Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Dienstag, 23. Juni 2026

Foreigner 14.06.2026

Konzert-Kritik Foreigner  14.06.2026 ,  " Zitadelle "  Mainz 

18:49 Uhr in der Mainzer Zitadelle .  Vor ausverkauftem  " Haus "  betritt die englische Indie - Pop - Rock - Band  " The Lottery Winners "  aus Manchester die Open - Air Bühne im Innenhof der 1660 errichteten ,  historischen Mainzer Festung .  Sänger Thomas Jack Rylance begrüßt in seiner sehr extrovertierten und witzigen Art zunächst einmal das Publikum ,  während die Mitmusiker:innen Robert Lally  ( Gitarre / Gesang ) ,  Katie Lloyd  ( Bass / Gesang )  und Schlagzeuger Joe Singleton ebenfalls bereits auf der Bühne stehen ,  erklärt dass die Band in Deutschland noch nicht so bekannt ist  ( in England aber schon )  und man solle doch jetzt so tun als ob jetzt gleich Superstars auf die Bühne kommen würden ,  damit der Abend ein voller Erfolg wird .  Gesagt getan .  Abgang Sänger von der Bühne ,  Auftritt des Sängers auf die Bühne und riesiger Applaus brandet los .  Das Eis ist ab diesem Zeitpunkt schon gebrochen und die Imitation von Freddy Mercury mit halbem Mikroständer inklusive Mikro und der passende gang tun ein Übriges !  Los geht es dann mit dem schwungvollen  " Worry " ,  einem eingängigen Indie - Pop - Ohrwurm .  Sofort tanzen die Menschen im Publikum mit .  " You Again "  schlägt dann in die gleiche Kerbe .  Hier übernimmt Bassistin Katie Lloyd einen großen Teil des Leadgesangs und gerade die Kombination mit Rylance Stimme macht den Song besonders .  Der Mitklatschfaktor bezieht das Publikum in die Show mit ein .  


Mit ihrem britischen Humor und der positiven Überdrehtheit ihres Sängers und Frontmanns Rylance  wissen die fünf Musiker:innen auch im Anschluss weiter zu gefallen und zu unterhalten .  Dabei kokettieren sie immer ein bisschen mit ihrem Bekanntheitsgrad in Deutschland und ihrem angeblichen Ruhm auf der Insel .  Das schwebende  " The Meaning Of Life "  macht stimmungsmäßig gerade so weiter und die  " alten "  Foreigner - Fans bewegen sich zu den Songs der jungen Brit:innen .  " Stady We Go "  mit schwenkenden Armen und mitsingendem Publikum sowie  " Much Better "  ,  der das Publikum ebenfalls sofort mitnimmt und auch hier kräftig mitgesungen wird  (  obwohl die meisten die Songs vorher bestimmt nicht kannten ) .   " Turn Around "  mit seinem kindlichen Charm und dem dazugehörigen Tanz  ( der dem Publikum natürlich beigebracht wird )  leiten dann auf den Abschlusssong  " Burning House "  hin .  Hier zeigen sich noch einmal die typischen Merkmale dieser überaus sympathischen und witzigen Band mit eingängiger Melodie ,  Freude ,  Tanzbarkeit gepaart mit  ein bisschen rotziger Punkattitude und Unabhängigkeit ... eben INDEPENDENT .  Ein toller Beginn des heutigen Konzertabends und eine 40 minütige musikalische Entdeckung !




Nach einer gut halbstündigen Umbaupause betreten dann Foreigner pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne ,  um ihr 50jähriges Band - Jubiläum zu feiern .  Zwar sind von der ursprünglichen Band keine Mitglieder mehr aktiv in der Band  ( Bandleader Mick Jones zog sich als letzter mit einer Parkinsonerkrankung aus der Band zurück )  aber mit Bassist / Sänger / Keyboarder Jeff Pilson  ( ex - Dokken )  ein alter Haudegen der letzten 22 Jahre Foreigner - Geschichte sowie der seit 2008 dazugehörige Keyboarder Michael Bluestein dabei .  



