Konzert-Kritik Hardline + Sevi 29.04.2026 , " Rex " Bensheim
Sonniger " Spät - April - Abend " im Musiktheater " Rex " in Bensheim . Der amerikanische Sänger Johnny Gioeli ( u.a. " Axel Rudi Pell " ) hat sich mit seinen italienischen Musiker:innen und der Bulgarischen Band Sevi , als Special Guest , für den " Musiktempel " an der Hessischen Bergstrasse angekündigt und rund 300 Musikbegeisterte sind seinem Ruf ( viele in Pell oder Hardline - T - Shirts gekleidet ) , Mitte der Woche , gefolgt .
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Pünktlich um 20:00 Uhr betreten dann Sängerin Svetlana " Sevi " Bliznakova , Bassist Rally Velinova , Schlagzeuger Nick Nikolaev und Gast - Gitarrist Alexi Khoury die in buntes Licht gehüllte Bühne und liefern in den nächste 45 Minuten eine Mischung aus Heart - Hard - Pop - Rock ab . Im Mittelpunkt steht Sängerin Svetlane mit ihrer ausdrucksstarken , kraftvollen Stimme hervorragend begleitet von ihren drei Mitmusikern . Velinova und Nikolaev bilden dabei das starke Rhythmusgerüst der mal eingängigen , mal etwas vertrackteren Songs und auch der erst vor 10 Tagen als Aushilfe zur Band gestoßene Alexi Khoury wirbelt auf seinem Instrument als würde er schon immer dazu gehören .
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Los geht es nach einem kurzen Intro mit " Ghosts " und " Am I Alive ? " vom 2023 er Album " Genesis " bzw. der 2019er Veröffentlichung " Follow Me " . Ist das Publikum zunächst noch etwas zurückhaltend , ändert sich dies von Minute zu Minute ( leider ist die Musik und die Band den meisten im Saal noch nicht sonderlich bekannt und die CD`s im Vorfeld kaum zu erstehen ) , denn die Livepräsentation überzeugt dann alle doch recht schnell und Fäuste werden im Publikum gereckt und kräftig mitgeklatscht . Tolle Sängerin mit Ausstrahlung und Stimme , eingängige Melodien , mal " akustisch " und zart , dann wieder hart und ein wenig düster . " The Art Of War " , " Insane " , " Vampire Love " und " The Spell " folgen als nächstes und zeigen die Spannbreite der Sevi - Songs . "Evanescence " und " Halestorm " können vielleicht ein wenig Orientierungshilfe geben , wobei der Sevi - Sound doch seine eigenen Akzente hat , schließlich ist die Band seit 2010 aktiv . Die Rhythmusabteilung groovt relaxt , es wird ein wenig " gepost " und Gitarrenläufe werden in den Raum gefeuert . " Higher Than The Stars " , " Don`t Hesitate " , " To Hell And Back " sowie " World That Doesn`t Fit " bilden dann das restliche starke Set der 4 Bulgar:innen die unter großem Applaus dann gegen 20:45 Uhr die Rex - Bühne äußerst zufrieden verlassen .
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21:15 Uhr . Das Saallicht erlischt . Ganz relaxt betreten Schlagzeuger Marco Di Salvia , Bassistin Anna Portalupi , Gitarrist Luca Princiotta und Keyboarder / Backgroundsänger Alessandro Del Vecchio die recht schlicht gehaltene Bühne ( links und rechts auf der Bühne lediglich zwei Projektionsflächen für Lichteffekte ) . Los geht es gleich mit dem neuen und titelgebenden Song " Shout " vom vor einer Woche veröffentlichten 8. Studioalbum . Als Sänger Johnny Gioeli hierzu auf die Bühne kommt steigt das Energielevel sofort auf 100% und greift sofort auf alle Anwesenden auf und vor der Bühne über . Er kann nicht nur singen wie ein junger Gott , sondern reist mit seiner Energie und positiven Ausstrahlung einfach Jede/n mit . Wer einen solchen Frontmann hat kann eigentlich nichts falsch machen und genau das passiert heute Abend auch . " Rise Up " , " Dr. Love " und " Bad Taste " folgen als nächstes . Marco Di Salvia und die Dauergrinsende Anna Portalupi treiben den Groove voran , Alessandro Del Veccio lässt die Melodien erklingen und singt wie ein zweiter Leadsänger im Background und Gitarrist Luca Princiotta schießt ein Klasse - Solo nach dem Anderen in die tobende Menge . Hier wird mitgesungen , geklatscht und den spaßigen ( aber auch ernsten ) Ansagen von Johnny Gioeli gelauscht .
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Überhaupt ist neben der hochklassigen Musik auch viel Entertainment und Spaß auf der Bühne angesagt . Selten so viele lachende Gesichter auf der Bühne gesehen - die Band hat Spaß miteinander und das überträgt sich einfach auch auf das Publikum . Es wird sich gegenseitig geärgert und veräppelt - gerade zwischen Gioeli , Del Vecchio und Portalupi geht es heiß her ( " Falsches Geburtstags - Ständchen " , " Freibier " , " Bassgriffe " , " Keyboardmelodie " , " wer bekommt mehr Applaus " oder die " Lektion wann das Publikum jubeln muss , wenn der Sänger das neuste und beste Album präsentiert " ) . Mit " When You Came Into My Life " bieten Hardline dann auch ein Scorpions - Cover mit dazugehöriger Vorgeschichte der befreundeten Bands auf . Bei einem Besuch in New York zum ersten Mal gehört , musste der Song unbedingt auf`s neue Album .
" Everything " , " Danger Zone " , " Life`s A Bitch " und " In The Hands Of Time " werden anschließend ohne Verschleißerscheinungen weiterhin mit einer wahnsinnigen Energie dargeboten . Die kraftvolle Stimme Gioelis , der pumpende Groove mit dementsprechender Körperhaltung , die leichtfüßigen Soli und der Chorgesang - einfach großartig . Nach dem anschließenden kurzweiligen Keyboard - Solo inklusive Klassikteil wird mit " 31 - 91 " und den beiden Top - Songs des Debut - Albums " Double Eclipse " namentlich " Hot Cherie " , mit gaaaanz viel Publikums - Gesang und dem laut Tobias Sammet ( Avantasia , Edguy und Radio Bob Moderator ) leicht schlüpfrigen " Rhythm From A Red Car " das reguläre Set nach 75 Minuten hochklassig beendet . " Standing Ovations " , lautes rhythmisches klatschen und enthusiastische " Zugabe " - Rufe ... die Band kehrt auf die Bühne zurück , kokettiert ein bisschen mit der Menge der Zugabe - Songs und liefert dann mit " Takin` Me Down " sowie " Fever Dreams " noch einmal 20 Minuten Vollgas - Rock und entlässt gegen 22:50 Uhr ein glückliches und hochzufriedenes Publikum in die laue Frühlingsnacht .
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