Konzertkritik Shania Twain, Special Guest Bastian Baker, 13.10.2018 Barclaycard Arena Hamburg
Los geht der Abend, in der sehr gut gefüllten Barclaycard Arena, um kurz nach 19:30 Uhr mit dem schweizer Musiker Bastian Baker. Lediglich ausgerüstet mit einer Akustikgitarre steht der Songwriter vor dem riesigen Bühnenvorhang und unterhält die KonzertbesucherInnen mit eigenen Songs und dem Cover "Halleluja" sowie einigen witzigen Ansagen. Eine solche Halle ist nach meinem Geschmack einfach zu groß für einen Solokünstler (wenn er nicht gerade Ed Sheeran heißt und mit Loops arbeitet) aber sei es drum, Unterhaltungswert hatte es.
Nach einer ca. 20 Minütigen Pause (warum auch immer, es musste ja nichts umgebaut werden aber es mussten wohl Getränke verkauft werden ;-) ging es dann gegen 20:40 Uhr mit dem Hauptact los.
Bereits im Vorfeld konnte man am Mischpult, am hinteren Ende der Halle, ein kleines Podest erkennen auf dem eine Snaredrum und Tom aufgestellt waren. Schlagzeugbeat ("We will rock you") wird über Lautsprecher eingespielt, das Hallenlicht erlischt, ein zierlich wirkende Frau betritt das Podest und übernimmt den Beat (wie sich später herausstellt die Schlagzeugerin der Begleitband). Gleichzeitig betritt Shania Twain über einen seitlichen Eingang den Innenraum der Halle und läuft in Begleitung von Bodyguards, durch das Publikum, zur Bühne - was für ein Auftritt.
Begrüssung des Publikums mit der Nachricht, dass sie ganz viel Liebe und Begeisterung spürt und los geht die Show. 5 seitlich und in der Höhe verschiebbare Würfel (Schätzungsweise 4 x 4 Meter) mit Projektionsflächen und als Podest dienende Elemente beherrschen die Bühne. Zum Teil in schwindelerregender Höhe wird ab sofort gesungen, getanzt, Schlagzeug, Gitarre, Bass, Violine oder Akordeon gespielt. Sanft und nachdenkliche Songs, speziell aus der späteren Phase wechseln sich mit den alten und rockigen Stücken ab. Mal schimmert Hard Rock der Richtung Def Leppard durch (Shanias ex Ehemann Robert "Mutt" Lange war schließlich deren Produzent und schrieb Stücke für sie, wie eben auch für seine Frau Shania), dann wieder Country und immer postive Messages an das Publikum. Es wird typisch amerikanisch (wobei Shania Kanadierin ist) getanzt, gespielt - Jede/r weiß wann er wo zu sein hat, die Bühnencrew immer zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle - nur so kann eine solch atemberaubende Show so perfekt funktionieren. Bastian Baker wird dann gegen Ende auch noch einmal für zwei Songs auf die Bühne gebeten wobei er einen Song im Duett mit Shania Twain singt. Nach ca 100 Minuten, inklusive Einspielungen alter Musikvideos während der Show, einer Akustikeinlage von Shania Twain auf dem zum Anfang erwähnten Podest am Hallenende, Selfytime mit zwei Fans (aus Saarbrücken und Frankfurt) auf eben diesem Podest und zwei Fans auf der Bühne, zur goßen Überraschung von Frau Twain tatsächlich ohne eigenes Handy bewaffnet (und für mich extrem symphatisch) - da musste doch tatsächlich ein Fotograf ein Bild machen - Fannähe gehört eben auch zu einer solchen Show. Typisch amerikanisch war dann der Schluss: kurzes "Danke" während des letzten Liedes, verschwinden nach unten unter die Bühne, das Lied ist fertig. Punkt. Das Hallenlicht geht an. Schon speziell und für Europäer gewöhnungsbedürftig. Alles in allem eine sehr spektakuläre und tolle Show - wirklich sehr zu empfehlen.
