Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Dienstag, 13. April 2021

Michael Schenker Group " Immortal "

 CD-Kritik Michael Schenker Group  " Immortal ",  Nuclear Blast       

Zum 50ten  " Geburtstag "  des musikalischen Schaffens von Michael Schenker ( ex - UFO,  ex- Scorpions,  Contraband  )  präsentiert uns der Sarstedter Gitarrist mit Wohnsitz in Brighton/ England auf seiner von Michael Voss ( " Mad Max " )  produzierten  " MSG "  CD  " Immortal "  10 großartige,  mit dem für Schenker typischen Gitarrensound versehene Stücke unterschiedlichster  Couleur.  Hierfür stehen alleine schon die unterschiedlichen Sänger,  die bei den Songs zu hören sind.  Sei es der von der deutschen Heavy Metal Band  " Primal Fear "  bekannte Ralf Scheepers,  Michael Romero  ( " Rainbow ",  " CoreLeoni ",  " Lords Of Black " ),  Michael Voss  ( " Mad Max ",  " Casanova " ),  Joe Lynn Turner ( " Rainbow ",  " Deep Purple " )  oder  Robin McAuley,  Doogie White und Gary Barden ( alle     " Michael Schenker Fest " ).  Von harten Rocknummern wie  " Drilled To Kill ",  " Devil´s Daughter "  oder  " Knight Of The Dead "  über Mittemponummern wie           " Don`t Die On Me Now "  und  " Sail The Darkness "  bis zu Balladen wie  " After The Rain " - 45 Minuten Musik,  die für jeden Fan von Bands wie Primal Fear,  Gotthard,  Deep Purple  oder  Rainbow großartige Musik bereit hält - egal wie hart,  soft,  schnell oder langsam,  immer mit wunderschönen Melodien und dem besonderen Klang der Gitarre Michael Schenkers versehen.  Der  " rockende Popsong " " The Queen Of Thorns And Roses ",  gesungen von Michael Voss,  ist da nochmal etwas ganz besonderes! Nicht vergessen werden sollen und dürfen an dieser Stelle die großartigen musikalischen Mitstreiter Barry Sparks ( Bass,            " Yngwie Malmsteen ",  " Dokken " ),  die Schlagzeuger Brian Tichy  ( " Whitesnake " ),  Simon Phillips  ( " Toto " )  und Bodo Schopf  ( " MSG ",  " Eloy " ) ,  Steve Mann an Keyboard und Gitarre  ( " Michael Schenker Fest " )  und  Derek Sherinian ( Keyboards,  " Dream Theater " ).  Mit  " In Search Of The Peace Of Mind "  beschließt schließlich eine Neufassung des ersten von Michael Schenker in seiner Karriere geschriebenen Songs diese kurzweilige Jubiläums - CD.

Sonntag, 11. April 2021

Kadri Voorand " In Duo With Mihkel Mälgand "

CD-Kritik Kadri Voorand  " In Duo With Mihkel Mälgand ",  ACT        

Die aus Estland stammende Sängerin Kadri Voorand widmet sich auf ihrer im Duett mit Bassist / Cellist und Perkussionist  Mihkel Mälgand aufgenommenen CD  bei 10 Eigen -  und einer Fremdkomposition sowie der Coverversion des Michael Jackson Hits  " They Don`t Really Care About Us "  einem sehr auf die Stimme fokussierten,  " eingängigen "  Jazz mit Hang zur  " Folk - Popmusik ".  Dabei wird mit wilden Rhythmen experimentiert,  die mich gerne,  auch im Gebrauch der Stimme,  an Bobby McFerrin oder Al Jarreau erinnern.  Auch eine Kate Bush schimmert da schon mal kurz durch und  Scat - Gesang sowie der Einfluss vom nordischen  " Runo - Gesang ",  mit seinen textlichen und melodischen Improvisationen,  sind zu erkennen.  Der Gesang bei " Kättemaks "  und " Öhtu "  ( estnisch - ostseefinnisch ) verleiht den stimmungsvollen Kompositionen ein zusätzliches,  mystisches Flair.  Neben dem Klavier und dem Gesang spielt Kadri Voorand auf dieser Veröffentlichung zusätzlich noch Kalimba, Geige und widmet sich elektronischen Effekten. 44 äußerst abwechslungsreiche,  spannende,  angenehme  Minuten  " Jazzmusik " mit ungewöhnlichen Klängen,  Effekten und einer großartigen Stimme!

