Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Montag, 29. Juni 2026

Queensryche 17.06.2026

 Konzert-Kritik Queensryche + River Of Nihil  17.03.2026 ,  " Batschkapp "  Frankfurt


Mittwoch Abend in der Frankfurter Batschkapp .  Erster Tag der Sommerhitze und kurz vor bzw.  während zahlreicher Open Air Auftritten ,  spielen sich Queensryche bei ihrer Sommertour erneut mit einer Klassiker - Setlist in die Herzen der zahlreich erschienenen Fans und haben die Band  " Rivers Of Nihil "        als Special Guest mit dabei . 


Los geht es pünktlich um 20:00 Uhr mit der  " Technical - Death - Metal "  Band  " Rivers Of Nihil "  aus Reading in Pennsylvania ,  U. S.    2009 gegründet ,  besteht die Band heute aus Sänger und Bassist Adam Biggs ,  Gitarrist und Sänger Andy Thomas ,  Gitarrist Brody Uttley und Schlagzeuger / Backgroundsänger Jared Klein .  Eine eher ungewöhnliche Auswahl als Vorgruppe ,  ist der Musikstil mit gutturalem Gesang ,  High - Speed - Riffs und Blastbeats doch etwas entfernt vom Prog - Metal des Hauptacts .  Wenn dann aber Adam Biggs in tiefem Klargesang und Andy Thomas mit hohem Klargesang agieren und Gastsaxophonist Patrick Corona ganz besondere Klangmomente zu den harten Song beitragen ,  ist die Verbindung zur Musik von Queensryche gar nicht mehr so weit entfernt und das Publikum dankt es der Band mit anhaltendem Applaus ,  gereckten Fäusten und headbangenden Köpfen .  Songs wie  " Rivers Of Nihil " ,  " The Silent Life" ,  " The Void From Which No Sound Escape " ,  " Despair Church " ,  " Water & Time " ,  " House Of Light "  und  " Where Owls Know My Name "  überzeugen mit kraftvollem Sound ,  Abwechslung und Spielfreude .  Spannende Band und guter Auftakt des heißen Konzertabends . 




Nach einer halbstündigen Umbaupause geht es dann um 21:15 Uhr mit Queensryche weiter .  Blaues pulsierendes Licht auf der Bühne und ein gesprochenes Intro kündigen " The Queen Of The Ryche "  an ,  welches dann sofort mit dem dazugehörigen Song in die sehr gut gefüllte Halle abgefeuert wird .  Vom ersten Ton an ist eine Energie und Kraft auf der Bühne zu spüren ,  welche auch sofort ins Publikum überspringt und die Band vom ersten Ton an abgefeiert wird .  Sänger Todd La Torre singt wie ein junger Gott in den höchsten Tönen ,  die Rhythmusfraktion um Bassist und Backgroundsänger Eddie Jackson und Schlagzeuger Casey Grillo treibt die Band nach vorne und die Gitarristen Mike Stone sowie Urgestein Michael Wilton liefern großartige Melodien und Soli ab .  " Operation : Mindcrime "  und  " Walk In The Shadows "  folgen als nächstes und machen klar ,  das heute Abend ein Klassiker nach dem anderen geboten wird  -  inklusive der Chance für das textsichere Publikum kräftig mit zu singen .  Mit  " Speak "  und  " Don`t Believe In Love "  geht` s weiter mit Songs vom Überalbum  "Operation : Mindcrime "  und dementsprechend begeistert sind die Fans in der Halle .  Mit kurzen Ansagen ohne viel Zeit zu verschwenden führt Todd La Torre durch den Abend und kündigt als nächstes den vielfach gewünschten Song vom Album  " Rage For Order "  an :  " London " .  Ein Prototyp für die klassischen ,  abwechslungsreichen und besonderen Songs der Band !


