Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Donnerstag, 14. Mai 2026

Primal Fear

 Harte Klänge aus dem Schwabenland


1997 von Bassist und Sänger Mat Sinner  ( Sinner ) ,  Sänger Ralf Scheepers  ( Gamma Ray )  und Gitarrist Tom Naumann erschien mit Klaus Sperling am Schlagzeug und Stefan Leibing an der Gitarre das Debutalbum  " Primal Fear " .  Platz 48 in den deutschen Albumcharts und Tourneen mit Running Wild und Hammerfall folgten ,  bevor in gleicher Besetzung bereits 1999  " Jaws Of Death "  das Licht der Welt erblickte .  Allerdings musste Tom Naumann aus gesundheitlichen Gründen die Band anschließend verlassen und wurde durch Alex Beyrodt ersetzt .  Dieser erhielt 2000 Unterstützung durch Henny Wolter an der zweiten Gitarre .  Mit dem dritten erfolgreichen Album  " Nuclear Fire "  ( 2001 )  und wieder top Chartplatzierungen ,  ging die Band auch erstmals in Amerika auf Tournee . 


2002 kam dann das Nachfolgealbum  " Black Sun "  auf den Markt .  Noch etwas mehr Tempo und eine Konzeptidee stellten hier eine Weiterentwicklung im Schaffen Primal Fears dar .  Zum 2004er Album  " Devil`s Ground " ,  mit erfolgreicher Tournee ,  wurden dann sogar zahlreiche Videos gedreht  bevor 2005  "Seven Seals "  erschien .  Zwei weitere Musikvideos ,  eine dreimonatige Tour mit Helloweeen und ein neuer Plattenvertrag bei Frontiers folgten .
 

Mit der 2007er Veröffentlichung  " New Religion "  kehrte dann Gitarrist Henny Wolter  ( für Tom Naumann )  zu Primal Fear zurück und nach dem Ausstieg von Gitarrist Stefan Leibing wurde der Schwede Magnus Karlsson neuer Gitarrist der Band .  Eine Jubiläumstournee plus 2008 zwei Auftritte in Russland kamen in die Geschichtsbücher der Band hinzu .  2009 erschien dann das von Mat Sinner und Dennis Ward produzierte  " 16.6. "  und die Gruppe ging erstmals auf Headliner - Tour in den U.S.A.  und Kanada .  2009 - 2011 waren dann geprägt von zahlreichen Tournee durch Nord - und Südamerika sowie Europa .  Die weltweit erfolgreichste Veröffentlichung ,  mit zahlreichen Chartplatzierungen ,  erfolgte dann 2012 mit  " Unbreakable " .  2014 erschien dann der Nachfolger  " Delivering The Black "  inkl.  Duett mit Sängerin Liv Kristine  von  " Leaves`  Eyes " .  


2014 verließ Schlagzeuger Randy Black nach Meinungsverschiedenheiten die Band und wurde schließlich durch Francesco Jovino ersetzt . 2016 kam mit  "Rulebreaker "  das nächste Album auf den Markt dem 2018 das zwölfte Album  " Apocalypse "  folgte .  2020 wird mit Naumann , Beyrodt ,  Sinner ,  Scheepers und Neuschlagzeuger Ehré  "  Metal Commando "  eingespielt und 2021 ,  in der Corona Pandemie ,  ein Video mit ex - Niightwish - Sängerin Tarja Turunen zum Song  "I Will Be Gone "  produziert .  Mit  " Code Red "  im Gepäck ging es 2023 erneut auf ausgiebige Tournee . 


2024 dann die große LineUp Veränderung .  Die Band trennte sich von Gitarrist Alex Beyrodt ,  woraufhin Tom Naumann und Michael Ehré die Band verließen .  Magnus Karlsson kehrte zur Band zurück und die italienische Gitarristin Thalia Bellazecca sowie Schlagzeuger André Hilgers ergänzen seitdem die Gruppe um Mat Sinner und Ralf Scheepers .  Die erste gemeinsame Studioveröffentlichung  " Domination "  erschien daraufhin im September 2025 . 

Dienstag, 12. Mai 2026

Hardline 29.04.2026

Konzert-Kritik Hardline + Sevi  29.04.2026 ,  " Rex "  Bensheim     


Sonniger  " Spät - April - Abend "  im Musiktheater  " Rex "  in Bensheim .  Der amerikanische Sänger Johnny Gioeli  ( u.a.  " Axel Rudi Pell " )  hat sich mit seinen italienischen Musiker:innen und der Bulgarischen Band Sevi ,  als Special Guest ,  für den  " Musiktempel "  an der Hessischen Bergstrasse angekündigt und rund 300 Musikbegeisterte sind seinem Ruf  ( viele in Pell oder Hardline - T - Shirts gekleidet ) ,  Mitte der Woche ,  gefolgt . 


