Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Mittwoch, 18. Mai 2022

Paul Carrack " Another Side Of Paul Carrack "

CD-Kritik Paul Carrack Feat. The SWR Big Band  " Another Side Of Paul Carrack " ,  SWR Media  

13 großartige ,  relaxte und zum Teil neu arrangierte Songs von  u.a.  Mike And The Mechanics ,  Nick Lowe oder Cole Porter inkl. zweier Eigenkompositionen von Carrack in  " Big Band Sound " ,  bietet uns die bekannte SWR Big Band mit seinen Streichern und Sänger Paul Carrack auf dem 2020 erschienenen Album      " Another Side Of ... " .  Paul Melvyn Carrack  ( am 22. April 1951 in Sheffield , England geboren )  ist Sänger ,  Gitarrist ,  Keyboarder sowie Songschreiber und war unter anderem Sänger von Genesis Gitarrist Mike Rutherfords Band  " Mike And The Mechanics " .  Gemeinsam  zelebrieren Band und Sänger auf dieser 54 Minuten langen CD  Hits wie  " How Long "  , " I`ve Got You Under My Skin "  oder  " The Living Years "   in swingender Atmosphäre mit großen Bläsersätzen ,  einschmeichelnden Streichern oder ganz reduziert mit Piano .  Die bekannten Songs in diesen neuen Fassungen zu hören macht einfach Spaß und zeigt einmal mehr ,  welch`  kreative Möglichkeiten in der  " Neu -  " Interpretation  " alter "  Lieder liegen .         





Samstag, 14. Mai 2022

Simone Kopmajer " Spotlight On Jazz "

CD-Kritik Simone Kopmajer  " Spotlight On Jazz " ,  Lucky Mojo Records      

Wer auf swingenden Jazz mit prägnanter Stimme und einem die Instrumentalabteilung anführenden Saxophon steht ,  ist bei der 2018 erschienenen CD  " Spotlight On Jazz " ,  der österreichischen Sängerin Simone Kopmajer ,  an der genau richtigen Stelle .  13 tolle , ohrschmeichelnde , melodiöse  und  " klassische " Jazzkompositionen  ( davon 6 Fremd -  und 7 Eigenkompositionen )  plus einem modernen Remix  von  " Dig That Riff " ,  werden bei über 60 Minuten Spielzeit geboten .  Mit Terry Myers an Saxophon und Klarinette ,  Paul Urbanek am Piano ,  Martin Spitzer an der Gitarre ,  Karl Sayer am Bass und Reinhardt Winkler am Schlagzeug wird die Sängerin dabei von einer großartigen Band begleitet .  Stücke von Künstlern wie Benny Goodman oder Duke Ellington lassen sicherlich einen ersten Rückschluss auf den Stil dieses tollen Albums zu .  Entspannt - swingender - Jazz !

Donnerstag, 12. Mai 2022

Headpins

Kanadische Rockband der 80er Jahre mit stimmgewaltiger Sängerin     

Ein kleiner  " Geheimtipp "   und leider eine der vielen zu Unrecht nicht beachteten Bands der 80er Jahre ist die Band  " Headpins "  aus Kanada ,  die 1984 u.a. als Vorgruppe von Whitesnake in Deutschland  ( am 20. März 1984 in Offenbach )   tourte .  Die Headpins ,  1979 von  Ab Bryant und Brian MacLoad als Nebenprojekt der Band  " Chilliwack "  gegründet ,  waren  eine der zur damaligen Zeit wenigen Hard Rock - Bands mit Frontfrau .  Zunächst sollte die aus Vancouver stammende Denise McCann Sängerin der Band werden ,  stieg allerdings 1981 nach mehreren Liveauftritten aus und wurde durch die stimmgewaltige Darby Mills ersetzt .  Mills erinnert dabei bei den drei einzigen Studioalben der Band  ( 1982 - 1985 )  des Öfteren an die ebenfalls aus Kanada stammende Hard Rock Sängerin Lee Aaron ,  die zum gleichen Zeitpunkt aktiv wurde und auch heute noch ist .  Geradliniger Hard Rock mit viel Power wird bei den Aufnahmen geboten und hält mit Songs wie  " Just One More Time " ,  " Feel It  ( Feel My Body ) "  oder  " Don`t It Make Ya Feel "  Hits mit Chartplatzierungen in den  " Billboard  Hot 100 "  parat .  Darby Mills wurde im Jahr 1986 gefeuert und startete eine Solokarriere .  Sie kehrte später für Liveauftritte im klassischen Line - Up zurück ,  bevor sie 2016 die Band erneut verließ .  Die Band ist bis zum heutigen Tag live aktiv ,  hätte aber definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient .  Also : eine Band die es zu entdecken gilt !

