Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Mittwoch, 18. September 2019

Anima Mundi 14.09.2019, "Das Rind" Rüsselsheim

Konzertkritik Anima Mundi 14.09.2019, "Das Rind" Rüsselsheim


Die kubanische Band Anima Mundi gastierte mit ihrem aktuellen 2018er Album"Insomnia" auf ihrer "Strange Days Tour" zum Abschluss im Rüsselsheimer "Das Rind" vor ca. 60 begeisterten Besucher*innen.


Mit gleich 5 neuen Songs aus dem 2020 erscheinenden  Album im Gepäck gab es dabei auch viel Neues und Unbekanntes zu hören. Mal jazzig, mal progressiv und rockig, oft spacig aber auch immer wieder an einen Filmsoundtrack erinnernd (so klangen auch die neuen Stücke) boten die 5 Musiker*innen aus Havanne ein äußerst abwechslungsreiches Programm. Gitarrist, Songschreiber und Bandchef Roberto Diaz, Keyboarderin Virginia Peraza, Marco Alonso am Schlagzeug und Saxophon, Sänger und Rhythmusgitarrist Aivis Prieto Bauta sowie Bassist Yaro spielten hierbei 2 Sets die immer wieder von Klangexperimenten und Effekten gespickt waren.

Das erste Set beinhaltete dabei die Stücke "Citadel", "Insomnia", "The Wheel Of Days" und "Electric Dreams" aus dem Album "Insomnia", "Chimney, The Wheel And The War" sowie "Train Of Future" vom Album "I Me Myself" und dem neuen Song "Love". Nach ca. 70 Minuten folgte dann eine 20 minütige Pause um im Anschluss daran  mit "Her Song" und "New Tribes Totem" aus "Insomnia", den 4 neuen Stücken "Fear Level 10", "1001 Mirrors Of City", "Last Days Of God" und "Strange Days" sowie "Flowers" und "Lone Ryder" noch einmal 95 Minuten Musik inklusive 2 Zugaben spielten. Ein begeistertes und zufriedenes Publikum verließ nach insgesamt ca. 165 Minuten an diesem Samstagabend "Das Rind" in Rüsselsheim und kommt sicherlich beim nächsten Konzert dieser in ihrer Heimat mit Musikpreisen dekorierten Band aus Kuba gerne wieder. Filigrane Keyboard-/ Pianoklänge, fantastischer Gesang, tolle/vertrackte Rhythmen und virtuose Gitarrenmelodien mit Überraschungen...was will man mehr?! So sollte Livemusik immer sein.



Montag, 16. September 2019

Neuer Themenblock "Bretter die die Welt bedeuten: Skateboarden"

Bretter die für uns die Welt bedeuten: Skateboarden

Wie bereits viele Zeitschriften und Artikel besagen ist Skateboarding ein Freiheitsgefühl, ein Gefühl von "ich mache das was mir gefällt, so wie ich es kann!" egal ob Alt oder Jung, Hip Hop oder Punk, Halfpipe oder Street. Skateboarden ist Freiheit auf vier Rollen.



Da ich dank dieser besagten Sportart vor über 10 Jahren zum aller ersten mal einen Fuß in das Jugendhaus Goddelau gemacht habe, ist es natürlich auch Teil dieses bezaubernden Blog´s.

Genau aus diesem Grund werden wir euch hier auf diesem Blog alles rund ums Skateboarden näher bringen. Von den einzelnen Bestandteilen eines Skateboardes über die Technik des Zusammenbaus bis hin zu dem Gefühl/Geschichte des Skateboards.

Ich fahre seit über 10 Jahren mal mehr mal weniger auf dem besagten Holzstück und habe so einiges hierüber zu erzählen. Denn diese Leidenschaft hat mich seit über 10 Jahren in jeder Lebenslage voll im Griff.


Schallplattenbörse(n)

