Als erste Band im Jahr 2015 spielt die Lokale Band "Molly Alone" bei uns im StRiedKULT-Klub in Wolfskehlen-Riedstadt.
„Are you ready for some damned bloody Pubsongs?“ – Mit dieser Frage beginnen seit mehr als 10 Jahren die Auftritte von Molly Alone.
Molly Alone, das sind Robert „The Bruce“ und Andreas „Sir Andrew“
Hoffmann. Auf ihren vielen Reisen auf die britischen Inseln habe n die
beiden Brüder ihre Liebe zur irischen und schottischen Kultur und
Lebensart entdeckt – und die Leidenschaft für die Musik, die zu einem
Irish Pub gehört , wie ein frisch gezapftes Guinness oder ein guter
Whisk(e)y.
Heute noch in Dublins weltbekanntem
Kneipenviertel Temole Bar, verwandeln sie vielleicht schon morgen Deine
Stammkneipe in einen typischen Irish Pub.
Molly Alone spielen Songs
von übermütiger Lebenslust und unbändiger Lebensfreude – aber mitunter
auch von berauschender Traurigkeit und Melancholie, handgemacht und
authentisch in der Darbietung.
Mit viel Witz, Charme und Spontanität
verstehen es die beiden erfahrenen Musiker, ihrem Publikum ein paar
stimmungsvolle und unvergessliche Stunden zu bereiten. Übrigens, die
Musik von Molly Alone gibt es auch in Kombination mit einem leckeren
Whisk(e)y-Tasting oder –ausschank in vielen Variationen. Hier ist unser Livevideo der Band mit dem Song "West Doing Home".
Dass der Künstler jeden im Publikum
persönlich per Handschlag begrüßt, ist bei Konzerten eher selten. Doch
freute sich Uwe Schatter so sehr über die Zuhörer, dass er sich diese
Geste nicht nehmen lassen wollte. Rund 30 Gäste hatten am Donnerstag den
Weg in die „Dusch‘“ gefunden, viele davon Freunde und (ehemalige)
Schüler von Schatter, der im Hauptberuf Musiklehrer ist.
Wenn Indiana Jones Musik machen würde,
würde er wie Schatter klingen, könnte man nach den gut 90 Konzertminuten
festhalten. Klare, nachdenkliche Melodien, deutsches Liedgut mit Folk-
und Countryeinflüssen gemischt, ähnelten Schatters Lieder mitunter eher
Reiseberichten, etwa von Besuchen im australischen Outback und
Begegnungen mit den Aborigines.
„Let the sun shine“, lautete ein
Liedtitel, versehen mit dem Nachsatz „in der Dusch‘“. Eine gelungene
Hommage an den Striedkultklub, mit dessen Mitgliedern Schatter schon
seit einigen Jahren befreundet ist. „Kennt ihr schon die Geschichte von
dem Wombat und dem Emu?“, fragte der Musiker sein Publikum kurz darauf.
Eigentlich, so Schatter, erzähle man sich in Australien, dass sich die
beiden nicht verstehen, aber er persönlich glaube nicht daran. Und so
schrieb er ein Lied über eine recht ungewöhnliche Tierfreundschaft und
zeigte damit zugleich, wo er die Inspiration für seine Lieder findet;
direkt im eigenen Leben.
Natürlich hatte er auch dem Schlapphut ein
eigenes Lied gewidmet. Bis in die neunziger Jahre hinein sei er
eigentlich kein großer Hutträger gewesen, gab Schatter zu. Durch einen
seiner australischen Freunde sei er dann auf den Hut gekommen, „und
inzwischen erkennt mich kaum noch jemand, wenn ich ohne Hut spazieren
gehe“. So berichtete das Lied von einer anderen ungewöhnlichen
Freundschaft, der zwischen Uwe und seinem Hut. Als wollte sich dieser
selbst beim Publikum bedanken, fiel er herunter, als sich Schatter am
Ende des Songs verbeugte.
Beim vorletzten Konzert 2014 traten jetzt die Musikgruppen
„Capodesaster“ und „The Hellectric Circus“ vor rund 30 Zuhörern in der
ehemaligen Nasszelle des Bürgerhauses auf.
