"Im Jahr 2007 wurde Poetry Fact aus dem Trio Tim, Sandro und Thomas gegründet. Nach den ersten Demos und der Veröffentlichung
der EP "Hurry Up" (2012), stoß im selben Jahr der neue Gitarrist Stevo
dazu. Die Vier Jungs veröffentlichten ein Jahr später das gleichnamige
Album "Poetry Fact". Im Jahr 2015 wird die Band mit dem neuen Namen Destinova und neuen Einflüssen auf Tour gehen und neues Material vorstellen." (Quelle)
Die ofizielle Facebook Seite findet ihr hier, die offizielle Homepage gibts hier.
STRIEDKULTKLUB Beim Abschlusskonzert für dieses Jahr spielen die „Druff Kabell“ und „Heavy Pleausure“
GODDELAU - (sös). Beim zweiten „Treffen
der Generationen“ traten am Freitagabend die Bands „Druff Kabell“ und
„Heavy Pleasure“ im Goddelauer Jugendhaus auf. Das Konzert war zugleich
der Jahresabschluss im „StRiedKultKlub“.
So muss ein Abschlusskonzert aussehen:
Beim zweiten „Treffen der Generationen“ traten am Freitagabend die
„Druff Kabell“ und „Heavy Pleasure“ im Goddelauer Jugendhaus in der
Weidstraße vor rund 50 Gästen auf. Der Jahresausklang im „Klub“ war
zugleich der letzte gemeinsame Auftritt mit „Druff Kabell“-Schlagzeuger
Markus „Gumbo“ Fröhn.
Der Darmstädter wird die „Kabell“ nach
zwei gemeinsamen Jahren verlassen, weshalb die Band an diesem Abend den
„Final Fröhn“ ausgerufen hatte. Soll heißen: Bevor sich der „Bub“
endgültig verabschiedete – er strebt „neue Ziele“ an – wollten es die
vier Musiker noch einmal richtig krachen lassen. Sein Nachfolger steht
schon fest: Ab sofort übernimmt Stefan Scheurich den Platz am
Schlagzeug.
Man habe wirklich versucht, etwas leiser
zu sein, bekundete Sänger Volker „Benzoni“ Benz im Gespräch mit dem ECHO
– aber ohne Erfolg. Denn „Druff Kabell“ ist es eben nur, wenn es laut
ist, rockt und kracht. So verlegte sich der Vierer am Freitag eben auf
das, was er am besten kann: beliebte Punk- und Hardrockcover aus allen
Dekaden und Genres sowie Klassiker, die jeder kennt, von AC/DC bis
Greenday und zurück, um mit dem Publikum eine „richtig geile Zeit“ zu
haben. Dieses ließ sich nicht lange bitten und rockte kräftig mit,
Headbangen und Pommesgabel inklusive. Als Benzoni zum Abschluss die
Donots-Hymmne „Whatever happenend to the Eighties“ anstimmte, sang sogar
das ganze Publikum laut im Chor mit, bevor die „Kabell“ der jüngeren
Generation das Feld beziehungsweise die Bühne überließ.
Auch „Heavy Pleasure“ aus Griesheim sind
im Goddelauer Jugendhaus nicht ganz unbekannt. Vor gut einem Jahr
spielten sie schon einmal in der ehemaligen „Erbs“ und wussten schon
damals zu überzeugen. Nach der starken Vorlage durch die „jungen Wilden“
wollten sie natürlich nicht zurückstehen und legten gleich richtig los.
Mitgebracht hatten sie ihr aktuelles, selbstbetiteltes Album und dazu
das Beste aus der Rockmusik der sechziger und siebziger Jahre.
Die vier Musiker waren wie die „Druff
Kabell“ kaum von der Bühne zu bekommen und spielten gleich vier Zugaben,
bevor Sänger Tommy kein bisschen müde ins Publikum rief: „Wenn ihr noch
Bock habt, wir haben.“ Gesagt, getan. So gab es als Bonus noch eine
„Rock’n’Roll-Freestyle-Zugabe“ obendrauf. Eine völlig frei improvisierte
Version von „Johnny be good“.
Während sich der Striedkultklub in die
Winterpause verabschiedet, stehen für die beiden Bands in diesem Jahr
noch einige Auftritte an. Die „Druff Kabell“ ist am 19. Dezember
(Samstag) bei „Melodien für Millionen“ in der Bessunger Knabenschule zu
Gast. „Heavy Pleasure“ verschlägt es kommende Woche hingegen ins
österreichische Innsbruck, wo sie am Freitag (27.) im „The early bird“
spielen werden. Im „Klub“ geht es am 25. Februar (Donnerstag) weiter.
