Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Montag, 6. November 2017

Cast 27.10.2017

Konzertkritik Cast 27.10.2017, "Das Rind" Rüsselsheim


Freitag Abend, 20:10 Uhr. Die Band TNNE (The No Name Experience) aus Luxemburg betritt die Bühne des "Rind" in Rüsselsheim. DER Musikklub im Kreis Groß-Gerau für Progressive Rock ist gut zur Hälfte gefüllt und die Gäste warten gespannt auf die erste Band des Abends. TNNE waren bereits vor 2 Jahre zu Gast im Rind, damals als Teil des PPR Festivals und deshalb keine Unbekannten mehr. Allerdings hat sich die Band auf zwei Positionen von damals verändert, spielen heute Cedric Gilis an der Gitarre und Michel Casadei am Bass. Mit Keyboarder und Songschreiber Alex Rukavina, Sänger Patrick Kiefer und Schlagzeuger Gilles Wagner wird gut 60 Minuten in den oft sehr abwechslungsreichen Stücken der Veröffentlichungen "Wonderland" und "The Clock That Went Backwards" geschwelgt und hinterlässt ein sehr zufriedenes Publikum. Hauptact des Abends ist allerdings die Progressive Rock Institution "Cast" aus Mexiko. Ebenfalls 2015 beim PPR Festival zum ersten Mal auf deutschem Boden, beweist die Band, die bis heute 27 Veröffentlichungen ihr Eigen nennt, im Anschluss ihre hohe Qualität. Mit Claudio Cordero, dem südamerikanischen Gitarrist (Chile) der Gegenwart, Roberto Izzo (Italien) an der Violine mit fantastischen Melodien und einer wahnsinnigen Fingerfertigkeit und viel Gefühl, der coolen Rhytmusfraktion mit Carlos Humaran am Bass und  Antonio Bringas am Schlagzeug, sowie Mastermind, Gründungsmitglied und Chef der Truppe Alfonso Vidales als auch den beiden SängerInnen Lupita Acuna und, eingesprungen für Bobby Vidales der in Mexiko bleiben musste, Ernesto Carmona verflogen die knapp 90 Minuten wie im Flug. Kurze Songs von ca. 15 Minuten wechselten sich mit Medleys aus 11 verschiedenen Alben ab und eigentlich wünschte man sich am Ende des Konzertes doch noch den einen oder anderen Song mehr. Diese soll es 2018 auch geben, wenn Cast zum 40ten Jubiläum der Band wieder bei ihren Freunden im Rüsselsheimer "Rind" aufspielen wollen.

Michael Schenker Fest 25.10.2017

Konzertkritik Michael Schenker Fest, Offenbach 25.10.2017, Capitol


Nach 33 Jahren, damals noch als Vorgruppe von Iron Maiden in der Rüsselsheimer Walter Köbel Halle, traten am vergangenen Mittwoch Michael Schenker und seine alten Weggefährten im Rahmen des Michael Schenker Festes, wieder im Rhein-Main Gebiet, diesmal im Capitol in Offenbach auf.
Michael Schenker an der Gitarre, Cris Glen am Bass, Steve Mann Keyboard und Gitarre, Ted McKenna an den Drums und mit den drei Sängern Gary Barden, Graham Bonnet und Robin McAuley boten die "alten Männer" einen gelungenen Querschnitt durch ihre in den letzten Jahrzehnten geschaffenen Stücke.
Ca. 800 Hardrockbegeisterte fanden den Weg in das sehr klassisch wirkende Capitol in Offenbach, einigen vielleicht noch als Spielstätte des Musicals "Tommy" von The Who ein Begriff und genossen die ca. 110 Minuten in vollen Zügen. MSG - und UFO - Klassiker von "Into The Arena", "Attack Of The Mad Axeman" über "Dancer", "Rock Bottom", "Doctor, Doctor" oder Lights Out"wurden begeistert gefeiert und zum Teil lautstark mitgesungen. Die Instrumentalstücke und Solos eines Michael Schenker hinterlassen seit Jahrzehnten offene Münder sowie große Augen und Ohren und so mancher Hals streckte sich, um ja jede Fingerbewegung genau mit zu bekommen.
Alles in Allem ein wirklich tolles Konzert, welches einem im Handumdrehen in die gloreichen Zeiten der 80er zurück versetzt hat und wieder einmal klar gemacht hat, warum man damals (und heute) so auf diese Musik abgefahren ist. Mehr davon!!!