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"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

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Sonntag, 8. März 2020

Beat - Club 65

Erinnerungen von Bernd Metzger zur Musik der 60er Jahre und den " Beat - Club 65 " in Goddelau

Anfang der 60er war der Donnerstag mit der wichtigste Tag in der Woche: Abends um acht sendete der Hessische Rundfunk die Frankfurter Schlagerbörse mit Hanns Verres. Die hörten wir fast alle. Freitags gab es in den Schulpausen die Diskussionen zu den Ergebnissen und die Neuvorstellungen vom vergangenen Abend. Die Schlagerbörse war für die damalige Zeit die tollste Hitparade und oft gingen pro Sendung zigtausend Einsendungen ein.
Durch meinen Schulkameraden Werner Petri wurde bei mir das Interesse für die aus England kommende Musik geweckt. Er wusste sehr gut Bescheid und war immer auf dem neuesten Stand. Er sang zum Teil die Lieder mit, gut kann ich mich noch an „Pretty Woman“ von Roy Orbison erinnern. Das brachte ihm für kurze Zeit den Namen „Mr. Pretty Woman“ ein. Danach kam er dann mit einem deutschen Titel an und zwar “Das kannst du mir nicht verbieten“ von Bernd Spier. Das brachte ihm bei mir ein paar Minuspunkte ein aber dass er mit seinem Freund Klaus Henninger damals mit dem Fahrrad bis nach Hamburg zum "Star Club" gefahren war, das machte ihn schon wieder richtig sympathisch und für mich war das ein Grund mehr ihm nachzueifern. Auch ich wollte mich in der Musikszene umsehen. In „Golle“ gab es im Sportsaal beim „Boss“ samstags und sonntags regelmäßig Musikveranstaltungen. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Allerdings war der Samstag gestrichen. Mit 13 oder 14 abends wegzugehen, das war undenkbar. Also blieb nur der Sonntag.
Mit 14 war ich dann zum ersten Mal im Sportsaal bei einem Beatkonzert. Irgendwann im Frühjahr 1964. Wer genau gespielt weiß ich nicht mehr. Aber ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, dass irgendwann Polizisten durch die Eingangstür der Ludwigstraße in den Sportsaal kamen. Wir, mit 14 waren viel zu jung, wir durften in diesem Alter noch gar nicht zu einer Musikveranstaltung dieser Art gehen. Also habe ich mit einigen anderen Jugendlichen das Weite gesucht. Es blieb uns nichts anderes übrig, als durch ein Fenster in Richtung Ludwigstraße zu flüchten. Draußen standen wir dann und harrten der Dinge, die da passierten. Passiert ist nichts und irgendwann waren die Polizisten verschwunden und wir wieder bei der Musikveranstaltung im Sportsaal.
Das nächste große Ereignis war die Eröffnung des „Beat-Club 65“ in Goddelau. Beat-Club 65 das hörte sich schon nach etwas anderem an als Sportsaal. Jetzt war richtig was los in „Golle“. Jeden Samstag und Sonntag Beatmusik. Die Gruppen spielten die neuesten Hits der britischen und deutschen Hitparade. Da wurde „gezawellt“. Man hörte auch von den Älteren die Bemerkung: „Na, gehst du wieder zum Zawellerball?“ Das war egal, hier im Beat-Club 65 war was los. Und jetzt 1965 ging ich auch schon samstags zum Beat-Club. Um 22:00 Uhr hieß es dann: „Jugendliche unter 16 Jahren müssen nun den Club verlassen!“ Aber der Club wurde nicht leerer. Wir blieben alle, keiner wollte nach Hause. Wir trauten uns schon mehr als ein Jahr zuvor. Soweit ich mich entsinnen kann, kam auch nie wieder eine Polizeistreife zur Kontrolle. Jetzt hatten wir Livemusik bis zum Anschlag. Für uns gut, aber für die Nachbarn nicht gerade erfreulich. Das war uns aber egal. Wir konnten uns so richtig austoben.
Ein Höhepunkt im Beat-Club 65 war die Monstershow am 11.09.1965 mit Auftritten der Gruppen:

·         Die Mozarts
·         Die Hexer

und als Höhepunkt des abends

·         The Shamrocks.

