Kurz nach 20:00 Uhr im "Rind" in Rüsselsheim. Ca. 150 Besucher*innen warten gespannt auf den Beginn des Konzertes im Rahmen der "La Muerta" Tour der deutsch-niederländischen Progressive - Rock - Band Subsignal aus Idstein-Wörsdorf. Die 2007 von Arno Menses und Markus Steffen (ehemals Sieges Even) gegründete Band spielt heute mit Schlagzeuger Dirk Brand, Bassist Ralf Schwager und Keyboarder Markus Maichel (Dante) nicht zuletzt vor vielen Freund*innen und alten Bekannten. Selbst ein Hardcore-Fan der Band aus den U.S.A. ist heute im Publikum und wird von Sänger Arno Menses persönlich begrüßt. Überhaupt sucht die Band viel Kontakt zum Publikum und hat sichtlich Spaß an der Stimmung und den Menschen im Publikum.
Aktuelle Podcast Episode
"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"
- Johann Nepomuk Nestroy -
Dienstag, 2. April 2019
Subsignal 28.3.2019
Konzertkritik Subsignal 28.3.2019, "Das Rind" Rüsselsheim
Kurz nach 20:00 Uhr im "Rind" in Rüsselsheim. Ca. 150 Besucher*innen warten gespannt auf den Beginn des Konzertes im Rahmen der "La Muerta" Tour der deutsch-niederländischen Progressive - Rock - Band Subsignal aus Idstein-Wörsdorf. Die 2007 von Arno Menses und Markus Steffen (ehemals Sieges Even) gegründete Band spielt heute mit Schlagzeuger Dirk Brand, Bassist Ralf Schwager und Keyboarder Markus Maichel (Dante) nicht zuletzt vor vielen Freund*innen und alten Bekannten. Selbst ein Hardcore-Fan der Band aus den U.S.A. ist heute im Publikum und wird von Sänger Arno Menses persönlich begrüßt. Überhaupt sucht die Band viel Kontakt zum Publikum und hat sichtlich Spaß an der Stimmung und den Menschen im Publikum.


Los geht es mit "Touchstones" aus dem gleichnamigen zweiten Album der Band. "The Sea", "Walking With Ghosts, "Ashes Of Summer" oder "Even Though The Stars Don`t Shine" vom Album "La Muerta" und "Paraiso" vom gleichnamigen Album kommen ebenso zur Aufführung wie vom "La Muerta" Album "The Passage" mit langem Schlagzeugsolo von Dirk Brand. Das Publikum ist begeistert und guttiert es mit lang anhaltendem Applaus. Ein Solo von Markus Steffen an der Akustikgitarre unterstützt von Keyboard und Percussion mit dem Stück "Teardrops Will Dry In Source Of Origin" darf dabei ebenso wenig fehlen wie stets präsenter dreistimmiger Chorgesang in vielen Stücken mit absoluter Gänsehaut - Garantie. Die strahlenden Gesichter der Bandmitglieder nach ca. 100 Minuten beim Verlassen der Bühne und dem Weg durch das wartende Publikum, mit freudigen und zufriedenen Kommentaren spricht Bände. Der enge Kontakt von Band und Publikum im "Rind" machen einfach immer wieder Spaß!
Kurz nach 20:00 Uhr im "Rind" in Rüsselsheim. Ca. 150 Besucher*innen warten gespannt auf den Beginn des Konzertes im Rahmen der "La Muerta" Tour der deutsch-niederländischen Progressive - Rock - Band Subsignal aus Idstein-Wörsdorf. Die 2007 von Arno Menses und Markus Steffen (ehemals Sieges Even) gegründete Band spielt heute mit Schlagzeuger Dirk Brand, Bassist Ralf Schwager und Keyboarder Markus Maichel (Dante) nicht zuletzt vor vielen Freund*innen und alten Bekannten. Selbst ein Hardcore-Fan der Band aus den U.S.A. ist heute im Publikum und wird von Sänger Arno Menses persönlich begrüßt. Überhaupt sucht die Band viel Kontakt zum Publikum und hat sichtlich Spaß an der Stimmung und den Menschen im Publikum.