" Best I Can "  von  " Empire " ,  " Warning "  vom gleichnamigen  " The Warning "  Album und  " Neue Regel "  von  " Rage For Order "  sind als nächstes im Gepäck und zeichnen musikalische noch einmal den Werdegang von Queensryche nach .  Härte ,  Power ,  Verspieltheit und Abwechslung werden geboten und die Temperatur auf und vor der Bühne steigt !  Mit  " Behind The Walls "  wird dann der einzige aktuelle Song vom 2022er Album  " Digital Noise Alliance "  zelebriert und zeigt die weitere Entwicklung der Band .  " Take Hold Of The Flame "  mit Mitbrüll - Faktor und  " Jet City Woman "  mit Mitsing - Faktor der Fans treiben den Enthusiasmus weiter .  Das ungewöhnliche und progressive  " Sreaming In Digital "  beschließt dann nach 70 Minuten das reguläre Set und die Band verlässt unter riesigem Applaus die Bühne .  Lautstarke  " Zugabe " -  Rufe und rhythmisches Klatschen bringt die Band dann aber wieder schnell zurück . 




" Anarchy - X " ,  " Revolution Calling " ,  " Empire "  und  " Eyes Of A Strangen "  reißen das Publikum noch einmal vollkommen mit .  Es wird mitgesungen ,  geklatscht und die Hände gen Hallendecke gereckt .  Ein 20 minütiges Zusatzvergnügen ,  welches nach dessen Ende glückliche ,  zufriedene und total verschwitzte Fans die Frankfurter Batschkapp verlassen lässt und diese in den warmen Sommerabend entschwinden , in der Hoffnung ,  dass die Band bald wieder ,  vielleicht sogar mit neuen Songs ,  zurückkommen und die  "Kapp"  erneut mit Energie und Power füllen lässt .  Rundum zufriedene und begeisterte Menschen auf und vor der Bühne .  Ein wirklich toller Konzertabend geht so um 22:45 Uhr zu Ende !



    

Samstag, 27. Juni 2026

Kurt Elling And The WDR Big Band " In The Brass Place "

 CD-Kritik Kurt Elling And The WDR Big Band  " In The Brass Palace " ,  WDR

Wenn sich der amerikanische Jazz - Sänger Kurt Elling gemeinsam mit dem Saxophonisten und Leiter der WDR Big Band Bob Mintzer  sowie eben dieser Big Band " Klassikern "  der  ( Jazz - )  Musik widmen ,  kann dabei eigentlich nur etwas Besonderes heraus kommen .  Vom 1. - 5. Oktober 2024 wurden hier im Studio 4 in Köln mit Pianist Billy Test ,  Bassist John Goldsby ,  Schlagzeuger Hans Dekker ,  den Trompetern Wim Both ,  Rob Bruynen ,  Andy Haderer ,  Ruud Breuls und Carlo Nardozza ,  den Posaunisten Jonathan Böbel ,  Raphael Klemm ,  Andy Hunter und Mattis Cederberg sowie den Saxophonist:innen und Holzbläser:innen Johan Hörlén ,  Karolina Strassmayer ,  Ben Fitzpatrick ,  Paul Heller und Jens Neufang 6 Songs von Joe Jackson ,  Thad Jones ,  John Scofield ,  Duke Ellington ,  Wayne Shorter und Joe Zawinul eingespielt .  Zu drei Songs hat Kurt Elling dabei Lyrics beigetragen .  Los geht es mit dem swingenden  "Steppin` Out " ,  welches gleich zum Tanzen einlädt .  In bester Crooner - Tradition ergänzen sich hier Gesang und der Klangkörper des Orchesters hervorragend,  inklusive starkem Saxophon - Solo .  " Desire "  nimmt dann etwas den Fuß vom Gaspedal ,  wirkt ruhiger und jazziger .  " My Very Own Ride " ,  gedämpfte Trompeten ,  Betonung auf Rhythmus und Gesang ,  Saxophonbegleitung ,  mehr Improvisation ... toller Jazz !  " I Like The Sunrise "  mit vollem aber zurückhaltendem Big Band Sound und ruhiger Stimmung stellt die Stimme Ellings in den Vordergrund .  Ein bisschen Dramatik wie bei Barbra Streisand .  Toll !  " They Speak No Evil "  ist dann wieder flotter unterwegs ,  mit langem Big Band Intro .  Spannend wenn Gesang und Instrumente gemeinsam die Leadstimme übernehmen ,  wenn gleichzeitig der Rest der Band das Ganze begleitet .  Abwechslungsreich in Gesang und Rhythmus .   " Current Affairs "  stellt dann den letzten Song dieser 45 Minuten langen Aufnahme dar .  Ruhiger Bläserbeginn ,  entspannter Gesang und gefühlvolles Saxophon - Solo .  Eine wahre Wohlfühl - CD mit einem tollen Sänger und einer großartigen Big Band . 

