Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Donnerstag, 31. Oktober 2024

Status Quo " Down Down & Dignified "

CD-Kritik Status Quo  " Down Down & Dignified At The Royal Albert Hall " ,  e. a. r. MUSIC              

Nach dem Tod von Gitarrist  / Sänger Rick Parfitt im Dezember 2016 und dem somit letzten verbliebenen Gründungsmitglied Francis Rossi  ( Gitarre ,  Gesang )  war es zunächst nicht klar ,  wie und ob es mit der Band weiter gehen würde .  So entschied sich Rossi mit den verbliebenen Bandmitgliedern Andrew Bown  (Keyboards ,  Gesang ,  Mundharmonika ,  Gitarre ) ,  John  " Rhino "  Edwards  ( Bass ,  Gitarre ,  Gesang ) ,  Leon Cave  ( Schlagzeug )  und Richie Malone  (Rhythmusgitarre ,  Gesang )  zunächst einmal auf große Akustiktournee unter dem Name  " Aquostic "  zu gehen ,  hierfür weitere Musiker*innen auf die Bühne zu bringen und mit Akkordeon ,  Geige ,  Percussion und Keyboards den Songs neue Klänge zu verpassen .  Aufgenommen in der alt ehrwürdigen Royal Albert Hall in London präsentieren uns hier Status Quo also insgesamt 21 Klassiker  bei einer Spielzeit von 74 Minuten in akustischem Gewand und somit frisch ,  in neuen Versionen ,  die den Songs gut zu Gesicht stehen .  In ein gewisses  " Folk - Gewand " gekleidet ,  mit teils weiblichem Gesang ,  dem bereits erwähnten Akkordeon und Geige ,  versprüht das Ganze zwar viel Nostalgie und ist dem Einen oder Anderen nicht  " Rock `N ` Boogie "  genug aber nach den vielen Jahren ,  in denen man die Songs von Status Quo wie  " Paper Plan " ,  " Whatever You Want " ,  " Caroline "  oder  " Down Down "  schon kennt ,  machen diese Versionen einfach Spaß  -   weil eben anders . 

Dienstag, 29. Oktober 2024

Robledo " Broken Soul "

CD-Kritik Robledo  " Broken Soul " ,  Frontiers                        


Mit dem 2ten Soloalbum des aus Chile stammenden Sängers James Robledo  (  Sinner`s Blood ,  Demons Down )  hat der geneigte AOR -  und Melodic Rock Fan nun die Möglichkeit ,  ein weiteres hochklassiges Werk eines chilenischen Sängers ,  neben Ronnie Romero ,  zu erleben und wird mit seinen großartigen Harmonien und Chören ,  der warmen und leicht rauen Stimme Robledos und den teils starken Gitarrenklängen von Nasson ,  mit Unterstützung von Keyboarder Alessamdro del Vecchio und zwei Studiomusikern an Schlagzeug und Bass ,  genau an der richtigen Stelle abgeholt .  Geradeaus Rocker wie  " Right Now ,  Right Here " ,  AOR - Songs wie  " Every Day "  oder das rockende  " Real World "  wechseln sich mit Midtempo - Songs wie  " Fire "  ab .  Ein gutes Stück Pathos schwingt dabei ebenso immer wieder mal mit wie etwas Melancholie und verleiht den Stücke neben Wucht auch etwas Zerbrechlichkeit . Tolle von del Veccio geschriebene Song ,  top produziert aber eben immer mit der gewissen nötigen Härte mit reduziertem Keyboardeinsatz .  11 Songs bei einer Gesamtspielzeit von 43 Minuten die Spaß machen und toll anzuhören sind .  Wieder einmal eine schöne Veröffentlichung aus dem viel gescholtenen Hause Frontiers . 

Sonntag, 27. Oktober 2024

Michael Schenker ( Group )

 Gitarrenwunderkind zwischen Genie und Wahnsinn 

Michael Schenker wurde am 10. 05. 1955 in Sarstedt  ( Hildesheim )  geboren und ist der jüngere Bruder von Rudolf  ( 1948 ,  Gitarrist Scorpions )  und ältere Bruder von Barbara  ( 1966 - 2023 ,  Keyboarderin Viva ) .  1973 ging er bereits mit den Scorpions auf Promotion - Tour für deren Debut - LP  " Lonesome Crow "  und wurde hier von der in England bekannten Band UFO angefragt deren Gitarristen kurzfristig zu vertreten .  Nach deren Tour ,  die Scorpions waren im Vorprogramm und Schenker spielte jeden Abend sowohl bei diesen als auch bei UFO ,  verpflichteten die Engländer Schenker fest .  Von  1974 - 1979  entstanden so 5 Studio und eine Live - LP und Michael Schenker drückte diesen mit seinen Kompositionen als auch seinem ganz eigenen und besonderen Gitarrenklang einen prägenden Stempel auf . 