Im Gegensatz zum eher dürftig besuchten
Konzert vier Wochen zuvor war im „Club“, so der zweite Spitzname der
„Dusch“, diesmal kaum noch ein freier Platz zu finden. „Schön kuschelig
hier“, befand auch Jugendpfleger Kai Faßnacht, der sich wie der Rest des
SKK-Teams über die vielen Gäste sichtlich freute.
Mit dem multihessischen Trio
„Capodesaster“ – von Rüsselsheim bis „übern Rhein“ – hatte das Team
erneut einen musikalischen Glücksgriff gelandet. Sie spielten eingängige
Rock- und Popcover aus den Hitparaden von einst und heute, von Phil
Collins bis zu den „Kings of Leon“ – natürlich „unplugged“ – unverstärkt
und akustisch. Wobei Ersteres nicht völlig zutraf, das Mikrofon hatte
sich Sängerin Ari nicht nehmen lassen, was der gemütlichen-familiären
Stimmung des Konzerts jedoch keinen Abbruch tat.
Zur Feierabendstimmung trug auch die
geschickte Songauswahl der Band bei, die unter dem bezeichnenden Motto
„Die Wurzel der Songs entdecken und neu interpretieren“ stand. Damit
bewies die Gruppe zudem eindrucksvoll, dass sich jedes Lied akustisch
spielen lässt.
Rauer, härter und vor allem lauter wurde
es im Anschluss beim Auftritt des Southern-Rock-Quartetts „The
Hellectric Circus“. „Hellectric Rock“ – sinngemäß übersetzt mit höllisch
(guter) Rock – hatte die Gruppe ihren Musikstil getauft und unterhielt
das Publikum im Anschluss noch eine gute Stunde mit einem Mix aus
Hard-Rock-Covern und eigenen Stücken.
Die vier Musiker hatten dabei dermaßen
viel Spaß auf der Bühne, dass es mitunter so schien, als würden sie gar
nicht mehr herunterwollen. Nach gefühlten zehn Zugaben verließ das
Quartett schließlich unter tosendem Applaus die Bühne. „Wir kommen gern
wieder“, betonten beide Bands unisono, vielleicht in einer anderen
Formation, vielleicht mit anderen Liedern, auf jeden Fall „haben wir
Bock zu spielen“.
Einen Auftritt wie den jüngsten gab es
im Striedkultklub (SKK) noch nicht. Beim ersten Konzert nach der
Sommerpause trat das Elektronik-Duo Messer Brüder in der ehemaligen
Dusch des Wolfskehler Bürgerhauses auf. Unterstützt wurden die
Darmstädter dabei vom Riedstädter DJ-Duo Hahn & Suhr.
Die beiden Musiker Florian Malicke und
Thomas Buchenauer als Elektronik-Duo zu bezeichnen, ist allerdings nur
die allgemeinste aller möglichen musikalischen Einordnungen. Anhänger
der Neuen Deutschen Welle duften sich an Kraftwerk erinnert fühlen, aber
auch Einflüsse der Doors waren unverkennbar. Einzelne Gitarrenriffs
schwirrten fragmentarisch in den Tracks umher, begleitet von
Versatzstücken elektronischer Popmusik.
Der Klangteppich, den die Messer Brüder
im Lauf des Konzerts entfalteten, wirkte dennoch in sich stimmig und
harmonisch – jeder Track ein kleines Theaterstück. Vielleicht wäre ein
Hörspiel aber die bessere Analogie. Orson Welles wäre gewiss stolz auf
die „Brüder“, die während des gesamten Konzerts fast ohne Gesangsparts
auskamen. Kurz eingespielte Passagen auf Finnisch einmal ausgenommen.
„Wenn uns das mal einer übersetzen könnte, wären wir euch sehr dankbar“,
merkte Florian Malicke selbstironisch an.
Zurückgekehrt von der musikalischen
Zeitreise in das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts übernahmen dann
Hahn & Suhr aus Goddelau das Mischpult und bestritten den zweiten
Teil des Abends. Den cineastisch-transzendentalen Synthieklängen setzten
sie tanzbaren Elektro und House entgegen. Eine weitere Premiere in der
Dusch: Ein DJ hatte im „Club“ zuvor noch nie aufgelegt.