Montag, 1. April 2019
Hank Mobley "Soul Station"
CD Kritik Hank Mobley "Soul Station", Blue Note (Capitol Records)
Mit swingendem, saxophonbetontem Jazz starten Hank Mobley (Tenorsaxophon), Wynton Kelly (Piano), Paul Chambers (Bass) und Art Blakey (Schlagzeug) in das 1960 veröffentlichte Album "Soul Station". "Remember" zeigt dabei knapp 3 Minuten ein starkes Saxophon von Hank Mobley bevor das Piano kurz zusammen mit Schlagzeug und Bass ein "Solo" spielt. Das Saxophon beendet schließlich den Song. "This I Dig Of You", ein schnelleres, swingendes Jazzstück bietet instrumental dann etwas mehr Abwechslung. Pianosolo, Saxophonsolo, Pianosolo und nach knapp 5 Minuten dann auch noch ein Schlagzeugsolo von Art Blakey, welches dann wieder zum melodieführenden Saxophon zurück kommt.
Das an die Melodie des "Rosaroten Panther" erinnernde Stück "Dig Dis" folgt im Anschluss. Ruhiges Stück, mit Pianobeginn inklusive Rhythmusunterstützung und nach ca. 45 Sekunden Einsatz des melodieführenden Saxophons. Lateinamerikanischer Rhythmus abwechselnd mit typischem Jazzrhythmus gibt es bei "Split Feelin`s" zu hören. Schnelle Läufe bei der Saxophonmelodie wie auch im Pianosolo. "Soul Station" ist dann wieder relaxter. Das Saxophon Mobley`s steht wieder klar im Vordergrund bevor zumindest nach 4 1/2 Minuten das Piano von Wynton Kelly noch ein kleines Solo beisteuern darf.
Den beschwingten Abschluss der 37 1/2 Minuten langen CD bildet der Song "If I Should Lose You" mit für diese CD üblichen Saxophon- und Pianosoli. Kurzweilige, tolle Hard Bop Scheibe aus der "Blue Note" Schmiede mit der Katalognummer BLP 4031.
Mit swingendem, saxophonbetontem Jazz starten Hank Mobley (Tenorsaxophon), Wynton Kelly (Piano), Paul Chambers (Bass) und Art Blakey (Schlagzeug) in das 1960 veröffentlichte Album "Soul Station". "Remember" zeigt dabei knapp 3 Minuten ein starkes Saxophon von Hank Mobley bevor das Piano kurz zusammen mit Schlagzeug und Bass ein "Solo" spielt. Das Saxophon beendet schließlich den Song. "This I Dig Of You", ein schnelleres, swingendes Jazzstück bietet instrumental dann etwas mehr Abwechslung. Pianosolo, Saxophonsolo, Pianosolo und nach knapp 5 Minuten dann auch noch ein Schlagzeugsolo von Art Blakey, welches dann wieder zum melodieführenden Saxophon zurück kommt.
Das an die Melodie des "Rosaroten Panther" erinnernde Stück "Dig Dis" folgt im Anschluss. Ruhiges Stück, mit Pianobeginn inklusive Rhythmusunterstützung und nach ca. 45 Sekunden Einsatz des melodieführenden Saxophons. Lateinamerikanischer Rhythmus abwechselnd mit typischem Jazzrhythmus gibt es bei "Split Feelin`s" zu hören. Schnelle Läufe bei der Saxophonmelodie wie auch im Pianosolo. "Soul Station" ist dann wieder relaxter. Das Saxophon Mobley`s steht wieder klar im Vordergrund bevor zumindest nach 4 1/2 Minuten das Piano von Wynton Kelly noch ein kleines Solo beisteuern darf.
Den beschwingten Abschluss der 37 1/2 Minuten langen CD bildet der Song "If I Should Lose You" mit für diese CD üblichen Saxophon- und Pianosoli. Kurzweilige, tolle Hard Bop Scheibe aus der "Blue Note" Schmiede mit der Katalognummer BLP 4031.
