell " .  Mit dem würdigen Abschlusssong  " Not Your Fate "  vom 25er Album  " Demons Ascend "  verabschieden sich nach 40 Minuten die fünf Ungar:innen  ( Ivetts Mutter ist Deutsche und deshalb führt sie auch auf Deutsch durch das Set )  von der Bühne und werden vom rundum zufriedenen Publikum dementsprechend gefeiert .  Tolle Musik .  Tolle Musiker:innen .  Toller Auftritt !!! 


Nach einer halbstündigen Umbaupause ist es dann um 21:15 Uhr soweit .  Nach ein wenig klassischer Musik über die Boxen in der Pause erlischt das Saallicht heute zum zweiten Mal .  Backdrop und seitliche Banner auf der Bühne sind der neusten Studioveröffentlichung  " Wilderness Of Mirrors "  nachempfunden ,  die Bühne ist in grünliches Licht getaucht .  Zunächst erscheint Schlagzeuger Morgan Berthet ,  in Maske gehüllt ,  am Bühnenrand und fordert das Publikum zum rhythmischen Klatschen auf .  Kaum hat er hinter seinem Drumkit Platz genommen betreten Keyboarder und Backgroundsänger  Kevin Codfert ,  Gitarrist Malek Ben Arbia und der immer etwas grimmig schauende Bassist Anis Jouini  ( erinnert mich an Joey De Maio von Manowar )   die Bühne und stimmen  " The Funeral "  an .  Der Gesang ist ebenfalls bereits zu hören ,  als auch Sänger Zaher Zorgati als letzter gemessenen Schrittes auf der Bühne erscheint .  Sofort liegt ein Flair von Orient in der Luft und trotz der harten Gitarrenklänge und des drückenden Beats stehen einfach wunderschöne Melodien und oft tanzbare Rhythmen im Mittelpunkt .  " Born To Survive "  und  " Dance "  folgen als nächstes und sorgen so für viel Bewegung und Begeisterung im Publikum .  Gitarrist Malek Ben Arbia bringt immer wieder tolle Soli in die Stücke mit ein und der Backgroundgesang von Kevin Godfert ergänzt die großartige Stimme von Zaher Zorgati .  Die Keyboardklänge schaffen den Freiraum für die Gitarre und das Rhythmusgespann sorgt für ordentlich Drive . 













 

Beim nun folgenden  " Until The End "  betritt Ivett Dudàs von Roses Of Thieves die Kesselhaus - Bühne ,  um gemeinsam mit Zorgati dieses ,  auf Platte von Elize Ryd gesungene ,  Duett zu übernehmen und macht das mit Bravour . Zwischendurch erzählt der Sänger eine sehr witzige Geschichte zu seinem ersten gelernten deutschen Satz  -  damals am Strand in Tunesien von einem Touristen gelernt  -  und wie er ihn zur Überraschung Aller zum ersten Mal im Rahmen einer  "Kölsch - Bestellung "  genau an der richtigen Stelle los gelassen und diese damit überrascht hat  ;-)  Er erwähnt auch noch einmal seinen Kampf mit Depressionen und den daraus entstandenen folgenden und inhaltlich passenden Songs  " Into The Light "  und  " The Clown " .  Toll auch solche Themen in mitreißender Musik zu vertonen und den Menschen näher zu bringen und ein wenig Mut zu machen !  Welche Qualitäten  Myrath insgesamt zu bieten haben zeigt sich hier und nicht umsonst war die Band bereits im Vorprogramm von Kamelot unterwegs und musikalisch klingen schon auch mal  Queensryche in den Songs durch  -  bei steter Eigenständigkeit der Myrath Songs !!!  Zusätzlich optisch ergänzt werden  Songs  wie  " Through The Seasons " ,  " Tales Of Sands " ,  " Still The Dawn Will Come "  und  " Beyond The Stars "  an diesem Abend immer wieder von einer sich zur Musik bewegenden Tänzerin in passendem Gewand  ( auch zuständig für den Verkauf am Merch - Stand ) ,  die das orientalische Flair noch einmal vorzüglich auf die Bühne bringt .  Es wird geklatscht ,  mitgesungen  -  ein Fest für die Fans ! 















