Buch-Kritik Michael Kobr " Nebel Über Ronne " , Goldmann
Im zweiten Fall des auf die Insel Bornholm übergesiedelten Kriminalkommissars Lennart Ipsen nimmt uns Autor Michael Kobr mit in einen undurchsichtigen Fall um drei tote Männer in einem gerade erst gelandeten Kleinflugzeug auf dem Flughafen Ronne . Gerade noch per Funk mit Fluglotse Torben Mikkelsen gesprochen liegen Pilot / Investmentmanager / Hotelbesitzer Henrik Forsberg , Teehändler Moller und Finn Iversen , Mann von Pfarrerin Lauritsen , tot im Flugzeug . Mit Blausäure vergiftet . Deshalb vielleicht bald ein Fall für die Kopenhagener Festlandspolizei , was Ipsens Kollegin Britta auf jeden Fall verhindern möchte . Viele unterschiedliche Ermittlungsrichtungen machen die Lösung des Falles keineswegs einfacher . Moller war mit seinem Sohn zerstritten , Iversen plante ein christliches Jugendtreffen und hatte Schulden , Forsberg führte Geschäftsbeziehungen bis ins Ausland und dann kommt es im Laufe der Ermittlungen sogar noch zu einem Anschlag . Hat es vielleicht etwas mit Rache zu tun ? Die Untersuchungen gehen in die unterschiedlichsten Richtungen und Informationen werden gesammelt . Es knirscht deshalb auch etwas zwischen Britta und Lennart während es zwischen dem Kommissar und seiner neuen Freundin Maren immer besser läuft . Da kommt sein Vater auf die Insel und mit der " Idylle " ist es vorbei . Mit der Auflösung des kompliziert erscheinenden Falles hätte man dann fast nicht gerechnet , ist aber gut nachvollziehbar . Ein wieder sehr stimmig geschriebener Kriminalroman von Autor Michael Kobr , der neben der Spannung des Falles und den vielen losen Enden hin zur Auflösung auch immer das Umfeld und die Entwicklung des Stammpersonals im Blick behält , die Atmosphäre auf der Insel einfängt und damit die Freude auf Roman Nummer 3 aufrecht erhält bzw. weckt .
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