Dieser Abend ist mir auch noch gut in Erinnerung. Alle Musiker der Shamrocks hatten im Verhältnis zu unserer kurzen Haarpracht sehr lange Haare und das war faszinierend und exotisch für uns. Wir mit unseren etwas längeren aber trotzdem kurz geschorenen Köpfen konnten da nicht mithalten. Die Shamrocks brachten für meine damaligen Begriffe eine riesige Show auf die Bühne. Der Sänger war fast nicht zu bändigen. Er sprang fast die ganze Zeit auf der Bühne herum. Nach dem Konzert gaben die Musiker noch eine Autogrammstunde und verkauften ihre LP im Sportsaal.
Übernachtet hatten die Musiker in der damaligen „Riedschänke“. Der Gastwirt (Kurt Buchholz) war aber nicht sehr angetan von den Herren. Er äußerte sich in dem Sinn: „dass er nur einmal eine solche Gruppe zur Übernachtung in seinen Zimmern hatte, ein zweites Mal wird das nicht mehr vorkommen“.
Ein weiteres großes Ereignis war für uns die Erstsendung des "Beat-Clubs" von Radio Bremen am 25.09.1965, für die Moderation waren Uschi Nerke und Gerd Augustin verantwortlich. Mit dabei waren „The Yankees“, „The Liverbirds“ (eine weibliche Band aus Liverpool) und „John O’Hara & His Playboys“. Von da an war der Beat-Club von Radio Bremen immer ein Thema in unserem Beat-Club 65. Denn diese Sendung war, mehr oder weniger, die deutsche Ausgabe der britischen Beatsendung „Ready, Steady, Go“.
Später kam „Beat, Beat, Beat“ (Moderator u. a. Charlie Hickman) von HR 3 ins Fernsehen. Die Sendung wurde in Offenbach in der Stadthalle produziert. U. a. traten „The Kinks“, „The Searchers“, „Cat Stevens“, „The Spencer Davis Group“, „Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick and Tich“ und viele andere auf.
Eine weitere Musikfernsehsendung kam hinzu und zwar "4-3-2-1 Hot and Sweet" (daraus wurde, so glaube ich, die Sendung „DISCO“ mit Ilja Richter).
Auch im Radio wurde kräftig mitgemischt in der Beat-Szene:

·         HR 3 hatte "Teens, Twens, Top Time" auch als T4 bekannt (Charlie Hickman)
·         SWR 3 "Pop Shop" (Frank Laufenberg)

Wir konnten also vielfach unseren Bedarf an Beatmusik decken:
Später, fast zum Ende des „Beat-Clubs“ (der hatte inzwischen 1967 seinen Namen in „Dandy Saloon“ geändert) traten weitere bekannte Bands im Dandy Saloon auf, u.a. „Adam und Eve“, „Casey Jones and The Governors“ und 1969, vor dem Ende des Klubs, die damals noch unbekannte Band „The Yes“.
Was man noch so benötigte, um zu den "Beatnicks" etc. zu gehören, das war die entsprechende Kleidung. Durch Modenschauen des Geschäftes „Hosen Röth“ aus Darmstadt, während der Pausen eines Konzerts, wurde uns gezeigt, was so Mode ist. Und jeder der was auf sich hielt, wollte bei „Hosen Röth“ einkaufen. Ich kaufte mir damals eine Hose mit der Naht nicht an der Seite, sondern mit der Naht vorne und hinten. Über den Stiefeln (wir hatten natürlich die „Beatles Stiefel“ an) war die Naht vorne etwas aufgetrennt, so dass die Hose seitlich an der Innen- und Außenseite der Stiefel herab hing. Weiterhin gehörte zu meiner Garderobe noch ein doppelreihiger Blazer in schwarz (und das mitten im Sommer bei guten Temperaturen, aber man musste auch ein wenig leiden, wenn man „up to date“ sein wollte).
Um weitere Informationen zur Beat-Szene zu bekommen, kaufte ich mir die BRAVO, als die Beatles in der BRAVO als Starschnitt erschienen. Zunächst hauptsächlich wegen der Hitparadenergebnisse und der vielen Berichte über neue Bands und deren Schallplatten. In der BRAVO gab es aber noch etwas, was mich sehr interessierte. Da fing Bravo an, Woche für Woche, auf zwei Seiten etwas zur Aufklärung beizutragen. Nein, nicht so wie heute, wo alles möglichst detailliert und ganz genau in Wort und Bild beschrieben wird. Nein, damals war das ganz anders, man brauchte schon sehr viel Fantasie, um zu erahnen, von was da die Rede war.
Und so endeten die 60er und die Teenager-Zeit und es kamen die 70er mit Disco-Beats.


