Konzert-Kritik Foreigner 14.06.2026 , " Zitadelle " Mainz
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18:49 Uhr in der Mainzer Zitadelle . Vor ausverkauftem " Haus " betritt die englische Indie - Pop - Rock - Band " The Lottery Winners " aus Manchester die Open - Air Bühne im Innenhof der 1660 errichteten , historischen Mainzer Festung . Sänger Thomas Jack Rylance begrüßt in seiner sehr extrovertierten und witzigen Art zunächst einmal das Publikum , während die Mitmusiker:innen Robert Lally ( Gitarre / Gesang ) , Katie Lloyd ( Bass / Gesang ) und Schlagzeuger Joe Singleton ebenfalls bereits auf der Bühne stehen , erklärt dass die Band in Deutschland noch nicht so bekannt ist ( in England aber schon ) und man solle doch jetzt so tun als ob jetzt gleich Superstars auf die Bühne kommen würden , damit der Abend ein voller Erfolg wird . Gesagt getan . Abgang Sänger von der Bühne , Auftritt des Sängers auf die Bühne und riesiger Applaus brandet los . Das Eis ist ab diesem Zeitpunkt schon gebrochen und die Imitation von Freddy Mercury mit halbem Mikroständer inklusive Mikro und der passende gang tun ein Übriges ! Los geht es dann mit dem schwungvollen " Worry " , einem eingängigen Indie - Pop - Ohrwurm . Sofort tanzen die Menschen im Publikum mit . " You Again " schlägt dann in die gleiche Kerbe . Hier übernimmt Bassistin Katie Lloyd einen großen Teil des Leadgesangs und gerade die Kombination mit Rylance Stimme macht den Song besonders . Der Mitklatschfaktor bezieht das Publikum in die Show mit ein .
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Mit ihrem britischen Humor und der positiven Überdrehtheit ihres Sängers und Frontmanns Rylance wissen die fünf Musiker:innen auch im Anschluss weiter zu gefallen und zu unterhalten . Dabei kokettieren sie immer ein bisschen mit ihrem Bekanntheitsgrad in Deutschland und ihrem angeblichen Ruhm auf der Insel . Das schwebende " The Meaning Of Life " macht stimmungsmäßig gerade so weiter und die " alten " Foreigner - Fans bewegen sich zu den Songs der jungen Brit:innen . " Stady We Go " mit schwenkenden Armen und mitsingendem Publikum sowie " Much Better " , der das Publikum ebenfalls sofort mitnimmt und auch hier kräftig mitgesungen wird ( obwohl die meisten die Songs vorher bestimmt nicht kannten ) . " Turn Around " mit seinem kindlichen Charm und dem dazugehörigen Tanz ( der dem Publikum natürlich beigebracht wird ) leiten dann auf den Abschlusssong " Burning House " hin . Hier zeigen sich noch einmal die typischen Merkmale dieser überaus sympathischen und witzigen Band mit eingängiger Melodie , Freude , Tanzbarkeit gepaart mit ein bisschen rotziger Punkattitude und Unabhängigkeit ... eben INDEPENDENT . Ein toller Beginn des heutigen Konzertabends und eine 40 minütige musikalische Entdeckung !
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Nach einer gut halbstündigen Umbaupause betreten dann Foreigner pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne , um ihr 50jähriges Band - Jubiläum zu feiern . Zwar sind von der ursprünglichen Band keine Mitglieder mehr aktiv in der Band ( Bandleader Mick Jones zog sich als letzter mit einer Parkinsonerkrankung aus der Band zurück ) aber mit Bassist / Sänger / Keyboarder Jeff Pilson ( ex - Dokken ) ein alter Haudegen der letzten 22 Jahre Foreigner - Geschichte sowie der seit 2008 dazugehörige Keyboarder Michael Bluestein dabei .
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Los geht es gleich mit " Double Vison " vom gleichnamigen `78er Album . Mit dem neuen Sänger Luis Maldonado ( seit 2021 als Gitarrist für Mick Jones in der Band und nach dem Ausstieg von Kelly Hansen neuer Leadsänger ) , Gitarrist Bruce Watson ( seit 2011 ) , Schlagzeuger Chris Frazier ( seit 2012 ) und Gitarrist John Roth betreten Pilson und Bluestein die Bühne der Mainzer Zitadelle und ziehen das Publikum sofort in ihren Bann . Etwas mehr Druck und Lautstärke wären zwar ganz schön aber wer weiß ob nicht sogar die eine oder andere Lärmauflage da den Schalter etwas weiter unten lassen ?! " Head Games " und der erste " Hit " " Cold As Ice " folgen als nächstes und lassen hier , wie bei der Vorgruppe , das Publikum wieder kräftig mitsingen . Mit " Waiting For A Girl " gibt es dann auch die erste Liebesballade zu hören . Pärchen nehmen sich in die Arme , Augen werden geschlossen und verträumt im Takt mitgewippt und gesungen .
Zwischendurch immer wieder kurze Ansagen von Sänger Luis Maldonado , Jeff Pilson wechselt teilweise vom Bass ans Keyboard und John Roth übernimmt den Bass . Überhaupt bildet die Rhythmusabteilung um Pilson , Frazier das starke Fundament , auf dem sich die beiden Gitarristen und das Keyboard ( wenn sie nicht selbst Rhythmusarbeit übernehmen ) gekonnt austoben können . So bildet in der Mitte des Sets auch ein Keyboard - sowie Schlagzeug - Solo einen kurzen " break " im Set von Foreigner . Zuvor werden aber Songs wie " Blue Morning , Blue Day " , " Feels Like The First Time " und der `82er Superhit "Urgent" gespielt und vom Publikum abgefeiert . Nur schade das das Saxophon - Solo des Originals hier vom Keyboard ersetzt wurde - da hat etwas gefehlt !
Nach den besagten Soli kam dann " Jukebox Hero " vom Erfolgsalbum " 4 " zu Gehör , welches wieder mit viel Beifall bedacht wurde und noch einmal die Möglichkeit bestand kräftig mitzusingen und zu rocken . Nach 75 Minuten war damit das reguläre Set beendet und doch der Eine oder die Andere etwas überrascht über die Kürze der Spielzeit . Glücklicherweise wurden dann mit " Long , Long Way From Home " , dem Schmachtfetzen " I Wanna Know What Love Is " und dem hart rockenden " Hot Blooded " noch drei Songs nachgelegt , sodass nach 85 Minuten dann endgültig Schluss war und sich das Publikum langsam aus der Zitadelle nach Hause bewegen konnte . Eine Mischung aus " modern - nostalgischem Open - Air - Konzert - Abend " war zu Ende und hinterließ dann doch bei Einigen Diskussionsbedarf im Bezug auf Spieldauer , Eintrittspreis , Lautstärke , Coverband oder nicht ! Dazu soll sich aber Jede/r selbst seine Meinung bilden . Im Bezug auf die Spieldauer muss ich aber sagen , dass ich das genau so in diesem Jahr schon 4 oder 5 mal erlebt habe . Macht es nicht besser aber relativiert es ein wenig .