Konzert-Kritik 13. Dynamite Night m. Frozen Crown , Axxis , Warkings 28.12.2025 , " Sechtahalle " Ellwangen - Röhlingen
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Nach Corona - Pause und anschließendem Standortwechsel von der Sporthalle Ingersheim in Crailsheim nach Ellwangen - Röhlingen im Jahr 2024 , findet an einem recht kühlen Winterabend am 28. 12. 2025 die insgesamt 13. Dynamite Night in der Sechtahalle mit den drei Bands Frozen Crown , Axxis und Warkings sowie dem Solokünstler Mike Gerhold als Opener statt . In der mit gut 700 Musikbegeisterten nahezu ausverkauften Halle geht das Ganze bereits früh um 17:30 Uhr stimmungsvoll und gebührend los . Nur mit 12 - saitiger Gitarre und Mikrofon ( auch Loops oder Querflöte kommen zum Einsatz ) ausgestattet , heizte Gerhold mit leicht rauer Stimme und tollem Gitarrenspiel mitreißend ein und kann mit Coversongs wie " Living On A Prayer " ( Bon Jovi ) , " Am Fenster " ( Silly ) , " The Sound Of Silence " ( Simon & Garfunkel ) oder " Nothing Else Matters ( Metallica ) das Publikum , auch mit seiner sympathischen Art , auf Betriebstemperatur bringen . " Run To You " ( Bryan Adams ) , " Zombie " ( Cranberries ) oder ein Beatles - Iron Maiden - Rammstein - Mix holen das Publikum mit bekannten Stücken ab und vertreiben so gekonnt die Zeit bis zum ersten Bandauftritt .
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Nach einer kurzen Umbaupause betreten dann gegen 18:25 Uhr die Italiener:innen von " Frozen Crown " die Festivalbühne in Röhlingen . Die Band aus Mailand rund um die Sängerin Giada Etro , Gitarrist Federico Mondelli , Bassist Francesco Zof , die beiden Gitarristinnen Alessia Lanzone und Alexandra Lioness sowie Schlagzeuger Niso Tomasini legen dann auch gleich temporeich mit " War Hearts " , zunächst instrumental , los bevor auch die mit klarer und kraftvoller Stimme singende " Jade " Etro zu dem flotten Power Metal Stück hinzustößt . Gitarrist Federico Mondelli fordert das Publikum immer wieder zum rhythmischen Klatschen oder Schreien auf , die Gitarrist:innen feuern ein Solo nach dem anderen in die Menge und es wird kräftig gepost . In Zweier - oder Dreierformation kniet die Saitenfraktion auf dem Boden , die Positionen werden ständig gewechselt und der Beat geht kräftig nach vorne . Mit teilweise Speed - Metal Elementen sind Frozen Crown , schließlich auch mit den jüngsten Bandmitgliedern heute , auch die flottesten an diesem Abend . Nur schade das " Jade " Etro oft sehr nah am Bühnenrand steht und so aus dem Scheinwerferlicht auf der Bühne verschwindet . Ihr Gesang dagegen nicht . " The Water Dancer " , " To Live To Die " , " Kings " , " Steel And Gold " , "Arctic Gales " , " Neverending " , " I Am The Wind " und " Far Beyond " zeigen eine spielfreudige und vor Kraft strotzende junge Power Metal Band . Etwas proggiger und verschachtelter wird es mit der Langversion von " Ice Dragon " gefolgt von " Call Of The North " und dem Rausschmeißer " I Am The Tyrant " . In den 60 Minuten hat die Band absolut abgeliefert , die Fans recken die Hände in die Luft und applaudieren kräftig . Toller Auftritt und die Menge ist warmgespielt !