Donnerstag, 5. April 2018

Von Sambahöhle bis StRiedKULT - Klub

Von der "Sambahöhle" auf dem Kühkopf bis zum "StRiedKULT - Klub" in Wolfskehlen.
Erinnerungen von Hubert Rabel zu 50 Jahren populärer Musik in Riedstadt

Moin moin, man sagt ja "wer sich erinnern kann war nicht richtig dabei." Bei mir war es einfach so, dass ich noch jung war und eigentlich durch Zufall (wie jetzt bekannt) die "Sambahöhle" entdeckte.
Zu der damaligen Zeit sind wir sonntags ab und zu in `ner kleinen Gruppe über`n Kühkopf in Erfelden "gestromert" und eine Tages hörten wir Beatmusik aus dem Anwesen vom Gasthaus "Schröder".
Der direkte Kontakt zu einer Liveband war für mich eigentlich neu und wie sich herausstellte waren es die "Kobras" die spielten. War auch garnicht so schwer, da Werner in der gleichen Straße wie wir wohnten und es auch bekannt war das Werner bei den "Kobras" mitspielte. Damals wie heute gab es Kontakt unter den Jugendlichen und einer kannte immer einen der einen kannte...
Es müsste um die Zeit der Anfänge vom Beat-Club gewesen sein.
Es war auch die Zeit als das Erziehungsmotto bei vielen noch: "solange Du Deine Füße unter meinen Tisch steckst..." war. Und natürlich beinhaltete es auch wann man Abends wieder zu Hause zu sein hatte. Ich schätze es war auch die Angst der Eltern "was sagen die Nachbarn" und ich glaube das Jugendschutzgesetz wurde auch strenger ausgelegt, zumal man damals "erst" mit 21 Jahren volljährig war und davor mehr oder weniger (nur) Kind oder Heranwachsender. Ein dehnbarer Begriff.

