Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Mittwoch, 12. Juli 2023

Flo Mega " Über Das Grau "

CD-Kritik Flo Mega & The Ruffcats  " Über Das Grau " ,  OHA! Music                       

Soulsänger Flo Mega aus Bremen hat es wieder getan .  Gemeinsam mit  seinen  " The Ruffcats "  hat er ein stimmiges ,  sein viertes ,  sowohl gefühlvolles als auch schwungvolles Soul -   und Funkalbum mit deutschen Texten veröffentlicht .  Insgesamt 11 Songs bei einer Gesamtspielzeit von 38 Minuten bieten neben verspielten Klavierakkorden in  " Über Das Grau "  auch Rap - Parts in  " Gin & Jazz "  sowie  " Kompliziert " .  Der fette und farbenfrohe Sound der Ruffcats harmoniert dabei hervorragend mit dem schnoddrigen ,  nasalen Gesang von Flo Mega ,  in dessen Texten  ( wenn manchmal auch für den Einen oder Anderen sicherlich etwas zu kitschig )  stets eine Message steckt .  Pompöse Streicher ,  pumpende Drums ,  glitzernde Gitarren und mitreißende Bläser sorgen so für tolle,  deutschsprachige Funk - Musik .  Da schwingt auch gerne einmal ein bisschen Amy Winehouse mit .

Montag, 10. Juli 2023

M3 " Rough An` Ready "

CD-Kritik M3  " Rough An` Ready " ,  Sanctuary                              

Mit  " Rough An` Ready " ,  live im  " Mechanics Club "  in Burnley im Juni 2004 aufgenommen ,  bieten uns die ehemaligen Whitesnake Musiker Bernie Marsden und Mickey Moody an den Gitarren sowie Bassist Neil Murray gemeinsam mit den Sängern Stefan Berggren und Doogie White sowie Jimmy Copley am Schlagzeug und Mark Stanway an den Keyboards 11 Klassiker der Whitesnake - Ära bei einer Spielzeit von 78 Minuten .  Blues -  und Slidegitarren sowie Twin - Gitarren - Soli vom Gitarren - Duo Moody - Marsden ,  der perfekte Rhythmus von Bassist Neil Murray  -  so können sich die beiden Sänger Berggren und White bei  " Don`t Break My Heart Again " ,  " Lonely Days ,  Lonely Nights "  oder  " Ready An` Willing "  richtig austoben .  Beim gemeinsam ,  im Refrain sogar mit Moody und Marsden ,  gesungenen  " Ain`t No Love In The Heart Of The City "  ist großes Kino geboten und wenn Stefan Berggren zum Abschluss  " Here I Go Again "  schmettert ist Staunen und Gänsehaut angesagt ,  speziell wenn Bernie Marsden den Refrain alleine übernimmt und zum Original boogiemäßig verändert .  Ach waren das Zeiten ;-)  

Samstag, 8. Juli 2023

Heinz Rudolf Kunze " Können Vor Lachen "

LP-Kritik Heinz Rudolf Kunze  " Können Vor Lachen " ,   Meadow Lake Music       

Wenn  " Deutsch - Rock - Poet "  Heinz Rudolf Kunze eine neue Platte veröffentlicht ,  kann man sich auf so einiges gefasst machen und freuen .  Neben der eingängigen Musik mit tollen Melodien ,  sind gerade seine typischen Lyrics ,  die Art und Weise wie er formuliert ,  ein erfrischender Aspekt im Gesamtkunstwerk dieses seit über 40 Jahren aktiven Künstlers .  Kritische Aspekte werden formuliert  und den Menschen  "auf`s  Maul geschaut " .  Die Texte zielen gerne auf das Gewissen des / der Einzelnen und ihr Verhalten wird beschrieben und analysiert .  Eingebettet in Hymnen ,  Rock -  oder Popsongs ,  Balladen oder typische Singer / Songwriter Stücke  -  hier wird musikalisch eine riesige Bandbreite abgedeckt und als Sahnetüpfelchen mit großartigen und hintergründigen Texten versehen .  Persönliche Gefühle und Liebe aber eben auch Ohnmacht und Abscheu in Zeiten des Krieges ,  Lügen in Politik und Wirtschaft ,  die schwierigen Seiten von großen Schriftstellern aber auch das Licht am Ende des Tunnels ,  der Leuchtturm und Zuversicht sind Themen der Songs eines der aktuell wohl besten deutsch Rockpoeten .  Hier stimmt einfach alles von der Musik über die Texten bis zum Cover und der Aufmachung des Produkts . 