Pünktlich um 20:00 Uhr  betreten dann Sängerin Svetlana  " Sevi "  Bliznakova ,  Bassist Rally Velinova ,  Schlagzeuger Nick Nikolaev und Gast - Gitarrist Alexi Khoury die in buntes Licht gehüllte Bühne und liefern in den nächste 45 Minuten eine Mischung aus Heart - Hard - Pop - Rock ab .  Im Mittelpunkt steht Sängerin Svetlane mit ihrer ausdrucksstarken ,  kraftvollen Stimme hervorragend begleitet von ihren drei Mitmusikern .  Velinova und Nikolaev bilden dabei das starke Rhythmusgerüst der mal eingängigen ,  mal etwas vertrackteren Songs und auch der erst vor 10 Tagen als Aushilfe zur Band gestoßene Alexi Khoury wirbelt auf seinem Instrument als würde er schon immer dazu gehören . 




Los geht es nach einem kurzen Intro mit  " Ghosts "  und  " Am I Alive ? "  vom 2023 er Album  " Genesis "  bzw. der 2019er Veröffentlichung  " Follow Me " .  Ist das Publikum zunächst noch etwas zurückhaltend ,  ändert sich dies von Minute zu Minute ( leider ist die Musik und die Band den meisten im Saal noch nicht sonderlich bekannt und die CD`s im Vorfeld kaum zu erstehen ) ,  denn die Livepräsentation überzeugt dann alle doch recht schnell und Fäuste werden im Publikum gereckt und kräftig mitgeklatscht .  Tolle Sängerin mit Ausstrahlung und Stimme ,  eingängige Melodien ,  mal  " akustisch "  und zart ,  dann wieder hart und ein wenig düster .  " The Art Of War " ,  " Insane " ,  " Vampire Love "  und  " The Spell "  folgen als nächstes und zeigen die Spannbreite der Sevi - Songs .  "Evanescence "  und " Halestorm "  können vielleicht ein wenig Orientierungshilfe geben ,  wobei der Sevi - Sound doch seine eigenen Akzente hat ,  schließlich ist die Band seit 2010 aktiv .  Die Rhythmusabteilung groovt relaxt ,  es wird ein wenig  " gepost "  und Gitarrenläufe werden in den Raum gefeuert .  " Higher Than The Stars " ,  " Don`t Hesitate " ,  " To Hell And Back "  sowie  " World That Doesn`t Fit "  bilden dann das restliche starke Set der 4 Bulgar:innen die unter großem Applaus dann gegen 20:45 Uhr die Rex - Bühne äußerst zufrieden verlassen .   


21:15 Uhr .  Das Saallicht erlischt .  Ganz relaxt betreten Schlagzeuger Marco Di Salvia ,  Bassistin Anna Portalupi ,  Gitarrist Luca Princiotta und Keyboarder / Backgroundsänger Alessandro Del Vecchio die recht schlicht gehaltene Bühne  ( links und rechts auf der Bühne lediglich zwei Projektionsflächen für Lichteffekte ) .  Los geht es gleich mit dem neuen und titelgebenden Song  " Shout "  vom vor einer Woche veröffentlichten 8. Studioalbum .  Als Sänger Johnny Gioeli hierzu auf die Bühne kommt steigt das Energielevel sofort auf 100% und greift sofort auf alle Anwesenden auf und vor der Bühne über . Er kann nicht nur singen wie ein junger Gott ,  sondern  reist mit seiner Energie und positiven Ausstrahlung einfach Jede/n mit .  Wer einen solchen Frontmann hat kann eigentlich nichts falsch machen und genau das passiert heute Abend auch .  " Rise Up " ,  " Dr. Love "  und  " Bad Taste "  folgen als nächstes .  Marco Di Salvia und die Dauergrinsende Anna Portalupi treiben den Groove voran ,  Alessandro Del Veccio lässt die Melodien erklingen und singt wie ein zweiter Leadsänger im Background und Gitarrist Luca Princiotta schießt ein Klasse - Solo nach dem Anderen in die tobende Menge .  Hier wird mitgesungen ,  geklatscht und den spaßigen  ( aber auch ernsten )  Ansagen von Johnny Gioeli gelauscht .  




Überhaupt ist neben der hochklassigen Musik auch viel Entertainment und Spaß auf der Bühne angesagt .  Selten so viele lachende Gesichter auf der Bühne gesehen  -  die Band hat Spaß miteinander und das überträgt sich einfach auch auf das Publikum .  Es wird sich gegenseitig geärgert und veräppelt - gerade zwischen Gioeli ,  Del Vecchio und Portalupi geht es heiß her  ( " Falsches Geburtstags - Ständchen " ,  " Freibier " ,  " Bassgriffe " ,  " Keyboardmelodie " ,  " wer bekommt mehr Applaus "  oder die  " Lektion wann das Publikum jubeln muss , wenn der Sänger das neuste und beste Album präsentiert " ) .  Mit  " When You Came Into My Life "  bieten Hardline dann auch ein Scorpions - Cover mit dazugehöriger Vorgeschichte der befreundeten Bands auf .  Bei einem Besuch in New York zum ersten Mal gehört ,  musste der Song unbedingt auf`s neue Album . 















