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- Johann Nepomuk Nestroy -

Donnerstag, 4. April 2024

Simon Reynolds " RetroMania "

 Buch-Kritik Simon Reynolds  " RetroMania " ,  Ventil           

In  " RetroMania "  aus dem Jahr 2011 versucht uns der englische Autor Simon Reynolds in einer  " Analyse des popmusikalischen Ist - Zustandes "  zu erklären ,  wie die aktuelle Popkultur ,  besonders  die Popmusik ,  verstärkt auf die Vergangenheit zurück greift und nicht ,  wie sie sollte ,  Neues zu erschaffen versucht .  Der Musikjournalist ,  mitten drin im Geschäft ,  hegt dabei den Anspruch ,  dass Popmusik das Größte seit der Erfindung der Glühbirne sei aber durch die  "Retromania " / " Retroscape "  die Zukunft der Popmusik angegriffen wird .  Band - Reunions ,  Revivals ,  Retro - Moden und Tribut - Bands stehen hierfür stellvertretend .  Das mit zahlreichen  " Fachbegriffen "  gespickte Buch lässt dabei nicht aus ,  dass bereits in den 60er Jahren ein Retro -  und Revival - Kult bestand , wir heute aber  ( auch aufgrund der weltweiten und einfachen Möglichkeit an alles zuvor entstandene Kulturelle heran zu kommen  - Streaming  / Internet usw. )  an einer Stelle sind ,  an der sich die westliche Popmusik  " an ihr Ende erneuert "  hat .  Fortschritt und Innovationen kommen daher laut Reynolds eher noch aus sogenannten  " dritte Welt Ländern "  mit emanzipatorischen Bestrebungen gegen autoritäre Regime .  Jugend -  und Gegenkulturen noch als politische Bewegung und nicht wie im Westen zur Gewinnmaximierung .  Retroindustrie versus Originalität ,  Innovation und Subversion  -  ein spannendes Gedankenspiel bzw.  Realität .  In dieser deutschen Ausgabe reflektiert Reynolds des weiteren exklusiv im letzten Kapitel über die weltweite Rezeption von  " RetroMania " .  Tolles ,  424 Seiten starkes Sachbuch zu einem Thema welches uns alle umgibt .     

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