Donnerstag, 25. Juni 2026

Irvine Welsh`s " Crime "

 Serien-Kritik  " Crime "  Staffel 1 + 2 ,  Pidax - Film


Mit diesen beiden  " Crime " - Staffeln des  " Trainspotting " - Kultautors Irvine Welsh hat der geneigte Film -  und Krimifan die Möglichkeit ,  der im adaptierten Roman nur in Rückblenden geschilderten Vorgeschichte des nervlisch massiv angeschlagenen Ermittlers Ray Lennox als  6 - teilige ( bzw. 12 - teilige )  Serienproduktion in Form eines Polizeithrillers zu folgen .  Spielt das Buch welches als Grundlage dient mehr im Südosten der USA ,  ist hier die Adaption im schottischen Edinburgh angesiedelt . Gemeinsam mit seiner neuen ,  zugeteilten jüngeren Partnerin Drummond muss er ,  nachdem er sie zunächst herablassend behandelt ,  einen Fall lösen ,  der ihm über den Kopf zu wachsen scheint und Teamwork verlangt .  Ein 13jähriges Mädchen ist auf dem Weg zur Schule verschwunden und der Fall weist Parallelen zu einem berüchtigten Serienkiller auf ,  der vermeindlich bereits seit längerer Zeit gefasst scheint .  Haben Lennox und seine Kolleg:innen hier etwa einen Fehler begangen ?  Selbstzweifel ,  der harte Job und der große Erfolgsdruck der auf ihm lastet führen immer wieder zu einer drastischen Wortwahl und Lennox versteht sich inzwischen mehr als Racheengel denn als Ermittler .  Eigene schlimme Erfahrungen in seiner Jugend scheinen hier eine entscheidende Rolle zu spielen .  Alkohol ,  Selbsthilfegruppe ,  Sarkasmus und der Wunsch endlich Dampf ablassen zu können zeichnen dabei Lennox Weg .  Das Eintauchen in seinen Kopf ,  hervorragend gespielt von Dougray Scott ,  macht die Zerrissenheit der Hauptfigur sehr schön sichtbar und ein paralleler Mordfall ,  bearbeitet vom übellaunigen Dougie Gillman ,  bekommt so zunächst nicht die nötige Aufmerksamkeit bezüglich des möglichen Zusammenhangs mit dem verschwinden des Mädchens .  Eine packende ,  emotionale ,  spannende und temporeiche Serie im  " Nordic - Noir - Stil "  mit düsterer Thematik die sich auch in Staffel 2 ,  nachdem Lennox den vorherigen Fall gelöst hat und jetzt ruhiger arbeiten möchte ,  nicht ändert .  Ein Kollege wurde angegriffen und nachdem eine Leiche gefunden wird ,  in die eine obskure Nachricht eingeritzt wurde ,  geht es für Lennox und seine Kolleg:innen ,  die allesamt auch ein paar eigene Dämonen zu bekämpfen haben ,  wieder von vorne los .  Düstere und teils zynische 2 x 246 Minuten Hochspannung !