Freitag, 9. April 2021

Frank Goosen " Sweet Dreams "

 Buch-Kritik Frank Goosen  "Sweet Dreams  - Rücksturz In Die Achtziger ",  KiWi       

Literatur muss nicht immer inhaltsschwanger und hoch anspruchsvoll sein um zu unterhalten bzw.  vielleicht auch eben gerade nicht.  Das beweist einmal mehr Autor Frank Goosen mit seinem neusten Buch  " Sweet Dreams ".  Für Menschen die wie der Autor Mitte/ Ende der 60er Jahre geboren sind,   stellen seine Erzählungen immer wieder  " schöne "  Erinnerungen an die eigene Kindheit bzw.  Jugend her und man findet sich als Leser*in in den einzelnen Geschichten gerne wieder.  Wie das Cover des Buches schon zeigt,  wird diese Generation gerne auch als  " Generation Kassettenkinder "  bezeichnet,  schließlich war das Aufnehmen eigener Mixkassetten mit Musik eine beliebte Tätigkeit dieser  " 80er Jugendgeneration ".  Erste unerwiderte Lieben,  Skifreizeiten mit                             " sadistischen "  Lehrern,  modische Verirrungen,  " Moonboots ",  Demonstrationen,  der Mauerfall,  erste Konzertbesuche,  Partys,  Videotheken,  Zauberwürfel, Frisuren,  Fußball und Boris Becker werden in kurzen Begebenheiten und Erinnerungen beschrieben und obwohl die Geschichten im Ruhrgebiet  ( Bochum - Heimatort des Autors )  spielen,  könnten oder sind viele auch in unseren Gefilden so oder so ähnlich passiert.  Ein Buch zum ständigen Schmunzeln und immer mal wieder reinlesen perfekt geeignet.  233 schnell zu lesende,  entspannende  und unterhaltende Seiten.

Mittwoch, 7. April 2021

Jerry Lewis " Zu Heiß Gebadet "

Film-Kritik Jerry Lewis  " Zu Heiß Gebadet ",  Paramount    

Der amerikanische Komiker und Schauspieler Jerry Lewis in einer turbulenten Komödie als  " Haushaltshilfe "  in einer Pension für Schauspielerinnen.  Film aus dem Jahr  1961 mit den Schauspieler*innen  George Raft,  Helen Traubel,  Pat Stanley,  Kathleen Freeman,  Buddy Lester  und  Harry James.  92 Minuten.

Montag, 5. April 2021

Hydra

Southern Rock der 70er Jahre     

" Hydra " ist eine aus  Atlanta / Georgia / U.S.A.  stammende Southern - Rock Band,  die zwischen 1969 - 1971 von Gitarrist Spencer Kirkpatrick und Schlagzeuger Steve Pace mit der Hinzunahme von Sänger und Gitarrist Wayne Bruce sowie dem endgültigen Bassisten Orville Davis im Jahr 1971 gegründet wurde.  Entgegen anderer Bands aus dem Genre,  wie z.B.   " Lynyrd Skynyrd "  ( die sie ebenso wie die Allman Brothers und ZZ Top auf deren Tourneen supporteten ),   " Molly Hatchet ",   " 38 Special ",  " Blackfoot "  oder die oben genannte  " Allman Brothers Band ",   ist Hydra in Deutschland heute kaum bekannt.  Mit den hier vorliegenden 3 remasterten Aufnahmen  " Hydra ",   " Land Of Money "  und " Rock The World "  liegt das komplette Schaffen der Gruppe,  die sich im Jahr 1977 auflöste und danach nur sporadisch für ein paar Livekonzerte wieder zusammen kam,  hiervon zeugt die 2005er Liveaufnahme " Live After All These Years ",   















vor.  Geboten wird dabei klassische,  schwung - und kraftvolle Rockmusik mit leichten Countryeinflüssen. Die Gitarren rocken, der Bass pumpt und das Schlagzeug treibt die Songs voran. Das kraftvolle Organ von Sänger Bruce Wayne,  leicht angeraut,  passt dabei perfekt zu den auch gerne mal mit einer Slideguitar versehenen Stücken.  Auch eine Band wie  " Free "  bzw.  " Bad Company ",  mit Sänger Paul Rodgers,  ist in den Songs von Hydra erkennbar.  Schade dass es die Band nicht weiter gebracht und mehr Aufmerksamkeit erhalten  hat - vielleicht haben sich die Musiker einfach zu früh auf - und der oben genannten Konkurrenz geschlagen gegeben.  Antesten - es lohnt sich !

