Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Freitag, 30. Januar 2015

Konzert 37

mit Molly Alone

 Als erste Band im Jahr 2015 spielt die Lokale Band "Molly Alone" bei uns im StRiedKULT-Klub in Wolfskehlen-Riedstadt.


„Are you ready for some damned bloody Pubsongs?“ – Mit dieser Frage beginnen seit mehr als 10 Jahren die Auftritte von Molly Alone.
Molly Alone, das sind Robert „The Bruce“ und Andreas „Sir Andrew“ Hoffmann. Auf ihren vielen Reisen auf die britischen Inseln habe n die beiden Brüder ihre Liebe zur irischen und schottischen Kultur und Lebensart entdeckt – und die Leidenschaft für die Musik, die zu einem Irish Pub gehört , wie ein frisch gezapftes Guinness oder ein guter Whisk(e)y. 


Heute noch in Dublins weltbekanntem Kneipenviertel Temole Bar, verwandeln sie vielleicht schon morgen Deine Stammkneipe in einen typischen Irish Pub.




Molly Alone spielen Songs von übermütiger Lebenslust und unbändiger Lebensfreude – aber mitunter auch von berauschender Traurigkeit und Melancholie, handgemacht und authentisch in der Darbietung. 

Mit viel Witz, Charme und Spontanität verstehen es die beiden erfahrenen Musiker, ihrem Publikum ein paar stimmungsvolle und unvergessliche Stunden zu bereiten. Übrigens, die Musik von Molly Alone gibt es auch in Kombination mit einem leckeren Whisk(e)y-Tasting oder –ausschank in vielen Variationen. Hier ist unser Livevideo der Band mit dem Song "West Doing Home".


Freitag, 5. Dezember 2014

Konzert 35

mit Uwe Schatter

Dass der Künstler jeden im Publikum persönlich per Handschlag begrüßt, ist bei Konzerten eher selten. Doch freute sich Uwe Schatter so sehr über die Zuhörer, dass er sich diese Geste nicht nehmen lassen wollte. Rund 30 Gäste hatten am Donnerstag den Weg in die „Dusch‘“ gefunden, viele davon Freunde und (ehemalige) Schüler von Schatter, der im Hauptberuf Musiklehrer ist.
Wenn Indiana Jones Musik machen würde, würde er wie Schatter klingen, könnte man nach den gut 90 Konzertminuten festhalten. Klare, nachdenkliche Melodien, deutsches Liedgut mit Folk- und Countryeinflüssen gemischt, ähnelten Schatters Lieder mitunter eher Reiseberichten, etwa von Besuchen im australischen Outback und Begegnungen mit den Aborigines.
„Let the sun shine“, lautete ein Liedtitel, versehen mit dem Nachsatz „in der Dusch‘“. Eine gelungene Hommage an den Striedkultklub, mit dessen Mitgliedern Schatter schon seit einigen Jahren befreundet ist. „Kennt ihr schon die Geschichte von dem Wombat und dem Emu?“, fragte der Musiker sein Publikum kurz darauf. Eigentlich, so Schatter, erzähle man sich in Australien, dass sich die beiden nicht verstehen, aber er persönlich glaube nicht daran. Und so schrieb er ein Lied über eine recht ungewöhnliche Tierfreundschaft und zeigte damit zugleich, wo er die Inspiration für seine Lieder findet; direkt im eigenen Leben.

Natürlich hatte er auch dem Schlapphut ein eigenes Lied gewidmet. Bis in die neunziger Jahre hinein sei er eigentlich kein großer Hutträger gewesen, gab Schatter zu. Durch einen seiner australischen Freunde sei er dann auf den Hut gekommen, „und inzwischen erkennt mich kaum noch jemand, wenn ich ohne Hut spazieren gehe“. So berichtete das Lied von einer anderen ungewöhnlichen Freundschaft, der zwischen Uwe und seinem Hut. Als wollte sich dieser selbst beim Publikum bedanken, fiel er herunter, als sich Schatter am Ende des Songs verbeugte.