Los geht es gleich mit  " Double Vison "  vom gleichnamigen  `78er Album .  Mit dem neuen Sänger Luis Maldonado  ( seit 2021 als Gitarrist für Mick Jones in der Band und nach dem Ausstieg von Kelly Hansen neuer Leadsänger ) ,  Gitarrist Bruce Watson  ( seit 2011 ) ,  Schlagzeuger Chris Frazier  ( seit 2012 )  und Gitarrist John Roth betreten Pilson und Bluestein die Bühne der Mainzer Zitadelle und ziehen das Publikum sofort in ihren Bann .  Etwas mehr Druck und Lautstärke wären zwar ganz schön aber wer weiß ob nicht sogar die eine oder andere Lärmauflage da den Schalter etwas weiter unten lassen ?!  " Head Games "  und der erste  " Hit "  " Cold As Ice "  folgen als nächstes und lassen hier ,  wie bei der Vorgruppe ,  das Publikum wieder kräftig mitsingen .  Mit  " Waiting For A Girl "  gibt es dann auch die erste Liebesballade zu hören .  Pärchen nehmen sich in die Arme ,  Augen werden geschlossen und verträumt im Takt mitgewippt und gesungen .  




Zwischendurch immer wieder kurze Ansagen von Sänger Luis Maldonado ,  Jeff Pilson wechselt teilweise vom Bass ans Keyboard und John Roth übernimmt den Bass .  Überhaupt bildet die Rhythmusabteilung um Pilson ,  Frazier das starke Fundament ,  auf dem sich die beiden Gitarristen und das Keyboard  ( wenn sie nicht selbst Rhythmusarbeit übernehmen )  gekonnt austoben können .  So bildet in der Mitte des Sets auch ein Keyboard -  sowie Schlagzeug - Solo einen kurzen " break "  im Set von Foreigner .  Zuvor werden aber Songs wie  " Blue Morning ,  Blue Day " ,  " Feels Like The First Time  "  und der  `82er Superhit  "Urgent"  gespielt und vom Publikum abgefeiert .  Nur schade das das Saxophon - Solo des Originals hier vom Keyboard ersetzt wurde - da hat etwas gefehlt !





Nach den besagten Soli kam dann  " Jukebox  Hero "  vom Erfolgsalbum  " 4 "  zu Gehör ,  welches wieder mit viel Beifall bedacht wurde und noch einmal die Möglichkeit bestand kräftig mitzusingen und zu rocken .  Nach 75 Minuten war damit das reguläre Set beendet und doch der Eine oder die Andere etwas überrascht über die Kürze der Spielzeit .  Glücklicherweise wurden dann mit  " Long , Long Way From Home " ,  dem Schmachtfetzen  " I Wanna Know What Love Is "  und dem hart rockenden  " Hot Blooded "  noch drei Songs nachgelegt ,  sodass nach 85 Minuten dann endgültig Schluss war und sich das Publikum langsam aus der Zitadelle nach Hause bewegen konnte .  Eine Mischung aus  " modern - nostalgischem Open - Air - Konzert - Abend "  war zu Ende und hinterließ dann doch bei Einigen Diskussionsbedarf im Bezug auf Spieldauer ,  Eintrittspreis ,  Lautstärke ,  Coverband oder nicht !  Dazu soll sich aber Jede/r selbst seine Meinung bilden .  Im Bezug auf die Spieldauer muss ich aber sagen ,  dass ich das genau so in diesem Jahr schon 4 oder 5 mal erlebt habe .  Macht es nicht besser aber relativiert es ein wenig . 




Sonntag, 21. Juni 2026

Hitster " Rock "