Den Beat-Club lernte ich nur von "Außen" kennen, mit 5.- DM Taschengeld kam man auch damals nicht weit. Zur Wahl standen der Eintritt in den Beat-Club mit der Gefahr den Club vorzeitig verlassen zu müssen oder Pommes mit Gulaschsoße vom "Boss" und Zigaretten.
Also standen einige Andere und ich meistens am Einlass um die Bands zu hören und mit etwas Glück einen Blick auf die Bühne zu werfen aber leider war selten bzw. fast nie etwas zu erkennen.
Einmal war der Kinoeingang offen und von da hatte man einen vollen Blick auf die Bühne.
Damals (und da bin ich mir sicher) spielten "Washington D.C." das Stück "Keep me hanging on".
Ich war damals total begeistert von der Power. Leider mussten ich den Logenplatz bald wieder verlassen. Das Ganze müßte so in der Zeit bis Herbst 1967 gewesen sein - ich hatte erstmal Blut geleckt.
Im Januar `67 begann ich meine Ausbildung und ich glaube im Herbst 1967 begann der Ausbau von unserem Partyraum gegenüber vom Beat-Club, bei den Eltern von Walter Ludwig.
Es müßte die Zeit vom "Dandy Saloon" und RP Tanzclub gewesen sein.
Vom "Dandy Saloon" und der "Hosen Moden Show" hatte ich damals nur gehört, es scheint als wäre es damals schon nicht mein Ding gewesen.
Von Rainer habe ich letzte Woche erfahren, dass die "Rattles" 1968 im RP - Tanzclub spielten aber auch das ging an mir vorbei.
Die Zeit im Partyraum ging nach 2 Silvesterparties und unzähligen anderen Parties für mich zu Ende und unsere Wege trennten sich (vorerst).
Das war um die Zeit als die "Taverne" aufmachte und im kleinen Saal das "Crazy Dog". Alfred und Walter zog es damals in die "Taverne", Detlef schwankte zwischen "Taverne" und "Crazy Dog" und zog kurz darauf mit seinen Eltern nach Mörfelden.
Für mich wurde das "Crazy Dog" für `ne kurze Zeit zur 2ten Heimat. Müsste ca. `69/`70. Das "Crazy Dog" führte Herr Langer, der eine Schlosserei in Darmstadt hatte. Sein Sohn spielte damals Gitarre bei den "Guardians" (o.s.ä.) die auch gleichzeitig die Hausband war. Herr Langer führte damals auch noch eine Disco in Griesheim.
Im "Crazy Dog" spielten u.a. auch die "Petards" mit Bernd Wippich an der Gitarre und nicht zu vergessen "Xhol Caravan" (ehemals "Soul Caravan") die mir mit ihren Improvisationen bis heute in Erinnerung geblieben sind.
Damals gab es auch die gernsheimer Band "Archeaopteryx" (bis ca. `72/`73) die auch an 2 Wochenenden (jeweils Sa. + So.) im "Crazy Dog" spielten. Wir fingen ca.  März `70 an Töne und Klänge zu erforschen und was lag da näher, als sich mit "Archeaopterix" zu treffen und gelegentlich Sessions zu machen? Ich glaube im Juni `70 spielten wir auch 1 oder 2 Mal im "Crazy Dog", da könnte aber Rainer mehr wissen.
Der Eingang vom "Crazy Dog" war wieder in der Ludwigstrasse. Allerdings ging es nicht gleich wieder links (wie zu alten Beat-Club Zeiten) sondern gerade aus hinter der (Beat-Club) Bühne entlang. War galube ich ziemlich dunkel. Wenn man zur Tür rein kam, waren rechter Hand Sitzgruppen mit Holz abgeteilt, wie man es aus der Zeit der Disco`s kennt. Ich glaube links waren Bierbänke und Tische und wenn man von der Tür gerade aus ging kam man auf die Tanzfläche. Gegenüber der Tür, am Ende der Tanzfläche, war das DJ-Pult und rechts nach den Holzsitzecken war die Bühne. Die Bühne konnte bei Bedarf umgestellt werden.
Vor dem DJ-Pult ging es keilförmig nach hinten, ich glaube aber dieser Platz wurde zu unserer Zeit nie gebraucht.
Es war nicht mehr so viel los wie zu Beat-Club Zeiten - ich schätze, ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen, Beatmusik war damals zum großen Teil ein Auslaufmodell - zu der Zeit waren Deep Purple, Led Zeppelin usw. mehr angesagt und zeitgleich hatte sich in Deutschland der sogenannte "Krautrock"/Jazz mit Bands wie Guru Guru, Amon Düül, Can, Xhol, Embryo u.v.m. entwickelt.