Nach dem fulminanten Auftritt von Frozen Crown wird das Schlagzeug der Band in der linken Bühnenecke abgebaut , das Backdrop mit etwas Anlaufschwierigkeiten entfernt und auf der Bühne einiges für die nun folgenden " Lokalmatadoren " von Axxis vorbereitet ( schließlich ist die Band schon mehrmals bei der Dynamite Night in Crailsheim zu Gast gewesen ) . Dementsprechend wird die Band auch bereits beim Opener , die Bühne ganz in blaues Licht und schwenkenden Lichtstrahlen gehüllt , begrüßt und das Publikum singt bereits ohne Aufforderung lautstark zum Opener " Little Look Back " mit . Es kann also fulminant los gehen und die Gesichter der Bandmitglieder auf der Bühne strahlen bereits ob der Reaktion des Publikums . Inzwischen nur noch zu viert unterwegs ( Ur - Mitglied und Keyboarder Harry Oellers verließ die Band Ende 2024 ) heizen die Mannen um Sänger Bernie Weiß , Schlagzeuger Dirk Brand , Gitarrist Matthias Degener und Bassist Rob Schomaker jetzt noch einen tick härter mit Songs wie " Coming Home " , " Moonlight Bay " oder " Stay Don`t Leave " ein . Entertainer Bernhard Weiß versteht es wie immer gekonnt witzig Zwiesprache mit dem Publikum zu halten und kann auch gut über sich selbst ( " den dicken Weihnachtsbauch " ) lachen . Nach " Blood Angel " liefert Schlagzeuger Dirk Brand ( u.a. auch " Subsignal " ) ein sowohl musikalisch als auch optisch grandioses Schlagzeugsolo ab und in Trioformation mit Schlagzeug , Gitarre und Bass wird auch mal ohne Bernie Weiß kräftig gerockt und der leicht (krankheitsbedingt ) angeschlagene Rob Schomaker singt dazu . Hut ab - man merkt es ihm nicht an . Scherzhaft weist Weiß darauf hin , dass man die Band auch zu Dritt engagieren kann , dann sei sie aber teurer als wenn er dabei ist ;-) Ansonsten tanzt der Sänger auf der Bühne , das Publikum schwenkt die Arme zur Musik , beim Wettstreit der Stimmen siegen die Männer und die Instrumentalisten geben Vollgas . So vergeht mit Songs wie " Touch The Rainbow " ( toller Reggae ) , " Heaven In Black " , " Little War " , " Tales Of Glory Island " und " My Little Princess " die Zeit wie im Flug . Nach dem Outro " Little Look Back " und den bereits dabei aufkommenden " Zugabe" - Rufen bleibt die Band eigentlich schon fast auf der Bühne und belohnt das begeisterte Publikum mit " Fire And Ice" , " Living In A World " und " Kingdom Of The Night " . Axxis sind einfach ein Garant für Spaß , Qualität und großartige Musik . 85 Minuten Hochgenuss !!!
Zum letzten Mal an diesem Abend wird die Bühne nun für die " Warkings " vorbereitet . Banner werden aufgestellt , brennbare Flüssigkeiten auf der Bühne verteilt , Podeste aufgebaut und das Warkings - Backdrop gehisst . Hier wird optisch doch etwas mehr Aufwand getrieben . Das Saallicht erlisch und " Warriors Of The World " von Manowar wird über die Boxen eingespielt . Der " Warrior " betritt mit Hammer versehen die Bühne und fordert das Publikum mit Hammerschlägen auf kräftig Lärm zu machen für die " Kings " . Diese werden dann per Ansage einzeln auf die Bühne gerufen und so betreten Schlagzeuger "The Spartan " , Gitarrist " The Crusader " , Bassist " The Viking " und zuletzt Sänger " The Tribun " die Bühne und legen mit " Last Battle " , " Armageddon " und " Spartacus " fulminant los . Pyro - Effekte unterstützen das Ganz optisch und die Musiker , insbesondere der großartig aufsingende " Tribun " , gehen in ihren Rollen auf . Hinzu kommt dann die growlende / singende Morgana Le Fay , die immer wieder auch bei weiteren Songs der Marke " Hephaistos " , " Genghis Khan " , " Never Surrender " oder " Maximus " eine besondere Note mit einbringt und gerade beim Duettgesang einen tollen Kontrast zur klaren Stimme von Georg Neuhauser ( u.a. Serenity ) darstellt . Kleiderwechsel , das immer währende " what ist your profession ... ahu " , schwenkende Arme im Publikum , die "Schildmaid " die im " Dragons - Cockring " über die Menge getragen wird und ein Bier auf die Bühne bringt , ein verkleideter Mini - Tribun der auf die Bühne geholt wird und ein angeleiteter Circle - Pit sorgen zusätzlich für reichlich Abwechslung . " Warriors " , " Odin`s Son " und " Kings Of Ragnarök " - die Band gibt alles und begeistert mit Wucht und Präzision . Bei " Fight " feuert Gitarrist " Crusader " zusätzlich zu seinem Gitarrenspiel noch Flammenwerfersalven ins weite Rund - ob die Boxen an der Hallendecke das so toll fanden ? Dem etwas ruhigere " Hangman`s Night " , Morgana Le Fay im Hexenoutfit im Duett mit dem Tribun , folgt der " Circle - Pit - Song " " We Are The Fire " und der Abschlusssong " Sparta " . Tossender Applaus des Publikums und so lässt es sich die Band natürlich nicht nehmen , während eine Warkings - Standarte durchs Publikum vor die Bühne getragen wird , mit " Monsters " und " Gladiator " noch einmal die letzten Reserven zu bündeln und den Abend nach 90 Minuten fulminant zu beenden .
So gehen rund 270 Minuten toller Livemusik an diesem Sonntag Abend " zwischen den Jahren " um 23:30 Uhr gebührend zu Ende . Tolle Stimmung , kein Stress , genügend Parkplätze und tolle Bands - für Jeden und Jede war etwas dabei und darf gerne so wiederholt werden . Mit so einer Veranstaltung kann man das Konzertjahr 2025 gut ausklingen lassen und sich auf das neue Konzertjahr 2026 freuen .