Eddie Van Halen  ( Van Halen ) ,  Zakk Wylde  ( Ozzy Osbourne ,  Black Label Society ) ,  Slash  ( Guns `N Roses ) ,  Kirk Hammett  ( Metallica ) ,  Rhandy Rhodes  (Ozzy Osbourne ) ,  Richie Faulkner  ( Judas Priest )  oder  John Norum  ( Europe )  nennen Schenker nicht umsonst als einen ihrer wichtigsten Einflüsse auf ihr eigenes Gitarrenspiel .  Nach der Liveveröffentlichung von  " Strangers In The Night "  verließ Michael Schenker UFO und half mit Sologitarren beim neuen Scorpions - Album  " Lovedrive " im Studio als auch auf der Europatournee aus .  Allerdings verließ er die Scorpions dann auch wieder  (  er hatte stets ein angespanntes Verhältnis zu seinem Bruder Rudolf )  und gründete 1979 seine eigene Band  " MSG " .  Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Schlagzeuger Danny Carmassi  ( u.a.  Whitesnake ) ,  Bassist Billy Sheehan  (  Talas ,  David Lee Roth ,  Mr. Big )  und Sänger Gary Barden .  Zur Einspielung der Debut - LP  saß dann Simon Phillips  ( später u.a. Toto )  am Schlagzeug ,  Mo Foster spielte Bass und das Keyboard wurde von Don Airey  (  Rainbow ,  Deep Purple )  übernommen.  Da diese Besetzung aber nicht für Liveauftritte zur Verfügung stand kam Schlagzeuger Cozy Powell  ( Rainbow ,  Whitesnake ) ,  Bassist Chris Glen  ( The Sensational Alex Harvey Band )  und Keyboarder / Gitarrist Paul Raymond in die Band und spielte mit Schenker und Barden das Nachfolgealbum  "MSG "  ein .  Das einige Zeit später  ( 1982 )  veröffentlichte  " One Night At Budokan "  wurde ebenfalls in dieser Besetzung eingespielt . 

Gary Barden wurde anschließend durch Graham Bonnet ersetzt ,  Cozy Powell ging zu Whitesnake und auch Paul Raymond verlies die Band .  Diese wurden schließlich von Ted McKenna am Schlagzeug und Tommy Eyre am Keyboard  ( beide Sensational Alex Harvey Band )  ersetzt .  Für die Liveauftritte kam Gary Barden zur Band zurück  ( Graham Bonnet kam zu einem Aufwärmgig sturzbetrunken und wurde anschließend gefeuert )  und mit Neukeyboarder Andy Nye sowie Gitarrist und Backgroundsänger Derek St. Holmes  ( Ted Nugent )  wurde im Anschluss das neue Album  " Built To Destroy "  aufgenommen .  Nach der Veröffentlichung des Livealbums  " Rock Will Never Die "  ( 1983 )  verließen nach bandinternen Streitereien sowohl Sänger Gary Barden  als auch Bassist Chris Glen 1985 die Band und Michael Schenker löste die Gruppe ,  aufgrund gesundheitlicher und privater Gründe ,  auf .   

Gemeinsam mit dem Iren Robin McAuley  ( Grand Prix )  gründete Schenker dann ,  jetzt mit einem gleichwertigen Partner ,  die McAuley Schenker Group und veröffentlichte von 1987 - 1992 drei Studio -  sowie eine Unplugged - Live CD .  Mit Musikern wie Body Schopf  ( Schlagzeug ) ,  Bassist Jeff Pilson  ( Dokken ,  Dio ,  Foreigner ) ,  Schlagzeuger James Kottak  ( Scorpions ,  Kingdom Come ,  Warrent )  oder Keyboarder / Gitarrist Steve Mann  ( Lionheart ,  The Sweet )  waren weitere hochklassige Musiker in die Gruppe involviert .  Die Musik war hier ,  auch aufgrund der Stimme McAuleys ,  melodischer als zu  alten  " MSG " -  Zeiten .  Aufgrund von Managementreibereien hatten sich McAuley und Schenker schließlich auseinandergelebt und gingen ab 1992 zunächst wieder eigene Wege .  Das kurze und nicht ganz spannungsfreie Intermezzo  " Contraband "  aus dem Jahr 1991 ,  mit Gitarrist Michael Schenker ,  Schlagzeuger Bobby Blotzer  ( Ratt ) ,  Bassistin Share Pedersen  ( Vixen ) ,  Gitarrist Tracii Guns  ( LA Guns )  sowie Sänger Richard Black  ( Shark Island )  und der gleichnamigen Studioveröffentlichung soll hier nicht unerwähnt bleiben  -  aufgrund einer handgreiflichen Auseinandersetzung zweier Bandmitglieder vor dem ersten Konzert im Vorprogramm von Ratt löste sich die Formation aber sofort wieder auf . 

