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"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Sonntag, 5. April 2020

Styx

Weit mehr als nur "Boat On The River"!




















Die 1972 in Chicago, U.S.A. von  Sänger und Keyboarder Dennis DeYoung, den Brüdern Chuck und John Panozzo an Bass und Schlagzeug sowie den beiden Gitarristen James Young und John Curulewski gegründet, können heute im Jahr 2020 auf insgesamt 16 Studio- und 7 Livealben zurück blicken. Markenzeichen ist ihr zum Teil dreistimmiger Chorgesang mit wechselnden Leadsängern und fantastischen Melodien. Waren die Songs zu Beginn ihrer Karriere noch oft in ihrer Struktur sehrb progressiv so änderte sich langsam, nach dem Ausstieg von Curulewski und dem Hinzukommen von Sänger und Gitarrist Tommy Shaw  hin zu klareren Rock - Song - Strukturen. Die Kombination des harten Rockers James Young, des klassischen und zu Musicalmelodien tendierenden Dennis DeYoung und Tommy Shaw mit seiner zarten Stimme in Kombination mit Rock- (pop) Songs prägten dabei die nun folgenden und von großem Erfolg bescherten Songs wie "Lorelei", "Come Sail Away", "Renegade", "Babe" oder das speziell in Deutschland sehr erfolgreiche "Boat On The River".




















Mit "Paradise Theater", dem erfolgreichsten Album der Band, machte diese sich auf ihr erstes, zusammenhängendes Konzeptalbum rund um das ehemals in Chicago beheimatete "Paradise Theater" zu erschaffen und es als Synonym für die damals in den USA sich verändernede/niedergehenden Popkultur, mit allen Enttäuschungen und Verlusten, zu beschäftigen. Eine an zwei aufeinander folgenden Tagen fast komplett ausverkaufte Frankfurter Festhalle mit je 13000 Besucher*innen sagt über den damaligen Erfolg einiges aus.





















Mit dem danach folgenden "Kilroy Was Here"- Album (speziell von Dennis DeYoung geprägt) und einer gefloppten US - Tour (der Erfolg von "Paradise Theater" war einfach nicht zu wiederholen und die Aufführung von "Kilroy" war noch aufwendiger und teuerer), löste sich die Band, ohne wieder in Europa getourt zu haben, vom "Mißerfolg" enttäuscht auf. Dennis DeYoung veröffentlichte nun Soloalben und Tommy Shaw gründete mit Ted Nugent und Jack Blades von Night Ranger die Band "Damn Yankees".




















1990 kam es schließlich nach 6 Jahren Pause zur Reunion, allerdings ohne Tommy Shaw, der durch Glen Burtnick ersetzt wurde. "Edge Of The Century" hieß das von Dennis DeYoung produzierte neue Album. Schicksalsschläge erlebte die Band allerdings auch. Schlagzeuger John Panozzo starb und sein Bruder Chuck infizierte sich mit AIDS. Tommy Shaw kehrte zu Styx zurück und Dennis DeYoung musste schließlich die Band verlassen, da die Band "basisdemokratisch" weiter machen wollte was dessen Vorstellungen nicht entsprach. Auch Chuck Panozzo verließ aus gesundheitlichen Gründen die Band, kam später aber wieder zurück. In der Zwischenzeit kamen mit Todd Sucherman (Schlagzeug), Lawrence Gowan (Keyboards und Gesang) sowie Ricky Phillips (Bass) drei neue Musiker zur Band hinzu und bilden bis zum heutigen Zeitpunkt Styx. Nach "Brave New World" (1999) betraten Styx am 27.10.2000 nach knapp 19 (!!!) Jahren wieder, mit der Offenbacher Stadthalle, eine Bühne im Rhein-Main-Gebiet (Special Guest: Venice). Die Alben "Cyclorama" (2003) und "Big Bang Theory" (2005) mit einem Auftritt am 23. Juni 2005 (Special Guest: Kansas) in der Frankfurter Jahrhunderthalle folgten. Seit dieser Zeit ist nur noch das 2017er Album "The Mission" hinzu gekommen. 2020 soll ein weiteres Styx - Album folgen.




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