Konzert-Kritik Julian Sas & Band 27.02.2026 , " Scheuer " Idstein - Wörsdorf
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Pünktlich um 20:00 Uhr betreten die Männer um Gitarrist und Sänger Julian Sas , Bassist Gerben Koolen und Schlagzeuger Lars - Erik van Elzakker die kleine Bühne im vom Publikum bereits kräftig aufgeheizten Raum der " Scheuer " in Idstein - Wörsdorf . Rund 200 Blues - Rock - Begeisterte sind heute hier erschienen um den " Dauergast " aus den Niederlanden hier erneut live zu erleben . Los geht es mit dem bluesig - schwungvollen " Home Feelin` " inklusive intensivem Gesang und ersten kreativen Sologitarrenklängen sowie dem Boogie - lastigen Titelstück des neusten Albums " Miles And Memories " . Das schwerfälligere " Midst Of Madness " folgt im Anschluss und nimmt das Tempo etwas heraus bevor " Leave It Up To You " dann wieder flott voran treibt . Koolen und Elzakker bilden dabei das treibende , grundsolide Fundament auf dem sich Sas dann neben dem Gesang auch solistisch austoben kann . Dabei nimmt er auch immer mit einem Grinsen im Gesicht Blickkontakt mit dem Publikum auf und bezieht es so direkt in die Performance ein . " Mercy " mit leichtem Jimi Hendrix - Touch ist dann ein stampfender Blues - Song bevor " Blues For J " in ruhigem , dramatischem Stil einen sehr ruhigen Moment des Konzertes einleitet . " Helping Hand " gibt dann wieder mehr Gas und Julian Sas singt das Stück mit viel Gefühl . Nach " Stand Your Ground " , mit intensivem Gitarrenspiel , beendet der allen verstorbenen ( Freunden ) gewidmete und getragene Song " Blues For The Lost And Found " nach 65 Minuten das erste Set des Abends . Trink - Erholungs - Pippi und Zigarettenpause im Hof .
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Nach der gut 20 minütigen Pause kehren die drei Niederländer zügig auf die Bühne zurück und starten mit " Tale Spreader " , treibendem Schlagzeug - Beat und schönem Basslauf , in den zweiten Teil des Abends . Das ist fast schon Hard Rock mit " Slide - Guitar " . " Working Man`s Blues " ist dann intensiv in bluesigem Gitarrenspiel und Gesang bevor bei " Burnin` Soul " die Seele brennt . Kraftvoll , toller Gesang , starker , schwerer Rhythmus , Gitarrensolo - stark . Und der Schweiß fließt ! Da kommt das folgende , sehr ruhige Instrumental " Slow Blues ", mit einer Stimmung wie in der Kirche , genau richtig um das Publikum etwas abzukühlen. Aber nicht für lange , denn der sehr flotte Boogie mit treibendem Basslauf und starkem Rhythmus " Sugarcup Boogie " gibt im Anschluss wieder kräftig Gas .
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Das " The Leaves " - Cover ( auch bekannt von Jimi Hendrix ) " Hey Joe " und die folgende " Jam " beamt dann musikalisch zurück in den Blues der Ende 60er / Anfang 70er Jahre . Beeindruckend und erneut sehr intensiv . Blickkontakte , Nähe zum Publikum , überall zufriedene Gesichter - Publikum und Musiker haben sichtlich Spaß an diesem Abend ! Selbst als die Gitarre plötzlich den Geist aufgibt , die zweite zur Hand genommen wird und immer noch keine Töne kommen , da das Kabel eben defekt ist , Julian Sas das Problem mit Hilfe eines Technikers " flott - professionell " löst und die Rhythmusfraktion gekonnt die Lücke überbrückt , bleiben alle entspannt und machen das Ganze dadurch auch mal wieder zu einem einzigartigen , erlebten Livemoment . " Devil Got My Number " ( vielleicht hatte dieser ja vorher seine Finger im Spiel ;-) ) beschließt dann treibend nach 60 Minuten das zweite Set . Hier geben alle drei Musiker auf der Bühne nochmal alles und das rundum begeisterte Publikum spart anschließend nicht mit langanhaltendem , enthusiastischen Applaus . Die Band lässt sich dann auch nicht lange bitten und legt mit dem William Harris Cover " Bullfrog Blues " ( hier singen einige im Publikum kräftig mit ) und " Boogie All Around " , in bester ZZ Top - Manier , noch einmal gut 15 Minuten Blues - Rock vom Feinsten nach . 140 großartige Minuten Livemusik die Spaß gemacht haben und gerne wiederholt werden dürfen !
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