Die Schallplatte war nie endgültig tot - wenn es ihr auch mit dem Erscheinen der CD Anfang der 80er Jahre an den Kragen zu gehen schien. Viele Plattensammler verkauften damals ihre Plattensammlungen und legten sich ihre Musik lieber als Compact Disc zu. Kein Knistern mehr, kein Verkratzen und das Format viel handlicher - später auch im Discman oder Auto - CD-Player ganz einfach mobil zu hören. Dann MP3, Download oder Stream - Musik jeder Zeit und praktisch überall verfügbar. Aber irgendwie fehlt(e) etwas! Und was?  Genau: die ganze Haptik, das Anfassen der großen Platte, das Herausnehmen aus der Innenhülle, das zelebrieren des Auflegens und damit bereits das Fühlen der Musik. Die  großen und oft kunstvoll gestalteten Plattenhüllen, Kunstwerke die es wochenlang zu bestaunen galt und man immer wieder neues entdecken konnte gehören ebenfallsdazu. DasSäubern der Platte und Auflegen der Nadel - das Entschleunigende des ganzen Hörprozesses, das wärmere Klangbild des Vinyl (oft ein Streitpunkt zwischen Analog- bzw. Digitalverfechtern) - Musik wieder als Genuss- und nicht mehr als Gebrauchsobjekt  ... all das hat dann doch dazu geführt, dass die Schallplatte heute wieder an Bedeutung gewonnen hat (wenn auch nie mehr wie vor der CD - die Verkaufszahlen sind heute genau umgedreht zur "Einführung" der CD 1984). Siehe hierzu auch das Buch "Die Rache des Analogen" von David Sax (hier im Blog schon einmalbesprochen).
Sehr schön abzulesen ist das "Revival" der Schallplatte an den heute regelmäßig stattfindenden Schallplattenbörsen (wie z.B. in der Jahrhunderthalle in Frankfurt/Höchst). Plattenladenbesitzer, Internethändler und ganz wenige "Privatanbieter" stellen hier ihre oftmals gebrauchte aber auch neue Ware zum Kauf und man kann stundenlang in einem riesigen Angebot, je nach seinen Interessen, suchen. Von 2.- € bis mehrere 100.- € gibt es hier alles zu finden, wobei mich aktuell das Gefühl beschleicht, dass die vor 1 - 2 Jahren noch für 2 - 3 € angebotenen Platten in den "Ramschkisten"  aufgrund derNachfrage inzwischen meistens wenigstens 5.- € kosten.Tja, Angebot und Nachfrage. Das Schöne dabei ist aber trotzdem weiterhin, dass man so neue/alte Gruppen und deren Musik, von denen man noch nie gehört hat, zu halbwegs günstig Konditionen entdecken kann. Von vielen der Bands gibt es heute gar keine CD`s und wird es auch nie geben, da es dafür keine Nachfrage gibt bzw. gäbe - nur Wenige würden eine CD mit Musik aus den 70er/80er Jahren für 10 - 15.- € kaufen die sie nicht kennen - oder kennt jemand von Euch die US Bands Network oder Tycoon aus den 70er Jahren? Ich auf jeden Fall nicht ... aber jetzt :-)
Für 2 - 5 Euro kann man das schon mal ausprobieren und wird meistens mit guter, musikalischer  Qualität überrascht. Natürlich kann die Platte für den Preis mal einen Fehler haben oder verschmutzt sein - die Plattenhülle ist auch nicht mehr Tau frisch - das ändert aber nichts daran musikalische Schätze heben zu können und Neues zu entdecken. Wer eher Sammler ist und top Ware haben möchte wird auch fündig - die Preise sind aber dementsprechend hoch, da sich viele Anbieter an einer Onlinedatenbank wie z.B. Discogs orientieren. Schnäppchen sind hier eher nicht zu machen-dann schon eher auf Flohmärkten.



Samstag, 14. September 2019

Alex Von Kuczkowski "American Football"

Buchkritik Alex Von Kuczkowski "American Football - NFL - Die Liga der Superlative", Die Werkstatt

Wer gerade jetzt zum Start der "100." NFL Saison Lust hat etwas mehr über diese spektakuläre Liga bzw. den Sport American Football und seiner Geschichte zu erfahren, liegt bei diesem Buch von Alex von Kuczkowski genau richtig.


Seit 15 Jahren als Sport - Redakteur tätig, betreibt der Autor seit 2016 mit Freunden zusammen die größte American - Football - Plattform "Footballerei" im deutschsprachigen Raum.
Über die Anfänge im Sommer 1919 in Ohio (nicht umsonst steht die NFL Football - Hall Of Fame in Canton/Ohio) oder die ersten Stars wie Grange und Nagurski kann man ebenso etwas zu den ersten Radio - Liveberichterstattungen als auch die Entwicklung der Teams und Ligabetriebs mit ersten Spielplänen oder der Einführung der Helmpflicht erfahren. Der Ausschluss schwarzer Spieler und Funktionäre Anfang der 30er Jahre wird hierbei ebenfalls nicht ausgespart


