Tolles Oldtimer - Treffen in Astheim - Ausländische Fabrikate
Aktuelle Podcast Episode
"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"
- Johann Nepomuk Nestroy -
Sonntag, 3. September 2023
Freitag, 1. September 2023
Pink Floyd " The Dark Side Of The Moon - Live At Wembley 1974 "
LP-Kritik Pink Floyd " The Dark Side Of The Moon - Live At Wembley 1974 " , Warner
Eine großartige und qualitativ hochwertige Liveaufnahme des Pink Floyd Klassikers " The Dark Side Of The Moon " aus dem Jahr 1973 bietet uns zum 50 . Geburtstag die hier vorliegende Liveaufnahme aus dem Jahr 1974 aus dem Wembley Stadion in London . In der Besetzung David Gilmour ( Gitarre , Gesang ) , Roger Waters ( Bass , Gesang ) , Richard Wright ( Keyboards , Gesang ) , Nick Mason ( Schlagzeug ) und den Gästen Dick Parry ( Saxophon ) , Venetta Fields (Background Gesang ) und Carlena Williams ( Background Gesang ) werden bekannte Songs wie " Time " , " Money " oder " The Great Gig In The Sky " effekt - und druckvoll präsentiert und hebt das Gesamtwerk sogar etwas über die Studioaufnahme - weil mit etwas mehr Gefühl und Improvisation ( höre Saxophonsolo ) . Tatsächlich eine Liveaufnahme auf Vinyl mit Mehrwert in tollem Klang .
Zusätzlich zur sehr schön im Gatefold und auch auf der Innenseite gestalteten und mit dem original Cover - Art - Work von George Hardie versehenen Plattenhülle , sind der LP auch noch zwei weitere Poster mit Designes von Ian Emes und Gerald Scarfe beigelegt , die einen weiteren Mehrwert dieser sehr schönen Veröffentlichung darstellen.
Mittwoch, 30. August 2023
Juli 15.08.2023
Konzertkritik Juli 15.08.2023 , " Burg Wilhelmstein " Würselen
Dienstag Abend 20:00 Uhr in der Freilichtbühne der Burg Wilhelmstein in Würselen bei Aachen . Bei diesem seit mehr als 30 Jahren stattfindenden Kulturfestival tritt heute die aus Gießen stammende Band " Juli " um Sängerin Eva Briegel , Gitarrist Jonas Pfetzing , Gitarrist und Backgroundsänger Simon Triebel , Bassist Andreas Herde und Schlagzeuger Marcel Römer auf .
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Gegen 20:00 Uhr ist es dann schließlich so weit und Juli betreten unter großem Applaus des zahlreichen Publikums im fast ausverkauften , amphitheatermäßigen und überdachten Halbrund im Innenhof der Burg , die Bühne . Gab es in der letzten Nacht noch ein kräftiges Gewitter und auch tagsüber immer mal wieder dunkle Wolken , so ist am frühen Abend auch das Wetter auf ein stimmungsvolles Konzert eingestellt . Erwartungsvoll und voller Vorfreude wird die Band empfangen , die mit dem neuen Stück " Fette Wilde Jahre " das Publikum gleich zum Tanzen bringt und mit " Elektrisches Gefühl " gleich noch eine Schippe drauf legt . Da " hoffentlich alle ihre Turnschuh " , so die Hoffnung von Sängerin Eva Briegel , " anhaben " um springen und tanzen zu können geht es im Anschluss mit " Insel " gleich weiter . Von dort kommt die Band nach einem zweiwöchigen Urlaub gerade auch und hat selbst etwas mit der Kondition bei den bewegungsintensiven Songs zu kämpfen . Bei " Der Sommer Ist Vorbei " , " Geile Zeit " , " In Unseren Händen " , " Wolke " oder "Irgendwann" wird mitgesungen , geklatsch und eben ausführlich getanzt . Die stets persönlichen Songs über Freundschaft , Gefühle und das Zurückkommen , manchmal auch etwas ruhiger und melancholischer , kommen direkt aus dem Leben und holen so das Publikum direkt ab . Bei " Wolke " dürfen die vier Instrumentalisten dann auch mal " Post - Rock " mäßig Vollgas geben , was Sängerin Eva Briegel ein breites Grinsen auf `s Gesicht zaubert . Überhaupt springt der Funke stets über die sympathische Sängerin auf `s Publikum über und von dort auch wieder zurück . Natürlich darf auch der größte Hit der Band " Die Perfekte Welle " nicht fehlen und der Wunsch der Band , das " Hier und Jetzt " zu genießen , sorgt sogar nach der ersten Strophe dafür , dass das Publikum aufgefordert wird das Filmen per Handy doch einzustellen , da man sich die Aufnahmen doch sowieso nie wieder anschauen wird und lieber jetzt " in diesem Moment " mitzusingen und zu tanzen .