Dann wird das Alternative-Rock-Quartett „Destinova“ aus Leverkusen im
Wolfskehler Jugendhaus spielen.
Sören Sponick (Darmstädter Echo)
Beim letzten Konzert vor der Sommerpause
trat das Mörfelder Alternative-Rock-Quintett "PZZL" im Wolfskehler
„StRiedKultKlub“ auf.
Für das letzte Konzert vor der Sommer-
oder Winterpause lässt sich der StRiedKultKlub immer etwas Besonderes
einfallen: eine Band oder einen Sänger, deren Musikstil man im Ried eher
selten hört. Die Mörfelder Alternative-Rockgruppe „PZZL“, die jetzt in
der ehemaligen „Dusch“ des Wolfskehler Bürgerhauses vor rund 20 Zuhörern
auftrat, war so eine ausgefallene Idee.
Die Assoziationen, die der Name der Gruppe
weckt, sind durchaus wörtlich zu nehmen – einige Bandmitglieder kennt
man schon von anderen lokal erfolgreichen Gruppen wie „Malcolm“ oder
„Ballerband“. Ihre musikalische Erfahrung schlug sich entsprechend auch
in den Songs des Quintetts nieder. Obwohl der Fünfer erst seit knapp
einem Jahr besteht, hatte man nicht das Gefühl, eine junge, unerfahrene
Band spielen zu hören. Sie boten kurzweiligen, tanzbaren
Alternative-Rock mit leicht anarchistischem Unterton und eingängigen
Melodien – „live, umsonst und im StRiedKultKlub“.
„Das persönlichste Konzert, das wir
bislang hatten“, freute sich Sängerin Saskia über die
gemütlich-familiäre Atmosphäre im „Club“. Dass „PZZL“ entgegen dem
üblichen Arrangement im StRiedKultKlub nicht völlig unplugged spielten,
tat der Stimmung dabei keinen Abbruch. „Wie bei einem
Wohnzimmerkonzert“, befand einer der Gäste begeistert.
Auch wenn sich „PZZL“ eher auf eine
härtere Spielweise verstehen – Beispiel „Face that“ – konnten die Songs
auch in der reduzierten, softeren Variante überzeugen. „Eigentlich
fordere ich das Publikum bei diesem Song immer zum Tanzen auf“, sagte
Saskia, als sie „We’ll dance the night away“ ankündigte, was sich
angesichts der eingeschränkten Platzverhältnisse im „Club“ als etwas
schwierig gestaltete. Doch im Ried lässt man sich bekanntermaßen von
solchen Kleinigkeiten nicht beeindrucken – der StRiedKultKlub ist eben
nicht nur der kleinste Club, sondern auch die kleinste Disco in
Riedstadt.
Wenn es samstagabends laut wird im
„WoGoUnited“ in der Weidstraße 29a, dann kann das nur eines bedeuten –
der „StRiedKultKlub“ (SKK) lädt zum Konzert, live, umsonst und im
Jugendhaus. "Diamond" und "BackDOORSlam" hießen die beiden Bands, die
dem Publikum beim „Osterrock“ am Samstagabend gehörig einheizten.
Mitgebracht hatten die beiden Gruppen das
Beste aus der Rockmusik der sechziger und achtziger Jahre, den
Hochzeiten des Blues- und Glam- beziehungsweise Hardrock. Letzterer
stand Pate für die Musiker von „Diamond“. „Wir wollen alle heute etwas
Spaß haben, also lasst es richtig krachen“, gab Sänger Lukas als Parole
für den Konzertabend aus, was sich das Publikum nicht zweimal sagen
ließ. Das SKK-Team hatte die Gruppe im vergangenen Jahr in
Ginsheim-Gustavsburg auf der Bühne erlebt und sofort „vom Fleck weg
verpflichtet“, wie es dem ECHO verriet.
„Das war erst unser dritter Auftritt“,
verrieten die Mitglieder der 2014 gegründeten Band. So reichte die
Setlist auch nur für etwa 30 Minuten, was „Diamond“ jedoch völlig
ausreichte, um das Publikum für sich einzunehmen. Klare Melodien,
ausgiebige Gitarrensoli und natürlich auch das rocktypische Posing,
Dauerwelle inklusive – so muss Eighties Rock im Jahr 2015 klingen und
aussehen.
Mit „Backdoorslam“ aus Darmstadt ging es
im Anschluss musikalisch weitere 20 Jahre in die Vergangenheit – Blues-
und Psychedelic-Rock „at it’s best“ waren angesagt. Im Gepäck hatte die
fünfköpfige Band – am Samstagabend zum Quartett geschrumpft – die ersten
Lieder aus ihrer bald erscheinenden neuen CD „Ikarus“.