Auch der Jazz hatte sich gewandelt, es wurde mehr crossover gespielt (ich glaube so sagt man das heute).
Aber jetzt wieder zum Thema. Zur "Post"(?) in Goddelau gab es einen Saal mit einer Kegelbahn der die meiste zeit ungenutzt war. Was lag also näher als zu fragen, ob wir da spielen dürften? Da es keine Einwände gab, nutzten wir die Gelegenheit und spielten dort auch 2 Mal. Wie ich später erfuhr wurde daraus der "Club Revolution" und ich glaube Freddy legte da auf. Jüngere müßten mehr darüber erzählen können.
Wenn wir auch damals öfter mal nach Darmstadt in den "Schloßkeller", ins "Brett", "Underground" oder in Nieder Ramstadt ins "Happy Cat" getrampt sind, war sonntags meist das "Crazy Dog" unser "Absacker". Wir mussten ja wieder fit für den Montag werden. Und immer wenn wir mal das Bedürfnis hatten unser Bewusstsein zu erweitern und/oder Ruhe zu tanken, bekamen wir von einer lieben Frau mit langen (Henna-) roten Haaren in grüner Armeejacke den Schlüssel für ihren Opel-Kadett. Da wir ja alle lieb und friedlich waren, kam sie später meist dazu und fuhr uns `ne Runde durch Goddelau (solltest Du das irgendwann mal lesen, Hab` vielen Dank und liebe Grüße). Leider fällt mir/uns ihr Name nicht mehr ein. Da kommt der Satz wieder ins Spiel: "Wer sich erinnern war nicht (richtig) dabei.
Am 17. Juni 1970 (?) gab es auch das erste Open Air ("Umsonst und Draußen") in Eich (bei Gernsheim auf der anderen Rheinseite) auf dem Sportplatz. 17. Juni auch deshalb, weil an diesem Tag "Sport und Tanzverbot" war - es wurde ja keine "Tanzmusik" gespielt!
Dieses Festival gibt es heute noch, allerdings eine Ortschaft weiter bei Hamm am Rheinufer (www.open-air-hamm.de). 2 Tage kosten heute aktuell 22.- € für Musik, Campen und frische Luft.
Im Herbst `72 zog es mich in den Marburger Raum und erst im Juni `77 kam ich wieder (weitläufig) in unsere Gegend. Ich hatte dann schnell wieder Fuß gefasst und meine Neugier auf Leben und Musik taten das Übrige.
Die "Riestadt - Feten" habe ich (glaube ich) bis auf eine immer erst gegen Ende der Veranstaltung besuchen können, da wir selbst musikalisch aktiv waren. Meist war es so, dass man Bekannte von früher traf, etwas plauderte und "ZACK" war die "Riedstadt - Fete" wieder vorbei.
Später lernte ich das "WutzDog" (bei Bauer Bonn) in Leeheim kennen und fand es gut , das es im "Ried" so etwas gab. Man traf wieder Leute von früher und lernte auch neue Leute kennen und konnte sich in den Umbaupausen unterhalten ohne das Gelände verlassen zu müssen.
Auf dem neuen Gelände am "Riedsee" trifft man zwar immer noch Leute, allerdings durch pausenlose Musikbeschallung gibt es leider zu wenig Kommunikation. Eigentlich schade, es gibt was und man kann es nicht nutzen.
Tja und vor einigen Jahren lernte ich die "Dusch- und Jugendhaus-Mannschaft" kennen - die Mädels und Mannen um Kai.
Nach anfänglichem Zögern ("man soll und kann den Jugendlichen nicht den Platz weg nehmen" dachte ich) besuchte ich doch die "Dusche" - aber leider nur wenige Jugendliche anwesend. Eigentlich ein guter Treffpunkt mit abwechslungsreicher Musik.
Gilt auch für`s Jugendhaus in Golle - klar, über Musik lässt sich streiten, ist ja auch gut so, die Geschmäcker sind verschieden aber trotzdem probiert man in anderen Ländern und Kulturen ja auch Speis` und `Trank. Könnte bzw nein es sollte auch in der Musik möglich sein!!!
Danke noch an Rainer für die Daten! Und allen Anderen ...immer schön neugierig bleiben, gelle ... wahrscheinlich kann sich nur so etwas ändern!