Aktuelle Podcast Episode
"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"
- Johann Nepomuk Nestroy -
Freitag, 19. Oktober 2018
Mittwoch, 17. Oktober 2018
Fish 11.10.2018
Konzertkritik Fish, Special Guest Doris Brendel, 11.10.2018 Hamburg Fabrik
Hamburg Altona, Donnerstag Abend 20:00 Uhr. In der ehemaligen Fischfabrik, heute Kulturort,
betritt Doris Brendel, Folk - Pop - Sängerin mit östereichischen Wurzel mit ihrer Band die Bühne der "Fabrik". Ganz im Stil des Steampunk gekleidet "rockt" sie mit ihrer leicht rauchigen Stimme das Haus. Sie erzählt davon bereits vor 30 Jahren die Bühne mit Marillion geteilt zu haben, von ihren neuen Musikern in der Band (ihrem Bassisten spielt sie mit Hilfe des Publikums einen kleinen Streich), der Wertschätzung des Vinyls - die Band hat eine eigene Platte dabei, die der Schreiber natürlich nach dem Konzert kaufen und sich von der Band signieren lassen muss ;-) und sorgt so für eine hervorragende Einstimmung auf den "Topact" des Abends.
Als das Saallicht nach einer kurzen Umbaupause erlicht, betritt die Begleitband in Person(en) von Robin Boult (Gitarre), Steve Vantsis (Bass), Gavin Griffith (Schlagzeug), Tony Turrell (Keyboards) und - Achtung - Doris Brendel (Backgroundvocals) die Bühne der sehr atmosphärischen Fabrik. Altes Holz, Empore, Pfosten links und rechts neben bzw vor der Bühne (1/4, 1/2, 1/4) - eine tolle Location. Und dann kommt der Meister "himself" - Derek William Dick - genannt "Fish", ex-Sänger der Band Marillion, 1958 in Schottland geboren. Ein Hüne von einem Mann und da zeigt sich aber auch schon warum er der Bühne bald "lebe wohl" sagen möchte - es zwickt im Rücken und in den Knien - bei solch` einem Riesen kein Wunder. Das ändert aber nichts an der Präsenz auf der Bühne und seiner tollen Stimme. Manchmal so sanft, dass man nicht glauben mag das sie aus diesem Mann kommt. Da es sich heute um die "Weltschmerz/Clutching At Straws" Tour handelt sind die Songs eigentlich klar. "Slainth Mhath", "Man With A Stick", "Hotel Hobbies", "Warm Wet Circles", "That Time Of The Night", "Little Man What Now", "Torch Song", "White Russian", "Just For The Record", "Going Under", "Sugar Mice", "Waverly Steps", "The Last Straws" und als Zugaben "Tux On" und "Incommunicado". Alte Marillion - und neue Fish - Songs. Aufgelockert wird das Ganze immer wieder von kleinen Erzählungen und Anekdoten Fishs bzw. Hintergründe aus vergangenen Zeiten bei Marillion oder warum das neue Album "Weltschmerz" heißen soll (inspiriert von der Lektüre des Hans Fallada Buches "Kleiner Mann, was nun?"). Er spricht über Kassetten, deren Spieldauer und warum die Marillion Platten immer etwas länger als diese waren :-). Ein toller, kurzweilliger und amüsanter Abend. Wer "Fish" noch einmal sehen will/kann sollte dies dringend tun bevor Rücken und Knie dies verhindern - wir werden eben alle nicht jünger!
Hamburg Altona, Donnerstag Abend 20:00 Uhr. In der ehemaligen Fischfabrik, heute Kulturort,
betritt Doris Brendel, Folk - Pop - Sängerin mit östereichischen Wurzel mit ihrer Band die Bühne der "Fabrik". Ganz im Stil des Steampunk gekleidet "rockt" sie mit ihrer leicht rauchigen Stimme das Haus. Sie erzählt davon bereits vor 30 Jahren die Bühne mit Marillion geteilt zu haben, von ihren neuen Musikern in der Band (ihrem Bassisten spielt sie mit Hilfe des Publikums einen kleinen Streich), der Wertschätzung des Vinyls - die Band hat eine eigene Platte dabei, die der Schreiber natürlich nach dem Konzert kaufen und sich von der Band signieren lassen muss ;-) und sorgt so für eine hervorragende Einstimmung auf den "Topact" des Abends.