 Musikspiel mit den ultimativen Hits  -  hier ROCK ,  Jumbo

























Das erfolgreiche Musikspiel  " Hitster " ,  inzwischen auch schon als Fernseh - Variante zu erleben ,  bietet für alle Musikfreund:innen die wunderbare Möglichkeit sich nach Herzenslust in sein /  ihr Lieblingsmusikgenre ,  aber natürlich auch andere ,  zu begeben und dort zu testen ,  wie sehr das Musikwissen tatsächlich ausgeprägt ist .  Mit Hilfe einer App werden Songs über das Mobilgerät abgespielt und müssen dem Erscheinungsjahr zugeordnet werden .  Gerade das Einordnen der Songs in die entsprechenden Erscheinungsjahre macht hier extrem viel Spaß  ( oder sorgt für Verzweiflung ) ,  da man zwar oft die Songs noch kennt  ( oder auch nicht ;-) )  aber wann man sie zum ersten mal gehört hat /  sie erschienen sind ist dann doch oft schwer nach zu vollziehen .  Mit Hilfe der Musikstücke werden aber auch gleichzeitig persönliche Lebensereignisse und Erlebnisse in Erinnerung gerufen und runden das ganze Spielvergnügen ,  eben mit Hilfe der Musik , großartig ab .  Neben einem kombinierbaren Brettspiel gibt es Musikeditionen zu den Themen :  " Schlagerparty " ,  " Guilty Pleasures " ,  "Summer Party ",  " Battle Of The Generations " ,  " Urban & Hip - Hop " ,  " Celebrations "  oder  " Movies & TV Soundtracks "  sowie internationale und sogar eine Bingo - Variante .  Macht als Party - Spiel riesigen Spaß !

Freitag, 19. Juni 2026

Klaus - Peter Wolf " Ein Mörderisches Paar - Das Versprechen "

Buch-Kritik Klaus - Peter Wolf   " Ein Mörderisches Paar  -  Das Versprechen " ,  Fischer


Mit  " Ein Mörderisches Paar "  macht sich Erfolgsautor Klaus - Peter Wolf auf den Weg einem Protagonisten seiner Ostfriesenkrimis ,  dem verurteilten und geflohenen Serienkiller Dr. Sommerfeldt  ( alias Dr. Simmel )  und seiner Partnerin Frauke ,  einen eigenen Erzählstrang zu widmen und hier auf herrlich makabere Art und Weise das Tun der Beiden darzustellen .  Hier werden menschenverachtende Verbrecher mit dem Tode bestraft und obwohl man als Leser:in weiß ,  dass es Unrecht ist Selbstjustiz zu üben ,  bei diesen doch eine gewisse Sympathie für das Schaffen des mörderischen Paares geweckt  ( die ja nur mögliche weitere Opfer schützen wollen ) .  Wenn dann gleichzeitig ein Verbrecherboss hinter sich aufräumen lassen will ,  indem er einen weiteren Killer engagiert der Handlanger ,  Komplizen und lästige Gegenspieler aus dem Weg räumen soll ,  wird aus dem friedlichen Ostfriesland ein  " Hot Spot "  an  Leichen und ein Wettkampf zwische :  töten für den guten Zweck versus töten für das Böse .  Mittendrin die Auricher Polizei um Klaasen ,  Weller und Rupert ,  Lehrer:innen und Eltern von Drogenopfern und die örtliche Presse sowie ein ehemaliger Polizist .  Wer weiß mehr über die Zusammenhänge ,  hat und erkennt Verbindungen ?  Eine geplante Hochzeit ,  die Suche nach dem Sinn im Leben und die Sympathien der Menschen für den mörderischen Sommerfeldt  (  der Jedem und Jeder eine zweite Chance geben will sich zu bessern )  machen die Geschichte zu einem hochspannenden Verwirrspiel mit Wendungen ,  Gefühlen und einer guten Brise Witz .  Toll geschrieben ,  nah an den handelnden Menschen mit Unzulänglichkeiten und Brüchen in den Biografien bzw.  Persönlichkeiten ,  falschen Beschuldigungen und wunderschöner Landschaft .  Da die Reihe auf drei Bücher angelegt ist mit einem offenen Ende ,  welches Spannung und neugierde auf die Fortsetzung(en) weckt .  Nach den 442 Seiten weiß man warum die Bücher von Autor Klaus - Peter Wolf so beliebt sind ! 