Samstag, 30. März 2019
The Horace Silver Quintet "Song For My Father"
CD Kritik The Horace Silver Quintet "Song For My Father", Blue Note Records 84165
Das in drei Sessions von Oktober 1963 - Oktober 1964 aufgenommene Hardbopalbum des Pianisten Horace Silver bietet einen wilden Ritt in die Hardbopwelt. In zwei unterschiedlichen Besetzungen wurde dieses Album aufgenommen. So stammen die Songs 1, 2, 4, 5 von Horace Silver am Klavier, Carmel Jones (Trompete), Joe Henderson am Saxophon, Teddy Smith am Bass und Roger Humphries ( Schlagzeug). Die Songs 3, 7 - 10 von Horace Silver, Blue Mitchell an der Trompete, Junior Cook (Tenorsaxophon), Gene Taylor (Bass) und Roy Brooks am Schlagzeug. Bei Song Nummer 6 fehlen Mitchell und Cook.
Los geht es mit dem Titel gebenden Lied "Song For My Father". Einige werden die Melodie aus dem Stück "Rikki Don`t Lose That Number" von Steely Dan kennen. Ein sehr eingängiger Bossa Nova mit tollen zweistimmigen Bläsern. Pianosolo mit Rhythmusbackground darf dabei ebenso wenig fehlen wie eine Soloeinlagen des Saxophons. Mit "The Natives Are Restless Tonight" folgt ein sehr schnelles Stück mit Soli aller beteiligten Musikern - ein typisches Hardbop - Stück. "Calcutta Cutie" mit leicht östlich/indischem Flair und Percussionselementen zeigt dann eine andere Seite. Plötzlich swingende Melodie, wieder zurück zum ursprünglichen Ausgangspunkt des Stückes, wieder Swing - hier wird mit Kontrasten gespielt. "Que Pasa" bietet rhythmischen, an Mittelamerika erinnernden Groove und das Saxophon hört sich zu Beginn seines Solos wie ein Moskito an. "The Kicker", das von flotten Bläsern und Schlagzeug/Bass eingeleitete Stück bietet im Anschluss einen wilden Parforceritt. Hektische aber tolle 5,24 Minuten. Das darauf im Trio eingespielte "Lonely Woman", eine Pianoballade, bietet dann das genaue Gegenteil. Ruhiger, relaxter Jazz, das Schlagzeug mit "Besen" eingespielt. Einfach schön. Die vier Bonustracks "Sanctimonious Sam", "Que Pasa" als Trioversion, "Sighin` And Cryin`" und "Silver Treads Among The Soul" beschließen schließlich nach knapp 60 Minuten dieses sehr abwechslungsreiche und "warm" klingende Album.
Das in drei Sessions von Oktober 1963 - Oktober 1964 aufgenommene Hardbopalbum des Pianisten Horace Silver bietet einen wilden Ritt in die Hardbopwelt. In zwei unterschiedlichen Besetzungen wurde dieses Album aufgenommen. So stammen die Songs 1, 2, 4, 5 von Horace Silver am Klavier, Carmel Jones (Trompete), Joe Henderson am Saxophon, Teddy Smith am Bass und Roger Humphries ( Schlagzeug). Die Songs 3, 7 - 10 von Horace Silver, Blue Mitchell an der Trompete, Junior Cook (Tenorsaxophon), Gene Taylor (Bass) und Roy Brooks am Schlagzeug. Bei Song Nummer 6 fehlen Mitchell und Cook.