Dienstag, 23. Juni 2026

Foreigner 14.06.2026

Konzert-Kritik Foreigner  14.06.2026 ,  " Zitadelle "  Mainz 

18:49 Uhr in der Mainzer Zitadelle .  Vor ausverkauftem  " Haus "  betritt die englische Indie - Pop - Rock - Band  " The Lottery Winners "  aus Manchester die Open - Air Bühne im Innenhof der 1660 errichteten ,  historischen Mainzer Festung .  Sänger Thomas Jack Rylance begrüßt in seiner sehr extrovertierten und witzigen Art zunächst einmal das Publikum ,  während die Mitmusiker:innen Robert Lally  ( Gitarre / Gesang ) ,  Katie Lloyd  ( Bass / Gesang )  und Schlagzeuger Joe Singleton ebenfalls bereits auf der Bühne stehen ,  erklärt dass die Band in Deutschland noch nicht so bekannt ist  ( in England aber schon )  und man solle doch jetzt so tun als ob jetzt gleich Superstars auf die Bühne kommen würden ,  damit der Abend ein voller Erfolg wird .  Gesagt getan .  Abgang Sänger von der Bühne ,  Auftritt des Sängers auf die Bühne und riesiger Applaus brandet los .  Das Eis ist ab diesem Zeitpunkt schon gebrochen und die Imitation von Freddy Mercury mit halbem Mikroständer inklusive Mikro und der passende gang tun ein Übriges !  Los geht es dann mit dem schwungvollen  " Worry " ,  einem eingängigen Indie - Pop - Ohrwurm .  Sofort tanzen die Menschen im Publikum mit .  " You Again "  schlägt dann in die gleiche Kerbe .  Hier übernimmt Bassistin Katie Lloyd einen großen Teil des Leadgesangs und gerade die Kombination mit Rylance Stimme macht den Song besonders .  Der Mitklatschfaktor bezieht das Publikum in die Show mit ein .  


Mit ihrem britischen Humor und der positiven Überdrehtheit ihres Sängers und Frontmanns Rylance  wissen die fünf Musiker:innen auch im Anschluss weiter zu gefallen und zu unterhalten .  Dabei kokettieren sie immer ein bisschen mit ihrem Bekanntheitsgrad in Deutschland und ihrem angeblichen Ruhm auf der Insel .  Das schwebende  " The Meaning Of Life "  macht stimmungsmäßig gerade so weiter und die  " alten "  Foreigner - Fans bewegen sich zu den Songs der jungen Brit:innen .  " Stady We Go "  mit schwenkenden Armen und mitsingendem Publikum sowie  " Much Better "  ,  der das Publikum ebenfalls sofort mitnimmt und auch hier kräftig mitgesungen wird  (  obwohl die meisten die Songs vorher bestimmt nicht kannten ) .   " Turn Around "  mit seinem kindlichen Charm und dem dazugehörigen Tanz  ( der dem Publikum natürlich beigebracht wird )  leiten dann auf den Abschlusssong  " Burning House "  hin .  Hier zeigen sich noch einmal die typischen Merkmale dieser überaus sympathischen und witzigen Band mit eingängiger Melodie ,  Freude ,  Tanzbarkeit gepaart mit  ein bisschen rotziger Punkattitude und Unabhängigkeit ... eben INDEPENDENT .  Ein toller Beginn des heutigen Konzertabends und eine 40 minütige musikalische Entdeckung !




Nach einer gut halbstündigen Umbaupause betreten dann Foreigner pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne ,  um ihr 50jähriges Band - Jubiläum zu feiern .  Zwar sind von der ursprünglichen Band keine Mitglieder mehr aktiv in der Band  ( Bandleader Mick Jones zog sich als letzter mit einer Parkinsonerkrankung aus der Band zurück )  aber mit Bassist / Sänger / Keyboarder Jeff Pilson  ( ex - Dokken )  ein alter Haudegen der letzten 22 Jahre Foreigner - Geschichte sowie der seit 2008 dazugehörige Keyboarder Michael Bluestein dabei .  