" Breathing Near The Roar " ,  " Endure The Silence " ,  " No Holding Back "  und  " Soul Of My Soul "  beschließen dann nach 75 Minuten  ( die Zeit ist wie im Flug vergangen )  eindrucksvoll das reguläre Set .  Mit  " Les Enfants Du Soleil "  ( inkl. eingespieltem Kinderchor )  kehrt die Band unter großem Jubel des Publikums zur Zugabe auf die Bühne zurück und reißt die Anwesenden erneut mit .  " Jasmin "  ( sehr ungewöhnlich ein Schlagzeugsolo im Zugabenbereich zu präsentieren)  und das großartige  " Believe "  beschließen schließlich nach 90 Minuten einen fantastischen ,  musikalisch großartigen und optisch ansprechenden Abend mit zwei hervorragenden Bands ,  die sich musikalisch perfekt ergänzt haben .  Toller Abend ,  klasse Bands ,  bitte mehr davon !

Die fanfreundlichen Merch - Preise bei beiden Bands sind an dieser Stelle noch eine zusätzliche positive Erwähnung wert !!!









Samstag, 18. April 2026

Donnerstag, 16. April 2026

Emil Brandqvist Trio " Layers Of Life "

 CD-Kritik Emil Brandqvist Trio  " Layers Of Life " ,  Skip Records


Perkussionist ,  Schlagzeuger und Keyboarder Emil Brandqvist präsentiert uns gemeinsam mit seinen Mitstreitern Tuomas A. Turunen  ( Piano ,  Keyboards ) sowie Bassist Max Thornberg im Jahr 2022 das  insgesamt 7. Album  " Layers Of Life " .  Mit den Gästen Maija Kauhanen  ( Kantele = Kastenzither , Harmonium ,  Gesang ) ,  dem Sjöströmska String Quartet  ( 3 x Geige , 1 x Cello ) ,  Martin Brandqvist  ( Flöte ,  Klarinetten )  und Fredrik Davidsson  ( Flügelhorn )  werden 13 sehr entspannte Songs ,  bei einer Gesamtspielzeit von 70 Minuten ,  geboten .  Los geht es mit dem auf ruhigem Schlagzeug - Bass Fundament beruhenden ,  in Trioformat eingespielten  " Still Awake",  in dem das Piano regelrecht zu schweben scheint .  " Everflowing "  ist dann etwas flotter und rhythmischer ausgefallen.  Bass  und Schlagzeug sind hier wesentlich präsenter und die Melodie schneller .  Ein schönes Bass - Solo wird mit reduziertem Piano - Schlagzeug - Hintergrund begleitet .  " Lullaby In Green "  gleicht dann einem  " Gute - Nacht - Lied "  mit streichelndem Schlagzeug  ( mit Besen )  und sehr ruhiger Piano - Melodie .  " In Between "  ist mit Streichern ,  Flöte und Tempoveränderungen dann wesentlich opulenter .  Eine Frühlingsmelodie mit leichter Dramatik .  " A Year "  beginnt dann zunächst alleine mit Klavier und ein zurückhaltender Bass setzt ein .  Gemeinsam wird das Ganze dann wesentlich flotter ,  abwechslungsreicher und erinnert ein wenig an  " Up , Up And Away " .   "Solitude "  arbeitet dann mit  " Sounds "  unterschiedlicher Instrumente und erinnert damit im Klang / in  Atmosphäre ein wenig an Häuserschluchten der Großstadt .  Die Melodie wird vom Keyboard getragen ,  Sounds werden präsenter und am Ende klingt das Stück ruhig aus .  Ein weiteres ruhiges Stück folgt mit dem an den Weltraum erinnernden  " Above The Stars " .  Eine flotte Tonfolge des dominanten Pianos ,  mit Schlagzeug - Besen untermalt ,  folgt in  " In This Moment "  bevor mit dem Titelstück  " Layers Of Life "  ein leicht mystisch klingendes Stück ,  mal voluminös  -  mal reduziert ,  mit starkem Beat ,  Melodie und Bass  -  ergänzt mit etwas Gesang  -  erklingt .  " Follow The Bumblebee "  ist dann ,  wie oft bei diesem Album ,  wieder reduzierter ,  mit Melodie ,  leichten Beckenschlägen und einzelnen Basstönen .  Zum Ende kommen dann noch Streicher hinzu .  Der vertonte  "Tagtraum "  mit Klavier ,  Streichern  ( Geigen ) ,  Schlagzeug  ( Besen ) ,  Bass und Cello in Form von  " Day Dreaming In Blue "  kommt als nächstes ,  gefolgt von einer luftigen Melodie die zu springen scheint in  "Passage Through Time " .  Hier zeigt das Schlagzeug  bzw.  die Perkussion ein abwechslungsreiches Wechselspiel und auch Streicher kommen zum Einsatz .  Den Abschluss bildet schließlich das sehr ruhige und entspannte ,  man glaubt die Melodie irgendwoher zu kennen ,  " Blue Hour ".  Ja ,  so könnte die vertonte  "Blaue Stunde "  tatsächlich klingen .  Insgesamt ein sehr ruhiges ,   entspanntes Album zum Ausspannen auf der Couch . 