Neben der Comeback - Platte  " Walk On Water "  mit UFO 1993 ,  mehreren Livetourneen mit der Band  sowie den Studioeinspielungen  " Covenant "  ( 2000 )  sowie  " Sharks "  ( 2002 )  und der erneuten Trennung von UFO 2002 ,  veröffentlichte Michael Schenker auch zahlreiche Soloalben wie  " Thank You "  ( 1993 ) ,  "Adventures Of The Imagination "  ( 2000 ) ,  " MS2000 Dreams And Expressions "  ( 2000 )  und weitere in der  " Thank You " - Reihe  ( alle akustisch eingespielt ) .   


Parallel zum UFO Comeback und den Soloeinspielungen gründete Schenker auch  MSG wieder und spielte mit Sänger Leif Sundin ,  Bassist Barry Sparks und Schlagzeuger Shane Gaalaas sowie Gastkeyboarder Claude Gaudette  " Written In The Sand "  ( 1996 )  ein .  " The Michael Schenker Story Live "  kam ein Jahr später und enthielt zum 25jährigen Jubiläum zahlreiche Songs der Karriere Michael Schenkers . 1999 erschien  " The Unforgiven "  mit Sänger Kelly Keeling und Bassist John Onder aber wieder Musikerwechsel zur Tour sorgten 2001 dafür ,  dass die komplette Mannschaft erneut ausgetauscht wurde und mit Sänger Chris Logan ,  Schlagzeuger Jeff Martin und Bassist  " Rev "  James Jones  mit  " Be Aware Of Scorpions "  erstmals ein Album ohne Keyboards eingespielt wurde .    

2008 schließt sich dann wieder ein Kreis mit der Einspielung von  " In The Midst Of Beauty " ,  sind mit Gary Barden ,  Simon Phillips und Don Airey plus Bassist Neil Murray  ( Whitesnake )  doch wieder alte Bekannte zurück in der Band .  Live mit Chris Glen am Bass , Chris Slade am Schlagzeug und Wayne Findlay an den Keyboards / Gitarre ging es weiter .  Ex - Schlagzeuger Ted McKenna kam zur Japan - Tour zurück und zur 2010er  " 30th Anniversary - Tour "  sind die Bassisten Neil Murray ,  Chris Glenn ,  " Rev " Jones ,  Elliot Rubinson ,  die Schlagzeuger Carmine Appice ,  Chris Slade ,  Simon Phillips ,  Pete Holmes sowie Barden ,  Schenker und Findlay beteiligt . 

2011 widmet sich Michael Schenker dann seinem Projekt  " Temple Of Rock "  und auf dem ersten Album sind Gäste wie Pete Way  ( UFO ) ,  Rudolf Schenker  (Scorpions ) ,  Chris Slade  ( AC/DC ) ,  Herman Rarebell  ( Scorpions ) ,  Simon Phillips ,  Don Airey oder Leslie West  ( Mountain )  zu hören .  Gleichzeitig erfolgt die Wiederveröffentlichung von  " Heavy Hitters " ( 2005 )  als  " By Invitation Only "  bei der Schenker aber nur als Gast ,  bei ausschließlich Coverversionen ,  Gitarre spielte .  Auf der folgenden  " Temples Of Rock " - Tour sangen Robin McAuley und Doogie White ,  der Bass wurde von Francis Buchholz  ( Scorpions )  und das Schlagzeug von Herman Rarebell  ( Scorpions )  gespielt .  In der Besetzung Schenker ,  White , Buchholz , Rarebell und Findlay wurden desweiteren 2013  " Bridge The Gap "  und  2015  " Spirit On A Mission "  eingespielt . 

