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- Johann Nepomuk Nestroy -

Montag, 2. Februar 2026

13. Dynamite Night 28.12.2025

Konzert-Kritik 13. Dynamite Night m. Frozen Crown ,  Axxis ,  Warkings  28.12.2025 ,  " Sechtahalle "  Ellwangen - Röhlingen

Nach Corona - Pause und anschließendem Standortwechsel von der Sporthalle Ingersheim in Crailsheim nach Ellwangen - Röhlingen im Jahr 2024 ,  findet an einem recht kühlen Winterabend am 28. 12. 2025 die insgesamt 13. Dynamite Night in der Sechtahalle mit den drei Bands Frozen Crown ,  Axxis und Warkings sowie dem  Solokünstler Mike Gerhold als Opener statt .  In der mit gut 700 Musikbegeisterten nahezu ausverkauften Halle geht das Ganze bereits früh um 17:30 Uhr stimmungsvoll und gebührend los .  Nur mit 12 - saitiger Gitarre und Mikrofon ( auch Loops oder Querflöte kommen zum Einsatz )  ausgestattet ,  heizte Gerhold mit leicht rauer Stimme und tollem Gitarrenspiel mitreißend ein und kann mit Coversongs wie  " Living On A Prayer "  ( Bon Jovi ) ,  " Am Fenster "  ( Silly ) ,  " The Sound Of Silence "  ( Simon & Garfunkel ) oder  " Nothing Else Matters  ( Metallica )  das Publikum ,  auch mit seiner sympathischen Art ,  auf  Betriebstemperatur bringen .  " Run To You "  ( Bryan Adams ) ,  " Zombie "  ( Cranberries )  oder ein Beatles - Iron Maiden - Rammstein - Mix holen das Publikum mit bekannten Stücken ab und vertreiben so gekonnt die Zeit bis zum ersten Bandauftritt . 

















Nach einer kurzen Umbaupause betreten dann gegen 18:25 Uhr die Italiener:innen von  " Frozen Crown "  die Festivalbühne in Röhlingen .  Die Band aus Mailand rund um die Sängerin Giada Etro ,  Gitarrist Federico Mondelli ,  Bassist Francesco Zof ,  die beiden Gitarristinnen Alessia Lanzone und Alexandra Lioness sowie  Schlagzeuger Niso Tomasini legen dann auch gleich temporeich mit  " War Hearts " ,  zunächst instrumental ,  los bevor auch die mit klarer und kraftvoller Stimme singende  " Jade "  Etro zu dem flotten Power Metal Stück hinzustößt .  Gitarrist Federico Mondelli fordert das Publikum immer wieder zum rhythmischen Klatschen oder Schreien auf ,  die Gitarrist:innen feuern ein Solo nach dem anderen in die Menge und es wird kräftig gepost .  In Zweier -   oder Dreierformation kniet die Saitenfraktion auf dem Boden ,  die Positionen werden ständig gewechselt und der Beat geht kräftig nach vorne .  Mit teilweise Speed - Metal Elementen sind Frozen Crown ,  schließlich auch mit den jüngsten Bandmitgliedern heute ,  auch die flottesten an diesem Abend .  Nur schade das  " Jade "  Etro oft sehr nah am Bühnenrand steht und so aus dem Scheinwerferlicht auf der Bühne verschwindet .  Ihr Gesang dagegen nicht .  " The Water Dancer " ,              " To Live To Die " ,  " Kings " ,  " Steel And Gold " ,  "Arctic Gales " ,  " Neverending " ,  " I Am The Wind "  und " Far Beyond "  zeigen eine spielfreudige und vor Kraft strotzende junge Power Metal Band .  Etwas proggiger und verschachtelter wird es mit der Langversion von  " Ice Dragon "  gefolgt von  " Call Of The North "  und dem Rausschmeißer  " I Am The Tyrant " .  In den 60 Minuten hat die Band absolut abgeliefert ,  die Fans recken die Hände in die Luft und applaudieren kräftig .  Toller Auftritt und die Menge ist warmgespielt !  