Als das Saallicht nach einer kurzen Umbaupause erlicht, betritt die Begleitband in Person(en) von Robin Boult (Gitarre), Steve Vantsis (Bass), Gavin Griffith (Schlagzeug), Tony Turrell (Keyboards) und - Achtung - Doris Brendel (Backgroundvocals) die Bühne der sehr atmosphärischen Fabrik. Altes Holz, Empore, Pfosten links und rechts neben bzw vor der Bühne (1/4, 1/2, 1/4) - eine tolle Location. Und dann kommt der Meister "himself" - Derek William Dick - genannt "Fish", ex-Sänger der Band Marillion, 1958 in Schottland geboren. Ein Hüne von einem Mann und da zeigt sich aber auch schon warum er der Bühne bald "lebe wohl" sagen möchte - es zwickt im Rücken und in den Knien - bei solch` einem Riesen kein Wunder. Das ändert aber nichts an der Präsenz auf der Bühne und seiner tollen Stimme. Manchmal so sanft, dass man nicht glauben mag das sie aus diesem Mann kommt. Da es sich heute um die "Weltschmerz/Clutching At Straws" Tour handelt sind die Songs eigentlich klar. "Slainth Mhath", "Man With A Stick", "Hotel Hobbies", "Warm Wet Circles", "That Time Of The Night", "Little Man What Now", "Torch Song", "White Russian", "Just For The Record", "Going Under", "Sugar Mice", "Waverly Steps", "The Last Straws" und als Zugaben "Tux On" und "Incommunicado". Alte Marillion - und neue Fish - Songs. Aufgelockert wird das Ganze immer wieder von kleinen Erzählungen und Anekdoten Fishs bzw. Hintergründe aus vergangenen Zeiten bei Marillion oder warum das neue Album "Weltschmerz" heißen soll (inspiriert von der Lektüre des Hans Fallada Buches "Kleiner Mann, was nun?"). Er spricht über Kassetten, deren Spieldauer und warum die Marillion Platten immer etwas länger als diese waren :-). Ein toller, kurzweilliger und amüsanter Abend. Wer "Fish" noch einmal sehen will/kann sollte dies dringend tun bevor Rücken und Knie dies verhindern - wir werden eben alle nicht jünger!
Montag, 15. Oktober 2018
Hamburg
Hamburg
Die Stadt an der Elbe mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten ist wirklich eine Reise wert. Wer sich die Mühe macht die Stadt zu Fuß zu erkunden (ja es gibt ein sehr gut ausgebautes Transportwesen aber trotzdem), entdeckt so viele tolle, kleine, versteckte Ecken, die diese Stadt erst so richtig abwechslungsreich machen. Speicherstadt, Landungsbrücken, Elbtunnel, Hafen City, Lagerhallen, Schiffe, Werften, Kräne, Parks, Grünflächen, Elbphilharmonie, Hafen, Binnenalster, Rathaus, Michel, Panoptikum, Konzerte, Theater, Musical, St. Pauli, Altona, "Tanzende Türme", Beatles, Udo Lindenberg, Alsterarkaden, Brücken, Graffiti, Schallplattenläden ... es braucht etwas, aber dann kommt es gewaltig. Hilfsbereite, nette Hamburger aber vor einer Sache sei gewarnt: Hamburger mit jeglichem fahrbaren Untersatz sind schon "speziell" - nicht umsonst nenne ich Fahrradwege seit meinem Hamburgbesuch "Todesstreifen" - und die Klingel ist nichts anderes als die Hupe beim Auto - eigentlich ein Warnsignal - in Hamburg aber ein: "Platz da !!!".
Lasst Euch von den Bildern inspirieren und besucht diese Stadt - mit dem Zug schnell, gut und zentral zu erreichen. Im Umfeld des Hauptbahnhofes gibt es einige Hotels/Unterkünfte gut zu Fuß zu erreichen und dann steht dem Hamburgerlebnis nichts mehr im Weg!








