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"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Montag, 20. April 2026

Myrath 07.04.2026

Konzert-Kritik Myrath  07.04.2026 ,  " Schlachthof "  Wiesbaden 


Schlachthof Wiesbaden am Dienstag Abend nach den Osterfeiertagen .  Die tunesisch - französische Prog - Metal Band Myrath hat sich zum ersten Mal nach Wiesbaden ins rund 300 Menschen fassende  " Kesselhaus "  begeben ,  um ihren  " Oriental - Prog "  in die hessische Landeshauptstadt zu bringen .  Als Gäste im Vorprogramm haben sie die Ungarn von Roses Of Thieves mitgebracht und es wird ein grandioser ,  energiegeladener und sehr  " tanzbarer "  Abend ! 



 









 

 

Los geht es pünktlich um 19:58 Uhr mit den Folk - Metal - Rocker:innen Roses Of Thieves aus Ungarn . Die Bühne ist  stimmungsvoll mit einem Backdrop der Band ,  dem Schriftzug der Gruppe und einem Motiv der neusten CD ,  gestaltete und das Kesselheus mit rund 250 Musikbegeisterten sehr gut gefüllt .  Die Band stürmt mit  " Fend Off The Dark "  die  " Bretter Die Die Welt Bedeuten "  und reisst das Publikum vom ersten Ton an mit .  Sängerin Ivett Dudás ,  Schlagzeuger Imre Togyeriska ,  Gitarrist Miklós Kovács ,  Bassist Patrik Sütöri und Akkordeon - Spieler Dominik Hristov - Todorov sprühen vor Energie und zeigen den Spaß den sie an diesem Auftritt haben von der ersten Sekunde an .  Die Stimme und Performance von Ivett Dudás ist klar und   kraftvoll ,  die Rhythmusabteilung um Togyeriska und Sütöri treibt die Songs voran ,  Miklós Kovács flitzt über das Gitarrenbrett und das Akkordeon von Dominik Hristov - Todorov  ( plus den eingespielten Geigenklängen  -  Violinist Tamás Bárdos kommt erst nach dem Budapest Gig zur Band hinzu )  versprüht mit seinem Klang das besondere Etwas . 












 

 

 

" Be The Captain "  und  " Synonym For Blasphemy "  folgen als nächstes und lassen in Intensität und Spielfreude nichts zu wünschen übrig .  Sütöri und Kovács wechseln immer wieder die Positionen auf der Bühne oder stehen  " Heavy - Metal - like "  headbangend voreinander .  Das Publikum wird zum Mitklatschen animiert was dieses auch gerne tut ,  ständig in Bewegung ist und mittanzt .  Der Folkanteil in den Songs ,  trotz der harten Gitarrenriffs und dem drückenden Beat ,  die Akkordeon - und Geigenklänge ,  lassen einfach keine andere Wahl .  " White Wolf " ,  " Boys "  und  " Keep The Night Inside "  knüpfen hier ebenso nahtlos an wie die folgenden  " Can`t Look Back " ,  " Once Upon A Time " ,  " Taste Of Freedom "  und  " Hymn Of Hell " .  Mit dem würdigen Abschlusssong  " Not Your Fate "  vom 25er Album  " Demons Ascend "  verabschieden sich nach 40 Minuten die fünf Ungar:innen  ( Ivetts Mutter ist Deutsche und deshalb führt sie auch auf Deutsch durch das Set )  von der Bühne und werden vom rundum zufriedenen Publikum dementsprechend gefeiert .  Tolle Musik .  Tolle Musiker:innen .  Toller Auftritt !!! 