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Autogrammkarten der Beat-Ära V

"Autogramm-Karten" der "Beat-Ära" V







Alle Autogramm-Karten wurden uns freundlicherweise von Frau Anna Clemons (Altendorf) zur Verfügung gestellt.



Mittwoch, 6. Dezember 2017

"The Petards" - "Fan-Club Mitglieds-Karte"

So sah eine "Fan-Club Mitglieds-Karte" der "The Petards" aus.



Freundlicherweise von Frau Anna Altendorf (Clemons) zur Verfügung gestellt.

"Tavernen" Ära und Turnhallen-Tanzabende

"Tavernen" Ära und Turnhallen-Tanzabende
von Gerd Behrendt

Mit dem sich anbahnenden Ende der Beat-Club Ära und dem Beginn der Discotheken  (Darmstadt: "Smugglers Inn", "Hippo-Potamus") begann eine Zeit der Tanzveranstaltungen in Riedstadt.
Es begann Ende der 1960er Jahre mit, aus meiner Sicht, musikalisch eher nicht sehr guten Bands wie "Joe Lukas" und "Rote Salamander". Die Hallen waren gut gefüllt mit tanzfreudigem Publikum.

Erst die Band "The Sandmen", die von der Bergstraße kam, brachte eine besondere und gute bis sehr gute Qualität in die musikalische Darbietung. Diese Band brachte bereits ein Stammpublikum bzw. eigene Fans mit zu ihren Auftritten. Die Bands hatten ihre ersten Auftritte in Wolfskehlen im Bürgerhaus und wurden später von Arnold "Boss" Hartung auch nach Goddelau in die "Taverne" geholt. Ihre Musik bestand aus Cover -Versionen von damals erfolgreichen Bands wie zum Beispiel "CCR", "Cat Stevens", "Melanie", "Arlo Guthrie", "John Rowles" und vielen anderen. Die "Sandmen" spielten ausschließlich Musik mit englischen Texten.

Die Hallen waren über viele Jahre sehr gut besucht. Die Veranstaltungen waren am Wochenende, auch öfter Mal am Freitag und/oder an Abenden vor Feiertagen. Die Tanzfläche war immer voll. Die männlichen Tänzer buhlten um Tänzerinnen, was nicht so einfach war, denn die attraktiven Mädels waren schnell vergeben. Deshalb musste man sich anstellen um eine gewünschte Tanzpartnerin für eine der späteren Tanzrunden quasi "zu reservieren". Vorausgesetzt man war von dem entsprechenden Mädel auch als Tanzpartner erwünscht. In den Tanzpausen wollte man die Mädels auch an die Bar zu einem Drink und einem Gespräch einladen, sofern das angenommen wurde. Somit war an der Bar immer reichlich Betrieb.

Zu erwähnen bleibt auch die Tanzband "WF-Ensemble" (WF war das Kürzel für Werner Fink aus Crumstadt). Auch diese Band hatte über viele Jahre ein Stammpublikum und füllte die Hallen. Das "WF" wie es genannt wurde spielte auch regelmäßig an Kerb und Fastnacht zum Tanze auf.

Die erwähnten Bands spielten auch im Umkreis in Dornheim beim "Beppo", in Erfelden, Leeheim und Crumstadt, da viele Veranstalter an diesem Boom teilhaben wollten. Mit diesen Veranstaltungen war ja auch Geld zu verdienen. Dadurch waren wir jungen Leute von Woche zu Woche immer auf Wanderschaft, um uns zu vergnügen. Das ging über viele Jahre. Dadurch war das Publikum untereinander auch gut bekannt.

Ende der 1970er Jahre neigte sich auch dieser Zeitabschnitt dem Ende zu. Die Discotheken gewannen immer mehr an Zuspruch, da man diese auch an jedem Tag der Woche besuchen konnte. Vor allem kam eine neue Generation und der Musikgeschmack änderte sich dementsprechend.

"The times they are a changing" sang schon Bob Dylan in den 1960er Jahren!

WutzDog Festival von 2006 bis heute

WutzDog Festival von 2006  bis heute
von Roland Arndt

Im Jahr 2006 wurde dann die Organisation der weiteren Festivals nicht mehr, wie in den Jahren zuvor, durch die beteiligten Bands durchgeführt, sondern die Bands vom Bonner Hof und weitere interessierte Musikfreunde gründeten damals einen gemeinnützigen Verein, den Wutzdog e.V., der dann seit Anfang April 2006 die Organisation übernahm. Erster Vorsitzender wurde Roland Arndt, Schatzmeister wurde Andreas Hammerschmidt und Schriftführer Benjamin Hellwig. Vereinsziel war es, jungen Bands eine professionell organisierte Auftrittsmöglichkeit zu verschaffen und dem Publikum die Möglichkeit zu geben, die Entwicklung moderner Rock- und Popmusik lokaler Bands kennenzulernen. Der Besuch des Festivals sollte weiterhin kostenlos möglich sein.