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Einfach eine sympathische , bodenständige Band , die dieses erste Konzert nach der Sommerpause ebenfalls sichtlich genießt . " Dieses Leben " , " Wir Beide " und " Regen & Meer " beschließen schließlich nach knapp 2 Stunden inklusive Zugabe das Konzert und die Band verlässt , hoch zufrieden und aufgrund der zeitlichen Vorgabe des Veranstalters , die Bühne und hinterlässt ausnahmslos zufriedene Konzertbesucher*innen , die sich gerne noch mit CD`s , LP`s und T - Shirts der Band am Merchandise - Stand eindecken und auf eine Wiederholung in diesem schönen Ambiente der Burg hoffen .
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Montag, 28. August 2023
Lars Engels " Totes Moor "
Sieben Jahre nach einem schicksalhaften Verkehrsunfall in der Rhön und dem mysteriösen Verschwinden der daran beteiligten Matilda Nolte , taucht deren Leiche plötzlich im " Roten Moor " auf und reißt die Erinnerungen an die Geschehnisse der damaligen Ermittlungen , Beschuldigungen und einem Selbstmord des " Hauptverdächtigen " wieder auf . Mittendrin der damals in Matilda verliebte Janosch Janssen , Sohn des Hauptverdächtigen und heute Kommissar bei der Kripo in Fulda . Zunächst kaltgestellt und mit seinem Kollegen Tarek am Falle einer Körperverletzung arbeitend , ermittelt er im Laufe des Falles doch zusammen mit Kriminaloberrätin Diana Quester , der damaligen Ermittlerin und maßgeblich Verantwortlich für den Freitod seines Vaters . Kommt es im Laufe des Falles zu einem weiteren Todesfall , spielt plötzlich das ganze verschlafene Dorf Grimmbach , ein alter Raubüberfall und verworrene Beziehungen eine wichtige Rolle . Lars Engels hat hier mit seinem Debutroman bei Ullstein einen atmosphärisch dichten und einfühlsamen , flüssig zu lesenden Krimi geschrieben , der den / die Leser*in in die schöne Rhön entführt und gleichzeitig aufzeigt , dass auch hier nicht alles " Friede , Freude , Eierkuchen " ist . Spannender Beginn der Zusammenarbeit des noch " frischen " Kommissars mit der schon erfahrenen aber auch mit ganz speziellen Eigenarten ausgestatteten Kriminaloberrätin , die stets ihre Vorgesetzten im Nacken hat . Es wird spannend sein diese Protagonisten bei weiteren Fällen gemeinsam ermitteln zu sehen und auch ihre privaten Entwicklungen mit zu erleben - schließlich stellt " Totes Moor " nur den Auftakt zu einer Reihe mit Janssen und Quaster dar .