Freitag, 14. November 2014

Konzert 34

mit Capodesaster und Hellectric Circus

Beim vorletzten Konzert 2014 traten jetzt die Musikgruppen „Capodesaster“ und „The Hellectric Circus“ vor rund 30 Zuhörern in der ehemaligen Nasszelle des Bürgerhauses auf.
Im Gegensatz zum eher dürftig besuchten Konzert vier Wochen zuvor war im „Club“, so der zweite Spitzname der „Dusch“, diesmal kaum noch ein freier Platz zu finden. „Schön kuschelig hier“, befand auch Jugendpfleger Kai Faßnacht, der sich wie der Rest des SKK-Teams über die vielen Gäste sichtlich freute.



Mit dem multihessischen Trio „Capodesaster“ – von Rüsselsheim bis „übern Rhein“ – hatte das Team erneut einen musikalischen Glücksgriff gelandet. Sie spielten eingängige Rock- und Popcover aus den Hitparaden von einst und heute, von Phil Collins bis zu den „Kings of Leon“ – natürlich „unplugged“ – unverstärkt und akustisch. Wobei Ersteres nicht völlig zutraf, das Mikrofon hatte sich Sängerin Ari nicht nehmen lassen, was der gemütlichen-familiären Stimmung des Konzerts jedoch keinen Abbruch tat.



Zur Feierabendstimmung trug auch die geschickte Songauswahl der Band bei, die unter dem bezeichnenden Motto „Die Wurzel der Songs entdecken und neu interpretieren“ stand. Damit bewies die Gruppe zudem eindrucksvoll, dass sich jedes Lied akustisch spielen lässt.
 
Rauer, härter und vor allem lauter wurde es im Anschluss beim Auftritt des Southern-Rock-Quartetts „The Hellectric Circus“. „Hellectric Rock“ – sinngemäß übersetzt mit höllisch (guter) Rock – hatte die Gruppe ihren Musikstil getauft und unterhielt das Publikum im Anschluss noch eine gute Stunde mit einem Mix aus Hard-Rock-Covern und eigenen Stücken.


Die vier Musiker hatten dabei dermaßen viel Spaß auf der Bühne, dass es mitunter so schien, als würden sie gar nicht mehr herunterwollen. Nach gefühlten zehn Zugaben verließ das Quartett schließlich unter tosendem Applaus die Bühne. „Wir kommen gern wieder“, betonten beide Bands unisono, vielleicht in einer anderen Formation, vielleicht mit anderen Liedern, auf jeden Fall „haben wir Bock zu spielen“.



Freitag, 17. Oktober 2014

Konzert 33

mit Messer Brüder & Hahn und Suur

Einen Auftritt wie den jüngsten gab es im Striedkultklub (SKK) noch nicht. Beim ersten Konzert nach der Sommerpause trat das Elektronik-Duo Messer Brüder in der ehemaligen Dusch des Wolfskehler Bürgerhauses auf. Unterstützt wurden die Darmstädter dabei vom Riedstädter DJ-Duo Hahn & Suhr.


Die beiden Musiker Florian Malicke und Thomas Buchenauer als Elektronik-Duo zu bezeichnen, ist allerdings nur die allgemeinste aller möglichen musikalischen Einordnungen. Anhänger der Neuen Deutschen Welle duften sich an Kraftwerk erinnert fühlen, aber auch Einflüsse der Doors waren unverkennbar. Einzelne Gitarrenriffs schwirrten fragmentarisch in den Tracks umher, begleitet von Versatzstücken elektronischer Popmusik.



Der Klangteppich, den die Messer Brüder im Lauf des Konzerts entfalteten, wirkte dennoch in sich stimmig und harmonisch – jeder Track ein kleines Theaterstück. Vielleicht wäre ein Hörspiel aber die bessere Analogie. Orson Welles wäre gewiss stolz auf die „Brüder“, die während des gesamten Konzerts fast ohne Gesangsparts auskamen. Kurz eingespielte Passagen auf Finnisch einmal ausgenommen. „Wenn uns das mal einer übersetzen könnte, wären wir euch sehr dankbar“, merkte Florian Malicke selbstironisch an.