Los geht es mit dem Titel gebenden Lied "Song For My Father". Einige werden die Melodie aus dem Stück "Rikki Don`t Lose That Number" von Steely Dan kennen. Ein sehr eingängiger Bossa Nova mit tollen zweistimmigen Bläsern. Pianosolo mit Rhythmusbackground darf dabei ebenso wenig fehlen wie eine Soloeinlagen des Saxophons. Mit "The Natives Are Restless Tonight" folgt ein sehr schnelles Stück mit Soli aller beteiligten Musikern - ein typisches Hardbop - Stück. "Calcutta Cutie" mit leicht östlich/indischem Flair und Percussionselementen zeigt dann eine andere Seite. Plötzlich swingende Melodie, wieder zurück zum ursprünglichen Ausgangspunkt des Stückes, wieder Swing - hier wird mit Kontrasten gespielt. "Que Pasa" bietet rhythmischen, an Mittelamerika erinnernden Groove und das Saxophon hört sich zu Beginn seines Solos wie ein Moskito an. "The Kicker", das von flotten Bläsern und Schlagzeug/Bass eingeleitete Stück bietet im Anschluss einen wilden Parforceritt. Hektische aber tolle 5,24 Minuten. Das darauf im Trio eingespielte "Lonely Woman", eine Pianoballade, bietet dann das genaue Gegenteil. Ruhiger, relaxter Jazz, das Schlagzeug mit "Besen" eingespielt. Einfach schön. Die vier Bonustracks "Sanctimonious Sam", "Que Pasa" als Trioversion, "Sighin` And Cryin`" und "Silver Treads Among The Soul" beschließen schließlich nach knapp 60 Minuten dieses sehr abwechslungsreiche und "warm" klingende Album.
Mittwoch, 27. März 2019
Donald Byrd "A New Perspective"
CD Kritik Donald Byrd "A New Perspective", Blue Note Records 84124
Jazz mit einem acht Stimmen umfassenden Chor bietet uns das Album von Trompeter Donald Byrd "A New Perspective". Das im Jahr 1963 aufgenommene und 1964 veröffentlichte Album klingt dabei zum Teil so, wie man Musik aus Krimis der 60er Jahre oder den Klang des Musicals "Hair" "kennt".
Natürlich ist hier der Jazzanteil wesentlich höher, es wird improvisiert, es gibt typische Jazzsoli aber die Grundstimmung erinnert eben an das Amerika der 60er Jahre. Aufgenommen in der Besetzung Donald Byrd (Trompete), Hank Mobley (Saxophon), Herbie Hancock (Piano), Kenny Burell (Gitarre), Donald Best (Vibrafon und Gesang), Butch Warren (Bass) und Lex Humphries (Schlagzeug) bietet das Album vom Eröffnungsstück "Elijah"in swingender, bluesiger Stimmung, dem relaxten "Beast Of Burden", dem ruhigen, mit Chor und Bass beginnendem und darauf folgender, starken Trompetenmelodie in "Cristo Redentor" große Abwechslung - behält seine Grundstimmung aber in allen Songs bei. "The Black Disciple", ein schwungvolles Stück, nutzt die Chorstimmen als weiteres Instrument und verleiht dem Stück ein riesiges Volumen. Saxophon- und Trompetensolo mit Rhythmusbegleitung und Piano ist dann typischer Jazz der aufgrund der Gesangsstimmen besonders wirkt. Auch das Gitarrensolo macht die Besonderheit dieses Stückes aus. Das wiederum mit Stimmen und Bass beginnende "Chant", dem baldigen Einstieg der gesamten Band und darauf folgender, im Vordergrund stehender Trompete, welche dann mit den Stimmen kooperiert, beschließt schließlich die knapp 40 Minuten umfassende Aufnahme. Ein sehr schönes Saxophonsolo mit beruhigendem Bass/Schlagzeugrhythmus, Sologitarre und die wieder dazukommenden Stimmen - ein toller Abschluss für ein "besonders" klingendes Jazzalbum!
Jazz mit einem acht Stimmen umfassenden Chor bietet uns das Album von Trompeter Donald Byrd "A New Perspective". Das im Jahr 1963 aufgenommene und 1964 veröffentlichte Album klingt dabei zum Teil so, wie man Musik aus Krimis der 60er Jahre oder den Klang des Musicals "Hair" "kennt".