Dienstag, 10. Mai 2022

Flix " Spirou In Berlin "

Comic-Kritik Flix  " Spirou In Berlin " ,  Carlsen         

Mit  " Spirou In Berlin "  macht sich der deutsche Comiczeichner  " Flix "  ( Felix Görmann aus Münster ) an die klassischen frankobelgischen Comicfiguren der 30er Jahre  " Spirou und Fantasio "  heran .  Entwickelt vom Franzosen  " Rob - Vel " ,  in den 40er Jahren vom Belgier  " Jije´"  und ab 1946 von Andre Franquin              ( " Marsupilami " ,  " Gaston "  )  und  später von Jean - Claude Fournier ,  Nicolas Broca ,  Philippe Vandevelde ,  Jean - Richard Geuerts und vielen Anderen in den nächsten Jahrzehnten weitergeführt .  Heute werden die Geschichten von Yoann Chivard und Fabien Vehlmann kreiert .  Seit 2005 dürfen sich nun auch ,  im Auftrag des Verlages ,  in der Serie  " One Shot "  andere Künstler mit den Figuren beschäftigen . Genau das hat Flix nun im Jahr 2018 gemacht  und versetzt die beiden Protagonisten ins Berlin der Wendezeit 1989 ,  die dort das erleben was den lauf der Weltgeschichte verändert hat .  60 spannende Seiten mit eigener        " Flix - Handschrift "  in der Tradition der  " alten "  Spirou - Geschichten  ( " aber ohne rote Mütze "  ;-) ) .   




 










Sonntag, 8. Mai 2022

Foghat " Original Album Series "

CD-Kritik Foghat  " Original Album Series " ,  Warner                 

Mit dieser in der  " Original Album Series "  erschienenen 5 CD - Zusammenstellung aus dem Hause Warner ,  hat der / die interessierte Musikliebhaber*in ,  für einen kleinen Preis ,  kompakt die Möglichkeit ,  sich dem Boogie - Rock der aus London stammenden Band ,  von deren gleichnamigen Debut  " Foghat "  aus dem Jahr 1972 bis zum ,  bei den Fans ungeliebten ,  9.  und am Mainstream ausgerichteten -  in die New Wave Richtung tendierenden -  Album  " Tight Shoes "  aus dem Jahr 1980 zu widmen .  38 Songs  ( inklusive 6 Liveaufnahmen )  bei ca. 192 Minuten bieten genug abwechslungsreiches musikalisches Material für einen  " Ersten Eindruck " .  Die Bandmitglieder Rod Price  ( Gesang ,  Gitarre ) ,  Roger Earl  ( Schlagzeug ,  Percussion ) ,  " Lonesome "  Dave Peverett  ( Lead - Gesang ,  Gitarre ) , Tony Stevens  ( Bass ,  Background - Gesang )  und  später Craig MacGregor  ( Bass ,  Background - Gesang )  bzw.  Nick Jameson  (  Bass ,  Keyboards ,  Gitarre und Background - Gesang )  haben hier einiges zu bieten ,  was es zu entdecken gilt . 

Freitag, 6. Mai 2022

Symphonic Power Alliance 14.04.2022

Konzertkritik  Serenity + Masters Of Ceremony + Victorius + Dragony  14.04.2022 ,  " Das Rind "  Rüsselsheim              

