Buch-Kritik Marcel Häußler " Kant Und Das Leben Nach Dem Tod " , Heyne
Autor Marcel Häußler nimmt uns in " Kant Und Das Leben Nach Dem Tod " mit in die bayrische Landeshauptstadt nach München . Hier wird am Rande der Autobahn 8 , beim Abschnitt Miesbach , der abgeschnittene Arm eines Mannes gefunden . Doch niemand weiß zu wem dieser Arm gehört . Gleichzeitig kehrt eine junge Frau nach langer Zeit im Ausland nach München zurück , um dort ihren Großvater zu treffen . Haben diese beiden Umstände vielleicht etwas miteinander zu tun ? Das Team um Kommissar Kant mit Lammers , Weiß und Dörfner ermittelt dabei in einer nahegelegenen Hochhaussiedlung , in der die Anonymität groß geschrieben wird und Menschen einfach nicht mehr sichtbar zu sein scheinen . Was geschieht mit ihnen ? Kümmert sich jemand gerade um die älteren Menschen oder sind sie das gefundene Fressen für Verbrecher ? Im Laufe der Recherchen werden immer mehr verschwundene Menschen "entdeckt " , die angeblich zwar leben sollen aber nirgendwo aufzufinden sind . Was oder wer steckt hinter diesen Schicksalen - für das Ermittler:innen - Team nicht einfach zu lösen . Gleichzeitig plant Kollege Rademacher nach längerer Krankheit seinen Ausstieg bei der Polizei und Kants Tochter , gerade zuhause ausgezogen , wird schwanger . Ein toller und spannender Roman mit vielen menschlichen Schicksalen und der Frage des Älterwerdens sowie Anonymität in Wohnsiedlungen und Einsamkeit gerade von älteren Menschen . 304 fesselnde Krimiseiten , lange unklar was die Motivlage angeht und zum Mitkombinieren einladend aber gerade auch was die gesellschaftlichen Hintergründe angeht zum Nachdenken anregend . In der Reihe um Kommissar Kant sind bereits mit " ... Der Sechste Winter " und " ... der Schachspieler " zwei weitere Fälle erschienen .
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