und zeigt die Parallelen zu aktuellen Diskriminierungsdiskussionen in den U.S.A. (siehe Colin Kaepernick, knien bei der Nationalhymne...). Das zweite Kapitel widmet sich den Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Plötzlich entstehenden Konkurrenzligen wie die AAFC oder AFL und es wird beschrieben wie diese von der NFL geschluckt wurden. Seriensiegern wie den Pittsburgh Steelers, San Francisco 49ers, Dallas Cowboys, Green Bay Packers oder New York Giants wird ebenso ein Kapitel gewidmet wie der weiteren Expansion der NFL mit neuen Standorten und Teams. Es werden Stars der Liga wie Unitas, Marino, Favre, Taylor, Sanders oder Brown aber auch ein gesamter Mannschaftsteil wie die Defense der Chicago Bears portraitiert. Dem Wirtschaftsunternehmen NFL mit seinem jährlich stattfindenden Finale, dem "Super Bowl" mit seiner gigantischen Show und Fernseheinschaltquoten und den Draft wird sich ebenso angenommen wie den heute leider nicht mehr existenten NFL Europe, XFL oder USFL.  Kinofilme, Serien, Skandale, Stadien, deutsche Spieler in der NFL - es gibt einiges zu erfahren! Es lohnt sich mit diesem Buch in den "Hype" American Football einzusteigen. Das reich bebilderte Buch ist für knapp 20.- € zu haben.

Donnerstag, 12. September 2019

Status Quo "Backbone"

CD Kritik Status Quo "Backbone", ear music

Nach dem letzten regulären Studioalbum "Bula Quo" aus dem Jahr 2013 (es folgten noch Film- bzw. Akustikalben) und dem Tod des Gründungsmitglieds Rick Parfitt 2016, veröffentlicht das letzte verbliebene Gründungsmitglied Francis Rossi mit seiner Truppe um Andy Bown (Keyboard, Gitarre und Gesang), John "Rhino" Edwards (Bass, Gitarre und Gesang), Leon Cave (Schlagzeug) und  Richie Malone (Rhythmusgitarre) ihr nicht mehr erwartetes neues Album "Backbone".


11 typische Quo Songs (im Digipack gibt es noch 2 Bonustitel) zeigen, das Mr. Rossi auch mit 70 Jahren den Boogie-Rock noch im Blut hat. Die 1962 bzw. 1965 gegründete Band zelebriert hier den von ihr in den letzten Jahrzehnten bekannten Sound. Innovation? Fehlanzeige. Aber erwartet man von
einer Band wie Status Quo so etwas? Nein! Will man so etwas? Nein!


Guter, alter Rock`n`Roll und der eben für Status Que typische Boogiestyle ziehen sich durch die Songs wie "Waiting For A Woman", "Cut Me Some Slack", "Liberty Lane" oder das Titelstück "Backbone". Immer wieder kleine Gitarrenspielereien, relaxte Bassläufe, grundsolide Rhythmusarbeit. Musik zum Tanzen. Gute Laune und Party sind angesagt und "Backbone" bietet hierfür den neusten Soundtrack. Das hier eine Band am Werk ist und eben deshalb auch alles nach Status Quo klingt zeigt sich an der Tatsache, dass alle Bandmitglieder wenigsten bei einem Song am Entstehungsprozess beteiligt waren. "Backbone" ist kein Solowerk des letzten Originalmitgliedes  Francis Rossi sondern ein Album der aktuellen "Status Quo" von knapp 40 Minuten Länge.



Dienstag, 10. September 2019

Tomatensoße Einkochen

Tomaten einkochen 

Als Grundlage für viele Leckereien dient allzuoft eine leckere Tomatensoße. Um eine reichliche Tomatenernte nicht verderben zu lassen ist es sehr sinnvoll ein paar Kilo Tomaten entsprechend einzulagern und haltbar zu machen. Fragt ihr euch wie das funktioniert, dann scrollt weiter, denn genau hier wird dies kurz und knapp beschrieben. Ich bin kein großartiger Koch und kann auch nicht unbedingt am Herd zaubern aber das war wirklich kein großer Zauber.

Material / Zutaten:

- Einmachgläser nach Bedarf
- mindestens 1-2 kg gereifte Tomaten
- Oliven-Öl
- Kräuter / Gewürze wenn gewünscht

Kochanleitung :

Als Grundlage habe ich ca. 1 kg Cocktailtomaten aus dem heimischen Garten verwendet


Diese Cocktailtomaten habe ich nach dem waschen zunächst vom grünen Strunk befreit und anschließend geviertelt



Nachdem die Schnippelei beendet ist kommen wir zum nächsten Schritt, dem Einkochen


Hierfür einfach die geviertelten Tomaten entsprechend in einem dementsprechenden Topf mit einem ordentlichen Schuss Oliven-Öl geben


Das ganze nach belieben mindestens ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze einköcheln lassen


Nun entsteht so langsam das dementsprechende Soßenergebnis. Wer es eher stückig mag kann diese auch schon jetzt in die Gläser füllen.