Nach einer halbstündigen Umbaupause ist es dann um 21:15 Uhr soweit .  Nach ein wenig klassischer Musik über die Boxen in der Pause erlischt das Saallicht heute zum zweiten Mal .  Backdrop und seitliche Banner auf der Bühne sind der neusten Studioveröffentlichung  " Wilderness Of Mirrors "  nachempfunden ,  die Bühne ist in grünliches Licht getaucht .  Zunächst erscheint Schlagzeuger Morgan Berthet ,  in Maske gehüllt ,  am Bühnenrand und fordert das Publikum zum rhythmischen Klatschen auf .  Kaum hat er hinter seinem Drumkit Platz genommen betreten Keyboarder und Backgroundsänger  Kevin Codfert ,  Gitarrist Malek Ben Arbia und der immer etwas grimmig schauende Bassist Anis Jouini  ( erinnert mich an Joey De Maio von Manowar )   die Bühne und stimmen  " The Funeral "  an .  Der Gesang ist ebenfalls bereits zu hören ,  als auch Sänger Zaher Zorgati als letzter gemessenen Schrittes auf der Bühne erscheint .  Sofort liegt ein Flair von Orient in der Luft und trotz der harten Gitarrenklänge und des drückenden Beats stehen einfach wunderschöne Melodien und oft tanzbare Rhythmen im Mittelpunkt .  " Born To Survive "  und  " Dance "  folgen als nächstes und sorgen so für viel Bewegung und Begeisterung im Publikum .  Gitarrist Malek Ben Arbia bringt immer wieder tolle Soli in die Stücke mit ein und der Backgroundgesang von Kevin Godfert ergänzt die großartige Stimme von Zaher Zorgati .  Die Keyboardklänge schaffen den Freiraum für die Gitarre und das Rhythmusgespann sorgt für ordentlich Drive . 













 

Beim nun folgenden  " Until The End "  betritt Ivett Dudàs von Roses Of Thieves die Kesselhaus - Bühne ,  um gemeinsam mit Zorgati dieses ,  auf Platte von Elize Ryd gesungene ,  Duett zu übernehmen und macht das mit Bravour . Zwischendurch erzählt der Sänger eine sehr witzige Geschichte zu seinem ersten gelernten deutschen Satz  -  damals am Strand in Tunesien von einem Touristen gelernt  -  und wie er ihn zur Überraschung Aller zum ersten Mal im Rahmen einer  "Kölsch - Bestellung "  genau an der richtigen Stelle los gelassen und diese damit überrascht hat  ;-)  Er erwähnt auch noch einmal seinen Kampf mit Depressionen und den daraus entstandenen folgenden und inhaltlich passenden Songs  " Into The Light "  und  " The Clown " .  Toll auch solche Themen in mitreißender Musik zu vertonen und den Menschen näher zu bringen und ein wenig Mut zu machen !  Welche Qualitäten  Myrath insgesamt zu bieten haben zeigt sich hier und nicht umsonst war die Band bereits im Vorprogramm von Kamelot unterwegs und musikalisch klingen schon auch mal  Queensryche in den Songs durch  -  bei steter Eigenständigkeit der Myrath Songs !!!  Zusätzlich optisch ergänzt werden  Songs  wie  " Through The Seasons " ,  " Tales Of Sands " ,  " Still The Dawn Will Come "  und  " Beyond The Stars "  an diesem Abend immer wieder von einer sich zur Musik bewegenden Tänzerin in passendem Gewand  ( auch zuständig für den Verkauf am Merch - Stand ) ,  die das orientalische Flair noch einmal vorzüglich auf die Bühne bringt .  Es wird geklatscht ,  mitgesungen  -  ein Fest für die Fans ! 















" Breathing Near The Roar " ,  " Endure The Silence " ,  " No Holding Back "  und  " Soul Of My Soul "  beschließen dann nach 75 Minuten  ( die Zeit ist wie im Flug vergangen )  eindrucksvoll das reguläre Set .  Mit  " Les Enfants Du Soleil "  ( inkl. eingespieltem Kinderchor )  kehrt die Band unter großem Jubel des Publikums zur Zugabe auf die Bühne zurück und reißt die Anwesenden erneut mit .  " Jasmin "  ( sehr ungewöhnlich ein Schlagzeugsolo im Zugabenbereich zu präsentieren)  und das großartige  " Believe "  beschließen schließlich nach 90 Minuten einen fantastischen ,  musikalisch großartigen und optisch ansprechenden Abend mit zwei hervorragenden Bands ,  die sich musikalisch perfekt ergänzt haben .  Toller Abend ,  klasse Bands ,  bitte mehr davon !

Die fanfreundlichen Merch - Preise bei beiden Bands sind an dieser Stelle noch eine zusätzliche positive Erwähnung wert !!!









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