Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Mittwoch, 3. Mai 2023

Lordi " Screem Writers Guild "

CD-Kritik Lordi  " Screem Writers Guild " ,  Atomic Fire           

Mit dem nunmehr 11. und neusten Studio - Album  " Screem Writers Guild " ( wenn man die 7 CD - Box  " Lordiversity "   als nur eine CD zählt )  beglücken uns Lordi aus Finnland im Jahr 2023 . Eingängigen Hard Rock Melodien ,  AOR ,  mit rauem Gesang von Mr. Lordi versehen ,  in gruseligem Gesamtkonzept ,  mit starken Gitarrensoli ,  eingängigen Refrains und geschmackvollen Keyboardklängen sowie starken Backgroundchören und tighten Rhythmen werden geboten .  So liefern uns die 5 Monster um Sänger Lordi ,  Gitarrist Kone ,  Keyboarderin Hella ,  Bassist Hiisi und Schlagzeuger Mana mit 14 Songs inklusive 2 gesprochenen Teilen ,  bei einer Spielzeit von 55 Minuten ,  eingängige Rocksongs im Stil von Ghost ,  Nestor und  Alice Cooper ergänzt mit Balladen im Stil von Poison oder Guns N` Roses .  Auch das Night Flight Orchestra kann als Vergleich heran gezogen werden und zeigt die Bandbreite und Qualität dieses neusten Lordi - Werkes .  Die Band ist einfach ein Gesamtkunstwerk welches nicht zu Ernst genommen werden möchte und sowohl optisch als auch musikalisch eine Einheit darstellt .  Das Teil macht einfach Spaß ,  wenn auch für die ernsten und harten Rocker manchmal zu  " poppig "  -  aber dafür gibt es ja genug andere Bands !

Montag, 1. Mai 2023

Connor Selby " Connor Selby "

LP-Kritik Connor Selby  " Connor Selby " ,  Mascot Music Provogue           


Mit dem jungen Connor Selby aus Essex in Großbritannien macht sich ein weiterer Gitarrist und Sänger auf den Weg ,  den Blues weiter zu tragen und in die Fußstapfen von Kollegen wie des leider viel zu früh verstorbenen kanadischen Gitarristen und Sängers Jeff Healey ,  des Amerikaners Joe Bonamassa oder des deutschen Henrik Freischlader zu treten .  Mal ruhig mit viel Hammond - Orgel oder schwungvoll mit Bläsern aufgepeppt  -  die musikalische Bandbreite ist groß und macht ,  inklusive der warmen Stimme und dem tollen Gitarrenspiel von Connor Selby ,  unheimlich viel Spaß .  In der Schnittmenge von souligem Rock und Blues ,  bei einer Spielzeit von 77 Minuten mit 14 Songs ,  bewegen sich Stücke wie  " I Can`t Let You Go " ,  " The Man I Ought To Be " , " Hear My Prayer "  oder  "Show Me A Sign " .  Andere Rezensenten vergleichen Connor Selby teilweise auch mit Blues - Größen wie Buddy Waters oder Buddy Guy .  Einen Hauch Gospel,  Funk oder Pop ist zwischendurch auch immer mal wieder zu erkennen und zeigt die meist moderne Ausrichtung dieser Blues - Scheibe ,  die allerdings auch die klassischen Blues - Balladen enthält .  Mit seiner  " Band "   rund um Bassist Stefan Redtenbacher ,  den Gitarristen Joe Anderton ,  Tony Remy ,  Mike Outram und Scott McKeon ,  den Keyboardern Liam Dunachie und Ross Stanley ,  Schlagzeuger Mike Sturgis sowie den Bläsern Paul Jordanous  ( Trompete ) ,  Andreas See  ( Saxophon ) ,  Richard Beesley  ( Saxophon ) ,  Gerd Rahstorfer  ( Trompete )  und Hermann Mayr  ( Posaune )  ist hier ,  auf optisch schönem braunen Vinyl ,  eine warme und entspannte Musik des  " Young Artist Of The Year "  ( UK Blues Award )  zum Genießen entstanden . 