Die Stadt an der Elbe mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten ist wirklich eine Reise wert. Wer sich die Mühe macht die Stadt zu Fuß zu erkunden (ja es gibt ein sehr gut ausgebautes Transportwesen aber trotzdem), entdeckt so viele tolle, kleine, versteckte Ecken, die diese Stadt erst so richtig abwechslungsreich machen. Speicherstadt, Landungsbrücken, Elbtunnel, Hafen City, Lagerhallen, Schiffe, Werften, Kräne, Parks, Grünflächen, Elbphilharmonie, Hafen, Binnenalster, Rathaus, Michel, Panoptikum, Konzerte, Theater, Musical, St. Pauli, Altona, "Tanzende Türme", Beatles, Udo Lindenberg, Alsterarkaden, Brücken, Graffiti, Schallplattenläden ... es braucht etwas, aber dann kommt es gewaltig. Hilfsbereite, nette Hamburger aber vor einer Sache sei gewarnt: Hamburger mit jeglichem fahrbaren Untersatz sind schon "speziell" - nicht umsonst nenne ich Fahrradwege seit meinem Hamburgbesuch "Todesstreifen" - und die Klingel ist nichts anderes als die Hupe beim Auto - eigentlich ein Warnsignal - in Hamburg aber ein: "Platz da !!!".
Lasst Euch von den Bildern inspirieren und besucht diese Stadt - mit dem Zug schnell, gut und zentral zu erreichen. Im Umfeld des Hauptbahnhofes gibt es einige Hotels/Unterkünfte gut zu Fuß zu erreichen und dann steht dem Hamburgerlebnis nichts mehr im Weg!
Sonntag, 7. Oktober 2018
Rebekka Bakken "Things You Leave Behind"
LP Kritik Rebekka Bakken "Things You Leave Behind", Sony
Eine bunte aber sehr gelungene Mischung zwischen Blues, Singer/Songwriter, Country, Jazz, Soul und Chanson - manchmal an Joan Baez oder Amy Winehouse erinnernd - bietet uns die norwegische, 1970 in Oslo geborene Sängerin Rebekka Bakken auf ihrem neuen 8. Album "Things You Leave Behind".
Sei es der Eingangsblueser "Closer", "Black Shades" welches an Amy Winehouse erinnert, "True North" in bester Folkmanier, die Coverversion des Cyndie Lauper Hits "Time After Time" in einer ganz eigenen, reduzierten Pianoversion oder das eindringliche "Hotel St. Pauli" - Rebekka Bakken zieht mit ihrer über drei Oktaven reichenden, sehr intensiven und eindrucksvollen Stimme jeden Hörer in ihren Bann. Dabei schreckt sie auch, wie im Abschlusssong "Dance For You", nur begleitet von einem Piano, nicht vor reinem Sprechgesang zurück.
Unterstützt wir Rebekka Bakken von Jesper Nordenstroem an Wurlitzer, Synthysizer und Mellotron, Johan Lindstroem an Gitarre, Pedal Steel Gitarre und Gesang sowie Rune Arnesen an Schlagzeug und Percussion. Desweiteren begleiten die Sängerin noch einige GastmusikerInnen beim Backgroundgesang, Bass und Harmonica.
Eine sehr gelungene und Abwechslungsreiche LP, die man jedem Musikliebhaber empfehlen kann.
Eine bunte aber sehr gelungene Mischung zwischen Blues, Singer/Songwriter, Country, Jazz, Soul und Chanson - manchmal an Joan Baez oder Amy Winehouse erinnernd - bietet uns die norwegische, 1970 in Oslo geborene Sängerin Rebekka Bakken auf ihrem neuen 8. Album "Things You Leave Behind".
Sei es der Eingangsblueser "Closer", "Black Shades" welches an Amy Winehouse erinnert, "True North" in bester Folkmanier, die Coverversion des Cyndie Lauper Hits "Time After Time" in einer ganz eigenen, reduzierten Pianoversion oder das eindringliche "Hotel St. Pauli" - Rebekka Bakken zieht mit ihrer über drei Oktaven reichenden, sehr intensiven und eindrucksvollen Stimme jeden Hörer in ihren Bann. Dabei schreckt sie auch, wie im Abschlusssong "Dance For You", nur begleitet von einem Piano, nicht vor reinem Sprechgesang zurück.
Unterstützt wir Rebekka Bakken von Jesper Nordenstroem an Wurlitzer, Synthysizer und Mellotron, Johan Lindstroem an Gitarre, Pedal Steel Gitarre und Gesang sowie Rune Arnesen an Schlagzeug und Percussion. Desweiteren begleiten die Sängerin noch einige GastmusikerInnen beim Backgroundgesang, Bass und Harmonica.