Los geht es gleich mit  " Double Vison "  vom gleichnamigen  `78er Album .  Mit dem neuen Sänger Luis Maldonado  ( seit 2021 als Gitarrist für Mick Jones in der Band und nach dem Ausstieg von Kelly Hansen neuer Leadsänger ) ,  Gitarrist Bruce Watson  ( seit 2011 ) ,  Schlagzeuger Chris Frazier  ( seit 2012 )  und Gitarrist John Roth betreten Pilson und Bluestein die Bühne der Mainzer Zitadelle und ziehen das Publikum sofort in ihren Bann .  Etwas mehr Druck und Lautstärke wären zwar ganz schön aber wer weiß ob nicht sogar die eine oder andere Lärmauflage da den Schalter etwas weiter unten lassen ?!  " Head Games "  und der erste  " Hit "  " Cold As Ice "  folgen als nächstes und lassen hier ,  wie bei der Vorgruppe ,  das Publikum wieder kräftig mitsingen .  Mit  " Waiting For A Girl "  gibt es dann auch die erste Liebesballade zu hören .  Pärchen nehmen sich in die Arme ,  Augen werden geschlossen und verträumt im Takt mitgewippt und gesungen .  




Zwischendurch immer wieder kurze Ansagen von Sänger Luis Maldonado ,  Jeff Pilson wechselt teilweise vom Bass ans Keyboard und John Roth übernimmt den Bass .  Überhaupt bildet die Rhythmusabteilung um Pilson ,  Frazier das starke Fundament ,  auf dem sich die beiden Gitarristen und das Keyboard  ( wenn sie nicht selbst Rhythmusarbeit übernehmen )  gekonnt austoben können .  So bildet in der Mitte des Sets auch ein Keyboard -  sowie Schlagzeug - Solo einen kurzen " break "  im Set von Foreigner .  Zuvor werden aber Songs wie  " Blue Morning ,  Blue Day " ,  " Feels Like The First Time  "  und der  `82er Superhit  "Urgent"  gespielt und vom Publikum abgefeiert .  Nur schade das das Saxophon - Solo des Originals hier vom Keyboard ersetzt wurde - da hat etwas gefehlt !





Nach den besagten Soli kam dann  " Jukebox  Hero "  vom Erfolgsalbum  " 4 "  zu Gehör ,  welches wieder mit viel Beifall bedacht wurde und noch einmal die Möglichkeit bestand kräftig mitzusingen und zu rocken .  Nach 75 Minuten war damit das reguläre Set beendet und doch der Eine oder die Andere etwas überrascht über die Kürze der Spielzeit .  Glücklicherweise wurden dann mit  " Long , Long Way From Home " ,  dem Schmachtfetzen  " I Wanna Know What Love Is "  und dem hart rockenden  " Hot Blooded "  noch drei Songs nachgelegt ,  sodass nach 85 Minuten dann endgültig Schluss war und sich das Publikum langsam aus der Zitadelle nach Hause bewegen konnte .  Eine Mischung aus  " modern - nostalgischem Open - Air - Konzert - Abend "  war zu Ende und hinterließ dann doch bei Einigen Diskussionsbedarf im Bezug auf Spieldauer ,  Eintrittspreis ,  Lautstärke ,  Coverband oder nicht !  Dazu soll sich aber Jede/r selbst seine / ihre Meinung bilden .  Im Bezug auf die Spieldauer muss ich aber sagen ,  dass ich das genau so in diesem Jahr schon 4 oder 5 mal erlebt habe .  Macht es nicht besser aber relativiert es ein wenig . 