Natürlich ist hier der Jazzanteil wesentlich höher, es wird improvisiert, es gibt typische Jazzsoli aber die Grundstimmung erinnert eben an das Amerika der 60er Jahre. Aufgenommen in der Besetzung Donald Byrd (Trompete), Hank Mobley (Saxophon), Herbie Hancock (Piano), Kenny Burell (Gitarre), Donald Best (Vibrafon und Gesang), Butch Warren (Bass) und Lex Humphries (Schlagzeug) bietet das Album vom Eröffnungsstück "Elijah"in swingender, bluesiger Stimmung, dem relaxten "Beast Of Burden", dem ruhigen, mit Chor und Bass beginnendem und darauf folgender, starken Trompetenmelodie in "Cristo Redentor" große Abwechslung - behält seine Grundstimmung aber in allen Songs bei. "The Black Disciple", ein schwungvolles Stück, nutzt die Chorstimmen als weiteres Instrument und verleiht dem Stück ein riesiges Volumen. Saxophon- und Trompetensolo mit Rhythmusbegleitung und Piano ist dann typischer Jazz der aufgrund der Gesangsstimmen besonders wirkt. Auch das Gitarrensolo macht die Besonderheit dieses Stückes aus. Das wiederum mit Stimmen und Bass beginnende "Chant", dem baldigen Einstieg der gesamten Band und darauf folgender, im Vordergrund stehender Trompete, welche dann mit den Stimmen kooperiert, beschließt schließlich die knapp 40 Minuten umfassende Aufnahme. Ein sehr schönes Saxophonsolo mit beruhigendem Bass/Schlagzeugrhythmus, Sologitarre und die wieder dazukommenden Stimmen - ein toller Abschluss für ein "besonders" klingendes Jazzalbum!
Montag, 25. März 2019
The Billy Cobham - George Duke Band "Live"
CD Kritik Billy Cobham And George Duke Band "Live", Atlantic Records
In dieser 1976 erschienen Liveaufnahme präsentieren uns der Schlagzeuger Billy Cobham und Keyboarder George Duke mit Unterstützung von Bassist Alphonso Johnson und Gitarrist John Scofield ein Jazz, Funk & Fusion Konzert der besonderen Art.
"Hip Pockets" startet mit 4 minütiger funky Musik bevor es dann etwas jazziger wird. Funklastig wird der Song dann aber wieder beendet. Treibender Beat, Gitarre als bestimmendes Element, toller Bass-, Schlagzeugrhythmus, ein kleiner lateinamerikanischer Einschlag, nach ca. 3 Minuten übernimmt das "Piano" und jedes Instrument hat kurze, wie im gegenseitigen Kampf befindliche kurze Einlagen. Das Ganze nennt sich "Ivory Tattoo". "Space Lady" gibt dann ein "Hörspiel" zum Besten. Lange Ansprache und begeleitender Text mit Windgeräuschen, Pianoklängen und einem "Dialog zwischen den Instrumenten" nach knapp 4,5 Minuten. Song Nummer 4 "Almustafa The Beloved" startet wieder mit Windgeräuschen und einer kurzen Texteinleitung mit leicht spacigen Klängen. Schlagzeug und Keyboard übernehmen. Funky Groove, Gesang, starkes Schlagzeug. Dann wird es wieder etwas sphärischer/spaciger bevor es das Schlagzeug dort wieder heraus holt - jetzt hat es etwas von Jazz. "Do What You Wanna", ein funky Popstück folgt als nächstes - erinnert mich ein bißchen an "Earth, Wind And Fire". "Frankenstein Goes To The Disco", ein eigentlich langes Schlagzeugsolo mit Weltraumgeräuschen zu Beginn folgt daraufhin. Aus dem Schlagzeugsolo heraus folgt der vorletzte Song "Sweet Wine". Gitarre, Keyboard, dynamischer Rhythmus, plötzlich ruhige Gitarre. Dann kommt wieder Dynamik ins Spiel mit sehr interessantem Bass der die Leadstimme übernimmt. Tolles Stück welches zur Bewegung einlädt. "Juicy", das Abschlusstück startet mit Schlagzeug und Keyboard bevor die Gitarre übernimmt. Jedes Instrument darf noch einmal solieren und so endet die 46 Minuten lange Scheibe spektakulär. Jazz-Funk-Rock live in bester Tradition.
In dieser 1976 erschienen Liveaufnahme präsentieren uns der Schlagzeuger Billy Cobham und Keyboarder George Duke mit Unterstützung von Bassist Alphonso Johnson und Gitarrist John Scofield ein Jazz, Funk & Fusion Konzert der besonderen Art.