Stefan Scheurich, Mitinitiator und Gründungsmitglied des Wutzdog e.V. und ab 2002 Nachfolger von Roland Arndt als 1. Vorsitzender, schlug dann vor, dass man die Gemeinde Riedstadt um Hilfe bei der Geländebeschaffung bitten sollte. Vom dortigen Jugendbüro kam der Vorschlag, doch den Behelfsparkplatz am Leeheimer Riedsee in Erwägung zu ziehen. Die Riedstädter Bäderverwaltung,  damals noch Betreiber des Riedsee-Schwimmbades, hatte zwar Bedenken, war aber letzendlich damit einverstanden, auch nach Intervention des damaligen Bürgermeisters Gerald Kummer.

Seit August 2006 bis heute ist daher der Behelfsparkplatz am Leeheimer Riedsee der Standort des Wutzdog Festivals (49° 51' 43" Nord 8° 25' 22" Ost) Seit 2006 findet das Festival jährlich, meist in der letzten Augustwoche, statt. 2015 zum 15. Mal.

Die Festivalwiese grenzt nordwestlich unmittelbar an den Riedsee an und ist ca 10.000 qm groß (ca. 100 x 100 m) und bietet daher theoretisch Platz für bis zu 5.000 Zuschauer und einen großzügig bemessenen Backstagebereich. Der Freizeit- und Naherholungsbereich Riedsee ist durch die Zufahrtsstraße zur DLRG Station und einen Zaun vom eigentlichen Festivalgelände abgetrennt.

Das Gelände eignet sich u.a. auch wegen der ca. 1.000 vorhandenen Parkplätze ideal für die Durchführung des Festivals. Allerdings kann es bei sehr gutem Badewetter zu Kapazitätsproblemen durch die parkenden Badegäste kommen. In den letzten 10 Jahren ist das allerdings nie eingetreten.

Auf dem Gelände steht eine Trafostation des Überlandwerks Groß-Gerau (ÜWG), die ausreichend Kapazität für eine festivalgerechte Stromversorung zur Verfügung stellen kann. (250 Ampere, 3-Phasen Wechselstrom, 380 Volt). Etwas problematischer ist die Versorgung mit Brauch- und Trinkwasser (Toilettenspülung, Ständeversorgung mit Trinkwasser, Ballastwasser für Bühnenstatik). Dankenswerterweise wurde dem Wutzdog e.V. Zugang zur Wasserversorung des Riedseeschwimmbades von der Bäderverwaltung der Gemeinde Riedstadt gewährt (heute Stadt Riedstadt).

Auch nachdem die Stadt Riedstadt das Gelände des Naherholungsgebiets inkl. Campingplatz privat verpachtet hat wurde die Wasserversorung durch den Pächter weiterhin zur Verfügung gestellt. Ein vorhandener Einlass zur Kanalisation ist an der Straße zur DLRG vorhanden, sodass sanitäre Einrichtungen in Form von Toilettenwagen zur Verfügung gestellt werden können.

Anfangs gab es eine Bühne auf dem Gelände, ab 2008 wurden zwei Bühnen zur Verfügung gestellt, um die Umbaupausen zu verkürzen und um mehr Bands Gelegenheit für einen Auftritt zu geben.

Bisher hat sich die neue Location für das Wutzdog Festival am Riedsee bewährt und in den letzten 10 Jahren Platz für bis zu 2.000 Besucher und insgesamt ca. 150 Bands auf beiden Wutzdog Bühnen geboten. 

Montag, 4. Dezember 2017

Broken Arrow Club Wolfskehlen

Der "Broken Arrow Club" aus Wolfskehlen 1984/85

 
Die "Club - Zeitung"

 
Konzertankündigung

 
Die Band 1985

 
Konzertplakat 1. Juni 1985

 
Konzerttickets 1984 & 1985



Donnerstag, 30. November 2017