Aktuelle Podcast Episode

"Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen"

- Johann Nepomuk Nestroy -

Montag, 15. Juni 2026

City Boy " Young Men Gone West + Book Early "

CD-Kritik City Boy  " Young Men Gone West + Book Early " ,  Cherry Red 


Mit diesen beiden Studio - Veröffentlichungen aus den Jahren 1977 und 1978 ,  jetzt als Doppel - CD bei Cherry Red erschienen ,  bietet sich dem geneigten Rockmusikfan die großartige Möglichkeit ,  die in Deutschland weniger bekannte englische Formation City Boy näher kennen zu lernen .  Geboten wird bei einer Gesamtspielzeit von 87 Minuten eine bunte Mischung aus flottem Rock ,  ein wenig Glam - Rock ,  progressive Elemente ,  Tempowechsel ,  Effekte ,  tolle Gitarrenklänge ,  Melodien und top Gesang ,  vergleichbar z.B. mit  T. Rex .  Englischer Pop - Rock Ende der 70er Jahre mit spannenden Gitarren ,  Akustikgitarren,  Piano ,  mal swingend mit Bläsern  ( " Honeymooners " )   oder tanzbarer  " Hawaii " - Stimmung  ( " She`s Got Style " - erinnert an 10cc ) .  Bei  "Bad For Business "  mit vorwärts treibendem Beat und tollem Gesang wird mit dem Tempo gespielt und  " Young Men Gone West "  erinnert an die Beatles und Bay City Rollers .  Honky Tonk Piano ,  da steckt auch ein wenig Slade drin !  Reggae - Rhythmus in  " I `ve Been Spun "  mit hohem und tiefem Gesang sowie  " One After Two "  mit Piano und Gesangs - Start ,  Klangfarben und Effekten in Gitarre und Keyboards zeigen die große Spannbreite der Songs .  " The Runaround "  mit flotten ,  fröhlichen und leichten Elementen erinnert dann ein wenig an die Beach Boys bevor  " The Man Who Ate His Car "  ein dynamischer Rocker darstellt .  "Millionaire "  mit Bläsern ,  Akkordeon ,  langsamen Beat  (  ein bisschen Sgt. Pepper von den Beatles )  stellt dann den großartigen Schluss von CD Nummer 1 dar.  Die zweite CD  geht dann musikalisch mehr in Richtung E.L.O.  Mehrstimmiger Gesang  ( Chicago / Toto )  bei " 5.7.0.5 "  und  " Summer In The School Yard "  hätte auch gut im Soundtrack zum Film  " Footloose "  vorkommen können .  Ein Schunkelrhythmus bei  " Goodbye Laurelie " mit Keyboardeffekten ,  sehr Piano- Gesangslastig  und der Glam - Pop - Song  " Raise Your Glass "  ( Smokie )  zeigen einmal mehr die Vielseitigkeit der Band .  Der flotte Rocker  " Cigarettes "  mit harten Gitarren und tollem mehrstimmigen Chorgesang ,  das E.L.O. - like  " What A Night " ,  der dynamische ,  mehrstimmige AOR - Song  " Do What You Do ,  Do Well "  und der an den frühen Elton John erinnernde ,  progressive  " The World Loves A Dancer "  folgen .  " Beth "  beginnt ruhig mit Streichern ,  singender Gitarre ,  mehrstimmig und im Gesang wieder an E.L.O.  erinnernd .  " Moving In Circles "  klingt dann wie ein Song zum Ende der Glam - Rock - Ära und wird abgelöst vom ruhigen ,  mit Piano und Soundeffekten eingeleiteten  " Dangerous Ground " .  Streicher und Gitarren ergänzen den Abschlusssong des Albums hervorragend .  Die beiden Bonus Tracks  " Medicine "  und der reinrassiger AOR - Song  " Turn On To Jesus "  mit Streichern wie bei E.L.O.  beschließen schließlich CD Nummer 2 .  Insgesamt 24 großartige Songs einer mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Band ,  Produziert von Robert John  " Mutt "  Lang .  Die beiden Vorgänger - CD´s sind schon geordert ,  schließlich möchte ich noch mehr Musik dieser ,  trotz aller Vergleiche ,  eigenständigen ,  abwechslungsreichen und tollen Band um Sänger / Backgroundsänger Lol Mason ,  Sänger / Backgroundsänger / Akusitgitarrist Steve Boroughton ,  Pianist / Orgel - ,  Synthesizer -  und Harmoniumspieler / Backgroundsänger Max Thomas ,  Akustik -  und E - Gitarrist / Mandolinist Mike Slamer und Bassist Chris Dunn hören .  Es lohnt sich !  