Trotz dieser beiden Premieren fanden
sich – wie so oft – bis auf einige Stammgäste keine anderen Besucher im
Wolfskehler Jugendhaus ein. Konzerte, wie sie der Striedkultklub
anbietet, scheinen in Riedstadt keinen großen Stellenwert zu haben.
Flyer, Plakatwerbung, Einladungen in den sozialen Netzwerken und
Mundpropaganda.
Eigentlich hat sich der Riedstädter
Striedkultklub bereits in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedet,
aber ein Konzert im Goddelauer Jugendhaus – „das geht immer“. Die
Auftritte der beiden Rockgruppen „Oneway“ und „Heavy Pleasure“,
verfolgten dabei gut 50 Zuhörer.
Beide Gruppen wurden dabei von etlichen
Fans begleitet, die an diesem Abend für die nötige Stimmung sorgten.
Kein Wunder, liegt Riedstadt doch quasi „vor der Haustür“ der beiden
Bands; wobei die Anreise für „Heavy Pleasure“ (Griesheim) die nach dem
Groß-Gerauer Alternative-Rock Quintett „Oneway“ auftraten, sogar noch
ein wenig kürzer ausfiel. Der Fünfer aus der Kreisstadt hielt sich indes
nicht auf mit langen Vorreden, sondern orientierte sich am Motto: Kurze
Ansagen, knackige Texte, klare Melodien und gute Musik.
Ihr atmosphärisch-emotionaler Rock kam
offenbar beim Publikum an, das zu Beginn des Auftritts noch in vornehmer
Distanz zur Bühne stand, später dann aber immer näher heranrückte. „Wir
verarbeiten in unseren Texten Themen aus unserem Alltag, die jeder
schon einmal erlebt hat“, erläuterten die Sänger und Gitarristen Lukas
Merkl und Philipp Draxler, deren Mikrofone das ganze Konzert über leider
etwas zu leise eingestellt waren.
Der musikalischen Qualität der Gruppe
tat dieser Umstand indes keinen Abbruch. Trotz ihrer Jugend – alle
Bandmitglieder sind 16 Jahre alt – hat die Gruppe bereits zwei Mal auf
dem Schlossgrabenfest in Darmstadt gespielt. Vergangenes Jahr gewannen
sie dort zudem den Newcomer-Wettbewerb.
Während sich das Groß-Gerauer Quintett
eher an den aktuellen Größen der Rockmusik wie etwa „Linkin Park“ oder
„Incubus“ zu orientieren schien, war der Garage-Rock (ein Sinnbild, das
man auch gern wörtlich nehmen darf) von „Heavy Pleasure“ vornehmlich in
den „good old Sixties“ angesiedelt. Wie es bei Konzerten mit solch
unterschiedlichen Bands (leider) üblich ist, fluktuierte die Anzahl an
Konzertgästen zwischen den beiden Gruppen erheblich, pendelte sich
jedoch zum Ende hin etwa wieder bei den anfänglichen 50 Zuhörern und
Zuhörerinnen ein.
Denn der Vierer aus Griesheim legte im
Vergleich mit „Oneway“ noch eine ganze musikalische Schippe drauf.
Während der Zeitreise von Hendrix über Led Zeppelin zu den Doors war es
schlicht unübersehbar, dass das Quartett schon länger zusammenspielt als
die Groß-Gerauer, die ihre Sache aber dennoch keineswegs schlecht
machten.
Das sei auch einer der Grundgedanken
hinter den „verstärkten“ Konzerten im Goddelauer Jugendhaus, erklärten
Mitglieder des Striedkultklubs (SKK) im ECHO-Gespräch. Junge Bands
könnten von den Erfahrungen der älteren profitieren und umgekehrt.
„Ihr dürft gern wiederkommen“, bot
Jugendpfleger Kai Faßnacht beiden Bands im Anschluss an das Konzert
weitere Auftrittsmöglichkeiten in der „Erbs“ an.