" Everything " ,  " Danger Zone " ,  " Life`s A Bitch "  und  " In The Hands Of Time "  werden anschließend ohne Verschleißerscheinungen weiterhin mit einer wahnsinnigen Energie dargeboten .  Die kraftvolle Stimme Gioelis ,  der pumpende Groove mit dementsprechender Körperhaltung ,  die leichtfüßigen Soli und der Chorgesang - einfach großartig .  Nach dem anschließenden kurzweiligen Keyboard - Solo inklusive Klassikteil wird mit  " 31 - 91 "  und den beiden Top - Songs des Debut - Albums  " Double Eclipse "  namentlich  " Hot Cherie " ,  mit gaaaanz viel Publikums - Gesang und dem laut Tobias Sammet  ( Avantasia , Edguy und Radio Bob Moderator )  leicht schlüpfrigen  " Rhythm From A Red Car "  das reguläre Set nach 75 Minuten hochklassig beendet .  " Standing Ovations " ,  lautes rhythmisches klatschen und enthusiastische  " Zugabe " - Rufe ... die Band kehrt auf die Bühne zurück ,  kokettiert ein bisschen mit der Menge der Zugabe - Songs und liefert dann mit  " Takin` Me Down "  sowie  "  Fever Dreams "  noch einmal 20 Minuten Vollgas - Rock und entlässt gegen 22:50 Uhr ein glückliches und hochzufriedenes Publikum in die laue Frühlingsnacht . 






Sonntag, 10. Mai 2026

Musik von " Down Under "

Rockmusik aus Australien 


Rockmusik aus Australien ist uns schon lange bekannt und selbstverständlich geworden aber oftmals gar nicht bewusst ,  dass die Bands tatsächlich aus dem Land  " Down Under "  stammen  ( und nicht wie man oft denkt aus den  U.S.A. ) .  Um hier ein klein wenig Licht ins umfangreiche Repertoire australischer Bands zu bringen ein paar  " bekannte "  Beispiele einfach nur zum Schauen  ( nicht ganz so  " umfangreich " aber auch spannend zu gucken wie es in Neuseeland oder z.B.  Afrika aussieht ... ihr würdet Euch wundern ! ) .  Musik ist einfach weltumspannend und es gibt überall tolle Musik für den eigenen Musikgeschmack zu finden !!!  Rock ,  Pop ,  Blues ,  Jazz ,  Klassik ,  Weltmusik ,  Singer / Songwriter ,  Rap ,  Techno ...







Freitag, 8. Mai 2026

Hardline

 Johnny Gioeli und Co.


Die 1991 von den Brüdern Johnny Gioeli  ( Gesang )  und Joey Gioeli  ( Gitarre )  in Los Angeles gegründete Hard Rock Band  " Hardline "  sorgte bereits in ihren Anfangstagen für Aufsehen ,  war " Journey " - Gitarrist Neal Schon doch ebenso Mitglied der Ur - Formation wie der heutige  " Journey "  -  und ex " The Dead Daisies "  sowie  " Bad English "  Schlagzeuger Deen Castronovo .  Diese Formation ,  ergänzt durch Bassist Todd Jensen ,  veröffentlichte dann gemeinsam 1992 das umjubelte Debut  " Double Eclipse "  mit der Hitsingle  " Takin` Me Down "  und dem Ohrwurm  " Hot Cherie " .  Schon ,  Castronovo und Jensen verließen dann anschließend aber wieder Hardline und die Band löste sich trotz Erfolg auf .  Erst 2002 ,  gemeinsam mit Bobby Rock am Schlagzeug ,  Michael T. Ross an den Keyboards ,  Chris Maloney am Bass , den beiden Gioeli Brüdern und den Gitarristen Joey Tafolla und Josh Ramos erschien das Nachfolgealbum  " II " .  " Live At The Gods "  zeigt im Jahr 2003  dann einen Mitschnitt vom Headliner - Auftritt beim englischen  " The Gods - Festival "  ( 2002 )  in Bradford .  Nach dem 2009er Album  " Leaving The End Open "  mit Jamie Brown am Bass und Atma Anur am Schlagzeug löst sich die Band erneut auf . 


2011 kommt die Band erneut zurück und mit runderneuerter Mannschaft um Sänger Johnny Gioeli ,  Gitarrist Josh Ramos ,  Bassistin Anna Portalupi ,  Gitarrist Thorsten Koehne ,  Schlagzeuger Francesco Jovino und Hauptsongwriter ,  Keyboarder und Backgroundsänger Alessandro Del Vecchio erscheint 2012 Studioalbum Nummer 4  " Danger Zone " .  Johnny Gioeli veröffentlicht mit seiner Band seither  ( er ist auch Leadsänger bei der Band des deutschen Gitarristen Axel Rudi Pell )  regelmäßig in etwas längeren Abständen Platten .  So erschien im Jahr 2016  " Human Nature " ,  2019  " Life " ,  2021  " Heart ,  Mind And Soul "  und gerade ganz frisch 2026 die neue Studioveröffentlichung  " Shout "  mit anschließender , dazugehöriger Tour .  Zum aktuellen Line - Up gehören hier neben Gioeli ,  Portalupi und Del Vecchio noch Gitarrist Luca Princiotta und Schlagzeuger Marco Di Salvia .