Ein weiteres Standbein ist seit 2016 zusätzlich das  " Michael Schenker Fest " .  Hier ist Schenker zunächst mit Sängern wie Gary Barden ,  Graham Bonnet oder Robin McAuley unterwegs ,  später kam auch Doogie White  ( Cornerstone ,  Demon `s Eye ,  La Paz )  und Ronnie Romero  ( Rainbow ,  CoreLeoni ,  Sunstorm ,  Lords Of Black )  hinzu .  Mit Bassist Chris Glenn ,  Gitarrist / Keyboarder Steve Mann und bis zu dessen Tod 2019 Schlagzeuger Ted McKenna waren und sind hier wieder alte Weggefährten vereint .  Mit Bodo Schopf am Schlagzeug als Ersatz für McKenna kam auch ein alter Bekannter zu Michael Schenker zurück . 

" Immortal "  ( 2021 )  mit Ronnie Romero als Hauptsänger und  " Universal "  ( 2022 )  mit u.a. einem Gastauftritt von Sänger Michael Kiske  ( Helloween )  stellen nach der zuletzt ( 2024 ) erschienenen ,  mit zahlreichen Gastsängern wie Dee Snider  ( Twisted Sister ) ,  Joey Tempest  ( Europe ) , Michael Voss  ( Mad Max ) ,  Kai Hansen ( Gamma Ray ,  Helloween ) ,  Stephen Percy  ( Ratt ) ,  Jeff Scott Soto  ( Journey ) ,  Axl Rose  ( Guns `N Roses ) oder Schlagzeuger Carmine  Appice ,  Bassist Roger Glover und den Gitarrist Joel Hoekstra ,  John Norum oder Slash gespickten  Retrospektive  " My Years With UFO "  die letzten ,  starken Veröffentlichungen des introvertierten Gitarrengenies dar . 

Freitag, 25. Oktober 2024

Axel Rudi Pell 20.10.2024

Konzert-Kritik Axel Rudi Pell + Fighter V  20.10.2024 ,  " Neue Stadthalle "  Langen 

" Neue Stadthalle "  in Langen an einem Sonntag Abend .  Bereits zur sehr frühen Anfangszeit um 19:00 Uhr sind eine beachtliche Zahl an Rockmusikfans in die    " alt - ehrwürdige "  Halle gekommen ,  um neben dem Headliner des heutigen Abends  " Axel Rudi Pell "   auch  " Fighter V "  aus der Schweiz ,   mit ihrem melodischen Hard Rock ,  zu erleben und gemeinsam ,  nach längerer  Zeit  ( da nicht mehr so viele Hard Rock und Metal Konzerte hier stattfinden ) ,  mal wieder ein Rockfest vor den Toren Frankfurts zu feiern . 

Mit dem an diesem Abend gesundheitlich etwas angeschlagenen Sänger Emmo Acar  ( tja Herbstzeit  =  Erkältungszeit  -  was man bei den ersten Songs auch etwas merkt aber mit immer wärmeren Stimmbändern immer besser wird )  startet die Band mit  " Run N` Hide Away"  von ihrem neuen Album  " Heart Of The Young "  kraftvoll und enthusiastisch in ihr nun folgendes 45 minütiges Set .  Mit Gitarrist Thomy Gunn ,  der immer wieder tolle Soli einlegt ,  sowie dem fantastisch groovenden Bassist Roman Stalder ,  die beide gerne auch mal im  typischen  " Hard - Rock - Style "  gemeinsam auf den Monitorboxen posen ,  sowie dem treibenden Beat von Schlagzeuger Lucien Egloff  und dem Melodie - Teppich von Keyboarder Felix Commerell zelebrieren die 5 Jungs aus Hergiswill den klassischen und mit wuchtigen Riffs versehenen Rock der 80er Jahre .  Nicht umsonst covern sie deshalb auch als viertem Song  " Here I Go Again "  von Whitesnake in brillanter Version und huldigen so dem Stil der 80er Jahre .  Das Publikum ist begeistert .  Das gelingt ihnen auch mit  " Eye To Eye "  und  " Can`t Stop The Rock "  von ihrem Debutalbum  " Fighter " .  Sänger Emmo Acar ist dabei stets in Bewegung ,  macht Ansagen ,  trägt den Gitarristen sogar  " Rock - like "  auf den Schultern bei einem Solo über die Bühne und auch die Saitenfraktion sorgt für mächtig Stimmung .  " Dangerous "  vom Debutalbum und  " Speed Demon "  vom Nachfolgealbum geben dann mächtig Gas und die Erzählung ohne Crew ,  in einem kleinen Van als  " kleine Band "  unterwegs und trotzdem froh und dankbar für die Auftritte zu sein ,  macht die fünf Schweizer noch sympathischer und verlangt dem Publikum noch mehr Respekt ab .  " Bringing It Back "  und  " Heart Of The Young "  werden noch mehr abgefeiert und mit der  " Single - Auskopplung " :  " Radio Tokyo "  verabschiedet sich die Band von dem überaus zufriedenen Publikum und steht nach einer kurzen Dusche komplett am Merch - Stand und signiert fleißig ihre Tonträger und unterhält sich mit den Fans .