Dienstag, 14. April 2026

Airbourne 08.03.2026

Konzert-Kritik Airbourne + Asomvel  08.03.2026 ,  " Schlachthof "  Wiesbaden       


Schon um 19:15 Uhr ist der Wiesbadener Schlachthof an diesem Sonntag Abend extrem voll .  Schließlich sind die Australier von Airbourne nach längerer Unterbrechung angekündigt und der Klub in der hessischen Landeshauptstadt deshalb seit Wochen ausverkauft . Pünktlich um 20:00 Uhr erlischt schließlich das Saallicht zum ersten Mal und die aus England stammende Band  "Asomvel "  um  " Lemmy Kilmister lookalike "   Sänger und Bassist Ralph Robinson ,  die Gitarristen Lenny Robinson  und Stel Robinson  sowie Schlagzeuger Ryan Thackwray  betritt nach einem kurzen Intro , über die Boxen eingespielt ,  die großzügige Bühne mit riesigem Asomvel Backdrop und legt mit Vollgas los .  Der Fuß wird dann bis zum Schluss auch nicht mehr vom Gaspedal genommen .  


Los geht es gleich mit dem Brecher  " King Of The World "  gefolgt von  " nomen est omen " :   " Louder & Louder " .  Es wird über die Bühne gefegt ,  Ralph Robinsons Stimme ist noch rauer als auf Platte ,  schließlich sind die Jungs schon ein paar Wochen jeden Abend live mit Airbourne unterwegs und das merkt man dem Sänger an ,  die Gitarren jagen ein Solo nach dem anderen in die Menge und das Rhythmus - Duo Robinson / Thackwray treibt den Beat erbarmungslos nach vorne .  Das könnten echt die jungen Motörhead sein ,  die ihren dreckigen und schnörkellosen Hard Rock einfach auf das Publikum abfeuern und die Menge mitreißen .  Für einige im Publikum fast etwas viel ,  lange nicht mehr soviele große Augen und erstaunte Gesichter gesehen  (  " die kannten die Band wohl noch nicht "  ;-) )  aber die Band wird gebührend abgefeiert und kräftig mitgesungen .  " Born To Rock `n `Roll "  und  " If It`s Too Loud ,  You` re Too Old "  werden ohne Pause und große Ansagen  in die Menge geschossen  -  hier soll die Spielzeit mit möglichst vielen Titeln gefüllt werden .  Die Frage ob das Publikum etwas schnelleres hören will ist dann kaum zu glauben .  " Wiiieee ? Noch schneller ? "  Ja es geht ;-)  " Your Worst Nightmare " ,  " Outside The Law"  und  " Set Your World On Fire "  stellt dann die 80er Jahre Rock - Attitude klar in den Vordergrund :  wild ,  laut ,  schnell und nicht gerade sehr angepasst .  Die kraftvolle Dynamik von  " Luck Is For Losers "  und  " Lone Wolf "  hält das Energielevel weiter hoch ,  weiter viel Bewegung auf der Bühne und die Vocals werden regelrecht  " rausgerotzt "  -  Lemmy hätte seine wahre Freude .  Bassist und Sänger Ralph verschwindet auch mal vor die Bühne in den Fotograben und nimmt Kontakt mit den wild feiernden Fans auf ,  bevor er zurück auf der Bühne ein kleines Singspiel mit diesen anstimmt .  Mit  " Take You To Hell "  und  " Light ´Em Up "  ist der Climax erreicht und  " The Nightmare Ain`t Over "  bildet den würdigen Abschluss eines schweißtreibenden Konzertes ohne Verschnaufpause .  "Well done , boys " -  die Meute vor der Bühne ist zufrieden und für den Headliner kräftig angeheizt ... mal sehen ob Airbourne das Energie - Level halten kann ?