Eine sehr gelungene und Abwechslungsreiche LP, die man jedem Musikliebhaber empfehlen kann.
Donnerstag, 4. Oktober 2018
Bandinfos und CD Kritik Warhorse "Warhorse" & "Red Sea"
Bandinformationen und CD Kritiken Warhorse "Warhorse" & "Red Sea", Vertigo
Warhorse wurden vom ehemaligen Deep Purple Bassisten Nick Simper, nachdem er dort durch Roger Glover ersetzt wurde, Gitarrist Ged Peck, Schlagzeuger Mac Poole und Sänger Ashley Holt gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählte auch Keyboarder Rick Wakeman, der allerdings für die ersten Demoaufnahmen bereits vom späteren Bandmitglied Frank Wilson ersetzt wurde.
Im Jahr 1970 veröffentlichte die Band ihre Debut - LP "Warhorse". Ihre Musik, in der Schnittmenge der frühen Deep Purple und Uriah Heep angesiedelt, entsprach der damals entstehenden bzw. vorherrschenden Musikrichtung des Progressiv- und Hardrock. An der musikalischen Qualität kann es nicht gelegen haben, dass sich die Band bereits nach der zweiten LP "Red Sea" auflöste, denn den Vergleich mit den Veröffentlichungen eben von Deep Purple oder Uriah Heep, die bis zum heutigen Tag erfolgreich und aktiv sind, brauchen die Veröffentlichungen von Warhorse nicht zu scheuen. Vielmehr verließen Barney James, der Mac Poole nach den Aufnahmen zur zweiten LP am Schlagzeug ersetzt hatte und Ashley Holt die Band in Richtung Rick Wakeman, sodaß Simper die Band schließlich im Juli 1974 auflöste.
Bereits die Eröffnungstitel "Vulture Blood" und "No Chance" der Debut LP, mit ihren Orgelklängen, erinnern an Jon Lord und seine Hammond Orgel bzw. den frühen Sound Uriah Heeps. Mit "Burning" kommt weiter altes Uriah Heep Feeling gefolgt von "St. Louis" und Erinnerungen an die "Les Humphries Singers" auf. So klingen für mich die 70er Jahre. Warhorse schaffen es dabei trotz aller Vergleiche eigenständig zu klingen und man versteht nicht, warum diese Gruppe nicht einen ähnlichen Erfolg erzielte wie die anderen genannten Bands.
"Ritual", ein toller Hardrocksong im Stile von Purple mit wieder sehr präsenter Orgel, treibendem Bass und spielfreudiger Gitarre inkl. Solo, gefolgt von "Solitude", eine Halbballade mit Akustikgitarre, die mich ein bißchen an die Doors erinnert, und "Woman Of The Devil" beschließen dann das erste Album. Die remasterte CD bietet im Anschluss noch 4 Live- und eine Demoaufnahme.
Album Nummer 2 "Red Sea" aus dem Jahr 1972 startet mit dem gleichnamigen Stück in ein, auch von The Who bekanntes, mit tempowechseln spielendes Musikerlebnis. Der Gesang steht hier klar im Vordergrund. Der schleppende Song "Back In Time" bestätigt dies. Die immer noch vorhandene Hammond ist mehr in den Hintergrund gemischt, die Gitarre prägt die Songs jetzt stärker und erinnert dabei an Gitarrengott Richie Blackmore. Der gefällige 70er Rocker mit Pianoeinschlag "Confident But Wrong" wird gefolgt von "Feeling Better", einer rockigen Halbballade mit Piano und Orgelklängen. Das relaxte "Sybilla" mit schönem Basseinstieg, der Gitarre und der Hammond die dazu kommt, dem coolen Gesang - toller Song. "Mouthpiece" (ein Instrumentalstück) und "I (Who Have Nothing)" beschließen dann das tolle zweite Album. Die remasterte CD hält auch hier wieder eine Live- und 5 Demoversionen vor. Schade dass es nach dieser Platte mit Warhorse zuende war - aber zumindest mit diesen beiden remasterten Versionen kann man die Musik von Warhorse noch einmal aufleben lassen - und sollte dies auch definitiv tun!
