Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Freitag, 9. April 2021

Frank Goosen " Sweet Dreams "

 Buch-Kritik Frank Goosen  "Sweet Dreams  - Rücksturz In Die Achtziger ",  KiWi       

Literatur muss nicht immer inhaltsschwanger und hoch anspruchsvoll sein um zu unterhalten bzw.  vielleicht auch eben gerade nicht.  Das beweist einmal mehr Autor Frank Goosen mit seinem neusten Buch  " Sweet Dreams ".  Für Menschen die wie der Autor Mitte/ Ende der 60er Jahre geboren sind,   stellen seine Erzählungen immer wieder  " schöne "  Erinnerungen an die eigene Kindheit bzw.  Jugend her und man findet sich als Leser*in in den einzelnen Geschichten gerne wieder.  Wie das Cover des Buches schon zeigt,  wird diese Generation gerne auch als  " Generation Kassettenkinder "  bezeichnet,  schließlich war das Aufnehmen eigener Mixkassetten mit Musik eine beliebte Tätigkeit dieser  " 80er Jugendgeneration ".  Erste unerwiderte Lieben,  Skifreizeiten mit                             " sadistischen "  Lehrern,  modische Verirrungen,  " Moonboots ",  Demonstrationen,  der Mauerfall,  erste Konzertbesuche,  Partys,  Videotheken,  Zauberwürfel, Frisuren,  Fußball und Boris Becker werden in kurzen Begebenheiten und Erinnerungen beschrieben und obwohl die Geschichten im Ruhrgebiet  ( Bochum - Heimatort des Autors )  spielen,  könnten oder sind viele auch in unseren Gefilden so oder so ähnlich passiert.  Ein Buch zum ständigen Schmunzeln und immer mal wieder reinlesen perfekt geeignet.  233 schnell zu lesende,  entspannende  und unterhaltende Seiten.

Mittwoch, 7. April 2021

Jerry Lewis " Zu Heiß Gebadet "

Film-Kritik Jerry Lewis  " Zu Heiß Gebadet ",  Paramount    

Der amerikanische Komiker und Schauspieler Jerry Lewis in einer turbulenten Komödie als  " Haushaltshilfe "  in einer Pension für Schauspielerinnen.  Film aus dem Jahr  1961 mit den Schauspieler*innen  George Raft,  Helen Traubel,  Pat Stanley,  Kathleen Freeman,  Buddy Lester  und  Harry James.  92 Minuten.

Montag, 5. April 2021

Hydra

Southern Rock der 70er Jahre     

" Hydra " ist eine aus  Atlanta / Georgia / U.S.A.  stammende Southern - Rock Band,  die zwischen 1969 - 1971 von Gitarrist Spencer Kirkpatrick und Schlagzeuger Steve Pace mit der Hinzunahme von Sänger und Gitarrist Wayne Bruce sowie dem endgültigen Bassisten Orville Davis im Jahr 1971 gegründet wurde.  Entgegen anderer Bands aus dem Genre,  wie z.B.   " Lynyrd Skynyrd "  ( die sie ebenso wie die Allman Brothers und ZZ Top auf deren Tourneen supporteten ),   " Molly Hatchet ",   " 38 Special ",  " Blackfoot "  oder die oben genannte  " Allman Brothers Band ",   ist Hydra in Deutschland heute kaum bekannt.  Mit den hier vorliegenden 3 remasterten Aufnahmen  " Hydra ",   " Land Of Money "  und " Rock The World "  liegt das komplette Schaffen der Gruppe,  die sich im Jahr 1977 auflöste und danach nur sporadisch für ein paar Livekonzerte wieder zusammen kam,  hiervon zeugt die 2005er Liveaufnahme " Live After All These Years ",   















vor.  Geboten wird dabei klassische,  schwung - und kraftvolle Rockmusik mit leichten Countryeinflüssen. Die Gitarren rocken, der Bass pumpt und das Schlagzeug treibt die Songs voran. Das kraftvolle Organ von Sänger Bruce Wayne,  leicht angeraut,  passt dabei perfekt zu den auch gerne mal mit einer Slideguitar versehenen Stücken.  Auch eine Band wie  " Free "  bzw.  " Bad Company ",  mit Sänger Paul Rodgers,  ist in den Songs von Hydra erkennbar.  Schade dass es die Band nicht weiter gebracht und mehr Aufmerksamkeit erhalten  hat - vielleicht haben sich die Musiker einfach zu früh auf - und der oben genannten Konkurrenz geschlagen gegeben.  Antesten - es lohnt sich !