Montag, 15. Juni 2026

City Boy " Young Men Gone West + Book Early "

CD-Kritik City Boy  " Young Men Gone West + Book Early " ,  Cherry Red 


Mit diesen beiden Studio - Veröffentlichungen aus den Jahren 1977 und 1978 ,  jetzt als Doppel - CD bei Cherry Red erschienen ,  bietet sich dem geneigten Rockmusikfan die großartige Möglichkeit ,  die in Deutschland weniger bekannte englische Formation City Boy näher kennen zu lernen .  Geboten wird bei einer Gesamtspielzeit von 87 Minuten eine bunte Mischung aus flottem Rock ,  ein wenig Glam - Rock ,  progressive Elemente ,  Tempowechsel ,  Effekte ,  tolle Gitarrenklänge ,  Melodien und top Gesang ,  vergleichbar z.B. mit  T. Rex .  Englischer Pop - Rock Ende der 70er Jahre mit spannenden Gitarren ,  Akustikgitarren,  Piano ,  mal swingend mit Bläsern  ( " Honeymooners " )   oder tanzbarer  " Hawaii " - Stimmung  ( " She`s Got Style " - erinnert an 10cc ) .  Bei  "Bad For Business "  mit vorwärts treibendem Beat und tollem Gesang wird mit dem Tempo gespielt und  " Young Men Gone West "  erinnert an die Beatles und Bay City Rollers .  Honky Tonk Piano ,  da steckt auch ein wenig Slade drin !  Reggae - Rhythmus in  " I `ve Been Spun "  mit hohem und tiefem Gesang sowie  " One After Two "  mit Piano und Gesangs - Start ,  Klangfarben und Effekten in Gitarre und Keyboards zeigen die große Spannbreite der Songs .  " The Runaround "  mit flotten ,  fröhlichen und leichten Elementen erinnert dann ein wenig an die Beach Boys bevor  " The Man Who Ate His Car "  ein dynamischer Rocker darstellt .  "Millionaire "  mit Bläsern ,  Akkordeon ,  langsamen Beat  (  ein bisschen Sgt. Pepper von den Beatles )  stellt dann den großartigen Schluss von CD Nummer 1 dar.  Die zweite CD  geht dann musikalisch mehr in Richtung E.L.O.  Mehrstimmiger Gesang  ( Chicago / Toto )  bei " 5.7.0.5 "  und  " Summer In The School Yard "  hätte auch gut im Soundtrack zum Film  " Footloose "  vorkommen können .  Ein Schunkelrhythmus bei  " Goodbye Laurelie " mit Keyboardeffekten ,  sehr Piano- Gesangslastig  und der Glam - Pop - Song  " Raise Your Glass "  ( Smokie )  zeigen einmal mehr die Vielseitigkeit der Band .  Der flotte Rocker  " Cigarettes "  mit harten Gitarren und tollem mehrstimmigen Chorgesang ,  das E.L.O. - like  " What A Night " ,  der dynamische ,  mehrstimmige AOR - Song  " Do What You Do ,  Do Well "  und der an den frühen Elton John erinnernde ,  progressive  " The World Loves A Dancer "  folgen .  " Beth "  beginnt ruhig mit Streichern ,  singender Gitarre ,  mehrstimmig und im Gesang wieder an E.L.O.  erinnernd .  " Moving In Circles "  klingt dann wie ein Song zum Ende der Glam - Rock - Ära und wird abgelöst vom ruhigen ,  mit Piano und Soundeffekten eingeleiteten  " Dangerous Ground " .  Streicher und Gitarren ergänzen den Abschlusssong des Albums hervorragend .  Die beiden Bonus Tracks  " Medicine "  und der reinrassiger AOR - Song  " Turn On To Jesus "  mit Streichern wie bei E.L.O.  beschließen schließlich CD Nummer 2 .  Insgesamt 24 großartige Songs einer mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Band ,  Produziert von Robert John  " Mutt "  Lang .  Die beiden Vorgänger - CD´s sind schon geordert ,  schließlich möchte ich noch mehr Musik dieser ,  trotz aller Vergleiche ,  eigenständigen ,  abwechslungsreichen und tollen Band um Sänger / Backgroundsänger Lol Mason ,  Sänger / Backgroundsänger / Akusitgitarrist Steve Boroughton ,  Pianist / Orgel - ,  Synthesizer -  und Harmoniumspieler / Backgroundsänger Max Thomas ,  Akustik -  und E - Gitarrist / Mandolinist Mike Slamer und Bassist Chris Dunn hören .  Es lohnt sich !  



Samstag, 13. Juni 2026

Band - Tassen

Merchandise - Artikel ,  aus dem warme Getränke noch besser schmecken .  Auch zum Sammeln und " ausstellen "  geeignet ... ein besonderer Fanartikel !