Nach einer gut halbstündigen Umbaupause geht es dann um 21:15 Uhr mit dem zweiter Power - Act und Headliner des heutigen Abend weiter .  Die vier Jungs von Airbourne aus Warrnambool / Australien stürmen die mit einem großen Skelett - Backdrop geschmückte Bühne und legen gleich kraftvoll mit der aktuellen Single " Gutsy "  und somit dem Vorgeschmack auf das im August erscheinende nächste Album  los .  Jaaa ,  ganz die Energie von Asomvel  ( hier war die Saitenfraktion komplett dauerhaft auf der Bühne unterwegs )  ist noch nicht da ... wird aber noch !  Sänger und Gitarrist Joel O `Keeffe ,  eine Mischung aus Bon Scott und Angus Young ,  sprüht vor Energie während die Kollegen Brett Tyrell  ( Rhythmusgitarre )  und  Bassist Justin Street etwas ruhiger sind und Joel die  " Action "  überlassen .  Das stampfende  " Fat City " ,  " Cradle To The Grave "  mit seinem treibenden ,  flotten Beat und der schnell Banger  " Hungry "  steigern die Energie auf 100 % .  Joel O `Keeffe rennt ,  springt über und von Podesten und spielt dabei wilde Soli .  Bierbecher werden ins Publikum geworfen  -  die Fangquote ist allerdings zunächst nicht sehr hoch . 



" Back In The Game "  als musikalisches Symbol für die Rückkehr der Band hat dann mehr  Hymnencharakter bevor mit  " Raise The Flag "   wieder ein wild rockendes Stück mit treibendem Beat von Schlagzeuger Ryan O `Keeffe von der Bühne gefeuert wird .  Das Publikum feiert enthusiastisch mit ,  es wird geklatscht ,  die  " Teufelshörner "  in die Höhe gestreckt und Köpfe geschüttelt .  Die Bierbecher - Fangquote "  von auf Schultern sitzenden Fans nimmt auch langsam zu und wird vom restlichen Publikum als auch Joel O´Keeffe frenetisch gefeiert .  " Cheap Wine & Cheaper Women "  groovt dann in bester ,  dreckiger AC / DC - Manier .  " Alive After Death "  mit Bass - Drum - Beat und Mitklatsch - Rhythmus sowie  " Diamond In The Rough "  bringt erneut die rohe Energie von Airbourne spürbar auf die Bühne .  Höhepunkt für die Fans dann auch der obligatorische Ritt von Gitarrist Joel O `Keeffe auf den Schultern eines Crew - Mitglieds durch das Publikum ,  hautnah ,  verschwitzt und mit am Kopf zertrümmerter Bierdose .  Näher kann man an seinem  " Idol "  nicht dran sein .  Witzig dann auch die Einlage von Joel als er bei einem Solo das Mikrofon zunächst unter die Achsel klemmt ,  wild drauf los spielt und später beim Herausnehmen das Mikro laut krachend 2 Meter entfernt auf den Boden wirft .  Das peinlich berührte Grinsen auf seinem Gesicht sagt eindeutig :  " kann passieren ,  schon irgendwie auch witzig aber das gibt Ärger mit den Technikern ! " . 





Mit  " Too Much ,  Too Young ,  Too Fast "  und  " Breakin `Outta Hell "  folgen dann zwei Klassiker mit Ohrwurmcharakter und bringen die Menschenmenge ,  in der auch ein  " Circle - Pit "  entsteht oder wild  " Crowdsurfing betrieben wird  ( mit sehr netten Securities vor der Bühne ,  die die Crowdsurfer  -  da waren schon auch große ,  schwere Menschen dabei  -  fürsorglich aufgenommen haben : RESPEKT !!! )  völlig zum Ausrasten .  " Live It Up "  mit seinem ebenfalls schnellen Rhythmus stellt dann nach 75 Minuten  ( etwas überraschend )  den Abschluss des regulären Sets da .  Das Publikum tobt und die Band verlässt die Bühne .  Da die Fans etwas unschlüssig sind ob es eine normale Unterbrechung zwischen den Songs ist  ( zuvor gab es immer einen kleinen Break zwischen den einzelnen Songs )  oder tatsächlich Zugabe gefordert werden muss / soll ist es im Schlachthof relativ ruhig ,  aber nach wenigen Minuten taucht Joel O `Keeffe oberhalb des Schlagzeugs auf der Empore auf und es geht mit  " Ready To Rock "  in die Verlängerung .  Die Rakete wird noch einmal gezündet und das Publikum geht steil .  "Running Wild "  mit lautstarkem mitsingen ,  Fäusten in der Luft ,  headbangenden Mensch , großartigem Gesang , unbändigem Beat ,  schwitzenden Menschen auf und vor der Bühne bildet dann nach 90 Minuten den krönenden Abschluss eines beeindruckenden Konzerterlebnisses mit zwei energiegeladenen Bands  -  richtig schön  " oldschool "  im aller besten Sinne !  Hätte gerne noch etwas länger gehen dürfen aber bei dem was auf der Bühne geleistet wurde auch verständlich hier Schluss zu machen !