Konzert-Kritik Guitarmania 06.05.2026 , " Das Rind " Rüsselsheim
Mittwoch Abend , 06. Mai 2026 . Heute ist der 2. Tour - Tag der Guitarmania - Tour , zu Gast im " Das Rind " Rüsselsheim mit Gitarrist Krissy Matthews , seiner Band (Schlagzeuger Gerry Reynders , Bassist Slawek Semeniuk ) und sechs weiteren , befreundeten Gitarrist:innen von Russel Marsden , Pablo Van De Poel , Oskar Logi , Jax Hollow , Connor Selby , Phillipp Gerber plus Sängerin Iona Isabella Köhler Alvén .
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| Krissy Matthews , Gerry Reynders , Slawek Semeniuk , Iona Alvén |
Los geht es pünktlich um 20:00 Uhr mit Gastgeber Krissy Matthews und seiner langjährigen Begleitband um Semeniuk und Reynders . In weißem Anzug gekleidet startet die Band vor gut 120 Blues und Gitarrenfans mit dem starken " Mayday " gefolgt von " Why Are You Ashamed Of Me " . Die top eingespielte Rhythmusfraktion legt die Grundlage und den Hintergrund für die wundervollen Gitarrenmelodien Krissy Matthews und seinen tollen Gesang . Hier kommt dann auch bereits der erste Gast auf die Bühne, die mit einem schönen Backdrop zur Guitarmania - Tour gestaltet ist . Iona Alvén aus Schweden unterstützt Matthews als Sängerin bei " Sunshine Of Your Love " sowie " Carry You " und begeistert hier bereits mit ihr einzigartigen Klangfarbe .
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| Jax Hollow |
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| Connor Shelby |
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| Phillipp " Bluedög " Gerber |
Nach diesem tollen gut 20 minütigen Einstieg kommt dann auch der erste Gitarrengast auf die Bühne . Der mehrfach ausgezeichnete Engländer Connor Shelby, jung , zurückhaltend , ein bisschen Gentleman - like wirkend , startet mit " All Out Of Luck " . Sein ganz besonderer , weicher Gitarrensound und der dazu hervorragend harmonierende Gesang zeigen einen ganz anderen " Blues - Gitarristen - Charakter " als bei Krissy Matthews zuvor und das wird sich auch bei allen anderen noch folgenden Gitarrist:innen so wiederholen . " Someone " und auch " The Truth Comes Out Eventually " stellen an diesem Abend eher die ruhigeren Blues - Elemente in den Vordergrund und erinnern manchmal auch an den späten Eric Clapton . Toll . Den absoluten Kontrast stellt dann im Anschluss der Auftritt des Schweizers Phillipp " Bluedög " Gerber dar . Der " sexiest man on stage " ( Krissy Matthews ) mit Glatze und ZZ - Top Rauschebart ist ein wahrer Blues - Rocker , der den Kontakt zum Publikum liebt und sucht . Mit " Sinnerman " geht es dann auch gleich in die vollen , Matthews und Band unterstützen nach leibeskräften und es kommt zu herlichen Gitarrenduellen . Dabei springt der mit einer herlich rauen Stimme versehene Gerber auch mitten ins Publikum , spielt dort kräftig weiter und annimiert das Publikum zum Mitsingen . Noch näher kann man nicht an den Fans sein und die strahlenden Gesichter von Musiker und Publikum spricht Bände . Da am heutigen , zweiten Abend mehr Gitarristen als Tags zuvor auf der Bühne stehen bat Matthews seine Gäste im Vorfeld doch ihre Songs etwas zu kürzen , doch Gerber verzichtete lieber auf einen dritten Song und zelebrierte dafür " Further On My Way " ausgiebig mit Soli von ihm und Matthews . Da fegte ein Sturm über die Bühne . Als dritter , eben neuer Gast an diesem Abend kommt dann die aus Nashville , U.S.A. stammende Jax Hollow auf die Bühne . Sie stellt die neue Generation von selbstbewussten , jungen , immer ein bisschen " frech " auftretenden , tollen Gitarristinnen und Sängerinnen dar und gibt dem Abend den dritten " Wow - Effekt " . " Wolf In Sheepskin " steht hier stellvertretend gefolgt von " Changing Suits " und " Renegade Season " . Cooler Gesang , unaufgeregtes Gitarrenspiel - macht Spaß !