"Hip Pockets" startet mit 4 minütiger funky Musik bevor es dann etwas jazziger wird. Funklastig wird der Song dann aber wieder beendet. Treibender Beat, Gitarre als bestimmendes Element, toller Bass-, Schlagzeugrhythmus, ein kleiner lateinamerikanischer Einschlag, nach ca. 3 Minuten übernimmt das "Piano" und jedes Instrument hat kurze, wie im gegenseitigen Kampf befindliche kurze Einlagen. Das Ganze nennt sich "Ivory Tattoo". "Space Lady" gibt dann ein "Hörspiel" zum Besten. Lange Ansprache und begeleitender Text mit Windgeräuschen, Pianoklängen und einem "Dialog zwischen den Instrumenten" nach knapp 4,5 Minuten. Song Nummer 4 "Almustafa The Beloved" startet wieder mit Windgeräuschen und einer kurzen Texteinleitung mit leicht spacigen Klängen. Schlagzeug und Keyboard übernehmen. Funky Groove, Gesang, starkes Schlagzeug. Dann wird es wieder etwas sphärischer/spaciger bevor es das Schlagzeug dort wieder heraus holt - jetzt hat es etwas von Jazz. "Do What You Wanna", ein funky Popstück folgt als nächstes - erinnert mich ein bißchen an "Earth, Wind And Fire". "Frankenstein Goes To The Disco", ein eigentlich langes Schlagzeugsolo mit Weltraumgeräuschen zu Beginn folgt daraufhin. Aus dem Schlagzeugsolo heraus folgt der vorletzte Song "Sweet Wine". Gitarre, Keyboard, dynamischer Rhythmus, plötzlich ruhige Gitarre. Dann kommt wieder Dynamik ins Spiel mit sehr interessantem Bass der die Leadstimme übernimmt. Tolles Stück welches zur Bewegung einlädt. "Juicy", das Abschlusstück startet mit Schlagzeug und Keyboard bevor die Gitarre übernimmt. Jedes Instrument darf noch einmal solieren und so endet die 46 Minuten lange Scheibe spektakulär. Jazz-Funk-Rock live in bester Tradition.
Samstag, 23. März 2019
Alex Skolnick Trio 20.3.2019
Konzertkritik Alex Skolnick Trio 20.3.2019, "Das Rind" Rüsselsheim
Mittwoch Abend, 19:55 Uhr. Der Saal des Rüsselsheimer "Rinds" ist mit Stühlen und Bistrotischen bestückt. Die Bühne in sanftes Licht gehüllt - Gitarre(n), Schlagzeug, E- und Kontrabass, ein paar Boxen und wenige Mikrofone sind dort zu sehen. Der Raum ist mit ca. 70 Besucher*innen, gerade auch für einen Mittwoch Abend, sehr gut gefüllt und es liegt eine entspannte/gespannte Erwartung in der Luft.
Der "ehemalige" Testament, Savatage und Trans Siberian Orchestra Gitarrist Alex Skolnick ist heute mit seinem Jazztrio, d.h. Nathan Peck am Bass und Schlagzeuger Matt Zebraski, zu Gast. Pünktlich und entspannt betreten die drei Musiker aus Amerika um 20:00 Uhr die Bühne und starten ohne Umschweife gleich mit einem 9 1/2 Minuten langen Stück in ihr Set.
Nach einer kurzen Begrüßung von Alex Skolnick geht es dann weiter mit "Culture Shock" aus ihrem neuen Album "Conundrum". Lateinamerikanische Rhythmen wechseln hier mit Country und Jazz. Toller Song. Mit "Dream On" (Aerosmith) folgt dann die erste verjazzte Coverversion des Abends. Die Originalmelodie schimmert immer wieder durch, der Song erhält aber aufgrund des virtuosen Stils der Band einen völlig eigenständigen Charakter. Der Tango "Django Tango" ist dem französischen Gitarristen, Komponisten und Bandleader Django Reinhardt - einem der Urväter des europäischen Jazz, gewidmet. "Gymnopedie No.1" (französisch), "Lazy" (Deep Purple - Jon Lord), "Conundrum", Titelstück der eigenen, gleichnamigen CD folgen. Mal gefühlvolle, dann wieder schnelle Gitarrenläufe von Alex Skolnick, für den Jazz typische Basssoli und auch mal ein schwungvolles Schlagzeugsolo sind zu hören. "1999" (Prince) in Jazzversion, mal ein bißchen Funk und Soul - die Band ist in vielen Stilarten zu Hause und begeistert damit das Publikum. Mit der Zugabe "Still Loving You" (Scorpions) und einem Blues als Abschluss endet das Konzert nach 110 Minuten und hinterlässt nur strahlende Gesichter.