Warhorse wurden vom ehemaligen Deep Purple Bassisten Nick Simper, nachdem er dort durch Roger Glover ersetzt wurde, Gitarrist Ged Peck, Schlagzeuger Mac Poole und Sänger Ashley Holt gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählte auch Keyboarder Rick Wakeman, der allerdings für die ersten Demoaufnahmen bereits vom späteren Bandmitglied Frank Wilson ersetzt wurde.
Im Jahr 1970 veröffentlichte die Band ihre Debut - LP "Warhorse". Ihre Musik, in der Schnittmenge der frühen Deep Purple und Uriah Heep angesiedelt, entsprach der damals entstehenden bzw. vorherrschenden Musikrichtung des Progressiv- und Hardrock. An der musikalischen Qualität kann es nicht gelegen haben, dass sich die Band bereits nach der zweiten LP "Red Sea" auflöste, denn den Vergleich mit den Veröffentlichungen eben von Deep Purple oder Uriah Heep, die bis zum heutigen Tag erfolgreich und aktiv sind, brauchen die Veröffentlichungen von Warhorse nicht zu scheuen. Vielmehr verließen Barney James, der Mac Poole nach den Aufnahmen zur zweiten LP am Schlagzeug ersetzt hatte und Ashley Holt die Band in Richtung Rick Wakeman, sodaß Simper die Band schließlich im Juli 1974 auflöste.
Bereits die Eröffnungstitel "Vulture Blood" und "No Chance" der Debut LP, mit ihren Orgelklängen, erinnern an Jon Lord und seine Hammond Orgel bzw. den frühen Sound Uriah Heeps. Mit "Burning" kommt weiter altes Uriah Heep Feeling gefolgt von "St. Louis" und Erinnerungen an die "Les Humphries Singers" auf. So klingen für mich die 70er Jahre. Warhorse schaffen es dabei trotz aller Vergleiche eigenständig zu klingen und man versteht nicht, warum diese Gruppe nicht einen ähnlichen Erfolg erzielte wie die anderen genannten Bands.
"Ritual", ein toller Hardrocksong im Stile von Purple mit wieder sehr präsenter Orgel, treibendem Bass und spielfreudiger Gitarre inkl. Solo, gefolgt von "Solitude", eine Halbballade mit Akustikgitarre, die mich ein bißchen an die Doors erinnert, und "Woman Of The Devil" beschließen dann das erste Album. Die remasterte CD bietet im Anschluss noch 4 Live- und eine Demoaufnahme.
Album Nummer 2 "Red Sea" aus dem Jahr 1972 startet mit dem gleichnamigen Stück in ein, auch von The Who bekanntes, mit tempowechseln spielendes Musikerlebnis. Der Gesang steht hier klar im Vordergrund. Der schleppende Song "Back In Time" bestätigt dies. Die immer noch vorhandene Hammond ist mehr in den Hintergrund gemischt, die Gitarre prägt die Songs jetzt stärker und erinnert dabei an Gitarrengott Richie Blackmore. Der gefällige 70er Rocker mit Pianoeinschlag "Confident But Wrong" wird gefolgt von "Feeling Better", einer rockigen Halbballade mit Piano und Orgelklängen. Das relaxte "Sybilla" mit schönem Basseinstieg, der Gitarre und der Hammond die dazu kommt, dem coolen Gesang - toller Song. "Mouthpiece" (ein Instrumentalstück) und "I (Who Have Nothing)" beschließen dann das tolle zweite Album. Die remasterte CD hält auch hier wieder eine Live- und 5 Demoversionen vor. Schade dass es nach dieser Platte mit Warhorse zuende war - aber zumindest mit diesen beiden remasterten Versionen kann man die Musik von Warhorse noch einmal aufleben lassen - und sollte dies auch definitiv tun!
Dienstag, 2. Oktober 2018
Darmstadt Diamonds Football
American Football in Darmstadt
Am Sonntag, den 30.09.2018 fand im Bürgerpark Darmstadt, bei bestem Footballwetter, das Aufstiegspiel zwischen den Darmstadt Diamonds und den Fürsty Razorbacks statt.