Dienstag, 4. Juli 2023

Pint Size Company 29.06.2023

Konzert-Kritik Pint Size Company 29.06.2023 ,  " StRiedKULT-Klub "  Wolfskehlen    



Mit der  " Pint Size Company "  war am Donnerstag ,  den 29.06.  zum ersten Mal in der 13 .  Konzertsaison und bei der insgesamt 75 .  StRiedKULT - Veranstaltung eine Folkband zu Gast im kleinen und gemütlichen StRiedKULT - Klub in Wolfskehlen .  Knapp 15 Besucher*innen waren dem Ruf der Musik gefolgt und wurden bei 150 Minuten Musik  ( inkl. kleiner  " Schwätzpause "  zum Abkühlen )  bestens  von den 5 Musiker*innen bedient .  Burkhard  " Buggy "  Ilsen  (Gitarre,  Mandoline und Gesang ) ,  Katrin König  ( Geige und Gesang ) ,  Michael " Maikel "  Waidner  ( Concertina ,  Harmonium  und Low - Whistle ) ,  Jo Dorsheimer  (Bouzouki ,  Dulcister ,  Tin - Whistle und Gesang )  sowie Peter Hochmuth   ( Kontrabass )  führten bei heißen Temperaturen im Klub gefühlvoll und spannend sowie kurzen Ansagen durch ihr spontan gestaltetes Programm . 

Faszinierend und klangvoll dabei der stete Wechsel des Leadgesangs bzw. der zu den Stücken passenden Instrumenten .  Englisch ,  gälisch ,  das indische Harmonium ,  Flöten ,  Geige ,  Bouzouki und und und ,  Abwechslung ist bei Liedern wie  " Peace Of Iona " ,  " Dirty Old Town " ,  Stingo " ,  " Tri Martolod " ,  " Some Say The Devil Is Dead "  oder  " Raggle Taggle Gypsy "  stets geboten und wird gekonnt vorgetragen .  Im Hintergrund der das Fundament bildende Bass von Peter Hochmuth  -  da kann sich der  " Liebe " ,  der Seefahrt und den Reisen zur  " Rocky Road To Dublin "  oder dem  " Trip To Pakistan "  gewidmet werden .  Ein rundum gelungener musikalischer Abend und heißer " Folk - Trip " ,  den alle Beteiligten  ( Musiker*innen ,  Besucher*innen und Veranstalter )  gerne in Zukunft wiederholen wollen . 



Sonntag, 2. Juli 2023

Junkyard Drive " Electric Love "