Ich habe einen weiteren Schritt hinzugefügt und die eingekochten Tomaten ordentlich püriert. Wer nun möchte kann hier jetzt Kräuter / Gewürze nach Wahl hinzufügen. Für mich sollte die eingekochte Tomatensoße als gute Grundlage mit wenig Schischi sein, dementsprechend ist hier nichts an Gewürzen hinzugefügt worden.


Um nun die Einmachgläser entsprechend vorzubereiten müssen diese sterilisiert werden. Hierzu einfach heißes Wasser einfüllen und 5 Minuten stehen lassen.


 Nun geht es ans eingemachte. Jetzt kommt der wichtigste und entscheidenste Schritt. Das noch relative heiße Wasser aus den Einmachgläsern ausschütten und entsprechend die Gläser gut befüllen. Wichtig ist hierbei nicht zu wenig in ein Glas zu füllen, denn je mehr Platz nach oben desto höher die Chance auf Schimmelbildung. 

Sobald die Gläser gefüllt sind direkt den Deckel fest verschrauben, die Gläser auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.

Nach dem Auskühlen kann eure selbst eingekochte Tomatensoße in den Vorratsraum gelagert werden. Lasst es euch bei der nächsten Pasta-Party mit eurer eigenen Tomatensoße schmecken.

Montag, 2. September 2019

Astral Doors "Worship Or Die"

CD Kritik Astral Doors "Worship Or Die" Deluxe Edit., Rough Trade


Nach kurzem "spooky" Intro starten Astral Doors auf ihrem 9. Album mit "Night Of The Hunter" gleich mit klassischem musikalischen Stoff wie man ihn von dieser Band aus Borlänge in Schweden gewohnt ist. Textlich geht es in dem Stück um die Geschichte eines Serienmörders. Kraftvoll, hymnisch mit tollem Gitarrensolo und dem prägenden Gesang von Nils Patrik Johansson. "This Must Be Paradise" schlägt im Anschluss mit tollem Gitarrenbeginn in die gleiche Kerbe und erinnert an Dio zu "Sacred Heart" Zeiten. Mit dem etwas schleppenderen "Worship Or Die" folgt das Titelstück der Scheibe."Concrete Heart" - Stadionrock? Vielleicht ... aber auf jeden Fall typisch Astral Doors. Vergleiche mit Masterplan oder Jorn (Lande) sind durchaus berechtigt. "Marathon" mit schönem Akustikbeginn beschäftigt sich im Anschluss mit dem Anschlag auf den Marathonlauf von Bosten 2013."Desperado" hat dann das zu erwartende "Wild West Feeling" - aber keine Angst... Country ist es nicht. "Ride The Clouds" erinnert dann wieder an Dio - Dynamik und Stimme sind einfach verblüffend ähnlich. "Light At The End Of The Tunnel" geht in eine ähnliche aber etwas pathetischere Richtung im Gesang. "St. Petersburg" welches sich mit Rasputin, dem russischen Wanderprediger und Geistheiler, beschäftigt greift diese Pathetik ebenfalls auf und verbindet sie mit einem hymnischen Charakter im Refrain."Triumph And Superiority" gibt dann kräftig Gas und erinnert im Refrain (speziell im Chorgesang) an eine Band wie Hammerfall."Let The Fire Burn" mit
kräftigen Keyboardeinschlag könnte wieder gut auf einem Dio - Album vertreten sein. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht - die Vergleiche mit dem leider viel zu früh verstorbenen Meister Ronnie James Dio sind absolut positiv gemeint. Das um Vergebung bittende "Forgive Me Father" beschließt nach 55 Minuten und 12 Songs eine wirklich tolle Platte der Herren Nils Patrik Johansson (Gesang), Joachim Nordlund (Gitarre), Martin Haglund (Gitarre), Joakim Roberg (Keyboards), Mika Itäranta (Bass) und Johan Lindstedt (Schlagzeug).
Die Deluxe Edition enthält zusätzlich zum regulären Album noch ein Bandana mit Astral Doors Schriftzug und einen Sticker des wieder sehr passenden Covers.