Samstag, 26. August 2023
Donnerstag, 24. August 2023
All Nine Yards " Blue "
CD-Kritik All Nine Yards " Blue " , Frozen Heart Music
Mit ihrer " full - length " Debut - CD " Blue " ( 2020 ) bietet uns die Bielefelder Band " All Nine Yards " um Bassist und Backgroundsänger Chris Köhler ( heute Peter Kropp ) , Schlagzeuger , Perkussionist und Backgroundsänger Marc Bödeker , Gitarrist und Backgroundsänger Thomas Rabenda , Gitarrist und Backgroundsänger Marc Pavey sowie Sänger und Perkussionist E. D. Matthews 12 enorm abwechslungsreiche , spannende und zum Teil überraschende Songs bei einer Gesamtspielzeit von 46 Minuten . Los geht es mit " True Lies " , einem treibenden und pumpenden Rocksong , der zu Beginn mit Soundeffekten arbeitet . Voice - und Rhythmuseffekte im Midtempobereich , mal reduziert dann wieder volle Breitseite , Power und starker Chorgesang - das Monster stapft und tanzt beim Nachfolgesong " Monster Dancing " . Piano , " Drumcomputer " , Gesang - viele Breaks und Effekte mit starker Rhythmusfraktion und Gitarren - " The Hunt " könnte auf einer großen Bühne auch als Hit - Song herhalten . Mit " hartem " Bass - und Drumbeat sowie elektronischen Effekten folgt die schmalzfreie Powerballade " Out Of The Light " . Großartig . " Wrong Side Of Mercy " versprüht dann einen Anflug von melodiösen Linkin` Park mit Elektronik und starkem Gesang . Volle Kapelle im Chorus , manchmal reduziert auf fast nur den Gesang , dann wieder ganz GROSS . Dann die erste Genreüberraschung , mit "Creatures Of The Night " wird es nämlich " Techno - Elektronisch " und der Song passt eher auf den Dancefloor einer Disco - ein spannender Ausreißer ! Insgesamt spielt die Band gerne mit elektronischen Effekten , so auch bei " Leave My Scars Alone " . Dieser wird dann aber schnell wieder zum typischen Rocker im ANY - Style . Die eigentlich für eine Ballade zu schnelle Nummer " More Than A Memory " mit ganz starkem Gesang folgt bevor " Predator " Elektronik mit Sprechgesang , Beat , einer dominanten Gitarre und einem im Refrain " Mitgröhl - Hüpf - Song " vereint . " Soul Asylum " mit Schlagzeugbeat , Akustikgitarre und reduziertem Gesang wirkt dann ruhiger und die Gruppe schafft es hier als " Gesamtklangkörper " mit kleinen elektronischen Effekten zu wirken . Mit beginnender Jahrmarktmelodie bricht " Jester " im Anschluss in Richtung HipHop / RAP - Rock auf bevor mit " Room 101 " mit rhythmischem Beat, Sprechgesang und dezenten " screams " der nach vorne gehende Rocker mit " handclapping " den starken Abschluss eines tollen Albums darstellt .
Dienstag, 22. August 2023
Jakob Manz & Johanna Summer " The Gallery Concerts I "
CD-Kritik Jakob Manz & Johanna Summer " The Gallery Concerts I " , ACT
Alt - Saxophonist Jakob Manz aus Bad Urach und Pianistin Johanna Summer aus Plauen haben gemeinsam in der ACT Art Collection Gallery in Berlin 7 Songs mit einer Gesamtspielzeit von 51 Minuten live eingespielt . Kannten die Beiden sich zwar bereits aus Zeiten des Bundesjugendjazzorchesters , stellt diese Aufnahme eine Tradition im Hause ACT dar , die Künstler*innen des Labels in überraschenden " neuen " Konstellationen zusammen musizieren lässt . Dabei werden Stücke von Esbjörn Svensson , Pat Metheny , Frank Churchill und Sidney Bechet sowie drei Stücken von Jakob Manz aufgeführt . Manz und Summer ergänzen sich dabei perfekt und jede/r der beiden Musiker*innen lässt dem / der Partner*in genug Freiraum zum Entfalten . Schön auch das mit Blockflöte gespielte " Endlose Erms " , welches hierdurch eine ganz besondere Note verliehen bekommt . Insgesamt ergänzen sich die klassisch ausgebildete Summer am Klavier mit dem groovenden und singenden Saxophon von Manz hervorragend und erzeugen so eine harmonische und nie auf Alleingänge ausgerichtete Musik . Ein wohlklingendes , akustisches Duo - Konzert mit großartigem Klang und spürbarer Liveatmosphäre .