Dessen Fehler, zu nahe an die Sonne
heranzufliegen, oder besser, sich zu nah an die musikalischen Vorbilder
anzulehnen, konnte man den fünf Musikern indes nicht nachsagen. Anders
formuliert: Auch wenn „Backdoorslam“ auf der aktuellen Retrorock-Welle
mitreiten, machen sie dennoch ihr eigenes Ding, modernen, tanzbaren
Sechziger-Jahre-Rock.
Nach gut anderthalb Stunden und zwei
Zugaben entließen die beiden Gruppen ihr Publikum ins wohlverdiente
Osterwochenende. „Wir kommen gern wieder“, betonten die Bandmitglieder
unisono. Ein Angebot, das das Team des „StRiedKultKlubs“ sofort und gern
annahm.
Der Darmstädter ist ein strenger Sound-Ästhet und weiß genau, wie seine
Lieder klingen sollen. Um das Beste aus jedem Song zu kitzeln, holt er
sich gelegentlich Verstärkung ins Boot: Musiker aus aller Herren Genres,
manche kennt Perschya Chehrazi schon sein halbes Leben. Sie sorgen für die
nötige Dynamik, für noch präziser gesetzte Höhen sowie Tiefen und
verleihen Perschya (Singer/ Songwriter) Mentalität ein gewisses
Etwas, das vor allem live perfekt ausgeschöpft wird.
Hip-Hop
und Rock vertragen sich nicht besonders – zumindest darin sind sich die
Anhänger der beiden Musikstile einig. „Denkste“, dachten sich die fünf
Jungs von „Wortblind“ 2011. Seit vier Jahren bespielt die Darmstädter
Rap-Rock-Formation nun schon die großen und kleinen Bühnen der Republik
und war jetzt im „Striedkultklub“ (SKK) im Wolfskehler Bürgerhaus zu
Gast.
Das
musikalische Pendel der Gruppe schlug dabei eindeutig in Richtung
Indie-Rock beziehungsweise Alternative aus, begleitet vom kraftvollen,
variantenreichen Rap von Sänger Stephan Zimmermann. Und das fernab von
jedem Gangster- und Ghettoimage, das einen Großteil der deutschen
Rapszene durchzieht. Die ausnahmslos deutschen Texte der fünf
Darmstädter handelten dagegen von Alltagsthemen – wie sollen wir leben,
wie sollen wir handeln, wo und was ist der Sinn im Leben. Kein dreckiger
„Battlerap“ von der Straße also, sondern tiefsinnig-nachdenkliche Texte
zu Fragen, die sich wohl jeder schon einmal gestellt hat.
Wer aber
wie einst Immanuel Kant die Frage stellt „Wie sollen wir leben?“, muss
darauf auch eine Antwort geben. Bei „Wortblind“ lautete sie: „Unsere
Zukunft ist jetzt“ – ein starkes Statement getreu dem Motto: Der beste
Zeitpunkt, um etwas anzufangen, ist jetzt. Andere Lieder behandelten die
Suche nach Gewissheiten in einer Zeit immer größer werdender
Unsicherheit, etwa in „Noch lange nicht angekommen“.
Bei
„Schocktherapie“ kam im Anschluss wieder die härtere Seite von
„Wortblind“ zum Vorschein. Der Titel war dabei Programm, wenngleich der
Song im Original noch ein wenig energiegeladener und brachialer
einschlägt. Denn wie im Striedkultklub üblich, trat die Band mit einem
reduzierten, akustischen Set auf. Solche Auftritte seien immer eine
kleine Herausforderung, verriet Sänger Zimmermann dem Publikum, machten
dafür aber auch richtig viel Spaß.
„Wir
testen jetzt mal, wie leise ihr sein könnt“, bat er das Publikum im
Anschluss. Eine Bitte mit Hintergedanken: Denn beim letzten Song
animierte er die rund 20 Gäste in der ehemaligen „Dusch“ des Wolfskehler
Bürgerhauses dazu, den Refrain so laut mitzusingen, wie sie nur
konnten: „Du bist nicht allein“.
„Die
Texte erinnern mich an die von Bands aus den 1970ern“, meinte Stammgast
Hubert Rabel im Anschluss an den Auftritt. „Das war mal was völlig
anderes“, freute sich ein anderer Konzertbesucher, der sich sogleich in
ein intensives Gespräch mit den Musikern vertiefte.
Hier ist unser Livevideo von den Jungs aus Darmstadt mit dem Track "Du bist nicht allein". Alle weiteren Infos zu den Jungs findet ihr auf der Seite der Band Wortblind.