CD-Kritik Pyramaze " Bloodlines " , AFM Records
Aktuelle Podcast Episode
"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"
- Johann Nepomuk Nestroy -
Freitag, 29. September 2023
Pyramaze " Bloodlines "
Mittwoch, 27. September 2023
Café del Mundo 22.09.2023
Konzert-Kritik Café del Mundo 22.09.2023 , " Café Extra " Büttelborn
Ausverkauftes Haus in der Büttelborner Kleinkunstbühne " Café Extra " . Rund 60 musikbegeisterte Menschen sitzen eng beisammen an Bistrotischen und erwarten den Auftritt von Jan Pascal und Alexander Kilian , dem Duo " Café del Mundo " . Die beiden Flamencogitarristen aus dem " Dreiländereck " ( Hessen / Baden / Franken ) sind nach 2019 heute zum zweiten Mal ins kleine Café im Nachbarort der Kreisstadt Groß - Gerau gekommen , um in dem gemütlichen Ambiente Auszüge aus ihrem großen Repertoire zu präsentieren .
![]() |
Zwischen großen Auftritten in London , Paris , Madrid , Grenada und Hamburg sowie Aufnahmen mit dem Royal Philharmonic Orchestra in den Abbey Road Studios , ist dieses hautnahe Konzert für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes . Dieser Umstand , der Kontrast der Großstädte zum kleinen Büttelborn , wird auch immer wieder witzig von Pascal und Kilian in den Ansagen aufgenommen und sorgt neben der hervorragenden Musik für viel Gelächter und Unterhaltung im Publikum . Überhaupt ein sehr Abwechslungsreicher Abend , denn neben klassischen Flamenco - Stücken werden gerne auch Stücke von J.S. Bach oder anderen klassischen Komponisten , wie Jan Pascal erklärt , ebenso " gitarrisiert " und in Flamencostimmung verändert , wie auch Songs von Simon & Garfunkel ( " Scarborough Fair " ) , U 2 ( " With Or Without You " ) oder Coldplay ( " Viva La Vida " ) mit Anfeuerung des Publikums zum Mitsingen von Alexander Kilian . Auch Michael Jacksons " Earth Song " kommt im typischen Café del Mundo Stil zur Aufführung wie auch Klassiker von oder im Stil von Astor Piazzolla . Dabei spielen sich die beiden Gitarrist die musikalischen Bälle traumwandlerisch zu , bleiben stets im Blickkontakt , reagieren auf den Partner und lassen die Finger über das Griffbrett fliegen , dass man ob der Geschwindigkeit kaum folgen kann . Gleichzeitig kommt das Gefühl aber nie zu kurz und das Spiel mit geschlossenen Augen zeigt das " Fühlen " der Musik bei den beiden Gitarristen mehr als einmal . Bevor das zweigeteilte Set ( 1. Set ca. 55 Minuten , kurze Pause mit Kontakt und Autogrammen am Merchstand , 2. Set 70 Minuten ) nach insgesamt 125 Minuten zum Ende kommt , wird nach " standing ovations " des Publikums ein 12 Songs umfassendes Medley als Zugabe präsentiert , bevor als krönender und intimer Abschluss die beiden Musiker am Bühnenrand Platz nehmen und ein weiteres , rein akustisches Stück zum Besten geben . Extrem sympathische und publikumsnahe Künstler mit einem Bezug zu Büttelborn , schließlich hat die Mutter von Alexander Kilian zwei Jahre im Ortsteil Worfelden gewohnt und zwei Freunden aus dieser Zeit waren an diesem Abend anwesend - also fast ein kleines " Heimspiel " bei Freund*innen .
Montag, 25. September 2023
Lukather " Bridges "
CD-Kritik Lukather " Bridges " , Mascot
Wenn Toto - Gitarrist und Sänger Steve Lukather mit " Bridges " ein neues , sein 10. Solo - Album veröffentlicht und dabei Unterstützung von Musikern wie Joe Williams , David Paich , Simon Phillips oder Leeland Sklar erhält , ist die musikalische Nähe zu seiner Band Toto logischerweise nicht von der Hand zu weisen . Aus rechtlichen Gründen wird es wohl kein weiters offizielles Toto - Album mehr geben aber mit den 8 Songs auf " Bridges " wird der geneigte Fan bestens bedient . Mit dem starken Opener " Far From Over " und dem folgenden " Not My Kind Of People " zelebriert Lukather gleich mal seine satten Gitarrenriffs mit tollen Strophen und Melodien samt seiner sehr schönen Gesangsstimme . " Someone " im Stile von Police , die wunderschöne Ballade " All Forever Must End " , das beschwingt rockende " When I See You Again " und das soulige " Take My Love " folgen bevor mit " Burning Bridges " im Joe Bonamassa - Stil und dem getragenen " I`ll Never Know " die 35 Minuten viel zu schnell zu Ende sind .