Sonntag, 21. Juni 2026

Hitster " Rock "

 Musikspiel mit den ultimativen Hits  -  hier ROCK ,  Jumbo

























Das erfolgreiche Musikspiel  " Hitster " ,  inzwischen auch schon als Fernseh - Variante zu erleben ,  bietet für alle Musikfreund:innen die wunderbare Möglichkeit sich nach Herzenslust in sein /  ihr Lieblingsmusikgenre ,  aber natürlich auch andere ,  zu begeben und dort zu testen ,  wie sehr das Musikwissen tatsächlich ausgeprägt ist .  Mit Hilfe einer App werden Songs über das Mobilgerät abgespielt und müssen dem Erscheinungsjahr zugeordnet werden .  Gerade das Einordnen der Songs in die entsprechenden Erscheinungsjahre macht hier extrem viel Spaß  ( oder sorgt für Verzweiflung ) ,  da man zwar oft die Songs noch kennt  ( oder auch nicht ;-) )  aber wann man sie zum ersten mal gehört hat /  sie erschienen sind ist dann doch oft schwer nach zu vollziehen .  Mit Hilfe der Musikstücke werden aber auch gleichzeitig persönliche Lebensereignisse und Erlebnisse in Erinnerung gerufen und runden das ganze Spielvergnügen ,  eben mit Hilfe der Musik , großartig ab .  Neben einem kombinierbaren Brettspiel gibt es Musikeditionen zu den Themen :  " Schlagerparty " ,  " Guilty Pleasures " ,  "Summer Party ",  " Battle Of The Generations " ,  " Urban & Hip - Hop " ,  " Celebrations "  oder  " Movies & TV Soundtracks "  sowie internationale und sogar eine Bingo - Variante .  Macht als Party - Spiel riesigen Spaß !

Freitag, 19. Juni 2026

Klaus - Peter Wolf " Ein Mörderisches Paar - Das Versprechen "

Buch-Kritik Klaus - Peter Wolf   " Ein Mörderisches Paar  -  Das Versprechen " ,  Fischer


Mit  " Ein Mörderisches Paar "  macht sich Erfolgsautor Klaus - Peter Wolf auf den Weg einem Protagonisten seiner Ostfriesenkrimis ,  dem verurteilten und geflohenen Serienkiller Dr. Sommerfeldt  ( alias Dr. Simmel )  und seiner Partnerin Frauke ,  einen eigenen Erzählstrang zu widmen und hier auf herrlich makabere Art und Weise das Tun der Beiden darzustellen .  Hier werden menschenverachtende Verbrecher mit dem Tode bestraft und obwohl man als Leser:in weiß ,  dass es Unrecht ist Selbstjustiz zu üben ,  bei diesen doch eine gewisse Sympathie für das Schaffen des mörderischen Paares geweckt  ( die ja nur mögliche weitere Opfer schützen wollen ) .  Wenn dann gleichzeitig ein Verbrecherboss hinter sich aufräumen lassen will ,  indem er einen weiteren Killer engagiert der Handlanger ,  Komplizen und lästige Gegenspieler aus dem Weg räumen soll ,  wird aus dem friedlichen Ostfriesland ein  " Hot Spot "  an  Leichen und ein Wettkampf zwische :  töten für den guten Zweck versus töten für das Böse .  Mittendrin die Auricher Polizei um Klaasen ,  Weller und Rupert ,  Lehrer:innen und Eltern von Drogenopfern und die örtliche Presse sowie ein ehemaliger Polizist .  Wer weiß mehr über die Zusammenhänge ,  hat und erkennt Verbindungen ?  Eine geplante Hochzeit ,  die Suche nach dem Sinn im Leben und die Sympathien der Menschen für den mörderischen Sommerfeldt  (  der Jedem und Jeder eine zweite Chance geben will sich zu bessern )  machen die Geschichte zu einem hochspannenden Verwirrspiel mit Wendungen ,  Gefühlen und einer guten Brise Witz .  Toll geschrieben ,  nah an den handelnden Menschen mit Unzulänglichkeiten und Brüchen in den Biografien bzw.  Persönlichkeiten ,  falschen Beschuldigungen und wunderschöner Landschaft .  Da die Reihe auf drei Bücher angelegt ist mit einem offenen Ende ,  welches Spannung und neugierde auf die Fortsetzung(en) weckt .  Nach den 442 Seiten weiß man warum die Bücher von Autor Klaus - Peter Wolf so beliebt sind !