Samstag, 29. April 2023

Die " Metal - Kutte "

Modestil der Hard Rock und Metal - Szene           

Ein beliebtes Zugehörigkeits -  und Erkennungssymbol  als auch Ausdruck für die Vorlieben des / der Träger*in in der Hard Rock und Metal Szene ist seit Ende der 70er Jahre ,  in Anlehnung an die Kutten der Motorrad - Klubs ,  die sogenannte  " Metal - Kutte "   -  ursprünglich eine Jeans oder Lederweste mit Aufnähern (" Patches " )  der Lieblingsbands bestückt .  Abgewandelt davon können heute aber auch Jeansjacken oder Zipper ebenso mit den meist bunten Aufnähern versehen sein  -  sind dann aber eben keine klassischen  "Kutten " .  Die Kutte ist dabei meist mit einem großen Backpatch ,  oft der Lieblingsband ,  bestückt und darum herum angeordnet weitere kleine Patches weiterer beliebter Gruppen .  Oftmals wird die Kutte auch mit Ziernieten und anderen Applikationen wie Ketten oder Buttons verziert und gerne auch für Autogramme der Künstler*innen genutzt .  Die Kutte ist Ausdruck des Musikgeschmacks und der Zugehörigkeit zur Szene und somit modisches Accessoire dieser Musikrichtung(en) . 









Donnerstag, 27. April 2023

Sade " The Ultimate Collection "

CD-Kritik Sade  " The Ultimate Collection " ,  Sony              

Wer sich mit dem künstlerischen Schaffen der aus Nigeria stammenden  ( Vater Nigerianer ,  Mutter Engländerin )  und in Großbritannien lebenden Sängerin Sade auseinander setzen möchte und Hits wie  " Smooth Operator "  oder  " The Sweetest Taboo "  aus den 80er Jahren noch kennt ,  hat mit der hier vorliegenden,  mit 29 Songs auf 2 CD`s umfassenden Veröffentlichung aus dem Jahr 2011 ,  mit einer Gesamtspielzeit von 132 Minuten ,  die großartige Möglichkeit sich dem  "Smooth - Jazz - Soul - R`n`B "  der Künstlerin zu nähern .  Bietet Seite eins viele ihrer bekannten Hits und entführt in ihr frühes Schaffen ein ,  zeichnet sich auf der zweiten CD ,  zwar immer noch recht ruhig allerdings trotzdem mit der moderneren Betonung auf den Beat mit elektronischem Schlagzeug ,  die Entwicklung zu Songs die ,  entgegen derer auf  CD Nummer eins ,  den Stücken von Sade das typische und besondere Gefühl ihrer Stimme und Songs leider etwas nimmt .  Geschmacksache ob man als Zuhörer*in eher auf die  " alten "  oder  " neuen "  Sachen steht  -  insgesamt aber eine lohnenswerte Anschaffung .  

Dienstag, 25. April 2023

" Rock Meets Classic " 21.04.2023

Konzert-Kritik  " Rock Meets Classic "  21.04.2023 ,  " Jahrhunderthalle "  Frankfurt    












Was haben Dee Snider ,  Joey Tempest ,  Maggie Reilly ,  Ronnie Romero ,   Mike Tramp ,  Bernie Shaw und Mick Box gemeinsam ?   Genau ,  sie alle sind bekannte  Rock  -  Sänger*innen bzw. im Falle von Mick Box Gitarrist , Mitglieder bzw. Mitstreiter*innen  weltbekannter Bands und somit Teil der diesjährigen Aufführung von  " Rock Meets Classic "  2023  in der ausverkauften Jahrhunderthalle in Frankfurt / Höchst .  Schon seit vielen Jahren präsentieren hier Rockgrößen die Hits ihrer jeweiligen Band ,  gemeinsam mit großem Streichorchester und begleitenden Rockband  und interpretieren ihre Songs ,  in für das Zusammenspiel mit einem Symphonie  -  Orchester bearbeiteten Versionen .  

Das heißt also in diesem Jahr Songs der dänischen Band White Lion ,  der englischen Band Rainbow ,  des Briten Mike Oldfield ,  der englischen Band Uriah Heep,  den Amerikanern Twisted Sister und den Schweden Europe .  Los geht es allerdings an diesem Abend mit der Rock Meets Classic Rockband rund um die Gitarristen Alex Beyrodt und Tom Naumann ,  Schlagzeuger Michel Ehre, Bassist Alex Jansen ,  Keyboarderin Lisa Müller und die Backgroundsängerinnen Sarah Fox ,  Gabrielle Guncikova ,  Giorgia Colleluori  sowie den auch in der Queen - Cover - Band  " The Queen Kings " und als Musical - Darsteller aktiven Sänger Sascha Krebs ,  der auch als Ansager durch den Abend führt .  Dementsprechend eröffnet die Rockband auch mit Queen - Cover - Songs den musikalischen Reigen bevor als erstes Mike Tramp mit  " Radar Love "  und  " Tell Me "  die Bühne betritt .  Im Anschluss folgt der letzte Rainbow Sänger Ronnie Romero aus Chile der mit  " Long Live Rock `n `Roll " ,  " I Surrender "  und  " Since You`ve Been Gone " zu überzeugen weiß .  Etwas ruhiger wird es dann mit Maggie Reilly ,  einer der Stimmen zu den Mike Oldfield Songs  " To France " ,  " Everytime We Touch "  und  " Moonlight Shadow " .  Ihre ruhige und bescheidene Art wirkt unter all`  den  " Rocksängern "  an diesem Abend dabei sehr entschleunigend . 