Zurückgekehrt von der musikalischen Zeitreise in das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts übernahmen dann Hahn & Suhr aus Goddelau das Mischpult und bestritten den zweiten Teil des Abends. Den cineastisch-transzendentalen Synthieklängen setzten sie tanzbaren Elektro und House entgegen. Eine weitere Premiere in der Dusch: Ein DJ hatte im „Club“ zuvor noch nie aufgelegt.



Trotz dieser beiden Premieren fanden sich – wie so oft – bis auf einige Stammgäste keine anderen Besucher im Wolfskehler Jugendhaus ein. Konzerte, wie sie der Striedkultklub anbietet, scheinen in Riedstadt keinen großen Stellenwert zu haben. Flyer, Plakatwerbung, Einladungen in den sozialen Netzwerken und Mundpropaganda.

Samstag, 28. Juni 2014

Konzert 31

mit Oneway & Heavy Pleasure


Eigentlich hat sich der Riedstädter Striedkultklub bereits in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedet, aber ein Konzert im Goddelauer Jugendhaus – „das geht immer“. Die Auftritte der beiden Rockgruppen „Oneway“ und „Heavy Pleasure“, verfolgten dabei gut 50 Zuhörer.
Beide Gruppen wurden dabei von etlichen Fans begleitet, die an diesem Abend für die nötige Stimmung sorgten. Kein Wunder, liegt Riedstadt doch quasi „vor der Haustür“ der beiden Bands; wobei die Anreise für „Heavy Pleasure“ (Griesheim) die nach dem Groß-Gerauer Alternative-Rock Quintett „Oneway“ auftraten, sogar noch ein wenig kürzer ausfiel. Der Fünfer aus der Kreisstadt hielt sich indes nicht auf mit langen Vorreden, sondern orientierte sich am Motto: Kurze Ansagen, knackige Texte, klare Melodien und gute Musik.



Ihr atmosphärisch-emotionaler Rock kam offenbar beim Publikum an, das zu Beginn des Auftritts noch in vornehmer Distanz zur Bühne stand, später dann aber immer näher heranrückte. „Wir verarbeiten in unseren Texten Themen aus unserem Alltag, die jeder schon einmal erlebt hat“, erläuterten die Sänger und Gitarristen Lukas Merkl und Philipp Draxler, deren Mikrofone das ganze Konzert über leider etwas zu leise eingestellt waren.



Der musikalischen Qualität der Gruppe tat dieser Umstand indes keinen Abbruch. Trotz ihrer Jugend – alle Bandmitglieder sind 16 Jahre alt – hat die Gruppe bereits zwei Mal auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt gespielt. Vergangenes Jahr gewannen sie dort zudem den Newcomer-Wettbewerb.
Während sich das Groß-Gerauer Quintett eher an den aktuellen Größen der Rockmusik wie etwa „Linkin Park“ oder „Incubus“ zu orientieren schien, war der Garage-Rock (ein Sinnbild, das man auch gern wörtlich nehmen darf) von „Heavy Pleasure“ vornehmlich in den „good old Sixties“ angesiedelt. Wie es bei Konzerten mit solch unterschiedlichen Bands (leider) üblich ist, fluktuierte die Anzahl an Konzertgästen zwischen den beiden Gruppen erheblich, pendelte sich jedoch zum Ende hin etwa wieder bei den anfänglichen 50 Zuhörern und Zuhörerinnen ein.



Denn der Vierer aus Griesheim legte im Vergleich mit „Oneway“ noch eine ganze musikalische Schippe drauf. Während der Zeitreise von Hendrix über Led Zeppelin zu den Doors war es schlicht unübersehbar, dass das Quartett schon länger zusammenspielt als die Groß-Gerauer, die ihre Sache aber dennoch keineswegs schlecht machten.


Das sei auch einer der Grundgedanken hinter den „verstärkten“ Konzerten im Goddelauer Jugendhaus, erklärten Mitglieder des Striedkultklubs (SKK) im ECHO-Gespräch. Junge Bands könnten von den Erfahrungen der älteren profitieren und umgekehrt.

„Ihr dürft gern wiederkommen“, bot Jugendpfleger Kai Faßnacht beiden Bands im Anschluss an das Konzert weitere Auftrittsmöglichkeiten in der „Erbs“ an.