Samstag, 3. April 2021

Heaven " Where Angels Fear To Tread "

 CD-Kritik Heaven " Where Angels Fear To Tread ",  Rock Candy       

Mit  " Heaven "  präsentiert uns das auf remasterte Versionen spezialisierte Label  " Rock Candy "  mit   " Where Angels Fear To Tread "  die Produktion einer 1980 in Adelaide bzw. Sydney/ Australien gegründeten Band.  Die hart rockenden 10 Titel,  bei einer Spielzeit von 38 Minuten,  irgendwo zwischen späten Slade,  The Angels  und frühen Krokus/ AC/DC,  hören dabei auf Titel wie  " You ",  " Sleeping Dogs ",  " Hard Life "  oder das gleichnamige Titelstück  " Where Angels Fear To Tread ".  Die aus Alan Fryer ( Gesang ),  Mick Cocks ( Gitarre ),  Kelly ( Gitarre ),  Joe Turtur ( Schlagzeug )  und Bassist Laurie Marlow bestehende Band bieten dabei ein klassisches Stück Rockmusik aus dem Jahr 1983 mit tatkräftiger Unterstützung im Backgroundgesang von Größen wie Glenn Hughes ( Deep Purple ),  Lita Ford ( Runaways )  oder Ronnie James Dio ( Rainbow,  Black Sabbath ).  Mit Saxophonist Jimmy Zazla beim Track  " Madness "  kommt auch noch ein instrumentales Schmankerl hinzu,  welches hervorragend in den Stil der Komposition(en)  von Heaven passt. Up - Tempo Rocker,  Coverversionen ( " Love Child" - Diana Ross ) ,  das " bluesige "  " Rock School "  oder das stampfende  " Don`t  Mean Nothing " - Rockmusik der 80er Jahre wie man sie liebt.  Definitiv keine AC/DC - Kopie,  obwohl irgendwie ja alle australischen Bands mit ihnen verglichen werden.  Der  " Spirit "  ist da - die Ausführung aber eine gänzlich eigene und tolle!

Donnerstag, 1. April 2021

Julia Hülsmann Trio " Good Morning Midnight "

CD-Kritik Julia Hülsmann Trio with Roger Cicero  " Good Morning Midnight ",  ACT      

Pianistin Julia Hülsmann macht sich mit ihrem Trio  ( Marc Muellbauer - Bass,  Heinrich Köbberling - Schlagzeug )  und Unterstützung von Sänger Roger Cicero ( " Männersachen ",  "  Artgerecht ",  "  Was Immer Auch Kommt ",  " The Roger Cicero Jazz Experience " ) sowie den Gästen Tilman Ehrhorn ( Elektronics),  Martin Auer und Rainer Brennecke ( Flügelhörner ),  Jonas Schoen ( Altsaxofon ),  Sarah Willis ( French Horn)  und Christian Gerber ( Bandoneon ) daran,  die Texte der Lyrikerin Emily Dickinson ( 1830 - 1886,  Amherst/  Massachusetts, U.S.A. ) zu vertonen.  Hierzu hat sie 10 Gedichte mit den Titeln  " I Cannot See ",  " Will There Really Be A Morning ",  " Good Morning Midnight ",  " My River ",  " When Plato Was A Certainty ",  " Light ",  " One Sister  ",  " Tell Her ",  " Under The Light "  und

" I Don`t Know His Name "  ausgewählt  und mit dem  Nick Drake Song  " Riverman "  ergänzt. Ruhige Pianoklänge,  unaufdringliche Rhythmusbegleitung,  verrückte Melodie - und Tonfolgen,  der gefühlvolle aber kräftige und ausdrucksstarke Gesang Ciceros,  aufgefrischt  mit den Gastinstrumentalisten und deren jeweiligem Klangkörper,  Intensitätseruptionen,  hypnotische  oder treibende Parts  - eben  61 Minuten Jazz mit Solis wie man sie eigentlich kennt und  " erwartet ",  wobei ... " was kann man im Jazz  schon erwarten " ?  Wer die Stimme des leider viel zu früh verstorbenen Roger Ciceros kennt und mag kann sie hier noch einmal in einem ganz anderen und großartigen  Gewand erleben.  Wie ich diese Stimme vermisse. TOLL !

Dienstag, 30. März 2021

Dobbs " H.G. Wells "

Comic-Kritik Dobbs  " H.G. Wells " ,  Splitter      























In der Comic - Serie " H.G. Wells " bringt uns Autor Dobbs mit Zeichnern wie Moreau,  Cifuentes,   Fiorentino und  Regnault in 6 Bänden,  davon 2  Zweiteiler,  vier klassische Science - Fiction - Geschichten des  1866 in Bromley,  London geborenen Schriftstellers H.G.  Wells näher.  Neben " Die Zeitmaschine ",   " Der Krieg Der Welten "  sind das  " Die Insel Des Dr. Moreau "   und  " Der Unsichtbare ".  Wem die Romane zunächst zu lang oder zu  schwierig sind oder wie die Verfilmung von " Der Krieg Der Welten "  mit Tom Cruise zu schlecht erscheint,  hat hier mit tollen Zeichnungen die Chance sich den über 100 Jahre alten,  spannenden Geschichten zu nähern und so doch vielleicht die Lust zu entwickeln die Romane komplett zu lesen. Das Radiohörspiel zu " Der Krieg Der Welten " besitzt  übrigens Kultcharakter,  mit samt der Geschichte um die Erstausstrahlung,  und stellt eine weitere schönen Möglichkeit dar,  der Fantasie H.G. Wells zu folgen. 