Ein toller Abend, an dem der für sein Mitwirken bei Heavy Metal und Hard Rock Bands bekannte Gitarrist mit seinen fantastischen Mitstreitern einmal mehr bewiesen hat, welche musikalischen Fähigkeiten und Bandbreite(n) gerade Musiker in diesem Genre tatsächlich aufweisen können.
Wer kann sollte sich die Band einmal ganz in Ruhe anhören und eines ihrer Konzerte besuchen.
Es lohnt sich!
Mittwoch Abend, 19:55 Uhr. Der Saal des Rüsselsheimer "Rinds" ist mit Stühlen und Bistrotischen bestückt. Die Bühne in sanftes Licht gehüllt - Gitarre(n), Schlagzeug, E- und Kontrabass, ein paar Boxen und wenige Mikrofone sind dort zu sehen. Der Raum ist mit ca. 70 Besucher*innen, gerade auch für einen Mittwoch Abend, sehr gut gefüllt und es liegt eine entspannte/gespannte Erwartung in der Luft.
Der "ehemalige" Testament, Savatage und Trans Siberian Orchestra Gitarrist Alex Skolnick ist heute mit seinem Jazztrio, d.h. Nathan Peck am Bass und Schlagzeuger Matt Zebraski, zu Gast. Pünktlich und entspannt betreten die drei Musiker aus Amerika um 20:00 Uhr die Bühne und starten ohne Umschweife gleich mit einem 9 1/2 Minuten langen Stück in ihr Set.
Nach einer kurzen Begrüßung von Alex Skolnick geht es dann weiter mit "Culture Shock" aus ihrem neuen Album "Conundrum". Lateinamerikanische Rhythmen wechseln hier mit Country und Jazz. Toller Song. Mit "Dream On" (Aerosmith) folgt dann die erste verjazzte Coverversion des Abends. Die Originalmelodie schimmert immer wieder durch, der Song erhält aber aufgrund des virtuosen Stils der Band einen völlig eigenständigen Charakter. Der Tango "Django Tango" ist dem französischen Gitarristen, Komponisten und Bandleader Django Reinhardt - einem der Urväter des europäischen Jazz, gewidmet. "Gymnopedie No.1" (französisch), "Lazy" (Deep Purple - Jon Lord), "Conundrum", Titelstück der eigenen, gleichnamigen CD folgen. Mal gefühlvolle, dann wieder schnelle Gitarrenläufe von Alex Skolnick, für den Jazz typische Basssoli und auch mal ein schwungvolles Schlagzeugsolo sind zu hören. "1999" (Prince) in Jazzversion, mal ein bißchen Funk und Soul - die Band ist in vielen Stilarten zu Hause und begeistert damit das Publikum. Mit der Zugabe "Still Loving You" (Scorpions) und einem Blues als Abschluss endet das Konzert nach 110 Minuten und hinterlässt nur strahlende Gesichter.
Ein toller Abend, an dem der für sein Mitwirken bei Heavy Metal und Hard Rock Bands bekannte Gitarrist mit seinen fantastischen Mitstreitern einmal mehr bewiesen hat, welche musikalischen Fähigkeiten und Bandbreite(n) gerade Musiker in diesem Genre tatsächlich aufweisen können.
Wer kann sollte sich die Band einmal ganz in Ruhe anhören und eines ihrer Konzerte besuchen.
Es lohnt sich!
