CD-Kritik Trillion " Clear Approach " , Rock Candy
Wer auf AOR mit "wohlklingendem " Gesang im Stil von Toto , Styx oder Kansas steht , ist bei der 1978 in Chicago gegründeten Band Trillion genau an der richtigen Stelle . Mit dem hier vorliegenden 2ten Album aus dem Jahr 1980 ( anschließend löste die Band sich leider wieder auf ) zeigt die Gruppe rund um Patrick Leonard ( Keyboard , Gitarre ) , Frank Barbalace ( Gitarre , Gesang ) , Ron Anaman ( Bass , Gesang ) , Bob Wilkins ( Schlagzeug , Perkussion ) und der neue Lead - Sanger und Gitarrist Thom Griffin welch` großartige Melodien sie im Stande zu schaffen waren . 10 Songs ( inkl. Bonustrack ) bei einer Gesamtspielzeit von 41 Minuten schaffen eine rockige Wohlfühlstimmung die heutigen Künstlern oft abgeht . Los geht es mit " Make Time For Love " . Reiner Gesangsbeginn - Kansas lassen grüßen - Chorgesang , treibender Beat und das Keyboard wummert im Hintergrund . " Love Me Anytime " beginnt ruhig mit Piano und Gesang . Trotz Balladenstruktur auch ein wenig hymnisch . " I Know The Feeling " mit tollem Keyboard - Gitarre Beginn hat wieder einen leichten Kansas - Einfluss aber auch der spätere Christopher Cross könnte hier mitgewirkt haben . Schönes kurzes " Bass - Solo " in Verbindung mit den Gitarren . "Make It Last Forever " startet mit spacigen Effekten bevor der Schlagzeug - Beat einsetzt . Stampfender Rhythmus mit langem Instrumental - Teil . Der Gesang setzt ein und erinnert an die progressive Zeit von Kansas . " Promises " ist ein flotter AOR - Song und es verwundert immer mehr , dass die Band in ihrer Zeit nicht erfolgreicher war . " Cities " mit Piano - Gesang Start lässt erneut in der Musik verschmelzen und der mehrstimmige Chorgesang verstärkt das Ganze noch . Das Tempo zieht an und treibt den Song plötzlich nach vorne bevor er erneut in die ruhigere Stimmung zurück fällt . Toller Dynamikwechsel - abwechslungsreich ! Der Pop - Rocker " What Can You Do " schlägt in eine ähnliche Kerbe - die Musik bleibt so lebendig und wird nie langweilig . " Clear Approach " mit seinem erneut treibenden Rhythmus in Kombination mit dem einschmeichelnden Gesang lädt zum Bewegen ein . " Wishing I Knew It All " , der letzte Song auf der ursprünglichen Veröffentlichung , startet zunächst nur mit Piano bevor Bass , Gitarre und Schlagzeug die Führung übernehmen und der Gesang einsetzt . Hier klingen auch Styx mit und der Song spielt noch einmal mit allen Stärken von Trillion . Die unveröffentlichte B - Seite " You Clown " , als Bonustrack dieser Wiederveröffentlichung , startet mit Akustikgitarrenklängen und Bass . Schleppender Beat , toller Gesang , Keyboard - Effekte , ruhige Momente gepaart mit Soundausbrüchen . Spannender Schluss einer tollen Band , die leider nur zwei LP`s veröffentlichte .
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