Samstag, 3. April 2021

Heaven " Where Angels Fear To Tread "

 CD-Kritik Heaven " Where Angels Fear To Tread ",  Rock Candy       

Mit  " Heaven "  präsentiert uns das auf remasterte Versionen spezialisierte Label  " Rock Candy "  mit   " Where Angels Fear To Tread "  die Produktion einer 1980 in Adelaide bzw. Sydney/ Australien gegründeten Band.  Die hart rockenden 10 Titel,  bei einer Spielzeit von 38 Minuten,  irgendwo zwischen späten Slade,  The Angels  und frühen Krokus/ AC/DC,  hören dabei auf Titel wie  " You ",  " Sleeping Dogs ",  " Hard Life "  oder das gleichnamige Titelstück  " Where Angels Fear To Tread ".  Die aus Alan Fryer ( Gesang ),  Mick Cocks ( Gitarre ),  Kelly ( Gitarre ),  Joe Turtur ( Schlagzeug )  und Bassist Laurie Marlow bestehende Band bieten dabei ein klassisches Stück Rockmusik aus dem Jahr 1983 mit tatkräftiger Unterstützung im Backgroundgesang von Größen wie Glenn Hughes ( Deep Purple ),  Lita Ford ( Runaways )  oder Ronnie James Dio ( Rainbow,  Black Sabbath ).  Mit Saxophonist Jimmy Zazla beim Track  " Madness "  kommt auch noch ein instrumentales Schmankerl hinzu,  welches hervorragend in den Stil der Komposition(en)  von Heaven passt. Up - Tempo Rocker,  Coverversionen ( " Love Child" - Diana Ross ) ,  das " bluesige "  " Rock School "  oder das stampfende  " Don`t  Mean Nothing " - Rockmusik der 80er Jahre wie man sie liebt.  Definitiv keine AC/DC - Kopie,  obwohl irgendwie ja alle australischen Bands mit ihnen verglichen werden.  Der  " Spirit "  ist da - die Ausführung aber eine gänzlich eigene und tolle!

Donnerstag, 1. April 2021

Julia Hülsmann Trio " Good Morning Midnight "

CD-Kritik Julia Hülsmann Trio with Roger Cicero  " Good Morning Midnight ",  ACT      

Pianistin Julia Hülsmann macht sich mit ihrem Trio  ( Marc Muellbauer - Bass,  Heinrich Köbberling - Schlagzeug )  und Unterstützung von Sänger Roger Cicero ( " Männersachen ",  "  Artgerecht ",  "  Was Immer Auch Kommt ",  " The Roger Cicero Jazz Experience " ) sowie den Gästen Tilman Ehrhorn ( Elektronics),  Martin Auer und Rainer Brennecke ( Flügelhörner ),  Jonas Schoen ( Altsaxofon ),  Sarah Willis ( French Horn)  und Christian Gerber ( Bandoneon ) daran,  die Texte der Lyrikerin Emily Dickinson ( 1830 - 1886,  Amherst/  Massachusetts, U.S.A. ) zu vertonen.  Hierzu hat sie 10 Gedichte mit den Titeln  " I Cannot See ",  " Will There Really Be A Morning ",  " Good Morning Midnight ",  " My River ",  " When Plato Was A Certainty ",  " Light ",  " One Sister  ",  " Tell Her ",  " Under The Light "  und

" I Don`t Know His Name "  ausgewählt  und mit dem  Nick Drake Song  " Riverman "  ergänzt. Ruhige Pianoklänge,  unaufdringliche Rhythmusbegleitung,  verrückte Melodie - und Tonfolgen,  der gefühlvolle aber kräftige und ausdrucksstarke Gesang Ciceros,  aufgefrischt  mit den Gastinstrumentalisten und deren jeweiligem Klangkörper,  Intensitätseruptionen,  hypnotische  oder treibende Parts  - eben  61 Minuten Jazz mit Solis wie man sie eigentlich kennt und  " erwartet ",  wobei ... " was kann man im Jazz  schon erwarten " ?  Wer die Stimme des leider viel zu früh verstorbenen Roger Ciceros kennt und mag kann sie hier noch einmal in einem ganz anderen und großartigen  Gewand erleben.  Wie ich diese Stimme vermisse. TOLL !