CD-Kritik Junkyard Drive  " Electric Love " ,  Mighty Music    

Mit der seit 2014 aktiven dänischen Band Junkyard Drive rund um Sänger Kristian Johansen ,  Schlagzeuger Claus Munch Aagaard Hansen ,  Bassist Mikkel Sjus und Gitarrist Benjamin Hoyer Filstrup macht sich im Jahr 2022 wieder einmal eine Gruppe auf ,  mit ihrem neuen Studio - Album  " Electric Love "  die richtige Party -  und Sommer - Rockmusik unter das geneigte Volk zu bringen .  10 Songs mit einer Spielzeit von 40 Minuten in der Schnittmenge von Mötley Crüe ,  Guns N` Roses oder den L.A. Guns ,  heuer aber gerne auch mit etwas Southern Rock ,  ein wenig Gospel und eben immer ganz viel Groove versehen ,  werden hier geboten .  Da schimmert auch mal ein wenig Aerosmith um die Ecke ,  wobei die vier Dänen schon ihre eigene Handschrift besitzen .  Ein Song wie  " Mr. Rock N` Roll "  z. B.  reißt sofort mit und animiert zum wilden Tanzen und beim Opener  " Let It Burn "  kommt jene Sleaze - Attitüde zum Vorschein ,  für die die Band bei ihren früheren Veröffentlichungen schon stand .  Einen großen Anteil an den gelungenen Songs muss auch Produzent Soren Andersen zugeschrieben werden ,  der bereits mit Glenn Hughes ,  Mike Tramp ,  The Dead Daisies oder den Pretty Maids zusammengearbeitet hat .  Mit dem leicht funkigen  " Mind Eraser " ,  der Piano - Ballade  " The Wonderland Of Temptations " ,  dem sleazigen  " Free Your Mind " ,  dem mit Gospel - Chören versehenen relaxten  " Let Me Love You "  oder  " Home "  mit ein wenig Rainbow und The Hu ,  wird Abwechslung groß geschrieben und lässt die 40 Minuten wie im Flug vergehen .  Eine CD wie in den glorreichen Ende 80er Jahren zum Cruisen .  Macht einfach Spaß !

Freitag, 30. Juni 2023

Bo Hansson

Progressive Rocker der 70er Jahre      




Musiker Bo Hansson ,  1943 in Göteborg geboren und 2010 in Stockholm  ( Schweden )  verstorben ,  war  Keyboarder und Komponist und widmete sich in den 60er Jahren ,  über die Gitarre kommend ,  zunächst der Rock -  und Beatmusik bevor er anschließend in den Jazzsektor wechselte und dort mit Schlagzeuger Jan Edvard Carlsson experimentelle ,  revolutionäre und provokante Musik entwickelte ,  die von der jungen schwedischen Generation begeistert aufgenommen wurde .  Jam - Sessions u.a. mit Jimi Hendrix ,  der deren Komposition  " Tax Free "  in sein Repertoire aufnahm ,  prägten hier die Aktivitäten Ende der 60er Jahre mit Aufnahmen wie  " Rex " ,  " Monument "  und  " Man At The Moon " .  Nach dem Ende der Zusammenarbeit als  " Hansson & Karlsson " ,  aufgrund unterschiedlicher musikalischer  Interessen 1969 ,  widmete sich Bo Hansson ,  inspiriert durch den Roman von  J.R.R. Tolkien  " Der Herr Der Ringe " ,  der musikalischen Vertonung dieses Stoffes .  Es entstand eine atmosphärische ,  geheimnisvolle und fantastische Instrumentalmusik .  Dieses erste Solo  -  Album war zugleich auch seine erfolgreichste Produktion .   Das mystische Fusion - Album  " Magician`s Hat "  mit Folk -  und Jazzanleihen sowie das rockigere  " Attic Thoughts " ,  welches bereits den Fantasy - Roman  " Watership Down "  in Teilen thematisierte ,  folgten .   Das darauf folgenden Konzeptalbum   " Watership Down "  stellt ,  aufgrund einer anschließend festgestellten unheilbaren Krankheit beim Künstler ,  das im Prinzip weltweit letzte Album von Bo Hansson dar .  Die vier Alben ,  mit ihren abwechslungsreichen Stilen und einer ebensolchen Instrumentierung mit Orgel ,  Synthesizer ,  Bass ,  E - Gitarren ,  Akustik - Gitarren,  Effekten ,  Saxophon und Schlagzeug machen die Veröffentlichungen zu einem Klangerlebnis in welches die / der  Hörer*innen intensiv eintauchen können .  Ein Künstler und Werk zum Entdecken !