Donnerstag, 21. März 2019
Andrew Cartmel "Murder Swing"
Buchkritik Andrew Cartmel "Murder Swing", Suhrkamp
Der britische Autor Andrew Cartmel, Jahrgang 1978, Theaterautor, Stand Up Comedian und u.a. "Scripteditor" der Kultserie "Dr. Who", widmet sich in seinem ersten Kriminalroman "Murder Swing" (zwei weitere Romane sollen ebenfalls noch bei Suhrkamp erscheinen) dem "Vinyl-Detektiv". Ebenso wie Autor Cartmel ist der "Vinyl-Detektiv" ausgewiesener Jazzfan und soll als solcher eine seltene Jazzplatte, eines nur ein Jahr bestehenden, kleinen kalifornischen Jazzlabels, ausfindig machen.
Hierbei begegnen ihm die unterschiedlichsten Personen. Freunde ebenso wie Second-Hand-Laden Besitzer*innen, Trödelmarktveranstalter aber auch attraktive Frauen, Taxifahrer*innen sowie hinterhältige Mörder*innen.
Es kommt zu einem Wettlauf um die gesuchte Schallplatte. Es gibt Tote. Es gibt Unglücke. Es gibt Auftraggeber*innen, es gibt Rätsel, womit das Buch bis zum Schluss die Spannung aufrecht erhalten kann. Hierbei ist die Geschichte, wie eine Schallplatte in die Seite A und B aufgeteilt.
Das in einem sehr flüssigen Ton geschriebene Buch ist nie langweilig und lässt sich hervorragend lesen. Die Personen sind liebevoll beschrieben und man lernt sie bei der Lektüre nach und nach besser kennen. Das Schallplattenmilieu ist eine wunderbare Abwechslung zu den sonst üblichen Personen und Schauplätzen von Kriminalromanen. Nebenbei erfährt man noch Einiges zu guter Musik, der dazugehörigen Abspieltechnik und dem "kleinen" Spleen richtiger Sammler.
Schon lange kein 500 Seiten Buch so schnell gelesen! Ich kann es kaum erwarten das zweite Buch des Vinyl-Detektivs in der Hand halten zu können. Wer Krimis, Musik und insbesondere Schallplatten liebt ist hier definitiv an der richtigen Stelle.
Der britische Autor Andrew Cartmel, Jahrgang 1978, Theaterautor, Stand Up Comedian und u.a. "Scripteditor" der Kultserie "Dr. Who", widmet sich in seinem ersten Kriminalroman "Murder Swing" (zwei weitere Romane sollen ebenfalls noch bei Suhrkamp erscheinen) dem "Vinyl-Detektiv". Ebenso wie Autor Cartmel ist der "Vinyl-Detektiv" ausgewiesener Jazzfan und soll als solcher eine seltene Jazzplatte, eines nur ein Jahr bestehenden, kleinen kalifornischen Jazzlabels, ausfindig machen.
Hierbei begegnen ihm die unterschiedlichsten Personen. Freunde ebenso wie Second-Hand-Laden Besitzer*innen, Trödelmarktveranstalter aber auch attraktive Frauen, Taxifahrer*innen sowie hinterhältige Mörder*innen.
Es kommt zu einem Wettlauf um die gesuchte Schallplatte. Es gibt Tote. Es gibt Unglücke. Es gibt Auftraggeber*innen, es gibt Rätsel, womit das Buch bis zum Schluss die Spannung aufrecht erhalten kann. Hierbei ist die Geschichte, wie eine Schallplatte in die Seite A und B aufgeteilt.
Das in einem sehr flüssigen Ton geschriebene Buch ist nie langweilig und lässt sich hervorragend lesen. Die Personen sind liebevoll beschrieben und man lernt sie bei der Lektüre nach und nach besser kennen. Das Schallplattenmilieu ist eine wunderbare Abwechslung zu den sonst üblichen Personen und Schauplätzen von Kriminalromanen. Nebenbei erfährt man noch Einiges zu guter Musik, der dazugehörigen Abspieltechnik und dem "kleinen" Spleen richtiger Sammler.
Schon lange kein 500 Seiten Buch so schnell gelesen! Ich kann es kaum erwarten das zweite Buch des Vinyl-Detektivs in der Hand halten zu können. Wer Krimis, Musik und insbesondere Schallplatten liebt ist hier definitiv an der richtigen Stelle.
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