Sonntag, 28. März 2021

Whitesnake

Band  des ehemaligen Deep Purple Sängers David Coverdale     












Als David Coverdale im Jahr 1973 als Sänger zur Mark III Besetzung von Deep Purple stieß war schnell klar,  dass die Musik " Purples "  von nun an ( speziell auch in Kombination mit dem neuen Bassisten und Sänger Glenn Hughes der von der Band " Trapeze "  kam )  fortan mehr in Richtung Blues,  Funk und Soul tendieren sollte.  Insgesamt 3 Platten  folgten,  bevor Coverdale die Band wieder verließ und nach den beiden Soloplatten " White Snake "  und " Northwinds "  schließlich seine eigene Band  " Whitesnake ",  benannt nach seinem ersten Soloalbum,  gründete.












Fortan, bis zur  " Kurskorrektur "  im Jahr 1987 mit der gleichnamigen CD,  die musikalisch mehr in Richtung des amerikanischen Musikmarktes schielte ( zuvor wurde schon  " Slide It In "  für den amerikanischen Markt " neu "  gemixt ),  wurden 7 hochklassische Blues Rock Platten veröffentlicht.  Micky Moody und Bernie Marsden an den Gitarren,  Jon Lord an den Keyboards,  Neil Murray am Bass sowie David Dowle am Schlagzeug gehörten zur ersten Besetzung,  die das Debutalbum " Trouble "  1978  heraus brachte.  " Lovehunter " ( 1979 )   und  " Ready An` Willing "  ( 1980 ),  nun mit ex - Deep Purple Schlagzeuger Ian Paice,  folgten und bescherten Whitesnake  ( zum damaligen Zeitpunkt von der Presse als Nachfolgeband von Deep Purple - die sich erstmalig aufgelöst hatten - hoch gehandelt )  erste größere Erfolge.  












Mit der Liveplatte " Ain`t No Love In The Heart Of The City "  mit dem gleichnamigen Song  ( eine Coverversion von " Bobby Bland " ), " Come An Get It "  und              " Saints & Sinners " folgten 3 weitere erfolgreiche Alben,  von denen die beiden letztgenannten in den Deutschen Albumcharts mit den Plätzen 20 und 28 landeten.  Songs wie " Don`t Break My Heart Again ",  " Here I Go Again "   oder " Crying In The Rain "  waren darauf zu finden und sind auch noch heute Markenzeichen der Band.  Die 1984er Veröffentlichung  " Slide It In "  mit Songs wie " Love Ain`t No Stranger "  und  " Guilty Of Love ",  Umbesetzungen in der Band und ein Remix des Albums für den amerikanischen Markt stellte dann schließlich eine musikalische Zäsur für die Band dar.  Der Blues - Rock Anteil rückte vermehrt in den Hintergrund und die Kompositionen auf Alben wie  " 1987 ",  " Slip Of The Tongue ",  " Good To Be Bad " oder " Forevermore " gingen immer mehr in Richtung Hard Rock mit harten Rockgitarren wofür die auf die Blues - Rock - Gitarristen Moody,  Marsden,  Galley folgenden Rock - Gitarristen Sykes,  












Vandenberg oder Vai verantwortlich zeichneten.  Im Laufe der über 40jährigen Geschichte von Whitesnake haben sich viele, zum Teil  heute sehr bekannte Musiker die Klinke in die Hand gegeben und verleihen der Musik und dem Stellenwert der Band so eine große Bedeutung im " Hard " - Rock - Genre.  Von Schlagzeuglegenden wie Cozy Powell und Tommy Aldridge ( der auch heute wieder bei der Band trommelt )  über Keyboarder wie Don Airey ( " Deep Purple " ),  die Bassisten Marco Mendoza ( " Thin Lizzy ",  " The Dead Daisies " ),  Rudy Sarzo ( " Quiet Riot ",  " Dio ",  " Ozzy Osbourne " ) oder  Colin " The Bomber " Hodgkinson  ( " Alexis Korner " )  bis zu den Gitarristen John Sykes  ( " Tygers Of Pan Tang ",  " Thin Lizzy ",  " Blue Murder " ),  Steve Vai  ( " David Lee Roth ", " Alcatrazz ",  " Frank Zappa " ),  Doug Aldrich ( " Dio ",  " The Dead Daisies " ),  Vivian Campball  ( " Def Leppard",  " Dio " )  oder Adrian Vandenberg  ( " Vandenberg " ) -  all` diese und noch viele weitere Musiker vervollständig(t)en das Schaffen der Band,  die bis in die heutige Zeit aktiv ist.  Mit Joel Hoekstra ( " Night Ranger " ) und Reb Beach  ( " Winger ",  " Dokken " )  vereint Meister Coverdale das nächste starke Gitarren - Duo neben sich und lässt auf weitere Großtaten hoffen.  Mit  " The Purple Album " ( 2015 )  hat David Coverdale mit seiner Band Whitesnake im Übrigen seiner Zeit bei Deep Purple noch einmal Tribut gezollt.