Samstag, 23. September 2023
Ingrid Davis " Aachener Todesreigen "
Buch-Kritik Ingrid Davis " Aachener Todesreigen " , KBV
Britta Sander , Detektivin in der Detektei Schniedewitz & Schniedewitz in Aachen , ist eigentlich hinter untreuen Ehepartner*innen her , macht sich auf die Suche nach entlaufenen Tieren oder versucht Arbeitnehmer*innen , denen Fehlverhalten vorgeworfen wird , auf die Spur zu kommen . Als sie von einer ehemaligen Schulkameradin gebeten wird ihre verschwundene Schwester zu suchen , kann sie diese nur tot auffinden . Suizid . Doch Ungereimtheiten , eine andere Frau die am Ort des Geschehens gesehen wurde , lassen den Fall in einem anderen Licht erscheinen . Als Brittas Kollege Eric , der einen angeblichen Reitunfall untersucht , auch dort Hinweise für ein Verbrechen entdeckt und diese Tote eine ehemalige Freundin von Brittas Toter ist , arbeiten die beiden Kolleg*innen mit Hochdruck gemeinsam an beiden Fällen . Verdächtige gibt es genug aber kaum handfeste Beweise . Als dann eine weitere Klassenkameradin stirbt , muss Britta nun doch Kontakt zur Polizei aufnehmen und die Lösung der Serienmorde verblüfft dann doch Alle . Der erste Fall von Britta Sander und ihren Kolleg*innen in der Detektei Schniedewitz & Schniedewitz in Aachen ist ein spannender , abwechslungsreicher und sehr flüssig und gut zu lesender Krimi der aus Aachen stammenden Autorin Ingrid Davis . Sie schafft es dabei gekonnt die Charaktere der Haupt - und Nebenfiguren nach und nach behutsam vorzustellen und das Ganze in die Geschichte einzuweben , sodass ein tolles Gesamtbild entsteht und den / die Leser*in mit den sympathischen und sich stets "ärgernden" Hauptpersonen mitfiebern lässt . Toller Einstieg in die mit aktuell 8 Fällen umfassende Reihe um Britta Sander , Eric , Sammy , Jyosti und Körber.
Donnerstag, 21. September 2023
Dienstag, 19. September 2023
Till Brönner and Bob James " On Vacation "
CD-Kritik Till Brönner And Bob James " On Vacation " , Sony
Wenn Trompeter und Sänger Till Brönner gemeinsam mit Pianist und Keyboarder Bob James ein gemeinsames " Urlaubsalbum " erschafft und sich der Entstehungsprozess in die Corona - Pandemie hinein zieht , ist die entstandene Musik im Nachhinein sogar doppeldeutig nicht nur als " Urlaubsmusik " mit einem Cocktail am Strand sondern auch als Erholung zu allem Erlebten der Pandemie zu sehen / hören und verstehen . Hochmelodisch mit wenig Gesang wird hier geswingt ( " Late Night " ) , ein wenig in " Elysium " " gefunkt " und " gefolkt " oder unaufdringlich musiziert ( " Lavender Fields " ) . Die Ballade " Sunset Vale " oder das von Brönner gesungene " Forget The Masquerade " sind dabei weitere von 13 teils Fremdkompositionen auf dieser lässigen und geschmeidigen Einspielung . Ein bisschen " Latin " , ein paar " Beats " , ein wenig " Fusion " weit weg von Selbstbeweihräucherung - hier haben sich zwei Künstler gefunden denen es um den gemeinsamen Klang und das Wohlgefallen geht . 63 Minuten Musik zum Nachdenken , Entspannen , Lachen und Weinen - Musik mit Gefühl .
Sonntag, 17. September 2023
H.E.A.T. & Eclipse 14.09.2023
Konzert-Kritik H.E.A.T. & Eclipse 14.09.2023 , " Rex " Bensheim
Donnerstag Abend im " Musiktheater Rex " in Bensheim . Vor der höhergelegenen ehemaligen und denkmalgeschützten Güterhalle bildet sich eine lange Schlange beim Einlass und lässt erahnen , dass an diesem Abend dort etwas besonderes passieren wird . Die beiden schwedischen Hard Rock Bands H.E.A.T. (gegründet 2007 in Upplands Väsby ) und Eclipse ( gegründet 1999 in Stockholm ) sind zum ersten Mal mit ihrer Double - Headliner - Tour zu Gast an der Bergstrasse . Als um kurz nach 20:30 Uhr das Saallicht erstmals im sehr gut gefüllten Rex ( mit einer Kapazität von max. 600 Besucher*innen ) erlicht und "The Heat Is On " (Glenn Frey - " Beverly Hills Cop " ) über die Boxen eingespielt wird ist klar , wer gleich die mit einem " Force Majeure " - Backdrop gestaltete Bühne betreten wird . H.E.A.T. um den zurückgekehrten Ur - Sänger Kenny Leckremo , Gitarrist Eric Rivers , Bassist Jimmy Jay , Keyboarder Jona Tee und
![]() |
![]() |
Schlagzeuger Eric Modin ( der den eigentlichen Schlagzeuger Don Crash vertritt ) legen gleich mit " Demon Eyes " kraftvoll los und werden von der ersten Minuten an vom Publikum gefeiert . Ohne Pause werden gleich darauf mit "Rock Your Body " , " Hollywood " und " Downtown " die nächsten Kracher abgefeuert und Wirbelwind Leckremo strahlt ob der Reaktionen über`s ganze Gesicht . Kurze Gitarrensoli von Gitarrist Rivers werden immer wieder eingestreut und die ganze Band strotzt nur so vor Energie . Mit Backgroundgesang unterstützt schraubt sich Leckremo immer wieder in höchste Höhen und die Rhythmusfraktion um Jay und Modin legen das Fundament für die , von Keyboarder Tee am Keyboard unterstützten , großartigen Songs , die vom textsicheren Publikum enthusiastisch mitgesungen und beklatscht werden . " One On One " , " Keep On Dreaming " , " Come Clean " , " Break The Silence " oder " Cry " , " Point Of No Return " , " Beg Beg " - die Band kann aus einem reichhaltigen Repertoire schöpfen . Bevor es dann in die Abschlussrunde geht darf Schlagzeuger Eric Modin , unterlegt von der " Back To The Future " Melodie , in einem kurzweiligen Schlagzeugsolo sein Können präsentieren . " Back To The Rhythm " , " Dangerous Ground " , " Living On The Run " und " A Shot At The Redemption " bilden dann noch einmal den krönenden Abschluss eines 85 minütigen , schweißtreibenden und enthusiastischen Auftritts einer großartigen und extrem sympathischen Live - Band .