Vor einer Kulisse von knapp 1400 Footballfans konnten die heimischen Diamonds das Spiel mit 36:19 für sich entscheiden und werden somit im nächsten Jahr in der GFL 2 , d.h. der 2. Bundesliga spielen.



Am Sonntag, den 30.09.2018 fand im Bürgerpark Darmstadt, bei bestem Footballwetter, das Aufstiegspiel zwischen den Darmstadt Diamonds und den Fürsty Razorbacks statt.
Vor einer Kulisse von knapp 1400 Footballfans konnten die heimischen Diamonds das Spiel mit 36:19 für sich entscheiden und werden somit im nächsten Jahr in der GFL 2 , d.h. der 2. Bundesliga spielen.
Montag, 1. Oktober 2018
Erich Kästner "Die Konferenz Der Tiere"
Buchkritik Erich Kästner "Die Konferenz Der Tiere", Dressler Verlag
In seinem 1949 erschienenen Roman "Konferenz Der Tiere" schreibt der Georg - Büchner - Preisträger Erich Kästner einen "leidenschaftlichen Appell für die Rechte der Kinder, gegen Krieg, Gewalt und Ignoranz" (Quelle: Buchrückentext der vorliegenden Ausgabe)
Kästner erzählt von Oskar dem Elefanten und dessen Freunden, die eine Konferenz der Tiere einberufen. Sie soll die Menschen, die sich auf Nichts einigen können, Kriege führen und dabei das Wichtigste - die Kinder - vergessen, zur Vernunft bringen. Bürokratie, Akten, Uniformen und Waffen sind den Erwachsenen wichtiger. Erst als die Tiere bei den Menschen kein Gehör finden bzw. deren Ängste nicht ernst genommen werden, greifen die Tiere auf das Äußerste zurück um die Menschen zur Vernunft zu bringen. Erst dann erkennen die Erwachsenen und deren Entscheidungsträger ihren Irrtum und lenken glücklicherweise ein bevor es zu spät ist.
Leider ist dieser vor fast 70 Jahren erschienene Text aktueller denn je und sollte allen Menschen und Entscheidungsträgern ein mahnendes Beispiel für ihr Handeln sein. Diese auf knapp 100 Seiten geschriebene Geschichte Kästners ist heute mehr noch eine Geschichte für Erwachsene als für Kinder, sowohl diese sicherlich auch die Thematik sehr gut verstehen werden.
Wie bei allen Kästner Texten für Kinder gilt auch hier wieder für Erwachsene: lesen, vorlesen und daraus lernen.
In seinem 1949 erschienenen Roman "Konferenz Der Tiere" schreibt der Georg - Büchner - Preisträger Erich Kästner einen "leidenschaftlichen Appell für die Rechte der Kinder, gegen Krieg, Gewalt und Ignoranz" (Quelle: Buchrückentext der vorliegenden Ausgabe)
Kästner erzählt von Oskar dem Elefanten und dessen Freunden, die eine Konferenz der Tiere einberufen. Sie soll die Menschen, die sich auf Nichts einigen können, Kriege führen und dabei das Wichtigste - die Kinder - vergessen, zur Vernunft bringen. Bürokratie, Akten, Uniformen und Waffen sind den Erwachsenen wichtiger. Erst als die Tiere bei den Menschen kein Gehör finden bzw. deren Ängste nicht ernst genommen werden, greifen die Tiere auf das Äußerste zurück um die Menschen zur Vernunft zu bringen. Erst dann erkennen die Erwachsenen und deren Entscheidungsträger ihren Irrtum und lenken glücklicherweise ein bevor es zu spät ist.
Leider ist dieser vor fast 70 Jahren erschienene Text aktueller denn je und sollte allen Menschen und Entscheidungsträgern ein mahnendes Beispiel für ihr Handeln sein. Diese auf knapp 100 Seiten geschriebene Geschichte Kästners ist heute mehr noch eine Geschichte für Erwachsene als für Kinder, sowohl diese sicherlich auch die Thematik sehr gut verstehen werden.
Wie bei allen Kästner Texten für Kinder gilt auch hier wieder für Erwachsene: lesen, vorlesen und daraus lernen.
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