Heimliche Publikumslieblinge ,  ganz knapp gefolgt von der Performance und den spaßigen Ansagen und Aktionen von Dee Snider ,  sind dann eindeutig die nun folgenden beiden alten Haudegen Bernie Shaw und Mick Box von Uriah Heep .  Gleich beim ersten Song  " Free me  " singt und tanzt das Publikum kräftig mit und der Longtrack  " July Morning "  mit stimmungsvollem Beginn der Keyboarderin Lisa Müller ,  überrascht und begeistert Band und Publikum .  " Easy Livin`"  und  " Lady In Black "  im Anschluss sind da schon eine sichere Bank der beiden Symphaten .  Der Langmähnige Dee Snider im Anschluss zeigt seine bekannten Entertainer - Fähigkeiten mit kurzen Geschichten und Animationen und reißt mit seiner Energie den ganzen Saal mit .  " We`re Not Gonna Take It " ,  " The Price",  " I Wanna Rock "  und das AC/DC - Cover  " Highway To Hell "  zünden den Rockfunken und nehmen das Auditorium mit .  Da hat es Joey Tempest im Anschluss sogar etwas schwer das Publikum sofort zu ähnlichen Begeisterungsschüben zu animieren aber mit  " Walk The Earth " ,  " Ready Or Not " ,  "Superstitious " ,  " Carrie "  und  " Rock The Night "  kommt die Energie zurück und explodiert noch einmal im gemeinsamen Abschlussstück aller Künstler*innen mit dem allseits bekannten Welthit  " The Final Countdown " .  150 Minuten Musik der Extraklasse ,  die das Publikum in der ausverkauften Jahrhunderthalle begeistert hat und mit der Ankündigung auf dem Backdrop ,  sich 2024 wieder zu sehen ,  sicherlich viele der Anwesenden sehr erfreut hat . 

  




Sonntag, 23. April 2023

Sachbücher " Kultur "

Wer Lust hat sich mit einzelnen Aspekten des Kulturgutes und Kulturgeschehens auseinander zu setzen und kein Bedürfnis hat immer viel Geld hierfür auszugeben ,  hat mit den Büchern aus dem Reclam -  aber auch des KiWi - Verlages zahlreiche Möglichkeiten sich den unterschiedlichsten Themen ,  d.h. Künstlern ,  Bands oder Genres zu widmen .  Hier ein paar Beispiele aus den Bereichen Musik ,  Kunst ,  Literatur und Film  ( viel Spaß beim Stöbern ,  Finden und viel Neues und Wissenswertes entdecken ) : 




Freitag, 21. April 2023

Demons Down " I Stand "

CD-Kritik Demons Down  " I Stand " ,  Frontiers               

Wer auf melodischen Hard Rock steht und Bands wie House Of Lords ,  Joe Lynn Turner solo oder mit  Rainbow bevorzugt ,  ist bei der neuen Band  " Demons Down "  genau an der richtigen Stelle .  Nicht von ungefähr befinden sich ehemalige oder aktuelle Musiker von House Of Lords bzw.  Quiet Riot in dieser Formation  - namentlich Bassist Chuck Wright ,  Schlagzeuger Ken Mary und Gitarrist Jimi Bell .  Hinzu kommen noch der chilenische Sänger James Robledo und Gitarrist Francesco Savino .  Ausdrucksstark in Gesang und Vertonung ,  mit viel Druck aber auch dem Gespür für tolle Melodien in der Art der Musik der 80er / 90er Jahre verbreiten die fünf Musiker großen Spaß und zeigen das gute Musik absolut zeitlos ist .  Trotz Bezug auf den Hard Rock der 80er Jahre klingt die Musik von Demons Down nämlich keineswegs altbacken ,  sondern vielmehr hervorragend in die 2020er Jahre übertragen .  11 Songs bei einer Spielzeit von 51 Minuten ,  die aufgrund ihrer Energie nach einer Livepräsentation rufen und den / die Rockmusikliebhaber*in sicherlich vor die Bühnen der örtlichen Clubs locken würde .