![]() |
![]() |
Nach einer knapp 1/2 stündigen Umbaupause erlischt dann gegen 22:30 Uhr erneut das Saallicht und die Klänge eines Radios , welches durchforstet wird und unterschiedliche Songs , u.a. von den Scorpions , kurz angespielt werden sind zu hören . Mit neuem Eclipse - Backdrop hinter dem Drumriser und zusätzlichen Lichtern versehen , betreten dann Sänger und Gitarrist Eric Martensson , Gitarrist und Backgroundsänger Magnus Henriksson , Bassist und Backgroundsänger Victor Crusner sowie dessen Bruder Philip Crusner am Schlagzeug mit " The Hardest Part Is Losing You " die jetzt aufgeräumter wirkende Bühne . Nicht ganz so bunt wie bei H.E.A.T. und irgendwie seriöser wirkend geht es aber auch bei Eclipse gleich voll zur Sache . Einfach ein anderes Erscheinungsbild , vom Äußeren könnte Sänger Eric Martensson auch Mitglied bei Depeche Mode sein , aber ebenso kraftvoll und melodiös wie zuvor bei den schwedischen Landsleuten . Allein die besondere Klangfarbe der Stimme hebt die folgenden Songs wie " Got It " oder " Saturday Night ( Hallelujah " ) schon von anderen Bands des Genres poitiv ab . Das weiß auch das Publikum erneut mit viel Applaus und Begeisterung zu würdigen , was Eric Martensson dazu verleitet auch gerne zuzugeben , dass er vor diesem Auftritt mit Bensheim nichts anzufangen wusste aber jetzt , nach einem leckeren Bier nachmittags in der Bensheimer Innenstadt und den jetzt gezeigten Reaktionen , sehr gut weiß wo Bensheim liegt . Die nun folgende , emotionale Halbballade " Anthem " vom neuen Album " Megalomanium " erzeugt dann Gänsehautstimmung bevor es mit " Runaways " , " Hurt " und " Children Of The Night " sowie " Dying Breed " wieder voller Power weiter geht . Da wird das Publikum auf den Monitorboxen stehend von den Musikern angefeuert , kleine Mitsingspiele gestartet und zum Mitklatschen animiert . Auch der Dank des Sängers an alle Anwesenden , denn ohne Publikum wären alle Cover - oder Profibands bis AC/DC nichts , kommt da von Herzen und zeigt die Bodenständigkeit und Herzlichkeit auch dieser Band . Auch Schlagzeuger Philip Crusner darf sich dann mit eingespielter Hintergrundmusik bei einem tollen Schlagzeugsolo mit Lichteffekten gesondert dem Publikum präsentieren . " Rose On Your Grave " , " Battlegrounds " , " The Downfall Of Eden " , ein kleiner Einsprengsel von Gitarre und Gesang mit dem Black Sabbath Song " Heaven And Hell " plus Publikumschor , " Black Rain " , "Never Look Back " und " Twilight " sind dann die vom Publikum auch hier meist mitgesungenen Vorboten zum abschließenden Hit der Band " Viva La Victoria", der ein auch hier großartiges , emotionales und heißes Konzert nach 80 Minuten beendet und die Hoffnung schürt , beide Bands in Zukunft wieder hier im Musiktheater , mit seinen überaus freundlichen Mitarbeiter*innen , erleben zu dürfen . So macht Livemusik einfach unheimlich viel Spaß und zeigt den Mehrwert solcher Veranstaltungen !
Freitag, 15. September 2023
U. D. O.
Mehr als ein Accept Ableger