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"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Dienstag, 18. August 2026

Amanda Marshall 30.07.2026

 Konzert-Kritik Amanda Marshall  30.07.2026 ,  " Frankfurter Hof "  Mainz


Ausverkauftes Haus im Konzertsaal des Frankfurter Hofes in der Mainzer Altstadt .  Draußen herrschen um 19:30 Uhr noch über 30°C und im Saal geht es nicht minder hitzig zu .  Alle Anwesenden sind bei bester Laune ,  kleine Fächer werden geschwungen um sich ein klein wenig Abkühlung zu verschaffen und man ist gespannt auf den Auftritt der großartigen kanadischen Künstlerin Amanda Marshall , die das letzte Mal vor 25 Jahren in Deutschland zu Gast war . 


Pünktlich um 20:00 Uhr erlischt dann auch das Saallicht und zu einem über die Boxen eingespielten Intro betritt die Band die Bühne und wird mit tosendem Applaus begrüsst .  Als letztes kommt dann auch Amanda Marschall ,  ganz in weiß gekleidet ,  auf die  " Bretter die die Welt bedeuten "   und das Publikum ist nicht mehr zu halten .  Los geht es gleich mit einem der Hits vom Debutalbum :  " Let It Rain " ! Tighte Band ,  großartige Stimme ,  nur grinsende Gesichter auf der Bühne und so soll das auch den ganzen Abend bleiben .  Hier hat Jede/r auf und vor der Bühne sichtlich Spaß und es gibt schon die erste Möglichkeit für das Publikum kräftig mit zu singen .  Mit  " Can`t Lose Me " ,  einem neuen Song der Deluxe - Edition des letzten Albums  " Heavy Lifting " ,  geht es dann kraftvoll weiter bevor der zweite Hit - Song vom Debutalbum mit  " Fall From Grace "  folgt .  Toller Groove der Rhythmusabteilung um Bassist Alex St Kitts und Schlagzeuger Al Webster ,  den melodischen Background bilden Al Rowe an der Akustikgitarre und Keyboarder Peter Kadar und Leadgitarrist Will Hebbes steuert ebenfalls neben der Melodie ,  wie auch mehrmals an diesem Abend ,  ein großartiges Solo bei .  Toll auch die beiden Stimmen von Stacie Tabb und Nicky Lawerence im Background .  Der Saal kocht  -  im wahrsten Sinne des Wortes  -  und Amanda Marshall klärt , mit Handtuch bewaffnet ,  das Publikum auf :  " nie einem Sänger / einer Sängerin zu vertrauen ,  der / die nicht schwitzt " ;-)




" If I Didn`t Have You "  vom zweiten Album  " Tuesday`s Child "  und  " Last Exit To Eden "  ( inkl. einem kleinen " See The Light "  Einwurf vom Amanda Marshall Entdecker Jeff Healey )  folgen als nächstes .  Zwischen den Songs erzählt Amanda Marshall auch immer mal wieder etwas über sich bzw. den folgenden Song und kleinen Geschichten aus ihrem Werdegang  ( z.B.  die Umarmung von Whitney Houston beim letzten Konzert deren Tour ,  als sie sich bei Amanda - sie war Vorgruppe - auf der Bühne bedankte und ihr ins Ohr flüsterte ,  dass sie ihren Song liebte)  ,  was das ganze Konzert noch persönlicher und intimer macht und beim Publikum hervorragend ankommt .  So viele Strahlende Gesichter und tanzende Menschen im Publikum  ( jaaa auch ganz viele Männer ! )  habe ich schon lange nicht mehr erlebt .  Mit  " Sitting On Top Of The World "  und  " Beautiful Goodbye "  geht es dann tanzbar weiter ,  bevor mit  " Don`t Let It Bring You Down "  und einer schönen Studioaufnahmegeschicht  ( Jeff Healey kam mitten in der Nacht dazu weil er unbedingt Gitarre dabei spielen wollte )  ein Neil Young Cover zu Gehör kam .  Den Spaß an der Musik merkte man dann auch der kompletten Band beim nun folgenden  " Trust Me  ( This Is Love ) "  an ,  wurde darin einfach mal kurz eine Sequenz von Tina Turners  " What`s Love Got To Do With It "  versteckt .  




Überhaupt wird Abwechslung und Entertainment groß geschrieben .  Mal stehen Marshall ,  Hebbes und Rowe als akustisches Trio auf der Bühne ,  dann kommen die beiden Backgroundsängerinnen Tabb und Lawerence mit nach vorne an den Bühnenrand und Schlagzeuger Webster heizt die Menge von hinten an .  Amanda Marshall ist dauerhaft in Bewegung ,  tanzt und singt wie eine junge Göttin ,  da darf das Mikrofon auch gerne mal aus der verschwitzten Hand auf die Bühne purzeln .  Mit dem Janis Joplin Song  " Get It While You Can "  zollt Amanda Marshall dann der Plattensammlung ihres Vaters Tribut ,  gefolgt von  "Believe In You "  ihres Zweitwerks .  Das Publikum feiert Amanda Marshall und ihre großartige Band enthusiastisch und auch die Musiker*innen auf der Bühne sind davon ebenfalls sichtbar begeistert .  Das Doppel  " Everybody`s Got A Story "  vom gleichnamigen dritten Album ,  inkl. einem Einschub von Michael Jacksons  " Wanna Be Starting Something "  und  " Birmingham "  vom Debutalbum ,  bilden dann nach 75 Minuten den fantastischen Abschluss des regulären Sets und die Band verlässt anschließend die Bühne ,  in deren Hintergrund ein Backdrop der neusten CD  " Heavy Lifting "  hängt . 




Nach tobendem Klatschen und  " Zugabe "  rufen kehrt die Band dann nach kurzer Pause wieder auf die Bühne des Frankfurter Hofes zurück und mit dem Gino Vannelli Schmachtfetzen  " Wild Horses " ,  der in den weiteren Hit des Debutalbums  " Dark Horse "  übergeht ,  sowie  " Sunday Morning After "  von  Everybody`s Got A Story "  geht nach insgesamt 90 Minuten ein großartiger ,  beeindruckender und wunderbarer Konzertabend ,  völlig verschwitzt ,  zu Ende und mit dem Versprechen ,  dass es nicht wieder 25 Jahre dauern wird bis sie nach Deutschland kommt  ( es sind bereits 6 Konzerte für 2027 angekündigt ) verlässt das Energiebündel Amanda Marshall samt Band strahlend die Bühne und rundherum sind nur zufriedene und glückliche Gesichter in Mainz zu sehen. 



 


 

 


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