 
Eine fantastische Stimmung herrschte am Donnerstag Abend bei über 100 Metal Fans im Rüsselsheimer  " Das Rind " .  Seit 2 Jahren erwartet ,  kam es an diesem Abend endlich zum Konzert im Rahmen der  " Symphonic Power Alliance " - Tour .  Mit Serenity und Dragony aus Österreich sowie Masters Of Ceremony und Victorius aus Deutschland hatten 4 Bands zum fast 3,5  stündigen Stelldichein in Sachen  " Power Metal "  geladen und lieferten auf ganzer Länge ab .  Los ging es pünktlich um 19:00 Uhr mit  " Dragony "  aus Wien .  Die sich gerne auch mal an der österreichischen Geschichte  ( in ihren Songtexten )   bedienende Band kam in  " verkleinerter "  Besetzung um Sänger Siegfried Samer ,  Keyboarder Manuel Hartleb  sowie den beiden Gitarristen Simon Saito und Andreas  Poppernitsch sowie mit Unterstützung am Schlagzeug durch Frank Koppe  ( von der nachfolgenden Band  "Victorius " )  auf die Bühne im  " Rind " .   Die ersten 30 Minuten kraftvolle Livemusik mit Songs wie  " Gods Of War " ,  " Lords Of The Hunt " ,  AEIOU "  oder  " If It Bleeds We Can Kill It " nach 2 Jahren Pause - es hätte wahrlich schlechter losgehen können .  Im Anschluss dann die aus Leipzig stammenden  " Ninja - Warriors "  und in entsprechendes Bühnenoutfit gekleideten Power - Metaller  " Victorius " .  Die Jungs um Sänger David Baßin ,  die Gitarristen Dirk Scharsich und Florian Zack ,  Bassist Andreas Dockhorn und oben bereits erwähnten Schlagzeuger Frank Koppe bestachen dabei ,  neben ihrer Spielfreude und flinken Gitarrensoli ,  mit abwechslungsreichen Songs ,  " tighter " Rhythmusfraktion und tollem Gesang .  Songs wie  " Super Sonic Samurai " ,  " Shurikan "  oder das von der am 24 . Juni erscheinenden neuen CD stammende  " Dinos And Dragons "  sorgten für ausgelassene Stimmung und machten Lust auf mehr .  Als dritte im Bund kamen dann im Anschluss  " Sascha Paeth`s Masters Of Ceremony "  auf die Rind - Bühne .  Gespickt mit drei Musikern von Avantasia ,  namentlich Produzent und Gitarrist Sascha Paeth ,  Bassist Andre Neygenfind und Schlagzeuger Felix Bohnke sowie unterstützt von Sängerin Chiara Tricarico  ( " Moonlight Haze " ) ,  die die ursprüngliche Sängerin Adrienne Cowan vertrat ,  gaben die Vier  (  "in  Motörhead  Besetzung bei den Instrumenten "  ( Sascha Paeth))  rund 1 Stunde Vollgas .  Leider konnte Keyboarder und Backgroundsänger Corvin Bahn krankheitsbedingt nicht teilnehmen ,  sodass Paeth den Hintergrundgesang selbst übernehmen musste .  Die Band kompensierte dies aber mit dem harten und treibenden  " Punch "  von Felix Bohnke  ( " Edguy " )  und grundsoliden Bass von Neygenfind ,  dem filigranen Gitarrenspiel Paeths und der ausdrucksstarken Stimme von Tricarico ,  die mehr als eine Gänsehaut an diesem Abend verteilte .  Das überraschte Gesicht von Sascha Paeth aufgrund der euphorischen Reaktion und Kenntnis des Publikums ,  auf die Ankündigung als letzten Song ein Stück seiner alten Band   " Heavens Gate "  zu spielen , wird unvergesslich bleiben .  Ja hier stehen wahre Metalfans ;-)

Dragony
Victorius



Sascha Paeth`s Masters Of Ceremony




   
















Mit Serenity aus Tirol betritt dann schließlich gegen 21:30 Uhr der Headliner der  " Symphonic Power Alliance "  Tour als letzte Band des Abends die stimmungsvoll beleuchtete und mit kleinen Podesten versehene Bühne .  Von der ersten Minute an springt mit dem Intro  " The Last Knight " sofort der Funke von Band zu Publikum und wieder zurück über und 90 Minuten  " Power - Metal - Abfahrt "  mit großen Melodien ,  Gesten und Energie ist angesagt .  Sänger  Georg Neuhauser führt dabei sympathisch und souverän mit passenden Ansagen und Aufforderungen durch den Abend ,  Bassist Fabio D`Amore liefert neben treibendem Beat großartigen Chorgesang ,  Gitarrist Christian Hermsdörfer zelebriert großartige Gitarrenläufe , Soli und Backgroundgesänge und Schlagzeuger Andreas Schipflinger liefert den dazugehörigen treibenden Rhythmus .  Das Publikum feiert jeden Song mit rhythmischem Klatschen und Rufen und treibt so den Musikern auf der Bühne ein Dauergrinsen in die Gesichter .  Toll auch der akustische Zwischenteil ,  der die gesanglichen Fähigkeiten der gesamten Band noch einmal in den Vordergrund stellt - eine Band in der alle Mitstreiter derart singen können ist schon beeindruckend .  Die Kombination von tollen Melodien , dem kraftvollen Gesang ,  den Backgroundchören und der starken Rhythmusfraktion machen Songs wie  " My Kingdom Comes " ,   " Velatum " ,  " Inquity " ,  " Call To Arms " ,  " Hero " ,  " Follow Me "  oder  " United "  und  " Lionheart "  live dargeboten zu einem großen Genuss und nach der Reaktion der Band wird es nicht das letzte Mal gewesen sein ,  dass die Band das Rüsselsheimer  " Rind "   besucht hat .

Serenity