Samstag, 13. Juni 2026

Band - Tassen

Merchandise - Artikel ,  aus dem warme Getränke noch besser schmecken .  Auch zum Sammeln und " ausstellen "  geeignet ... ein besonderer Fanartikel !





Donnerstag, 11. Juni 2026

Chris Meyer " Der Blutkünstler "

 Buch-Kritik Chris Meyer  " Der Blutkünstler " ,  ullstein


Chris Meyer startet mit  " Der Blutkünstler "  seine Thriller - Reihe um den ehemaligen FBI Profiler Tom Bachmann ,  der zurück nach Deutschland gekehrt ist .  Selbst mit düsteren Erlebnissen in seiner Kindheit   " belastet " ,  muss er einen Serienmörder dingfest machen ,  der Frauen grausam als lebende Modelle für seine Kunstwerke missbraucht und tötet .  Gemeinsam mit seinen Kolleg:innen Ira  ( die ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit im Polizeidienst mit sich trägt),  Philipp  ( Computerfachmann ) ,  Nina  ( Pathologin )  und Katja  ( mit der Bachmann einen  " One Night Stand "  hatte )  versucht er mehrere Fälle ,  in ganz Deutschland verteilt ,  mit Hilfe seiner Erfahrungen beim FBI und seinen Profilerkenntnissen zu lösen .  Was haben ein zwielichtiger Reporter ,  dessen  "Scouts"  ( hören den Polizeifunk ab ) ,  der Kunststudent Justus Fenger oder ein gewisser Sven Gasch mit all` dem zu tun ?  Und warum verschwinden gleichzeitig immer wieder Menschen ,  die Kinder in unterschiedlichster Weise mißbrauchen ?  Der gleiche Täter ?  Ein von Autor Chris Meyer spannend geschrieben und entwickelter Thriller der auch den / die Leser:in lange im dunkeln Tappen lässt ,  wer der oder die Mörderin sein könnte bzw.  welches Motiv hinter den Taten steckt .  Gefühlskälte ,  Manipulation , Befriedigung von Bedürfnissen und das Streben nach Bekanntheit  -  die psychologischen Aspekte bei der Täter:innen - Suche werden ebenso immer wieder angeschnitten wie die eigenen Erlebnisse der Hauptfiguren in ihrer persönlichen Geschichte .  Die genauen Beschreibungen der Tötungsdelikte sind sicherlich nicht nach Jedermanns Geschmack ,  lassen aber so die Gefühlslosigkeit des / der Täterin den / die Leser:in direkt erspüren .  Ein paar Spuren bleiben bis zum Schluss offen und auch das Ende hält eine Überraschung parat .  Da muss der zweite Teil  ( der aktuell 6 - teiligen Serie )  " Der Zoom - Killer "  doch schnell angegangen werden um zu erfahren wie es mit Tom ,  seinen Geistern aus der Kindheit und seinen Kolleg:innen beim BKA weiter geht .  Für Freund:innen der etwas härteren Thriller !