Nach dem fulminanten Auftritt von Frozen Crown wird das Schlagzeug der Band in der linken Bühnenecke abgebaut ,  das Backdrop mit etwas Anlaufschwierigkeiten entfernt und auf der Bühne einiges für die nun folgenden  " Lokalmatadoren "  von Axxis vorbereitet  ( schließlich ist die Band schon mehrmals bei der Dynamite Night in Crailsheim zu Gast gewesen ) .  Dementsprechend wird die Band auch bereits beim Opener ,  die Bühne ganz in blaues Licht und schwenkenden Lichtstrahlen gehüllt ,  begrüßt und das Publikum singt bereits ohne Aufforderung lautstark zum Opener  " Little  Look Back " mit .  Es kann also fulminant los gehen und die Gesichter der Bandmitglieder auf der Bühne strahlen bereits ob der Reaktion des Publikums .  Inzwischen nur noch zu viert unterwegs  ( Ur - Mitglied und Keyboarder Harry Oellers verließ die Band Ende 2024 )  heizen die Mannen um Sänger Bernie Weiß ,  Schlagzeuger Dirk Brand ,  Gitarrist Matthias Degener und Bassist Rob Schomaker jetzt noch einen tick härter mit Songs wie  " Coming Home " ,  " Moonlight Bay "  oder  " Stay Don`t Leave "  ein .  Entertainer Bernhard Weiß versteht es wie immer gekonnt witzig Zwiesprache mit dem Publikum zu halten und kann auch gut über sich selbst  (  " den dicken Weihnachtsbauch " )  lachen .  Nach  " Blood Angel "  liefert Schlagzeuger Dirk Brand  ( u.a. auch " Subsignal " )  ein sowohl musikalisch als auch optisch grandioses Schlagzeugsolo ab und in Trioformation mit Schlagzeug , Gitarre und Bass wird auch mal ohne Bernie Weiß kräftig gerockt und der leicht  (krankheitsbedingt )  angeschlagene Rob Schomaker singt dazu . Hut ab - man merkt es ihm nicht an .  Scherzhaft weist Weiß darauf hin ,  dass man die Band auch zu Dritt engagieren kann ,  dann sei sie aber teurer als wenn er dabei ist ;-)  Ansonsten tanzt der Sänger auf der Bühne ,  das Publikum schwenkt die Arme zur Musik ,  beim Wettstreit der Stimmen siegen die Männer und die Instrumentalisten geben Vollgas .  So vergeht mit Songs wie  " Touch The Rainbow " ( toller Reggae ) ,  " Heaven In Black " ,  " Little War " ,  " Tales Of Glory Island "  und  " My Little Princess "  die Zeit wie im Flug .  Nach dem Outro  " Little Look Back "  und den bereits dabei aufkommenden " Zugabe" - Rufen bleibt die Band eigentlich schon fast auf der Bühne und belohnt das begeisterte Publikum mit  " Fire And Ice" ,  " Living In A World "  und  " Kingdom Of The Night " .  Axxis sind einfach ein Garant für Spaß ,  Qualität und großartige Musik .  85 Minuten Hochgenuss !!!


Zum letzten Mal an diesem Abend wird die Bühne nun für  die  " Warkings "  vorbereitet .  Banner werden aufgestellt ,  brennbare Flüssigkeiten auf der Bühne verteilt ,  Podeste aufgebaut und das Warkings - Backdrop gehisst .  Hier wird optisch doch etwas mehr Aufwand getrieben .  Das Saallicht erlisch und  " Warriors Of The World "  von Manowar wird über die Boxen eingespielt .  Der  " Warrior "  betritt mit Hammer versehen die Bühne und fordert das Publikum mit Hammerschlägen auf kräftig Lärm zu machen für die  " Kings " .  Diese werden dann per Ansage einzeln auf die Bühne gerufen und so betreten Schlagzeuger  "The Spartan " ,  Gitarrist  " The Crusader " ,  Bassist  " The Viking "  und zuletzt Sänger  " The Tribun "  die Bühne und legen mit  " Last Battle " ,  " Armageddon "  und  " Spartacus "  fulminant los .  Pyro - Effekte unterstützen das Ganz optisch und die Musiker ,  insbesondere der großartig aufsingende  " Tribun " ,   gehen in ihren Rollen auf .  Hinzu kommt dann die growlende / singende Morgana Le Fay ,  die immer wieder auch bei weiteren Songs der Marke  " Hephaistos " ,  " Genghis Khan " ,  " Never Surrender "  oder  " Maximus "  eine besondere Note mit einbringt und gerade beim Duettgesang einen tollen Kontrast zur klaren Stimme von  Georg Neuhauser  ( u.a. Serenity )  darstellt .  Kleiderwechsel ,  das immer währende  " what ist your profession ... ahu " ,  schwenkende Arme im Publikum ,  die  "Schildmaid "  die im  " Dragons - Cockring "  über die Menge getragen wird und ein Bier auf die Bühne bringt ,  ein verkleideter Mini - Tribun der auf die Bühne geholt wird und ein angeleiteter Circle - Pit sorgen zusätzlich für reichlich Abwechslung .  " Warriors " ,  " Odin`s Son " und  " Kings Of Ragnarök "  -  die Band gibt alles und begeistert mit Wucht und Präzision .  Bei  " Fight "  feuert Gitarrist  " Crusader " zusätzlich zu seinem Gitarrenspiel noch Flammenwerfersalven ins weite Rund  -  ob die Boxen an der Hallendecke das so toll fanden ?  Dem etwas ruhigere  " Hangman`s Night " ,  Morgana Le Fay im Hexenoutfit im Duett mit dem Tribun ,  folgt der  " Circle - Pit - Song "  " We Are The Fire "  und der Abschlusssong  " Sparta " .  Tossender Applaus des Publikums und so lässt es sich die Band natürlich nicht nehmen ,  während eine Warkings - Standarte durchs Publikum vor die Bühne getragen wird ,  mit  " Monsters "  und  " Gladiator "  noch einmal die letzten Reserven zu bündeln und den Abend nach 90 Minuten fulminant zu beenden . 


So gehen rund 270 Minuten toller Livemusik an diesem Sonntag Abend  " zwischen den Jahren "  um  23:30 Uhr  gebührend zu Ende .  Tolle Stimmung ,  kein Stress ,  genügend Parkplätze und tolle Bands  -  für Jeden und Jede war etwas dabei und darf gerne so wiederholt werden .  Mit so einer Veranstaltung kann man das Konzertjahr 2025 gut ausklingen lassen und sich auf das neue Konzertjahr 2026 freuen . 

















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