Buch-Kritik Ulrich Ritzel " Nadjas Katze " , btb
Aktuelle Podcast Episode
"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"
- Johann Nepomuk Nestroy -
Mittwoch, 7. Januar 2026
Ulrich Ritzel " Nadjas Katze "
Dienstag, 15. März 2022
Paul Brannigan " Eddie Van Halen "
Buch-Kritik Paul Brannigan " Eddie Van Halen - Ein Leben " , Ullstein
Auf 300 Seiten beschreibt der englische Autor und Musikjournalist Paul Brannigan in seiner Biografie des mit 65 Jahren viel zu früh verstorbenen " Gitarren - Superstars " Eddie Van Halen das Leben des in den Niederlanden geborenen und in jungen Jahren ( 1962 ) mit seiner Familie nach Amerika ausgewanderten Gitarreninnovators Edward Lodewijk van Halen . Gemeinsam mit seinem Schlagzeugspielenden Bruder Alex gründete er Mitte der 70er Jahre die nach ihm und seinem Bruder benannte Band Van Halen. Drogen und Alkohol begleiteten ihn stets auf seinem Weg und sorgten schließlich auch immer wieder für Konflikte und zum Teil fragwürdigen Entscheidungen in beruflichen und familiären Fragen . Erfolg(e) und Anerkennung auf der ganzen Welt , Auftritte in ausverkauften, riesigen Hallen und Millionen von verkauften Platten begleiteten den als herzensguten Menschen beschriebenen Musiker genauso , wie selbstzerstörerische und verstörende Aktionen eines musikalischen Genies , der trotz zahlreicher Entzüge die Dämonen Alkohol und Drogen nie richtig in den Griff bekam .
Donnerstag, 3. Februar 2022
Huttenlocher / Schwaigert " Potzblitz "
Buch-Kritik Huttenlocher / Schwaigert " Potzblitz " , Unsichtbar Verlag
In dem von Marc Huttenlocher und Sebastian Schwaigert zusammengestellten Buch " Potzblitz " vereinen sich 28 kleine , persönliche Geschichten von Mitgliedern und Musiker*innen solcher Bands wie den " Donots " , " Die Toten Hosen " , " Madsen " , " Killerpilze " oder " Radio Havanna " . Aber auch Solokünstler*innen wie der " Weiherer " , Oliver Uschmann oder Tomas Tulpe beschreiben ihre persönlichen Erfahrungen mit oder neben der Popmusik sowie Einschätzungen , was es einmal gab , wie sie mit Musik in Berührung gekommen sind und was es ihrer Ansicht nach vielleicht bald nicht mehr geben wird. Locker geschriebene Texte die man aufgrund ihrer überschaubaren Länge von jeweils 5 - 10 Seiten sehr schön zwischendurch lesen kann. Eben " eine Sammlung prägender Momente mit Popmusik " . Ein zweiter Band mit Liebeserklärungen an den persönlichen " Live - Club " ist im gleichen Verlag aktuell erschienen und unterstützt mit den Einnahmen die " Live - Club - Szene " .
Dienstag, 27. August 2019
T.C. Boyle "Drop City"
Pünktlich zum 50. Geburtstag des Woodstock Festivals kann man sich dieses 2003 erschienene Buch des amerikanischen Schriftstellers T.C. Boyle, zu einer Hippiekommune der 70er Jahre, welche von Kalifornien nach Alaska zieht, zu Gemüte führen und eine Idee davon bekommen wie es "vielleicht" in dieser Zeit wa(h)r. "Sex and Drugs and Rock`n`Roll", auch heute noch geflügelte Worte in der Rockmusikszene, nahmen damals vielleicht genau so ihren Anfang. Aber nicht Alles war so rosig wie es heute gerne und oft überliefert und verklärt wird.
Montag, 26. November 2018
Aldous Huxley "Schöne Neue Welt"
Der Roman "Schöne Neue Welt" von Aldous Huxley, im Original "Brave New World" ist ein
dystopischer Roman, der im Jahr 1932 erschien. Er beschreibt eine Welt bzw. deren Gesellschaft
im Jahr 2540 n.Chr. mit ihrer Einteilung der Menschen in Kasten.
Hier werden Menschen in Laboren gezüchtet, physisch manipuliert und mental indoktriniert.
Es gibt eine Zentrale für Brut- und Normaufzucht in der die Embryonen je nach Bedarf unterschiedlich behandelt und für die unterschiedlichen Kasten als Nachschub erzeugt werden.
In seiner totalitären Diktatur wird die Regierung durch Alpha-Plus Menschen - Kontrolleure die wie Idole verehrt werden - gebildet. Durch die Befriedigung durch Konsum, Sex und Drogen wird kritisches Hinterfragen und Denken der Weltordnung verhindert.
Zu diesem Klassiker der Literatur gibt es hunderte Beschreibungen und Abhandlungen sowie Interpretationen. Sicherlich kompetentere und schlauere als ich sie hier an dieser Stelle liefern könnte - weshalb ich es auch erst garnicht versuchen möchte - nur soviel:
es ist faszinierend wie Aldous Huxley bereits 1932 - ähnlich wie später Georg Orwell mit "1984" - eine Welt entworfen hat, in der sich vieles der heutigen Zeit wieder findet. Man kann schon Angst bekommen wie diese Gesellschaft funktioniert und von "Menschenhand" gemacht und manipuliert worden ist. Parallelen zu heutigen Gegebenheiten zu entdecken und daraus seine Schlüsse zu ziehen macht diesen Roman so spannend zu lesen. Meine Befürchtung der komplizierten Sprache und Formulierungen war nicht begründet und diese besondere Ausgabe (handgroß) macht es zusätzlich möglich dieses Buch immer und überall dabei haben zu können um darin zu lesen und zu staunen. Ein Klassiker der zumindest mir sehr viel Spaß gemacht hat. Lesenswert!