Sonntag, 7. Juni 2026

Jukebox Heroes " Jukebox Heroes "

 CD-Kritik Jukebox Heroes  " Jukebox Heroes " ,  Pride & Joy


Mit dieser Zusammenstellung von insgesamt 16 Songs  -  6 davon als Bonus - Tracks  -  aus dem Jahr 1992 / 2023 ergibt sich die Möglichkeit ,  das Schaffen der amerikanischen AOR - Rock - Band aus Milwaukee  ( gegründet 1989 durch einen Promoter )  näher kennen zu lernen .  Die Band um Sänger und Schlagzeuger Ron Kalista ,  die Keyboarder Steve Marino und Greg Gerard ,  Bassist und Sänger Jim Praefke,  Gitarrist ,  Queerflötist und Sänger Tony Roland sowie den Gästen  Mark Lamar ,  John Croakin ,  Greg Gerard und Keedy trat in der Zeit ihres Bestehens mit Bands wie Styx ,  38 Special ,  Reo Speedwagon ,  Kansas ,  Starship , Survivor oder  Robert Palmer auf .  Merkmal ihrer Songs sind die stets präsenten mehrstimmigen Chöre und eingängige Melodien .  Los geht es gleich mit dem AOR - Song  " Rock & Roll Star " .  Treibender Beat ,  dominanter Basslauf und Akustikgitarren bei hellem Klang .  " Mission "  ist dann ein Hardrocker der 80er Jahre . Die Gitarre setzt harte Akzente und liefert ein tolles Solo bei dem insgesamt Beat -  und Gesangsbetonten Song .  Die Ballade  " If Ever You Fall "  mit Akustikgitarre und rauem Gesang zu  Beginn entwickelt sich dann später und die gesamte Band stößt hinzu .  Das ebenfalls Gesangslastige ,  inklusive Gitarre ,   " Time Flies "  mit Keyboard - Rhythmus - Beginn  ( Starship )  folgt als nächstes bevor mit  " In Each Others Eyes "  bereits die zweite Ballade  ( im Stil von Journey)  inklusive Frauenstimme im Background plus Piano geboten wird .  Flott mit eingängigem Chorus ,  Keyboardbeginn und harten Gitarren folgt  "Heartbreakin` Story " .  Der eingängige Midtemposong " We Are Not Alone " mit einem schlichten Refrain wird anschließend vom dynamikverändernden  "Cheat On Me "  abgelöst .  Starker Gesang ,  Gitarrensolo ,  toller Beat und prägender Basslauf inklusive .  Wind -  und Sturmgeräusche zu Beginn ,  Geräusche ,  Queerflöte und Dramatik bietet dann im Anschluss  " The Homeless " .  Langsamer Song .  Der Halftempo - Song  " Alien Flowers "  spielt dann ebenfalls mit der Dynamik .  Toller Schlagzeug -  und Bassbeat ,  starker Gesang .  Der Song baut sich dramatisch / bombastisch auf um am Ende wieder ruhig auszulaufen .  Auch bei  " Soldier Of Fortune "  wird mit der Geschwindigkeit gespielt .  Sehr Beat -  und Basslastig mit Keyboardeffekten ,  Soundeffekten ,  Gitarren -  und Keyboardsolo sowie Stakkato - Rhythmus .  Der Rhythmuslastige Pop - Rocker mit spannendem Beat  " Don`t Ask Me Why "  folgt .  Viel Gesang und ein wunderschöner Keyboard - Soundteppich runden das Stück ab .  " My Back Pages "  ist dann wieder sehr dynamisch ,  mit viel Keyboards im Background und ansonsten starkem Bass und Gesang .  Einen Spät - 80er - Beat ,  sehr rhythmisch gibt es dann in  " Everybody Knows "  zu hören .  Der gesangsbetonte ,  rockige Song  " It`s Gonna Take Time "  und  " Freedom " ,  mit Keyboardbeginn plus Gitarrenakzenten ,  aggressivem Gesang - Schrei und Beat  beenden dann nach 67 Minuten ein spannendes Album einer hierzulande unbekannten und sehr kurzlebigen Band ,  was der Qualität aber keinen Abbruch tut .  Sehr gut hörbarer AOR für Freund:innen dieser Musikrichtung die mehr suchen als das Übliche / Bekannte !