Nach einer knapp halbstündigen Umbaupause geht es dann um 20:15 Uhr mit dem Headliner des Abends los .  Gitarrist Axel Rudi Pell betritt mit seinen langjährigen Mitstreitern Volker Krawczak  ( Bass ,  Backgroundgesang ) ,  Ferdy Doernberg  ( Keyboards ,  Backgroundgesang ) ,  Bobby Rondinelli  (Schlagzeug)  und Sänger Johnny Gioeli die in stimmungsvolles Licht getauchte und mit einem  " Risen Symbol "  -  Backdrop versehene Bühne und steigt mit  " Forever Strong"  sowie  " Wildest Dreams "  voller Energie und Power in die am Ende 115 minütige Show ein .  Der fantastische Sänger und Entertainer Johnny Gioeli ist von der ersten Minute an in Bewegung ,  feuert das Publikum an ,  strahlt über das ganze Gesicht und reißt die komplette Band von Anfang an mit .  Das er aufgrund von Rückenproblemen eigentlich auf Anraten seines Arztes die komplette Tour absagen sollte ignoriert er dabei geflissentlich ,  sondern zeigt sich im Laufe des Abends bei seinen Ansagen immer wieder dankbar dafür diesen Job machen zu können und welche Liebe er für sein Publikum empfindet .  Seine Bandkollegen empfinden ähnlich und zeigen das mit einer hervorragenden Performance .  Die Rhythmusfraktion um ex - Steeler Bassist Krawczak und ex - Rainbow Schlagzeuger Rondinelli treiben Pell ,  Doernberg und Gioeli nach vorne ,  der Deep Purple / Rainbow - Fan Pell dankt es mit großartigem Giarrenspiel und ausgefeilten ,  nie zu langen Soli und die Melodien von Doernberg verleihen dem Ganzen immer wieder Purple -  und Rainbow - Flair . 

Untermalt wird das Ganze von einer tollen Lichtshow ,  die Songs wie  " Strong As A Rock "  oder  " Voodoo Nights "  im wahrsten Sinne des Wortes ins  " wahre Licht "  rückt .  Beim folgenden Johnny Gioeli - Solo  " Hallelujah " ,  einem Coversong von Leonard Cohen ,  singt dieser gefühlvoll und eindringlich gemeinsam mit dem Publikum und schafft damit eine extreme Nähe zwischen Künstler und Fans .  " Oceans Of Time "  und  " Mystica "  geben anschließend dann wieder mehr Gas und Bobby Rondinelli zeigt in einem Drum - Solo das er ,  nachdem er im Sommer aussetzen musste ,  nichts von seinem Punch und Können eingebüsst hat .  " Darkest Hour "  folgt dann ,  bevor auch Ferdy Doernberg bei  " Carousel "  seinen Solo - Spot erhält und mit flinken Fingern auf dem Keyboard sein Können unter Beweis stellen kann .  Mit  " The Line "  und dem Medley aus  " The Masquerade Ball / Casbah / Ankhaia "  wird noch einmal das immer wieder mitschwingende Mystische in den Songs von Axel Rudi Pell erkennbar und der dazwischen liegende Cover - Song  " Beautiful Day "  von U2 stellt dabei einen starken Kontrast zu diesen dar . Gerade diese Stimmungswechsel ,  das sympathische und energiegeladene Auftreten der gesamten Band ,  die Nähe zum Publikum und der spürbare Spaß auf der Bühne machen den Abend zu einem wahren Erlebnis .  Mit  " Fool , Fool "  und  " Rock The Nation "  als Zugabe entlässt die Band ein begeistertes und extrem zufriedenes Publikum in die Nacht und schafft es ,  obwohl der nächste Arbeitstag ruft und die Anordnung von Johnny Gioeli während des Konzertes " allen für den Montag frei zu geben "  wohl eher nicht in Kraft getreten ist ,  die Besucher*innen mit Spaß in die Woche starten zu lassen .