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| Russell Marsden |
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| Oskar Logi |
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| Pablo Van De Poel |
Weiter geht es mit dem Isländer Oskar Logi . Mit Hut bekleidet und als Mitglied der Band Vintage Caravan bekannt rückt Krissy Matthews etwas mehr in die Mitte der Bühne und Logi bleibt recht bescheiden auf der linken Bühnenseite stehen und zelebriert dort mit der Band den bekannten Vintage - Blues - Rock mit seinem tollen Gesang . " Scuttle Buttin` " legt dementsprechend flott und mit viel Groove los bevor beim anschließenden " You Don `t Love Me " Krissy Matthwes sich tatsächlich für einen Song eine kurze Bühnenpause gönnt und Logi mit der hervorragenden Rhythmusfraktion Reynders , Semeniuk alleine lässt . Das Publikum feiert das Ganze dementsprechend ab , begrüsst den Gastgeber anschließend aber ebenso euphorisch und es kann mit " On The Run " in 4er Besetzung weiter gehen . Überhaupt ist der Spaß auf und vor der Bühne stets zu spüren und die kleinen Ansagen sowohl von Matthews als auch den Gästen lockern das Ganze hervorragend auf . Mit Pablo Van De Poel , bekannt von der niederländischen Band DeWolff , kommt ein weiterer persönlicher Freund von Matthwes auf die Bühne und das merkt man auch im lockeren Umgang miteinander bzw. den kleinen Frotzeleien ( De Poel " beschwert " sich z.B. darüber , dass sein Freund Matthews seinen Namen nicht richtig aussprechen kann ;-) ) Hier wird nun 70er Jahre mäßig gerockt - mit den dazu passenden verrückten Soli und allem was dazu gehört . " Nighttrain " und " How Blue Can You Get " sind Spaß pur und auch " Soul Oh Well E " reißen Publikum und Band auf der Bühne mit . Als Letzter der sechs Gitarrengäste ( Freund:innen ) betritt dann Russell Marsden ( Band Of Skulls ) aus Southhampton ( England ) die Rind - Bühne und auch Sängerin Iona Alvén kehrt zur gesanglichen Unterstützung zurück . " I Guess I Know You Fairly Well " , " Devil Takes Care Of His Own " und "Asleep At The Wheel " werden dann noch einmal stimmungs - und kraftvoll , mit starker Rhythmusfraktion und filigranen Soli sowie klasse zweistimmigem Gesang zum Abschluss der 140 Minuten präsentiert . Tosender Applaus und Zugaberufe holen dann die 7 völlig unterschiedlichen Menschen und Gitarren - Charaktere plus Sängerin und Rhythmusfraktion zur Zugabe " Stepping Out " auf die jetzt proppen volle Rind - Bühne zurück und jede/r Künstlerin , inklusive Bass und Schlagzeug , dürfen sich mit einem kleinen Solo von dem rundum zufriedenen Publikum nach nun 150 Minuten Spielzeit verabschieden .
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| All Star Jam |
Ein großes DANKE SCHÖN an dieser Stelle an Krissy Matthews und seine Crew für die großartige Idee und die viele Arbeit und Logistik die dahinter steckt diese hochklassigen Künstler:innen gemeinsam in einen Tourbus zu verfrachten und 14 Konzerte in Deutschland , der Schweiz und Österreich zu bestreiten . Es hat riesigen Spaß gemacht - darf gerne wiederholt werden ;-) !!! Das es im Anschluss , wie so oft im " Rind " , am Merch - Stand noch Smalltalk und Autogramme der Künstler gab , sei an dieser Stelle nur zur Vollständigkeit eines sehr gelungenen Abends kurz erwähnt !